17. und 18. März – Neue Musik für meine Sammlung

Hallo Freunde der Nacht,

die letzte Woche war ein Fest für alle Musikliebhaber, denn nicht nur die Editors und die Fratellis, sondern auch David Byrne haben neue Studioalben veröffentlicht.


The Fratellis – In Your Own Sweet Time

Nach vier sensationellen Alben und zahlreichen Festivalauftritten meldeten sich “The Fratellis” endlich mit neuem Material zurück. Die schottische Combo hat mit dem Grammy-nominierten Produzenten Tony Hoffer neue Songs aufgenommen und mit “In Your Own Sweet Time” das bisher beste Album des Jahres released. Es macht einfach Spass, zu den genialen Songs zu grooven …


Editors – Violence

Ausserdem habe ich mir das neue Editors Werk “Violence” zugelegt. Das sechste Studioalbum der britische Indie-Rock Kapelle erschien im PIAS Musikverlag und schoss prompt auf Platz 1 der britischen Albumcharts. Die Band präsentiert sich mal rockig, aber auch mal elektronisch und beweist wieder einmal, dass sie mit dem Leadsänger Tom Smith einen grandiosen Songschreiber in ihren Reihen hat.


David Byrne – American Utopia

Last but not Least meldete sich auch der Talking Heads Gründer David Byrne mit einem neuen Studioalbum zurück. “American Utopia” heisst der langerwartete Nachfolger von “Love This Giant” aus dem Jahr 2012. David Byrne hat 10 Songs für “American Utopia” geschrieben und sie eigenständig in seinem New Yorker Studio produziert.

Okay, nun muss ich mir wieder die Kopfhörer aufsetzen und das geniale Fratellis Album hören.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
Eure Sandra

26. Februar 2018 – Johnny Cash

Sehr geehrte Damen und Herren,

der “Mann in Schwarz” (unlöblich: Man in Black) würde heute seinen 86. Geburtstag feiern. Wie jeder weiss, trug der weltbekannte Sänger Johnny Cash den Spitznamen “The Man in Black”, weil er stets in einem schwarzen Anzug vor sein Publikum trat.

J.R. Cash kam am 26. Februar 1932 als viertes Kind einer mittellosen Bauernfamilie in Kingsland (Arkansas) zur Welt. Der fleissige Bube musste bereits als Kleinkind auf den Baumwollfeldern mitarbeiten und konnte nur selten die Schule besuchen. Obgleich die Familie auf den Taler achten musste, bekam der kleine Johnny an seinem zehnten Geburtstag eine Gitarre überreicht. Da er sehr musikalisch war, erhielt er ausserdem Gesangsunterricht und durfte im Mai 1950 auf der Abschlussfeier seiner Schule ein Lied zum Besten geben.

Nach seiner Ausbildung schloss er sich der “Air Force” an und wurde als Funker nach Landsberg in Bayern geschickt. Dort gründete er die Kapelle “Landsberg Barbarians” und komponierte das Lied “Folsom Prison Blues”.

Anno 1954 kehrte er völlig desillusioniert nach Amerika zurück und wurde in Memphis, TN sesshaft. Um über die Runden zu kommen, arbeite er tagsüber als Vertreter und trieb spätabends seine Sangeskarriere in einschlägigen Kneipen voran. Johnny Cash spiele unzählige Konzerte und lernte Sam Phillips kennen, der ihm Plattenaufnahmen im “Sun Records” Tonstudio ermöglichte. Die erste Schellackplatte mit den Titeln “Hey Porter” und “Cry, Cry, Cry” erschien am 21. Juni 1955 und setzte sich prompt in der Hitparade fest. In Folge dessen wurde Johnny Cashs Combo von Elvis Presley gebucht und durfte bei einigen Auftritten das Vorprogramm bestreiten.

Bis zum Ende der 1960er Jahre ging es mit Johnny Cashs Karriere steil bergauf. Der gute Mann schrieb Lieder am laufenden Band und schaffte es, die grössten Hallen im ganzen Land zu füllen. Seine Ehe mit der drei Jahre älteren June lief blendend und ihm wurde sogar eine eigene Fernsehsendung namens “The Johnny Cash Show” angeboten, die jeden Samstag im ganzen Land zu sehen war.

Mitte der 1970er Jahre wurde es um Johnny Cash ruhiger. Neue Künstler wie Merle Haggard, Charley Pride, Dolly Parton, Tammy Wynette, Waylon Jennings, John Denver oder Kenny Rogers liefen ihm den Rang ab und liesen seine Albumverkäufe einbrechen. Zu dieser Zeit war der 43jährige stark alkohol- und drogenabhängig – wie traurig.

Erst 1985 machte Johnny Cash mit dem Musikprojekt “The Highwaymen” wieder von sich Reden. Gemeinsam mit Waylon Jennings, Willie Nelson und Kris Kristofferson veröffentlichte er zwei wegweisende Alben und spielten unzählige Konzerte in den Vereinigten Staaten, Europa und Australien.

Bis zu seinem Tod im Jahre 2003 erfreute Johnny Cash seine Anhängerschar regelmässig mit neuen Studioalben. Die fünfteilige “American Recordings” Reihe machte Johnny Cash auch bei jüngeren Musikkonsumenten bekannt und untermauerte seinen Stellewert in der Musikszene.

Johnny Cash starb am 12. September 2003 im Alter von 71 Jahren in Nashville an Lungenversagen. Trotzdem ist sein musikalisches Vermächtnis noch heute allgegenwärtig.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

3. und 4. Februar 2018 – A-HA

Hallo Leute,

Mitbewohnerin Bärbel hat kurzfristig zwei Tickets für das heutige A-HA Konzert in der Münchner Olympiahalle ergattert. 1985 machte die norwegische Pop-Band mit ihrem Debütalbum “Hunting High and Low” erstmals auf sich aufmerksam. Die ausgekoppelte Single “Take On Me” wurde nicht nur wegen seines sensationellen Videos ein Welterfolg. Der Titel erreichte in 36 Ländern Platz 1 der Hitparaden und stand auf in den amerikanischen Billboard Charts ganz oben.

Bis heute konnten die Musiker von A-HA weit über 80 Millionen Tonträger weltweit veräussern. 2010 entschlossen sich Morten Harket, Pål Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen, ein letztes Konzert in Oslo zu spielen und die Band dann aufzulösen. Das Ende von A-HA hielt aber nicht lange an. Mittlerweile ist die Band wieder on Tour und lädt am heutigen Abend zu einem Unplugged Konzert in die ausverkaufte Oly-Halle ein.

Ich bin schon richtig gespannt und hoffe, dass die drei Norwegen neben “Take On Me” auch ihre anderen grossen Hits wie “The Sun Always Shines on TV”, “Crying in the Rain” und natürlich auch “Stay on These Roads” performen werden.


Anschliessend gehts in die 089 Bar

Nach dem Konzert werden wir unseren München-Besuch in der “089 Bar” bei Bier und Cocktails ausklingen lassen.

Ich wünsche euch nun ein schönes Wochenende mit viel Fun.
Eure Sandra

31. Januar 2018 – Mario Lanza

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 31. Januar 1921 erblickte Alfred Arnold Cocozza in Philadelphia, PA das Licht der Welt. Der Sohn italienischer Einwanderer wuchs mit den Schallplattenaufnahmen Enrico Carusos auf und war schon in jungen Jahren davon überzeugt, ein berühmter Tenor zu werden.

Die Mutter unterstützte den Buben bei seinem Vorhaben und gab ihm die Möglichkeit, seine Stimme in einer Musikschule ausbilden zu lassen. Zeitgleich arbeitete Alfred Cocozza im Gemüseladen seines Grossvaters und verdiente sich als Aushilfsfahrer ein kleines Taschengeld.

Anno 1942 bekam er ein Stipendium am Musikcenter von Tanglewood in Massachusetts und trat erstmals als Sänger im Musikstück “Die lustigen Weiber von Windsor” in Erscheinung. Während einer Tournee entlang der Ostküste nahm er den Künstlernamen Mario Lanza an und begeisterte die Massen mit seiner wunderschönen Stimme.

Mario Lanza stieg schnell zu einem beliebten Opernsänger auf und packte die Gelegenheit am Schopfe, auch in Hollywood Karriere zu machen. Zwischen 1949 und 1952 brillierte er in den Lichtspielhauserfolgen “Ein Kuss nach Mitternacht”, “Der Fischer von Louisiana” sowie “Der grosse Caruso” und wurde mit viel Lob überschüttet. Mario Lanza verfiel in dieser Zeit dem Alkohol und konsumierte unentwegt Schmerztabletten. In Folge dessen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand und er erlag am 7. Oktober 1959 im Alter von erst 38 Jahren einem schweren Herzinfarkt.

Obgleich seit Mario Lanzas überraschendem Ableben mittlerweile 57 Jahre ins Land gezogen sind, erfreuen sich seine Schallplatten in den Vereinigten Staaten immer noch grösster Beliebtheit. Unter anderem fand sich die Veröffentlichung “Greatest Operatic Recordings” aus dem Jahre 2015 auf Platz 23 der amerikanischen Billboard Hitparade wieder – wie aufregend.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

19. Januar 2018 – Bob Rauschenberg Gallery

08.00 Uhr Ich rolle mich zufrieden aus dem bequemen Wasserbett und bemerke beim Blick aus dem Fenster, dass uns Petrus heute gar nicht wohlgesonnen ist. Anstatt mit Sonnenschein zu verwöhnen, beschert uns der Hüter der Himmelspforte stetigen Regen und sehr kühle Temperaturen – wo soll das noch hinführen.
08.30 Uhr Nachdem ich die Morgengymnastik in der trocknen Stube absolviert habe, bitte ich die AMAZON Echo Musiksäule, stimmungsvolle Jimmy Buffett Klänge anzustimmen. Das technische Wunderwerk setzt meinen Befehl prompt in die Tat um und beschallt die kleine Villa mit dem Gassenhauer “Margaritaville” aus dem Jahre 1977.


Hallo Alexa

09.00 Uhr Während ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln lasse, telefoniere ich mit Georg und vernehme, dass meine Verwandten bald nach Fort Myers krusen und die “Bob Rauschenberg Gallery” besuchen wollen. Ich lache laut und mutmasse, dass Maria ein Vermögen in eine lächerliche Vase investieren möchte. Mein Bruder belehrt mich jedoch eines Besseren und unterbreitet, dass in der Galerie lediglich Kunstwerke ausgestellt werden. Da ich nichts besseres zu tun habe, fordere ich den guten Mann auf, gegen 10 Uhr vorbeizukommen und mich abzuholen.
09.45 Uhr Wenig später steige ich aus der Wanne und nehme mir das Recht heraus, eine frischaufgebügelte Tschiens sowie einen Pullover mit Rentieraufdruck anzuziehen. Danach fülle ich gesundes Trockenfutter in Dixons Napf und nehme selbst mit einem Apfel sowie einem reichbelegten Schinkenbrot Vorlieb – das schmeckt.


Ich beisse kraftvoll zu

10.15 Uhr Just als ich das Geschirr in die Spüle stelle und mir Gedanken bezüglich des Mittagessens mache, kommt der JEEP meiner Verwandten hupend vor dem Eigenheim zum stehen. Natürlich fackle ich nicht lange und scheuche den Vierbeiner nach draussen, um die lieben Leute herzlich zu begrüssen. Georg tippt entnervt auf seine BREITLING Armbanduhr und ermutigt mich, schnell zuzusteigen und mich anzuschnallen – jaja.
10.45 Uhr Während der kurzweiligen Reise kommt meine Schwägerin auf ihre bevorstehende Abreise zu sprechen und beteuert, dass sie am Mittwoch nach Toronto ausfliegen wird. Ferner lädt mich die Perle ein, anlässlich Georgs Geburtstag im März nach Kanada zu kommen – das hört sich verlockend an.
11.00 Uhr Nach einer Stunde kommen wir vor der Kunsthalle zum halten und registrieren, dass das “Bob Rauschenberg Museum” dem “South Western State College” angeschlossen ist. Wie es sich gehört, nehme ich Dixon an die Leine und folge meinen Verwandten zum Eingang, um dem übergewichtigen Pförtner klarzumachen, dass ich erblindet bin und auf meinen tierischen Begleiter nicht verzichten kann. Der Knecht nickt eifrig und wünscht uns viel Vergnügen – das werden wir erst noch sehen.
11.30 Uhr Während Dixon aus dem Schnüffeln gar nicht mehr herauskommt, nehmen wir die Schmierereien in Augenschein und finden uns prompt vor einem Werk der aus Tokio stammenden Kunstschaffenden Yoko Ono wieder. Georg ist bestens informiert und setzt mich darüber in Kenntnis, dass die Frau viele Jahre mit dem Musikanten John Lennon liiert war. Ich winke demonstrativ ab und entgegne, dass ich mich mit dem Begriff “Kunst” sehr schwer tue. Maria gibt mir Recht und schlägt vor, dass wir ganz schnell weitergehen sollten – wie wahr.
12.15 Uhr Kurz nach der Mittagszeit finden wir uns vor einer Erinnerungstafel ein und lernen, dass Robert Rauschenberg anno 1925 in Texas das Licht der Welt erblickt hat und einer der Wegbereiter der sogenannten Pop Art (löblich: Populären Kunst) war. Darüber hinaus erfahren wir, dass der Heini den Siebdruck revolutioniert hat und auch als Photograph grosse Erfolge feiern konnte – das soll mir auch Recht sein.


Eine Stärkung darf nicht fehlen

13.00 Uhr Nachdem wir alles gesehen haben, verlassen wir die Galerie und schicken uns an, in die benachbarte “Dunkin’ Donuts” Filiale einzukehren. Bei Kaffee und Schokoladenkringel lassen wir den Museumsbesuch Revue passieren und vereinbaren ausserdem, dass wir am Wochenende eine Abschiedsfeier im Lowbank Drive veranstalten sollten. Georg ist hellauf begeistert und verspricht, nicht nur Herrn Wongler und Herrn Wang, sondern auch Prof. Kuhn sowie Frau Pontecorvo einzuladen – wie schön.
13.30 Uhr Redlichst gestärkt treten wir die Heimreise an und entschliessen uns, am Meer entlang nach Naples zurückzufahren. Während der Ausfahrt krusen wir auf dem Estero Boulevard auf die vorgelagerte Insel und haben sogar das Vergnügen, lustige Delphine im azurblauen Ozean zu sehen – das macht Spass.
14.15 Uhr Wieder zurück im Willoughby Drive, genehmige ich mir ein Glas selbstzubereitete Cola und falle dann aufs Kanapee. Nach wenigen Augenblicken döse ich ein und träume von schönen Stunden auf dem Appalachian Trail.


Ich träume vom Appalachian Trail

15.15 Uhr Ich erwache ausgeruht und fülle meine Hahn und Henne Tasse mit echtem Bohnenkaffee auf. Danach setze ich mich an den Schreibtisch und komme meinen Pflichten als staatlich anerkannter Anschnurseelsorger nach. Während der Regen gegen die Fensterscheiben hämmert, rufe ich elektronische Depeschen ab und helfe verzweifelten Menschen bei schwerwiegenden Problemen.
16.30 Uhr Nachdem ich die Arbeit beendet habe, lösche ich meinen Durst mit einem Budweiser und rufe Dixon auf, selbständig Gassi zu gehen. Unterdessen nehme ich die Geschirrspülmaschine in Betrieb und lausche handgemachter Landmusik auf der Frequenz von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) – wie aufregend.
17.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner ROLEX auf 5 zugeht, begebe ich mich fingerschnippend in die Küche und schiebe eine Thunfischpizza in den Backofen. Dazu gibt es einen vitaminreichen Tomatensalat mit Oliven und perfekt aufgeschnittenen Zwiebelringen – das keusche Auge isst bekanntlich stets mit.
17.45 Uhr Nach der Brotzeit telefoniere ich mit dem Professor und merke an, dass ich mich heute der Kunst hingegeben und ein Museum in Fort Myers besucht habe. Ferner verrate ich, dass Georg und Maria am Sonntag zu einer zünftigen Grillfeier einladen werde. Der schlaue Mann schnalzt mit der Zunge und verspricht, etliche Flaschen Schaumwein beizusteuern – das ist die beste Nachricht des ganzen Tages.


Ich fröne den Abendnachrichten auf FOX

18.15 Uhr Endlich kann ich es mir in der klimatisierten Stube bequem machen und den Abendnachrichten frönen. Der gestriegelte Moderator versorgt mich mit wissenswerten Fakten und meldet, dass Morgen mit wärmeren Temperaturen zu rechnen ist – wie beruhigend.
19.00 Uhr Um auf andere Gedanken zu kommen, nehme ich zur besten Sendezeit mit dem NETFLIX Programm Vorlieb und schaue mir die Eigenproduktion “Bright” an, die von einer Welt erzählt, in der Elfen, Feen und Orks gemeinsam an der Seite von Menschen leben – wie lächerlich.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Langeweile schalte ich die Glotz aus und unternehme mit Dixon einen kleinen Spaziergang durch den Garten. Zu guter Letzt verriegle ich die Haustüre und lege mich ins Bett. Gute Nacht.