19. Februar 2018 – President’s Day

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Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Heimseitenbesucher,

heute wird in den Vereinigten Staaten von Amerika ein immens wichtiger Feiertag begangen. Die freiheitsliebenden Bürger feiern den 286. Geburtstag des Gründers der Nation. Wie jedes Kind weiss, war George Washington ein hervorragender Staatsmann, der es schaffte, die zerstrittenen Kolonien unter einen Hut zu bringen und den garstigen Besatzern aus dem fernen Europa die Stirn zu bieten.

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Portrait of George Washington, Gilbert Stuart

Washington erblickte am 22. Februar 1732 das Licht der Welt und wuchs auf einer beschaulichen Plantage in Virginia auf. Seine Eltern Augustine und Mary stammten aus England und verdienten sich ihren Lebensunterhalt mit dem Anbau von Obst und Getreide. Da die Familie über ein beachtliches Vermögen verfügte, war es ihr möglich, den kleinen George auf eine Schule in Williamsburg, VA zu schicken. Der Bube übte sich in Mathematik und fand mit 17 Jahren eine Anstellung als Vermesser im Shenandoah Tal, wo es ihm gelang, sich wichtige Grundkenntnisse in der Menschenführung anzueignen.

Der stellvertretende Gouverneur von Virginia, Robert Dinwiddie, betraute Washington im Jahre 1753 mit der Aufgabe, die Franzosen, die westlich der Allegheny Mountains zwei Stellungen errichtet hatten, zu vertreiben. Daraufhin zog Washington mit einer Miliz aus Freiwilligen in die Schlacht. Ein Jahr später quittierte er den Dienst und trat den englischen Streitkräften bei, um die Westgrenze Virginias gegen einbrechende Feinde zu verteidigen. Während dieser Zeit hatte er ausserdem den Vorsitz der staatlichen Bürgerversammlung inne und erkannte, dass das englische Königshaus den Amerikanern viel zu hohe Steuern abverlangte. Um diesen Missstand abzuschaffen, schloss er sich der Unabhängigkeitsbewegung an und machte es sich zur Lebensaufgabe, für Freiheit und Gerechtigkeit auf dem nordamerikanischen Kontinent einzutreten.

Bei Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges wurde Washington zum Befehlshaber der amerikanischen Armee befördert. Ein erster Sieg gegen die Briten gelang ihm im Dezember 1776 bei Trenton, NJ. Am 19.Oktober 1781 konnte seine Kolonialarmee mit Unterstützung französischer und hessischer Truppen die Engländer in der Schlacht von Yorktown, VA entscheidend schwächen und zur Kapitulation zwingen – das ist

Der schlaue Mann trug in der Folgezeit wesentlich dazu bei, dass eine neue Verfassung ratifiziert und ein unabhängiges Parlament zusammengestellt wurde. Er wurde als erster Präsident vereidigt und trat dafür ein, dass ehemalige Mitstreiter wie Thomas Jefferson und Alexander Hamilton wichtige Posten einnahmen. George Washington regierte das Land von 1789 bis 1797 und zog sich dann aus der aktiven Politik zurück, um seinen Lebensabend auf dem Landgut Mount Vernon in Virginia zu verbringen.

Nach seinem Tod im Jahre 1799 wurde Mount Vernon zur nationalen Gedenkstätte ausgebaut und lockt Jahr für Jahr Hunderttausende Touristen aus allen Teilen der Welt an.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Presidents Day
Reinhard Pfaffenberg

14. Februar 2018 – Aschermittwoch

Sehr verehrte Damen und Herren,

in meiner bayerischen Heimat wird heute der Aschermittwoch gefeiert. Der Tag, an dem das unlöbliche Faschingstreiben sein Ende findet, markiert zugleich den Beginn der Fastenzeit. Das österliche Fasten endet nach 40 Tagen in der Karwoche und soll an die schwere Zeit erinnern, die Jesus einst in der Wüste verbringen musste.

Viele Gläubige pilgern am heutigen Mittwoch in die festlich geschmückten Kirchen, um sich eine Aschekreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen. Obgleich der Aschermittwoch in Bayern kein offizieller Feiertag ist, müssen die Arbeitgeber ihren Angestellten den Besuch der heiligen Messe ermöglichen und sie für diese Zeit von der Arbeit freistellen – wie schön.

In den Vereinigten Staaten ist Aschermittwoch (unlöblich: Ash Wednesday) nur wenigen Menschen bekannt. Trotzdem werde ich heute mit Prof. Kuhn und Frau Pontecorvo den Gottesdienst in der Kirche besuchen, um redlichst zu beten und schöne Lieder zu singen.

Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, werde ich die lieben Leute im Anschluss in “Julies Restaurant” ausführen. Danach steht ein ausgedehnter Strandspaziergang auf den Plan – das wird spannend.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

2. Februar 2018 – Mariä Lichtmess (Candlemess Day)

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Tagebuchleser,

heute, am vierzigsten Tag nach Heilig Abend, wird in den christlich geprägten Ländern “Mariä Lichtmess” gefeiert. In unzähligen katholischen Kirchengemeinden werden Kerzen geweiht und Lichterprozessionen abgehalten. Die brennenden Kerzen werden anschliessend in die Häuser getragen, um sie gut sichtbar in die Fenster zu stellen. Laut einer alten Sage soll die Lichtquelle vor Krankheiten, Unwetter und Tod schützen.

Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika wird mit dem “Candlemass Day” an die Einführung Jesu in den Tempel erinnert. Darüber hinaus steht der 2. Februar ganz im Zeichen des “Groundhog Days”. Besagter Brauch entstand im späten 19. Jahrhundert im Bundesstaat Pennsylvania.

Seit dem Jahre 1887 macht es sich der Bürgermeister der kleinen Stadt Punxsutawney zur Aufgabe, Murmeltiere aufzuschrecken und sie nach dem Wetter zu befragen. Wenn sich die lustigen Nagetiere in ihre Bauten zurück ziehen, ist davon auszugehen, dass der Winter noch weitere 6 Wochen andauern wird – wie unlöblich.

Durch den amerikanischen Spielfilm “Groundhog Day” (auf deutsch: Und täglich grüsst das Murmeltier) wurde das Ritual international bekannt und entwickelte sich auf dem nordamerikanischen Kontinent zu einem beliebten Familienfest. Mittlerweile wird der “Groundhog Day” in den USA, Kanada und Mexiko mit farbenfrohen Strassenumzügen und/oder Volksfesten begangen – wie schön.

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Ich besuche die heilige Messe

Ich werde den heutigen Tag nutzen, um in Edelberts Gesellschaft die heilige Messe in der “Naples Christian Church” zu besuchen.

Ich wünsche ihnen einen gesegneten Lichtmesstag
Reinhard Pfaffenberg

12. Januar 2018 – Agatha Christie

Agatha Christie plaque -Torre Abbey

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute vor 40 Jahren ist die britische Schriftstellerin Agatha Christie von uns gegangen. Die löbliche Frau ist bekannt für ihre spannenden Kriminalromane und schuf Romanfiguren wie Miss Marple oder den belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot.

Frau Christie ist mit rund vier Milliarden verkauften Büchern die erfolgreichste Autorin der Literaturgeschichte. Viele ihrer Novellen wurden verfilmt und zählen zu den herausragensten Filmen der Gegenwart. Dazu zählen unter anderem “Mord im Orient Express” (1974), “Tod auf dem Nil” (1978) und natürlich “Das Böse unter der Sonne” (1982) mit den begnadeten Schauspielern Peter Ustinov, James Mason und Jane Birkin.

Weltberühmt wurde Agatha Christie durch Jane Marple, die allen nur als Miss Marple bekannt ist. Miss Marple ist eine ältere Dame, die sich als scharfsinnige Amateurdetektivin betätigt. Von 1930 bis 1976 wurden insgesamt 20 Miss Marple Romane veröffentlicht:

  • Mord im Pfarrhaus
  • Die Tote in der Bibliothek
  • Die Schattenhand
  • Ein Mord wird angekündigt
  • Fata Morgana
  • Das Geheimnis der Goldmine
  • 16 Uhr 50 ab Paddington
  • Mord im Spiegel
  • Karibischer Sommer
  • Bertrams Hotel
  • Das Schicksal in Person
  • Ruhe unsanft

Agatha Christie wurde 1955 mit dem “Grand Master Award” der Gesellschaft “Mystery Writers of America”, 1972 mit dem “Grand Master” der Schwedischen Kriminalakademie, 2000 mit dem Preis der “Besten Kriminalautorin des Jahrhunderts” der “World Mystery Convention” und 2005 mit dem begehrten “Archie Goodwin Award” der amerikanischen Nero Wolfe Gesellschaft ausgezeichnet.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

1. Januar 2018 – Willkommen 2018

Sehr geehrter Heimseitenbesucher,

im Jahre 153 vor Christus verlegten die Römer den Beginn des Amtsjahres vom 1. März auf den 1. Januar. Damit sollte sichergestellt werden, dass neue Magistrate ihre Arbeit bereits drei Monate früher aufnehmen konnten. Mit Caesars Kalenderreform Anno 46 vor Christus wurde der römische Mondkalender schlussendlich abgeschafft und der aus Ägypten stammende Sonnenkalender eingeführt. Darüber hinaus legte man fest, dass ab sofort nicht nur das Amtsjahr, sondern auch das Kalenderjahr am 1. Januar beginnen sollte – wie aufregend.


Friede und Glück für Alle

In christlich geprägten Gebieten wird am 1. Januar auch das Hochfest der Gottesmutter gefeiert. Dieses Marienfest wurde erstmals von Papst Pius XI. im Jahre 1931 als Erinnerung an die Fünfzehnhunterjahrfeier des Konzils von Equesus ausgerufen.

Zu guter Letzt steht der 1. Januar auch für den im katholischen Glauben verankerten Weltfriedenstag. Standesgemäss lädt der heilige Vater am 1. Januar um 10 Uhr zu einer Messfeier in den Petersdom ein, um für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit unter den Völkern zu werben – wie aufregend.

Der Weltfriedenstag 2018 steht unter dem Motto “Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden”. Papst Franziskus forderte die Regierenden auf, “die Aufnahme von Flüchtlingen auf ein Höchstmass auszuweiten” und für einen “verantwortlichen Umgang mit den Zuwanderern” zu sorgen.

Ich wünsche allen Lesern ein gesundes und schönes Jahr 2018
Reinhard Pfaffenberg