17. März 2017 – St. Patrick’s Day

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Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Tagebuchleser,

heute wird in Grossbritannien und den Vereinigten Staaten der beliebte „St. Patrick’s Day“ (löblich: Heiliger Patrick Tag) begangen. Der Gedenktag soll an den am 17. März 493 verstorbenen irischen Bischof Patrick erinnern.

Der heilige Patrick von Irland wurde Ende des 4. Jahrhunderts in Wales oder Schottland geboren. Der Sohn eines römischen Offiziers war in jungen Jahren in der römischen Provinz Britannia in einer Kirchengemeinde tätig. Letztendlich wurde er von Sklavenjägern gefangen genommen und in die heutige Provinz Ulster im Norden Irlands verschleppt. Nachdem ihm ein Engel verkündet hat, nach Frankreich zu fliehen, lies er sich in einem Kloster im heutigen Auxerre nieder. Dort wurde er zum Priester geweiht und kehrte bald auf die grüne Insel zurück, um Kirchen und Schulen für die Armen zu gründen – wie aufregend.

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St. Patrick – Holzschnitt aus der
Schedel’schen Weltchronik

Heutzutage ist der St. Patrick Day in Irland, Nordirland und der kanadischen Provinz Neufundland ein gesetzlicher Feiertag. In amerikanischen Millionenmetropolen wie New York, Boston und Chicago wird mit grossen Umzügen an den irischen Volkshelden gedacht.

Natürlich werde ich mich nicht lumpen lassen und Edelbert sowie Frau Pontecorvo zu einen Umtrunk in die irische Gastwirtschaft „Paddy Murphy’s Irish Pub“ einladen. Wir werden süffiges Guinness trinken und irische Spezialitäten kosten – darauf freue ich mich jetzt schon.

Ich wünsche allen Lesern einen gesegneten St. Patrick’s Day.
Reinhard Pfaffenberg

14. März 2017 – Die Kripo bittet um ihre Mithilfe …

08.00 Uhr Ein neuer Tag beginnt ich stelle mit grosser Sorge fest, dass die Klimaanlage ausgefallen ist. Um keinen Hitzeschock zu riskieren, eile ich in die Garage und bringe den Sicherungsautomaten in die ON (löblich: AN) Stellung. Danach kehre ich schnaufend in die Wohnstube zurück und bin erleichtert, endlich wieder glasklare Luft einatmen zu können.
08.30 Uhr Während sich Dixon hechelnd in die Küche legt, begebe ich mich in die Nasszelle und lasse die Seele bei einem erfrischenden Wirbelbad baumeln. Zudem telefoniere ich mit Edelbert und vernehme, dass der gute Mann zeitnah vorbeikommen und mir beim Frühstück Gesellschaft leisten wird – das hört man gerne.
09.30 Uhr Nach dem Badespass schwinge ich den Kochlöffel und zaubere im Handumdrehen leckere Rühreier mit Speck. Ausserdem brühe ich mit dem DeLonghi Vollautomaten Kaffee auf und vergesse auch nicht, vitaminreichen Orangensaft aus dem Hause TROPICANA in eine Glaskaraffe zu schütten.


Tropicana Saft schmeckt prima

10.00 Uhr Wenig später trifft der Professor ein und begrüsst mich herzlich. Als ich die Tassen mit brauner Brühe auffülle, verweist der schlaue Mann auf die „Aktenzeichen XY.. ungelöst“ Sendung vom 1. März und meint, dass wir uns die aktuelle Folge auf DuRöhre (unlöblich: YouTube) anschauen könnten. Ich nicke eifrig und informiere, dass ich mit meinem neumodernen Fernsehgerät auch auf Internetz-Inhalte zugreifen kann. Bevor mein Hausgast antworten kann, schalte ich die Glotze ein und aktiviere die YouTube App. Ruckzuck navigiere ich durch das Videoangebot und schaffe es ohne grössere Probleme, die besagte Sendung zu finden.

10.30 Uhr Unter anderem erfahren wir, dass sich in der kleinen Gemeinde Höfen nahe Königsdorf ein Doppelmord ereignet hat. Wir machen grosse Augen und bringen heraus, dass die Bewohner eines luxuriösen Bauernhauses zur nachtschlafenden Stunde von Einbrecher überrascht und massakriert wurden. Edelbert schlägt sich Hände über dem Kopf zusammen und mutmasst, dass hinter dieser Tat eine international agierende Diebesbande aus dem Ostblock stecken könnte. Darüber hinaus berichtet Rudi Cerne auch über einen heimtückischen Mord an einem jungen Familienvater. Ich nippe kopfschüttend am Saftglas und lasse Edelbert wissen, dass wir uns glücklich schätzen können, in den Vereinigten Staaten zu leben. Mein Tischnachbar gibt mir Recht und beteuert, dass wir uns in Florida Gott sei Dank nicht mit drogensüchtigen Haderlumpen und gewaltbereiten Asylanten herumschlagen müssen – das kann man laut sagen.


In Florida ist man sicher

11.30 Uhr Just als Rudi Cerne erste Fahndungserfolge meldet, pocht Frau Pontecorvo an die Terrassentüre. Die Perle von nebenan wischt sich die Schweiss von der Stirn und unterbreitet, dass die den Vormittag beim Zahnarzt verbracht hat. Ich werde sogleich hellhörig und bringe heraus, dass sich die kleine Frau eine professionelle Zahnreinigung für 400 Dollars geleistet hat – das ist ja allerhand.
12.00 Uhr Pünktlich zum Zwölfuhrläuten tische ich reich mit Salami, Salatblättern und Gurken belegte Sandwiches (löblich: Wurstbrote) sowie eiskaltes Budweiser auf. Ferner bitte ich die praktische ECHO Lautsprechersäule, prima Alan Jackson Musik abzuspielen. Meine Nachbarin klatscht freudig in die Hände und setzt uns darüber in Kenntnis, dass „Little Man“ (löblich: Kleiner Mann) zu ihren Lieblingsliedern zählt – das soll mir auch Recht sein.
13.00 Uhr Nachdem sich Frau Pontecorvo und Edelbert verabschiedet haben, rufe ich den Vierbeiner ins Haus und mache es mir zur Aufgabe, das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine zu verfrachten. Kurze Zeit später werde ich beim Blick nach draussen Zeuge, wie der Pritschenwagen meines Gärtners vorfährt. Herr Leonardo winkt mir aufgeregt zu und sagt, dass es ihm leider nicht möglich war, am Vormittag die Gartenarbeit zu erledigen. Ich zucke gelangweilt mit den Schultern und nehme mir das Recht heraus, gähnend aufs Kanapee zu fallen.
14.00 Uhr Ich erwache redlichst ausgeruht und nutze die Nachmittagstunden, um es mir auf der schattigen Terrasse bequem zu machen. Nebenher beobachte ich Herrn Leonardo, wie er mit einer Gartenschere die hochgewachsenen Mangroven stutzt – da kommt besonders grosse Freude auf.
15.00 Uhr Um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln, rapple ich mich auf und kehre in die klimatisierte Stube zurück. Wie es sich gehört, setze ich mich an den Heimrechner und kümmere mich um die Anschnurseelsorge. Auch heute gebe ich verzweifelten Eltern Ratschläge zum Umgang mit widerspenstigen Jugendlichen und animiere einen Vater aus Bonn, seinem Sohn Lennox hart ins Gewissen zu reden. Immerhin kann es nicht sein, dass der 13jährige regelmässig die Schule schwänzt und Extrasi konsumiert.


Ich sage NEIN zu Drogen

16.00 Uhr Fix und foxi fahre ich den Heimrechner herunter und ringe mich dazu durch, trotz des heissen Klimas einen ausgedehnten Spaziergang zu unternehmen. Ich nehme Dixon an die Leine und schlendere bei annähernd 90°F (32°C) zum La Playa Golfplatz. Dummerweise treffe ich auf halbem Weg die Nachbarskinder Emily und Francis und vernehme, dass ihre Eltern am Wochenende eine Grillfeier veranstalten werden. Ich kratze mich am Haaransatz und ärgere mich, weil ich bisher noch nicht eingeladen wurde – was muss ich denn noch alles ertragen.
17.00 Uhr Zurück in der Villa, mache ich mich in der Küche nützlich und erwärme ein tiefgefrorenes Nudelschichtgericht (unlöblich: Lasagne) im Kleinwellenofen. Zum Abendessen gibt es ausserdem einen Tomatensalat mit lustigen Zwiebelringen – das schmeckt.


In drei Tagen wird der Sankt Patrick Tag gefeiert

18.00 Uhr Nach dem Nachtmahl nehme ich neben Dixon auf dem Sofa platz und gebe mich den FOX Nachrichten hin. Unter anderem lerne ich, dass in drei Tagen der „St. Patricks Day“ gefeiert wird – das wird eine Gaudi.
19.00 Uhr Zur besten Sendezeit wechsle ich auf den Premiumkanal HBO und erfreue mich am spannenden Krimi „Stoker“. Der farbenfrohe Langfilm handelt vom Tod eines Familienvaters, der seine Ehefrau sowie eine 18jährige Tochter zurücklässt. Zu allem Überfluss zieht bald sein jüngere Bruder ins stattliche Herrenhaus der Familie ein und macht sich an die fesche Witwe heran – wie unlöblich.
21.00 Uhr Zwei Stunden später flimmert der Abspann über die Mattscheibe. Ich beende den Fernsehabend und begleitet Hund Dixon noch einmal in den Garten. Zu guter Letzt verschliesse ich die Haustüre und lege mich schlafen. Gute Nacht.

1. März 2017 – Aschermittwoch

Sehr verehrte Damen und Herren,

in meiner bayerischen Heimat wird heute der Aschermittwoch gefeiert. Der Tag, an dem das unlöbliche Faschingstreiben sein Ende findet, markiert zugleich den Beginn der Fastenzeit. Das österliche Fasten endet nach 40 Tagen in der Karwoche und soll an die schwere Zeit erinnern, die Jesus einst in der Wüste verbringen musste.

Viele Gläubige pilgern am heutigen Mittwoch in die festlich geschmückten Kirchen, um sich eine Aschekreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen. Obgleich der Aschermittwoch in Bayern kein offizieller Feiertag ist, müssen die Arbeitgeber ihren Angestellten den Besuch der heiligen Messe ermöglichen und sie für diese Zeit von der Arbeit freistellen – wie schön.

In den Vereinigten Staaten ist Aschermittwoch (unlöblich: Ash Wednesday) nur wenigen Menschen bekannt. Trotzdem werde ich heute mit Prof. Kuhn und Frau Pontecorvo den Gottesdienst in der Kirche besuchen, um redlichst zu beten und schöne Lieder zu singen.

Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, werde ich die lieben Leute im Anschluss in „Julies Restaurant“ ausführen. Danach steht ein ausgedehnter Spaziergang auf den Plan – das wird spannend.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

14. Februar 2017 – Valentinstag

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Valentinstag am 14. Februar gilt in vielen Ländern als Tag der Liebenden und Verliebten. Aber auch andere löbliche Menschen verschenken heute Blumen an Bekannte, Freunde sowie Familienangehörige.

Der Valentinstag soll an den Bischof Valentin von Terni erinnern, der im dritten Jahrhundert als christlicher Märtyrer starb. Einer Überlieferung zufolge traute er Brautpaare, die nach dem Willen des Kaisers unverheiratet bleiben musste. Valentin soll den Heiratswilligen auch Blumen geschenkt und ihnen den heiligen Segen ausgesprochen haben. Natürlich bliebt sein Treiben nicht lange unentdeckt und Kaiser Claudius II. gab den Befehl, Valentin in den Kerker zu sperren und wenig später zu enthaupten – wie unlöblich.


Nutella schmeckt prima

Ich haben den sogenannten „Valentine’s Day“ zum Anlass genommen, um Frau Pontecorvo einen schönen Blumensträusse zu überreichen. Darüber hinaus habe ich mich bei meiner Nachbarin zum Frühstück eingeladen und schmackhafte Pfannkuchen mit NUTELLA Füllung gegessen.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

2. Februar 2017 – Mariä Lichtmess (Candlemess Day)

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Tagebuchleser,

heute, am vierzigsten Tag nach Heilig Abend, wird in den christlich geprägten Ländern „Mariä Lichtmess“ gefeiert. In unzähligen katholischen Kirchengemeinden werden Kerzen geweiht und Lichterprozessionen abgehalten. Die brennenden Kerzen werden anschliessend in die Häuser getragen, um sie gut sichtbar in die Fenster zu stellen. Laut einer alten Sage soll die Lichtquelle vor Krankheiten, Unwetter und Tod schützen.

Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika wird mit dem „Candlemass Day“ an die Einführung Jesu in den Tempel erinnert. Darüber hinaus steht der 2. Februar ganz im Zeichen des „Groundhog Days“. Besagter Brauch entstand im späten 19. Jahrhundert im Bundesstaat Pennsylvania.

Seit dem Jahre 1887 macht es sich der Bürgermeister der kleinen Stadt Punxsutawney zur Aufgabe, Murmeltiere aufzuschrecken und sie nach dem Wetter zu befragen. Wenn sich die lustigen Nagetiere in ihre Bauten zurück ziehen, ist davon auszugehen, dass der Winter noch weitere 6 Wochen andauern wird – wie unlöblich.

Durch den amerikanischen Spielfilm „Groundhog Day“ (auf deutsch: Und täglich grüsst das Murmeltier) wurde das Ritual international bekannt und entwickelte sich auf dem nordamerikanischen Kontinent zu einem beliebten Familienfest. Mittlerweile wird der „Groundhog Day“ in den USA, Kanada und Mexiko mit farbenfrohen Strassenumzügen und/oder Volksfesten begangen – wie schön.

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Ich besuche die heilige Messe

Ich werde den heutigen Tag nutzen, um in Edelberts, Sandras und Frau Pontecorvos Gesellschaft die heilige Messe in der „Naples Christian Church“ zu besuchen.

Ich wünsche ihnen einen gesegneten Lichtmesstag
Reinhard Pfaffenberg