29. Mai 2017 – Memorial Day

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Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Tagebuchleser/innen,

weil heute in den Vereinigten Staaten von Amerika der „Memorial Day“ begangen wird, habe ich mich entschlossen, keinen Tagebucheintrag zu verfassen, sondern über den wichtigen Feiertag zu berichten.

Wie jedes Kind weiss, steht dieser Feiertag im Zeichen der im Krieg für Heimat und Vaterland gefallenen Soldaten. Im Jahre 1971 wurde der Memorial Day von Präsident Richard Nixon zu einem nationalen Feiertag erklärt. In allen amerikanischen Städten werden bei Feierlichkeiten all der Männer und Frauen gedacht, die im Kampf für die Freiheit gefallen oder im Dienste für das Vaterland umgekommen sind. Traditionell wird auf Friedhöfen und nationalen Gedenkstätten in allen Teilen des Landes die amerikanische Flagge auf Halbmast gehisst.

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Land of the Free, Home of the Brave

Ferner läutet der Memorial Day die „Summer Holidays“ (löblich: Sommerferien) ein. Viele Menschen krusen mit Wohnmobilen oder schicken Autos quer durch die USA, um Verwandte zu besuchen und/oder die Schönheit des Landes zu bewundern – das ist Romantik pur.

Ich werde den „Memorial Day“ zum Anlass nehmen, um mit Prof. Edelbert Kuhn, Georg und Maria Pfaffenberg sowie Frau Pontecorvo einen Veteranenumzug in der Nachbargemeinde Fort Myers, FL zu besuchen. Wir werden die Möglichkeit haben, an einer farbenfrohen Parade teilzunehmen und Uniformen aus dem zweiten Weltkrieg zu bewundern – wie aufregend.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

25. Mai 2017 – Christi Himmelfahrt (Ascension Day)

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Sehr verehrte Damen und Herren,

nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird heute das Hochfest der Himmelfahrt des Herren gefeiert. Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie in Kanada sind die Christen aufgerufen, anlässlich des „Ascension Day“ die Gotteshäuser zu besuchen.

Wie jedes Kind weiss, wird Christi Himmelfahrt laut der Apostelgeschichte stets am 40. Tag des Osterfestkreises begangen. Im Lukasevangelium ist zu lesen, dass sich der Heiland während der vierzig Tage nach seiner Auferstehung mehrmals seinen Jüngern gezeigt hat und erst dann in den Himmel aufgestiegen ist. Darüber hinaus sind die neun Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten die Zeit, in der besonders um die Herabkunft des heiligen Geistes gebeten wird – wie schön.

In Deutschland wird heute ausserdem Vatertag gefeiert.
Millionen betrunkene Väter werden den Feiertag ausnutzen, um sich auf ihre klapprigen Fahrräder zu schwingen und grölend ins Grüne zu radeln. Selbstverständlich gibt es diesen Unsinn in den USA und Kanada nicht. Stattdessen wird der sogenannte „Father’s Day“ am dritten Sonntag im Juli gefeiert.

Weil ich an Gott glaube, werde ich den Ascension Day nutzen, um gemeinsam mit Prof. Kuhn und Frau Pontecorvo die Kirche zu besuchen – da kommt besonders grosse Freude auf.

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen einen gesegneten Christi Himmelfahrtstag
Reinhard Pfaffenberg

5. Mai 2017 – Cinco de Mayo

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Sehr verehrte Damen und Herren, hochgeschätzte Tagebuchleser,

im Nachbarstaat Mexiko wird Morgen der „Cinco de Mayo“ gefeiert.
Dieser Feiertag soll an die Schlacht von Puebla erinnern. Am 5. Mai 1862 errang die mexikanische Armee unter der Führung des unerschrockenen Generals Ignacio Zaragoza einen Sieg gegen die überlegene französische Expeditionsarmee.

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Ignacio Zaragoza

Wie jedes Kind weiss, schickte der französische Kaiser Napoleon III. im Sommer 1861 schwerbewaffnete Soldaten nach Mexiko, um Schulden von der Regierung einzutreiben. Am 8. Dezember 1861 besetzten sie die wichtige Hafenstadt Veracruz am Golf von Mexiko. Während die Truppen in Richtung Puebla weiterzogen, gab General Zaragoza den Befehl, Schutzgräben entlang des Weges auszuheben. In Folge dessen konnte der Vorstoss abgewendet und die Franzosen am 5. Mai 1862 in die Flucht geschlagen werden – wie schön.

Der „Cinco de Mayo“ erfreut sich mittlerweile auch in den Vereinigten Staaten grösster Beliebtheit. In vielen Städten versammeln sich am 5. Mai lustig gekleidete Feierwillige in den Zentren, um literweise Bier zu trinken und mexikanischer Volksmusik zu lauschen – da kommt Freude auf.

Auch im sonnigen Naples wird Morgen „Cinco de Mayo“ gefeiert.
Weil meine Verwandten seit dem Wochenende im Sonnenscheinstaat zu Gast sind, werde ich sie am Abend in die mexikanische Wirtschaft „Tijuana Flats“ begleiten, um mich an köstlichem Tex Mex Essen zu laben. Wie es sich gehört, werden wir dazu süffiges „Negra Modelo“ (löblich: Dunkles Modell) trinken. Wie jedes Kind weiss, wird dieser dunkle Malzsaft seit 1926 in Mexiko nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut und zählt zu den beliebtesten Biermarken in Mittel- und Nordamerika.

Ich wünsche allen Heimseitenbesuchern einen schönen Cinco de Mayo
Reinhard Pfaffenberg

1. Mai 2017 – Tag der Arbeit

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Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Heimseitenbesucher,

der 1. Mai wird als „Tag der Arbeit“ bezeichnet. Er ist nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch in Italien, Spanien, Polen, Frankreich, Schweden und in vielen anderen Ländern ein gesetzlicher Feiertag.

Der Ehrentag geht auf den sogenannten „Haymarket Aufstand“ des Jahres 1886 zurück.
Damals rief die amerikanische Arbeiterbewegung am 1. Mai zu einem Generalstreik auf, um den Achtstundentag durchzusetzen. Es folgte eine wüste Keilerei in Chicago, IL mit unzähligen Verletzten und Toten. Die Lage eskalierte am 4. Mai, als ein Unbekannter eine Bombe in die streikende Menschenmenge warf, die sich am Haymarket Square versammelt hatte. Die Explosion sorgte für ein Blutbad und zwölf Leute mussten ihr Leben lassen.

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Haymarket Unruhen

In Deutschland versuchte die „Weimarer Nationalversammlung“ am 15. April 1919 den 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Erst ab 1933 wurde der „Tag der Arbeit“ durch die Nationalsozialisten eingeführt. Die braunen Sozialisten erklärten ihn zum „Feiertag der nationalen Arbeit“ und riefen die Volksgenossen auf, ausgelassen zu feiern und auf das Wohle des „deutschen Volkes“ anzustossen. Nach Ende der Nazidiktatur blieb der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag.

Selbstverständlich gibt es auch in den Vereinigten Staaten einen „Tag der Arbeit“. Der sogenannte „Labor Day“ wird jedoch erst am 1. Montag im September gefeiert – da kommt Freude auf.

Ich wünsche allen einen gesegneten 1. Mai.
Reinhard Pfaffenberg

28. April 2017 – Arbor Day

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Tagebuchleser,

in den Vereinigten Staaten wird heute der „Arbor Day“ gefeiert. Dieser Aktionstag wurde vor vielen Jahrzehnten zum ersten Mal in Nebraska ausgerufen.

Damals zogen unerschrockene Siedler durch das weite Land und fanden im Mittleren Westen eine äusserst trostlose Landschaft vor. Julius Sterling Morton, seines Zeichens Pionier und Naturschützer, machte es sich zur Lebensaufgabe, sein stattliches Grundstück mit Sträuchern, Blumen und Bäumen zu bepflanzen. Viele folgten seinem Beispiel und sorgten dafür, dass die Steppe grün wurde und der Boden für die Landwirtschaft genutzt werden konnte – wie aufregend.

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Julius Sterling Morton

Herr Norton war ausserdem Journalist und Herausgeber von Nebraskas erster Wochenzeitung. In der „The Conservative“ (löblich: Der Konservative) berichtete er über die Baumpflanzungen und schlug der Regierung vor, einen landesweiten „Arbor Day“ einzuführen. Die Volksvertreter kamen dem Aufruf anno 1872 nach und stellten den Landwirten Finanzmittel zur Verfügung, um über 1.000.000 Bäume zu setzen.

In einem wahren Siegeszug eroberte der „Arbor Day“ auch andere Bundesstaaten. Noch heute wird dieser Aktionstag dazu genutzt, um die amerikanischen Innenstädte zu verschönern und/oder Naturschutzgebiete aufzuforsten – wie schön.

Am heutigen Festtag werde ich gemeinsam mit meinen Verwandten, Frau Pontecorvo und Prof. Edelbert Kuhn im Grünen verbringen. Wir wollen den Nachmittag ausnutzen, um die wunderschönen Mangrovenwälder im „Clam Pass Park“ zu erkunden – das wird ein Spass.

Ich wünsche allen Lesern einen frohen Arbor Day
Reinhard Pfaffenberg