8. September 2015 – 50 Mass Bier und der anstehende Kick Off

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07.30 Uhr Ich werde zu nachtschlafender Zeit durch sehr aggressives Telefonläuten geweckt. Zu allem Überfluss meldet sich Admiral a.D. Bürstenbinder im Rohr und erzählt, dass am Sonntag das Volksfest zu Ende gegangen ist. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und erfahre, dass der Seebär täglich auf dem Fest abgefeiert und insgesamt 50 Mass Bier getrunken hat. Mein Bekannter plappert ohne Unterlass und rechnet vor, dass er ausserdem acht halbe Hähnchen, zwei Steckerlfische sowie sieben grosse Brezen verzehrt hat. Ferner möchte der gute Mann wissen, wann ich endlich wieder nach Bayern komme werde. Ich räuspere mich redlichst und verspreche, dass ich meine Zelte spätestens im kommenden Frühjahr in der alten Heimat aufschlagen werde.
08.00 Uhr Nachdem ich das Telefonat beendet habe, stehe ich auf und eile ins Wohnzimmer. Dummerweise trete ich dabei auf einen Tennisball und verdrehe mir den Knöchel. Fluchend lasse ich mich aufs Kanapee fallen und erkläre Hund Dixon, dass er sein Spielzeug nicht im ganzen Haus verteilen darf. Weil mein Fuss schmerzt, greife ich spornstreichs zum Telefon und rufe bei Frau Pontecorvo an, um ihr mitzuteilen, dass ich schwer verletzt bin.

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Ich stolpere über einen Tennisball

08.30 Uhr Wenig später stösst meine Nachbarin die Terrassentüre auf und nimmt meinen lädierten Knöchel in Augenschein. Die Gute massiert sorgsam mein Bein und meint, dass es schlauer wäre, den verletzten Fuss zu verarzten. Bevor ich antworten kann, rennt meine Bekannte in die Küche und füllt Eiswürfel in eine Plastiktüte. Anschliessend presst die kleine Frau die Kühlkompresse auf mein Bein und sagt, dass es angebracht wäre, einen Arzt zu konsultieren – wie wahr.
09.15 Uhr Während Frau Pontecorvo Kaffee aufbrüht, versuche ich mit schmerzverzerrtem Gesicht, vom Sofa aufzustehen und in die Küche zu humpeln. Nebenher fluche ich wie ein Bauarbeiter und unterbreite, dass noch heute sämtliches Hundespielzeug im Mülleimer landen wird. Mein Gast kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen und sichert zu, dass sie nach dem Frühstück bei WALGREENS eine Schmerzsalbe besorgen wird.
10.00 Uhr Nach der Stärkung greife ich zur Fernbedienung und nehme mir das Recht heraus, auf ABC die beliebte Vormittagssendung „Good Morning America“ (löblich: Guten Morgen Amerika) zu sehen. Währenddessen macht sich Frau Pontecorvo in der Küche nützlich und behauptet, dass sie ausserdem zum PUBLIX Supermarkt rasen und Weichgetränke (unlöblich: Softdrinks) einkaufen wird. Ich nicke eifrig und trage der Dame auf, einen Zwischenstopp in der „Domino’s“ Pizzeria einzulegen und für ein nahrhaftes Mittagessen zu sorgen.

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Frau Pontecorvo rast zum PUBLIX Supermarkt

10.45 Uhr Nachdem Frau Pontecorvo das Weite gesucht hat, rufe ich bei Edelbert an und lasse ihn wissen, dass es mir heute nicht möglich sein wird, aus dem Hause zu gehen. Der Professor seufzt in einer Tour und meint, dass ich unbedingt kürzer treten und mich von meiner Nachbarin umsorgen lassen sollte.
11.30 Uhr Fünfundvierzig Minuten später kehrt meine Bekannte zurück. Die Alte überreicht mir eine Tube „Neuragen“ und legt mir nahe, den Knöchel mit dieser Salbe einzureiben. Ich komme der Aufforderung anstandslos nach und werde Zeuge, wie mein Gast eine grosse Familienpizza zerteilt und einen gemischten Salat mit Thousand Island Dressing (löblich: 1.000 Insel Sauce) auffährt. Natürlich greife ich sogleich zu und bemerke, dass das italienische Schmankerl ganz vorzüglich mundet. Meine Tischnachbarin schenkt mir ein Lächeln und beteuert, dass sie nach dem Essen mit Hund Dixon einen Spaziergang unternehmen wird – das ist phantastisch.

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Wir essen Pizza

12.30 Uhr Als endlich Ruhe in der kleinen Villa eingekehrt ist, lege ich die Beine hoch und schliesse die Augen. Bereits nach wenigen Sekunden döse ich ein und träume von der diesjährigen Appalachian Trail Wanderung.
13.30 Uhr Ich öffne die Augen und stelle fest, dass der Schmerz etwas nachgelassen hat. Um mir etwas Gutes zu tun, schlendere ich in die Küche und nehme die DeLonghi Kaffeemaschine in Betrieb. Zudem schneide ich einen Zitronenkuchen aus dem PUBLIX an und decke den Wohnzimmertisch mit dem besten Geschirr ein.
14.15 Uhr Endlich kommen Frau Pontecorvo und Hund Dixon vom Gassigang zurück. Die lotse meine Nachbarin in die Wohnstube und animiere sie, mir beim Kaffeekränzchen Gesellschaft zu leisten. Darüber hinaus gebe ich zu Protokoll, dass die Salbe Wunder gewirkt und mich von den höllischen Schmerzen erlöst hat. Meine Bekannte strahlt wie ein Honigkuchenpferd und meint, dass ich ihr 12 Dollars schulde – wie unlöblich.
15.00 Uhr Schlussendlich bringe ich meine Nachbarin zur Türe und bedanke mich für alles. Im Anschluss folge ich Dixon in den Garten und ziehe es vor, auf der Hollywood Schaukel die Seele baumeln zu lassen. Unter anderem blättere ich in der Zeitung und bringe heraus, dass am Mittwoch der „Kick Off“ (löblich: Anstoss) zur Football Saison 2015/2016 erfolgen wird – das wird spannend.

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Bier ist sehr gesund

16.00 Uhr Nachdem ich zwei Flaschen Budweiser getrunken und meinen Knöchel noch einmal mit der Salbe eingerieben hat, hole ich den Gartenschlauch hervor und versorge die Pflanzen mit Wasser. Ausserdem tratsche ich mit Herrn Booth und vernehme, dass sein Ausflug nach Miami prima war. Der Kriegsveteran schnalzt mit der Zunge und berichtet, dass er die Nacht von Freitag auf Samstag in einem „Days Inn“ Motel verbracht hat.
17.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner ROLEX auf 5 zugeht, kehre ich ins klimatisierte Eigenheim zurück und fülle Dixons Napf mit Trockenfutter auf. Zudem koche ich Nudelwasser auf und zaubere im Handumdrehen vitaminreiche Langnudeln mit Pesto aus dem Glas – wie gut das duftet.
18.00 Uhr Nach der Hausarbeit mache ich es mir im Wohnzimmer bequem und fröne in Gesellschaft meines Haustieres den FOX Nachrichten. Ich folge den Aussagen des Moderators ganz genau und höre, dass sich die Terroranschläge des 11. September 2001 in diesem Jahr zum vierzehnten Mal jähren.
18.45 Uhr Um auf andere Gedanken zu kommen, wechsle ich auf den Premiumkanal „Showtime“ und gebe mich dem Fernsehspiel „The Affair“ (löblich: Die Affäre) hin. Die preisgekrönte Serie erzählt von der heimlichen Affäre zwischen einem verheirateten Lehrer und einer leichtlebigen Kellnerin – da kommt Spannung auf.
21.00 Uhr Nach zwei nervenaufreibenden Episoden beende ich den Fernsehabend und verabschiede mich ins Schlafzimmer. Gute Nacht.

2. Dezember 2014 – Saalschlacht

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08.00 Uhr Der Radiowecker springt an und ich vernehme ein Lied der Combo „The New Basement Tapes“. Zudem erfahre ich vom WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Radiomoderator, dass angesehene Musikanten wie Elvis Costello verschollen geglaubte Bob Dylan Liedtexte neu aufgenommen und auf einem Album mit dem Titel „Lost on the River“ (löblich: Verloren am Fluss) verewigt haben – das soll mir auch Recht sein.
08.30 Uhr Nach der schweisstreibenden Morgengymnastik stelle ich die futuristische DeLonghi Kaffeemaschine ein und entspanne mich bei einem Wirbelbad. Dummerweise wird mein Müssiggang nach wenigen Augenblicken durch sehr aggressives Telefonläuten gestört. Edelbert meldet sich schnaufend in der Leitung und erzählt, dass Admiral a.D. Bürstenbinder die letzte Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen musste. Ich staune nicht schlecht und bringe weiter heraus, dass der ehemalige Seefahrer den Abend im Münchner Hofbräuhaus verbracht hat und in eine waschechte Saalschlacht verwickelt war – wie furchtbar.

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Das Münchner Hofbräuhaus

09.30 Uhr Laut seufzend steige ich aus der Wanne und bin mir sicher, dass Friedbert mit einer hohen Geldstrafe und/oder sogar mit einer Gefängnisstrafe rechnen muss. Da ich jahrelang Jura studiert habe, hole ich das Strafgesetzbuch aus dem Bücherregal und informiere mich ganz genau. Danach greife ich zur Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) und rufe in der alten Heimat an. Admiral Bürstenbinder meldet sich prompt und plappert davon, dass er mittlerweile wieder zu Hause ist und sich von den Strapazen der letzten Nacht erholt. Ich fackle nicht lange und lasse den guten Mann wissen, dass nach § 229 des StGB eine Körperverletzung mit Freiheitsentzug mit bis zu drei Jahren bestraft werden kann. Friedbert beruhigt mich redlichst und erzählt, dass er bereits Rechtsanwalt Herrn Dr. Waldvogel eingeschaltet hat. Ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen und entgegne, dass der Rechtsverdreher im vergangenen Monat sein 94jähriges Wiegenfest gefeiert und überhaupt keinen Durchblick hat.
10.00 Uhr Weil sämtliche Einwände wirkungslos bleiben, beende ich das Gespräch und nehme in der Küche platz, um eine Schüssel KELLOGGS Maisflocken mit frischer Muh zu essen. Ausserdem öle ich meine ausgetrocknete Kehle mit brühfrischem Kaffee und spiele mit dem Gedanken, ans Meer zu krusen – was kann es schöneres geben.
10.30 Uhr Wenig später sitze ich im geräumigen Chevrolet Suburban und fahre zu stimmungsvollen Radioklängen nach Westen. Hund Dixon springt währenddessen auf dem Rücksitz auf und ab und nimmt sich das Recht heraus, mit seiner nassen Nase die Scheiben zu verschmieren – wie unlöblich.

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Ich tschille am Strand ab – wie aufregend

11.00 Uhr Nach sieben Meilen fahre ich auf den Besucherparkplatz des „Delnor Wiggins State Park“ und stelle den Wagen direkt neben dem Wachhäuschen ab. Anschliessend führe ich den Vierbeiner zum Strand und bade meine Füsse im kühlen Nass – da kommt Freude auf.
11.45 Uhr Als sich dunkle Regenwolken vor die Sonne schieben, kehre ich in eine Strandwirtschaft ein und ordere ein Bud Light (löblich: Bud Leicht). Der Kellner (53) wischt mit einem Lappen über den Tresen und erkundigt sich, ob ich auch etwas essen will. Ich nicke eifrig und bestelle panierte Zwiebelringe mit deftiger Sauce – schmeckt gar nicht schlecht.
12.15 Uhr Während ich kraftvoll zubeisse, plaudere ich angeregt mit dem Schankkellner. Der freundliche Herr kommt auf Weihnachten zu sprechen und behauptet, dass es ihm in diesem Jahr besonders schwer fällt, ein geeignetes Geschenk für seine 18jährige Lebensgefährtin zu finden. Ich zucke mit den Schultern und entgegne, dass ich in der vergangenen Woche sämtliche Präsente besorgt habe und das Fest bei meiner Familie im verschneiten Toronto verbringen werde – darauf freue ich mich jetzt schon.

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Ein kleines Trinkgeld für den Schankkellner

13.00 Uhr Nachdem ich dem Kellner ein kleines Trinkgeld beschert habe, kehre ich zum Auto zurück und trete die Heimfahrt an. Ich setze zu waghalsigen Überholmanövern an und ärgere mich, als es plötzlich zu regnen beginnt.
14.00 Uhr Zurück in der kleinen Villa, schlüpfe ich aus den Kuhjungenstiefeln und lege im Wohnzimmer eine kleine Pause ein. Der Vierbeiner tut es mir gleich und macht es sich ebenfalls auf dem Kanapee bequem – wie schön.
15.00 Uhr Um nicht den ganzen Nachmittag zu vergeuden, komme ich meinen Pflichten als Anschnurseelsorger nach. Ich schalte den Heimrechner ein und helfe verzweifelten Eltern bei Problemen aller Art. Darüber hinaus stosse ich im Posteingang auf die Nachricht des Münchner Rentners Erich L. (91), der sich nach dem bestellten Portrait erkundigt. Ich greife mir an die Stirn und erinnere mich, dass mir der Heini am 17. November 500 EUROS für eine Auftragsarbeit überwiesen hat. Um in kein schlechtes Licht gerückt zu werfen, antworte ich prompt und schreibe, dass ich das Aquarell spätestens am Freitag nach Deutschland versenden werde.
16.00 Uhr Um etwas Abwechslung zu bekommen, beende ich die Arbeit und schenke mir ein super Weissbier ein. Im Anschluss mache ich es mir zur Aufgabe, Wasserfarben anzurühren und ein Portrait von Frau Erichs Ehefrau anzufertigen.
17.00 Uhr Hungrig und durstig eile ich in die Küche und bereite nörgelnd das Abendessen vor. Als ich eine Pfanne aufs Kochfeld stelle, gesellt sich der Vierbeiner an meine Seite und fordert ebenfalls eine Brotzeit heraus. Ich streichle Dixon über den Kopf und brate zwei Schnitzel an. Dazu gibt es köstliche Bratkartoffeln mit Gemüse.
18.00 Uhr Nachdem ich die Mahlzeit hastig verschlungen habe, schwinge ich weiter den Pinsel und male ein rundes Mondgesicht auf die Unterlage. Schon bald wird mir klar, dass es schlauer gewesen wäre, auf die 500 Euros zu verzichten und die Auftragsarbeit abzulehnen.

19.00 Uhr Zur Prime Time (löblich: Besten Sendezeit) lege ich die Malutensilien beiseite und gebe mich dem Qualitätsprogramm von HBO hin. Ich trinke ein weiteres Bier und schaue mir das oscarprämierte Meisterwerk „Amadeus“ an – wie aufregend.
22.00 Uhr Nach drei Stunden endet der Film und ich schalte den Flachbildschirm gähnend ab. Wie es sich gehört, begleite ich Dixon noch einmal in den Garten und animiere ihn, eine Palme im Nachbargarten zu bewässern. Danach verschliesse ich die Haustüre und lege mich ins Bett. Gute Nacht.

12. September 2014 – La Futura und ein Wiedersehen mit Brandie Cream

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08.00 Uhr Ich rolle mich aus dem Wasserbett und freue mich, von Hund Dixon schwanzwedelnd begrüsst zu werden. Danach reibe ich mir den Schlaf aus den Augen und treffe im Wohnzimmer auf Sandra. Das Kind streckt sich ausgiebig und beteuert, dass es hervorragend geschlafen hat. Ich nicke eifrig und lasse die Maid wissen, dass wir uns heute im Garten nützlich machen könnten. Sandra zeigt mir jedoch den Vogel und sagt, dass sie ans Meer krusen wird – das ist wieder typisch.
08.45 Uhr Um mich nicht ärgern zu müssen, beende ich das Gespräch und verabschiede mich in die Nasszelle. Ich lasse die Seele bei einem Wirbelbad baumeln und nehme mir das Recht heraus, bei Admiral a.D. Bürstenbinder anzurufen. Der ehemalige Seefahrer meldet sich nach dem dritten Tuten und plappert davon, dass in zwei Tagen das Volksfest in unserer Heimatstadt zu Ende gehen wird. Friedbert ist begeistert und rechnet vor, dass er bisher an jedem Abend im Bierzelt war und insgesamt 37 Mass Bier getrunken, sechs halbe Enten, vier Steckerlfische, elf Hendl und sechzehn Tüten mit gebrannten Mandeln gegessen hat – wie schön.

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Sehr schmackhaft: gebrannte Mandeln

10.00 Uhr Pünktlich zum Zehnuhrläuten steige ich aus der Wirbelbadewanne und entschliesse mich, eine khakifarbene Hose sowie ein hellblaues T-Hemd mit „Florida Gulf Coast University“ Aufdruck anzuziehen.
10.30 Uhr Im Anschluss setze ich mich zu Sandra an den Küchentisch und höre, dass mein Gast vor dem geplanten Strandbesuch die neue ZZ Top Kompaktscheibe „La Futura“ kaufen möchte. Ich giesse mir etwas Kaffee ein und entgegne, dass ich währenddessen Edelbert besuchen und eine DVD für einen romantischen Fernsehabend besorgen werde. Sandra legt ihren Kopf schief und bittet mich, das Jim Jarmusch Meisterwerk „Only Lovers Left Alive“ (löblich: Nur Liebende überleben) zu kaufen.


ZZ Top – La Futura

11.15 Uhr Wenig später scheuche ich Hund Dixon zum Chevrolet und schicke mich an, stadteinwärts zu fahren. Nebenher telefoniere ich mit Prof. Kuhn und höre, dass ich ihn im „Mangrove Cafe“ treffen kann.
12.00 Uhr Völlig verschwitzt finde ich mich im besagten Gasthaus ein und registriere, dass Edelbert nicht alleine ist. Ich wünsche Frau Brandie Cream einen schönen Tag und zögere nicht, mich dazuzusetzen. Der Professor schenkt mir ein Lächeln und sagt, dass er Brandie ganz zufällig getroffen hat. Da es sehr heiss ist, winke ich der Kellnerin zu und ordere ein lustiges Himbeereis mit Sahne. Anschliessend wende ich mich dem hübschen Fräulein zu und erkundige mich, wie es ihr ergangen ist. Das ehemalige Oben-Ohne Modell strahlt über das ganze Gesicht und bestätigt, dass sie immer noch mit einem Zahnarzt liiert ist und an der St. Ann Catholic School (löblich: Sankt Anna Katholische Schule) als Kinderpflegerin arbeitet – das ist prima.
13.00 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, den lieben Leuten auf Wiedersehen zu sagen. Ich lüfte meine NY YANKEES Mütze und ziehe es vor, als nächstes zum „Tin City“ (löblich: Zinnstadt) Einkaufsparadies zu rasen.
13.45 Uhr Weil ich unter enormen Zeitdruck stehe, stelle ich das KFZ kurzerhand vor dem Haupteingang ab. Im Anschluss laufe ich schnurstracks in einen DVD Laden, um nicht nur den von Sandra gewünschten Titel, sondern auch den Krimi „Non Stop“ zu erwerben – was das wieder kostet.


Jim Jarmusch’s: Only Lovers Left Alive

14.30 Uhr Endlich bin ich wieder zu Hause und genehmige mir in der Küche ein vitaminreiches Wurstbrot sowie ein süffiges Budweiser. Ferner fülle ich Dixons Napf mit Wasser auf und lege mich dann aufs Kanapee.
15.30 Uhr Ich öffne die Augen und bemerke, dass Sandra immer noch nicht zurück ist. Da ich über alles informiert sein muss, tippe ich die Nummer meiner Mieterin in die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) ein und erhalte die Auskunft, dass das Kind gegen 17 Uhr nach Hause kommen wird. Sandra redet ohne Unterlass auf mich ein und sichert zu, ein reichhaltiges Abendessen zu organisieren.
16.00 Uhr Um die Nachmittagsstunden sinnvoll zu gestalten, setze ich mich an den Schreibtisch und komme meinen Pflichten als Anschnurseelsorger nach. Im Postkasten finde ich Depeschen besorgter Eltern vor und erfahre, dass Frau Lena F. aus Düsseldorf Probleme mit ihrem Sohn Kevin (16) hat. Anstatt brav zu sein, zieht es der Lausbube vor, sich in einem Jugendzentrum zu tummeln. Um schlimmeres Unheil abzuwenden, rate ich der Dame, dem Rüpel das Taschengeld zu streichen – so kann es jedenfalls nicht weitergehen.
17.00 Uhr Just als ich von der Leine gehe, kommt der FORD BRONCO Zweitwagen mit quietschenden Bremsen auf der Einfahrt zum stehen. Während ich skeptisch aus dem Fenster spähe, hievt Sandra mehrere Papiertüten von der Ladefläche und schnippt ihre Zigarette auf die Strasse – das ist ja allerhand.

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Nicht rauchen !!!

17.30 Uhr Nachdem das Mädchen ausführlich von ihrem Strandbesuch berichtet hat, können wir zu Abend essen. Ich decke den Tisch mit dem Porzellangeschirr ein und freue mich, gelbe Linsen, gebackene Teigtaschen sowie überbackene Fischfilets vorgesetzt zu bekommen. Als ich kraftvoll zubeisse, erzählt Sandra, dass sie die Speisen im „India Palace Restaurant“ in Auftrag gegeben hat – schmeckt gar nicht schlecht.
18.30 Uhr Zu guter Letzt erledigen wir den Abwasch und machen es uns dann auf der Terrasse bequem. Ich nehme spornstreichs den neumodernen Filmprojektor in Betrieb und verfrachte die DVD „Only Lovers Left Alive“ ins Abspielgerät. Anschliessend setze ich mich zu Sandra in die Hollywoodschaukel und gebe mich weinschlürfend der Geschichte eines Vampirs hin, der in Detroit ein einsames Leben führt – so ein Schmarrn.

20.30 Uhr Nach zwei Stunden flimmert der Abspann über die Leinwand. Ich komme aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr heraus und gebe zu Protokoll, dass dieses Machwerk bestimmt keinen Oscar gewinnen wird. Sandra zuckt mit den Schultern und antwortet, dass der Streifen zu ihren Lieblingsfilmen zählt.
21.00 Uhr Nachdem ich die Fernbedienung an Sandra weitergereicht habe, ziehe ich mich gähnend ins Schlafzimmer zurück. Gute Nacht.

17. Juni 2014 – Anruf von Admiral Bürstenbinder

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08.00 Uhr Ich werde zu früher Stunde durch aggressives Telefonklingeln aus einem schönen Traum gerissen. Zu allem Überfluss meldet sich Admiral a.D. Bürstenbinder in der Leitung und gibt zu Protokoll, dass er just im Moment mit Frederick von Braustein und Herrn Harald Töpfer im Hofbräuhaus sitzt und eine Mass stemmt. Ausserdem bringt der ehemalige Fregattenkapitän unser anstehendes Wiedersehen ins Spiel und rechnet vor, dass wir uns in 27 Tagen in Tokio treffen werden. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und entgegne, dass es eine Gaudi wird, die Hauptstadt Japans zu erkunden und spannende Museen in der 10.000.000 Einwohner zählenden Metropole zu besichtigen. Friedberg gibt mir Recht und kündigt an, jetzt noch eine Mass zu trinken – wie schön.

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Oans Zwoa Drei, G’suffa – Das Hofbräuhaus in München

08.30 Uhr Nachdem ich das Ferngespräch beendet habe, steige ich kopfschüttelnd aus dem Bett und lockere meine eingerosteten Muskeln auf der Terrasse. Nebenher beobachte ich Dixon und werde Zeuge, wie der Rüde in den Nachbargarten läuft und ein Loch gräbt – da kommt Freude auf.
09.00 Uhr Um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln, verabschiede ich mich in die Nasszelle. Während ich die Seele bei einem löblichen Wirbelbad baumeln lasse, telefoniere ich mit Edelbert und höre, dass der schlaue Mann noch gar nicht gefrühstückt hat. Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, rege ich eine Einkehr ins „Cafe Luna“ an und verspreche, gegen halb Elf in der Stadt zu sein. Der Professor freut sich und sagt, dass er mich vor der Wirtschaft erwarten wird – das ist phantastisch.

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SNICKERS – sehr vitaminreich

10.00 Uhr Nach dem Badespass genehmige ich mir ein vitaminreiches Snickers und scheuche den Vierbeiner zum Auto. Mit quietschenden Reifen presche ich vom Grundstück und übersehe dabei fast Frau Pontecorvo. Meine Nachbarin hüpft im letzten Augenblick zur Seite und schimpft, weil ich sie fast überfahren hätte. Um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, tippe ich auf meine goldene Armbanduhr und rase zügig davon.
10.30 Uhr Am Ziel angekommen, begrüsse ich Edelbert herzlich und folge ihm ins gutbesuchte „Cafe Luna“, um bei einer rassigen Bedienung mit stattlicher Oberweite zwei Frühstücke mit Pfannkuchen und Ahornsirup zu ordern. Dazu bestellen wir brühfrischen Kaffee sowie zwei Gläser O-Saft.
11.15 Uhr Nachdem wir die Mahlzeit verzehrt habe, vertreten wir uns die Beine und inspizieren die Auslagen in den Schaufenstern. Edelbert kommt aus dem Nörgeln gar nicht mehr heraus und macht mich auf den Umstand aufmerksam, dass derzeit besonders viele Touristen die Stadt belagern. Ich nicke eifrig und informiere, dass mittlerweile die „Summer Holidays“ (löblich: Sommerferien) begonnen haben. Bei dieser Gelegenheit verweise ich auf Admiral Bürstenbinder und erzähle, dass mich der gute Mann heute Morgen angerufen hat. Prof. Kuhn ist begeistert und kann es kaum noch erwarten, nach Tokio auszufliegen und den Seefahrer wiederzusehen.
12.00 Uhr Als die Sonne ihren Höchststand erreicht hat, finden wir uns im „Island Trends“ Geschäft wieder und halten nach Schnäppchen Ausschau. Nach kurzer Suche nehme ich ein farbenfrohes T-Hemd vom Regal und entschliesse mich, 28 Dollars in das modische Oberteil zu investieren – immerhin will ich im Land der aufgehenden Sonne eine gute Figur abgeben.
12.30 Uhr Zum Abschluss unseres Spaziergangs schlendern wir in einen Kompaktscheibenmarkt und nehmen die Neuerscheinungen in Augenschein. Während sich mein Bekannter in der Klassik Abteilung umschaut, stosse ich auf ein nagelneues Album der 31jährigen Sängerin Miranda Lambert. Da ich traditionelle Landmusik (unlöblich: Country Music) sehr schätze, greife ich sofort zu und gebe weitere 12 Dollars aus.


Miranda Lambert – Platinum

13.00 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, nach Hause zu fahren. Ich begleite Edelbert zu seiner Wohnadresse und ziehe es im Anschluss vor, in Richtung Willoughby Drive davonzufahren. Nebenbei lausche ich wunderschönen Klängen und freue mich auf einen entspannten Nachmittag in der kleinen Villa.
13.45 Uhr Zuhause angekommen, ziehe ich die schweren Kuhjungenstiefel aus und bette mich in der klimatisierten Stube zur Ruhe. Bereits nach wenigen Sekunden döse ich ein und sehe mich im Traum nach Tokio versetzt.
15.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und nutze den Nachmittag, um mir die Miranda Lambert Scheibe anzuhören und der Anschnurseelsorge nachzukommen. Pflichtbewusst rufe ich Depeschen besorgter Heimseitenbesucher ab und registriere, dass es die Jugend in Deutschland derzeit besonders bunt treibt – wo soll das noch hinführen.
16.00 Uhr Nach einer geschlagenen Stunde beende ich die Arbeit und trinke auf der schattigen Terrasse ein kühles Bier. Dummerweise gesellt sich bald Frau Pontecorvo an meine Seite und möchte wissen, welche Musik ich höre. Obwohl ich der kleinen Frau keine Rechenschaft schuldig bin, rücke ich mit der Wahrheit heraus und berichte, dass Miranda Lambert anno 2003 bei der beliebten Fernsehsendung „Nashville Star“ mitgewirkt und seitdem sechs Alben veröffentlicht hat. Meine Tischnachbarin schnalzt anerkennend mit der Zunge und meint, dass das Mädchen eine sehr schöne Stimme hat – das kann man laut sagen.

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Vitaminreiches Capocollo

17.00 Uhr Wir beenden das Kaffeekränzchen und ich lasse es mir nicht nehmen, Frau Pontecorvo per Handkuss zu verabschieden. Anschliessend eile ich in die Küche und richte eine kalte Brotzeitplatte mit Cheddar Käse, hauchdünn aufgeschnittenem Capocollo und gesunder Salami an. Zudem entkorke ich eine Flasche Weisswein und lasse mir das Abendessen in der guten Stube munden.
18.00 Uhr Nachdem ich Dixon ins Haus gerufen habe, beginnt der wohlverdiente Feierabend. Ich lege die Beine im Wohnzimmer hoch und gebe mich auf FOX den Abendnachrichten hin. Danach folge ich einer Sprechsendung und lerne, dass die Vereinigten Staaten ihre Truppen in Europa aufstocken werden – das ist prima.
19.00 Uhr Weil sonst keine brechenden Neuigkeiten (unlöblich: Breaking News) vorliegen, wechsle ich auf den Bezahlsender HBO, wo just im Moment die Dokumentation „Deep See“ (löblich: Tiefsee) anläuft. Ich mache grosse Augen und habe das Vergnügen, Einblick in die Unterwasserwelt zu bekommen – wie aufregend.
21.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner wertvollen ROLEX auf 9 deutet, schalte ich die Glotze aus und lege mich schlafen. Gute Nacht.

22. April 2014 – Am 12. Juli fliegen wir nach Japan

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08.00 Uhr Ich werde durch sehr aggressives Telefonläuten geweckt. Zu allem Überfluss meldet sich Edelbert und erkundigt sich, ob wir heute unsere Reise nach Japan buchen wollen. Ich strecke mich ausgiebig und erkläre dem schlauen Mann, dass ich hin- und hergerissen bin und noch immer keine Entscheidung getroffen habe. Darüber hinaus verweise ich auf meine angespannte Finanzlage und unterbreite, dass unser luxuriöses Leben viel Geld verschlingt. Der Professor plappert in einer Tour und sagt, dass er mich am Vormittag besuchen wird.

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Ein Becher Kaffee / Bild: Nevit Dilmen / CC BY-SA 3.0

09.00 Uhr Nach dem Badespass brühe ich Bohnenkaffee auf und werde plötzlich durch Frau Pontecorvo gestört. Die Dame gibt sich besorgt und erzählt, dass der Strom in ihrer Villa ausgefallen ist. Ich rolle mit den Augen und gebe der Frau zu verstehen, dass sie von meinem Telefon aus gerne einen Elektriker rufen kann. Meine Nachbarin winkt demonstrativ ab und sagt, dass sie Herrn Booth gebeten hat, einen Blick in den Sicherungskasten zu werfen.
09.30 Uhr Just als ich mich über ein kleines Frühstück hermache, pocht der Vietnamveteran ans Küchenfenster und informiert, dass der Fehler an der Hauptsicherung liegt. Ich erhebe den Zeigefinger und lasse Frau Pontecorvo wissen, dass sie unter diesen Umständen den örtlichen Stromversorger kontaktieren muss.
10.00 Uhr Nachdem sich meine Nachbarin verzogen hat, schlage ich die Tageszeitung auf und überfliege die aktuellen Schlagzeilen aus dem Collier County. Unter anderem erfahre ich, dass ein aus Schweden stammender Urlauber am Barefoot Beach (löblich: Barfussstrand) einen gefährlichen Hai gesichtet hat – wie unlöblich.

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Ich zeichne einen Haifisch – wie schön

10.30 Uhr Wenig später wird die himmlische Ruhe erneut durch lautes Türschellen unterbrochen. Diesmal steht Prof. Kuhn vor der kleinen Villa und überrascht mich mit frischen Sandwiches (löblich: Wurstsemmeln) aus der „Satreales“ Metzgerei. Darüber hinaus präsentiert der gute Mann einen Japan Reiseführer und setzt mich darüber in Kenntnis, dass er preiswerte Flüge nach Tokio im Internetz ausgespäht hat. Bevor ich antworten kann, macht es sich Edelbert am Heimrechner bequem und segelt auf die Reiseheimseite Expedia.com.
11.00 Uhr Nach wenigen Mausbewegungen erscheinen die aktuellen Flugpreise und ich lese, dass AIR CANADA neuerdings einen Non-Stop Flug ab Toronto anbietet. Zudem rechnet mein Bekannter vor, dass wir uns für fünf Tage im „Park Hotel“ einmieten werden und für die komplette Reise knapp 3.000 Dollars einplanen müssen. Weil sämtliche Ausflüchte kaum Wirkung zeigen, willige ich ein und beauftrage den Professor, augenblicklich zu buchen. Währenddessen schaue ich dem schlauen Mann neugierig über die Schulter und lerne, dass wir am 12. Juli gegen halb Zwei Uhr losfliegen und die Nacht in Toronto verbringen müssen – wie schön.

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Hurra, wir fliegen nach Japan

12.00 Uhr Endlich halten wir sämtliche Heimrechnerausdrucke in den Händen und können es uns auf der Terrasse bequem machen. Wir verköstigen die mitgebrachten Brote und verabreden, dass wir in Kanada im Stadthaus meines Bruders übernachten werden. Edelbert ist begeistert und meint, dass ich die Buchung ganz bestimmt nicht bereuen werde – das werden wir erst noch sehen.
13.00 Uhr Nachdem wir unsere ausgetrockneten Kehlen mit durstlöschendem Budweiser gespült haben, wünscht mir Edelbert einen schönen Nachmittag. Ich begleite ihn zur Türe und nehme im Anschluss das Telefon zur Hand, um bei meinen Verwandten in Toronto anzurufen. Als sich nach dem zweiten Tuten meine Schwägerin meldet, erzähle ich von der anstehenden Forschungsreise und stelle klar, dass ich vom 12. auf den 13. Juli in Toronto sein werde. Maria schnalzt mit der Zunge und sagt, dass ich gerne im Gästezimmer übernachten kann.
14.00 Uhr Weil ich mich vor Müdigkeit kaum noch auf den Beinen halten kann, lege ich mich nach dem Telefonat aufs Kanapee und schliesse die Augen. Nach wenigen Sekunden döse ich ein und sehe mich im Traum in die 10.000.000 Einwohner zählende Grossstadt Tokio versetzt.
15.00 Uhr Ich erwache redlichst ausgeruht und nutze den Nachmittag, um Anschnur zu gehen. Zuerst rufe ich Hilferufe besorgter Erziehungsberechtigter ab und helfe verzweifelten Eltern bei schwerwiegenden Problemen. Anschliessend tschätte ich mit Mieterin Sandra und berichte, dass ich im Juli Tokio besuchen werde. Das unterbelichtete Kind verhöhnt mich und vermutet, dass ich mich in der Millionenstadt bestimmt verlaufen werde – papperlapapp.
16.00 Uhr Nach der Anschnursitzung strecke ich auf der Terrasse die Beine aus und zögere nicht, Admiral a.D. Bürstenbinder zu kontaktieren. Wie nicht anders zu erwarten, treffe ich den ehemaligen Seefahrer im „Wilden Esel“ an und vernehme, dass er gerade mit Frederick von Braustein und Franz-Xaver Ollmann Karten spielt. Ich fackle nicht lange und teile meinem Bekannten mit, dass ich mich dazu durchgerungen habe, die Reise nach Tokio in trockene Tücher zu bringen. Friedbert notiert sich spornstreichs die Daten und sagt, dass er morgen ins Reisebüro gehen und ebenfalls einen Flug samt Hotelaufenthalt buchen wird – wie schön.

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Sehr vitaminreich – Pizza

16.45 Uhr Bevor der Feierabend beginnt, schiebe ich eine Pizza in den Backofen und zaubere im Handumdrehen einen Gurkensalat mit Dill. Dazu gibt es ein Glas Weisswein aus dem goldenen Kalifornien – das schmeckt.
18.00 Uhr Nach der schweisstreibenden Hausarbeit schleppe ich mich mit letzter Kraft in die klimatisierte Wohnstube. Wie es sich für einen interessierten Bürger gehört, fröne ich den FOX Nachrichten und mache mich über aktuelle Entwicklungen in der Welt schlau.
19.00 Uhr Zur besten Sendezeit öffne ich eine Packung Lay’s Kartoffelchips und lasse die Seele beim nervenaufreibenden Kriminalfilm „Traffic“ baumeln. Ich tauche in die Welt gefährlicher Drogenverkäufer ein und stelle mit grosser Sorge fest, dass diese Hollywoodproduktion auf wahren Tatsachen beruht – wie furchtbar.
21.00 Uhr Nach zwei Stunden schalte ich die Glotze aus und führe Hund Dixon noch einmal durch den Garten. Danach lösche ich das Licht und lege mich ins Bett. Gute Nacht.