3. April 2017 – Bald kommen die Verwandten

08.00 Uhr Ich werde durch prima Alison Krauss Musik geweckt habe das Titellied ihres aktuellen Studioalbums im Ohr. Der WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Moderator überschlägt sich vor Freude und animiert die Zuhörer, augenblicklich die Musikgeschäfte zu stürmen und „Windy City“ (löblich: Windige Stadt) zu kaufen – jaja.


Alison Krauss – Windy City

08.30 Uhr Nach dem Frühsport scheuche ich Hund Dixon in die kleine Villa und informiere, dass Georg und Maria bald nach Miami ausfliegen werden. Um einen genaueren Überblick zu bekommen, greife ich spornstreichs zum Telefon und rufe im hohen Norden an. Mein Bruder meldet sich prompt und gibt zu Protokoll, dass zeitnah James vorbeikommen und meine Verwandten zum Flughafen kutschieren wird. Darüber hinaus bringe ich heraus, dass die lieben Leute am frühen Nachmittag in Floridas grösster Stadt eintreffen und den Tag ausnutzen werden, um hemmungslos zu schoppen. Georg kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus und verspricht, dass wir uns Morgen endlich wieder in die Arme schliessen werden – das wird ein Spass.
09.00 Uhr Bevor ich mich an den Frühstückstisch setze, entspanne ich mich bei einem Wirbelbad. Nebenbei kontaktiere ich Frau Pontecorvo und vernehme, dass sich die Perle in Jacksonville sehr wohl fühlt. Meine Nachbarin plappert ohne Unterlass und beteuert, dass sie sich am Samstag Abend bei der Bühnenschau „Price is Right“ im 1.500 Zuschauer fassenden „Times-Union Center“ köstlich amüsiert und sogar einen Einkaufsgutschein gewonnen hat – das soll mir Recht sein.
10.00 Uhr Herausgewaschen nehme ich am Küchentisch platz und führe mir zu stimmungsvollen WCKT CAT COUNTRY Klängen die wichtigste Mahlzeit des Tages zu Gemüte. Dazu trinke ich brühfrischen Bohnentrunk und lasse den Vierbeiner wissen, dass wir im Anschluss zum Ferienhaus meiner Verwandten rasen werden.


Ich kruse mit dem BRONCO durch die Gegend

10.45 Uhr Kurz vor dem Elfuhrläuten lotse ich Dixon in die Garage und fasse den Entschluss, wegen des sonnigen Wetters den Chevrolet stehen zu lassen und mit dem FORD Bronco in den Lowbank Drive zu fahren. Voller Elan nehme ich das Sonnendeck ab und animiere meinen tierischen Begleiter, es sich auf der Ladefläche bequem zu machen. Danach presche ich hupend von dannen und steuere als erstes den „Circle K“ Supermarkt am Piper Boulevard an, um frisches Obst, Softdrinks (löblich: Weichgetränke) sowie köstliches Budweiser einzukaufen.
11.30 Uhr Nach dem Bezahlvorgang setze ich meine Reise fort und lasse mir den Fahrtwind durchs Haar wehen. Hund Dixon folgt meinem Beispiel und steckt seine Nase in die kühle Brise – das macht Spass.
12.00 Uhr Pünktlich zur Mittagszeit erreiche ich mein Ziel und stelle fest, dass Herrn Wangs schnittiger BMW auf den Nachbargrundstück parkt. Bevor ich meinen Pflichten nachkomme, statte ich dem Motelbesitzer einen Besuch ab. Der Chinese freut sich sehr und setzt mich darüber in Kenntnis, dass er sich heute einen Ruhetag gönnt. Bevor ich mich versehe, winkt mich der gute Mann in sein schmuckes Zuhause und versorgt mich mit einer Flasche Budweiser. Ausserdem macht sich Herr Wang in der Küche nützlich und plappert, dass er sich nicht lumpen lassen und mich mit lustigen Thunfischsandwiches verwöhnen wird – das hört man gerne.


Das Ferienhaus meiner Verwandten

12.30 Uhr Während wir kraftvoll zubeissen, komme ich auf die anstehende Ankunft meines Bruders zu sprechen und lege anschaulich dar, dass Familie Pfaffenberg in Bälde in Miami ankommen wird. Zudem erzähle ich, dass Georg und Maria die Nacht in einem Hotel verbringen und im Laufe des morgigen Tages nach Naples fahren werden. Mein Tischnachbar nickt eifrig und mutmasst, dass die netten Menschen ihren Aufenthalt nutzen werden, um mit dem WINNEBAGO TRAVATO Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten in Florida zu unternehmen. Ich gebe Herrn Wang Recht und verrate, dass Georg und Maria mit dem Gedanken spielen, nach Key West zu krusen.
13.30 Uhr Nach der Brotzeit reiche ich Herrn Wang die Hand und eile mit Dixon an meiner Seite zum Ferienhaus. Da das Thermometer auf schwindelerregende 80°F (26°C) angestiegen ist, schalte ich die Klimaanlage ein und verfrachte ausserdem das Obst in eine Schale. Anschliessend nehme ich den Kühlschrank in Betrieb und bestücke die Eisfächer mit den mitgebrachten Getränkeflaschen – mir bleibt wirklich gar nichts erspart.
14.00 Uhr Nachdem ich den Küchenboden gewischt und im Schlafzimmer nach dem Rechten gesehen habe, werfe ich die Pforte ins Schloss und trete die Heimreise an. Kurzerhand mache ich jedoch bei einer Eisdiele halt und gönne mir nach der harten Arbeit einen grossen Eisbecher mit Sahne – schmeckt gar nicht schlecht.


Mein Zuhause unter Palmen

14.45 Uhr Endlich bin ich wieder zu Hause falle erschöpft aufs Kanapee – das tut gut.
15.45 Uhr Nach der Pause beschalle ich mein Zuhause mit Jason Isbell Musik und rufe bei meinem Bruder an. Georg nimmt den Anruf nach dem dritten Tuten an und verrät, dass er gerade in Miami gelandet ist. Ferner erzählt der gute Mann, dass er nun mit einem Taxi zum „Mandarin“ Hotel fahren und sich dort für eine Nacht einmieten wird.
16.15 Uhr Nachdem ich meinem Bruder alles Gute gewünscht habe, beende ich das Telefonat und sehe im Garten nach Dixon. Nach kurzer Suche treffe ich den Rüden im Garten von Familie Crane an. Zu allem Überfluss treffe ich auch auf die Frau des Hauses und höre, dass die Hunde eine Eidechse im Gestrüpp aufgeschreckt haben. Ich lache laut und halte Dixon an, mir nach Hause zu folgen.


Ein kühles Budweiser – das tut gut

17.00 Uhr Zurück in der kleinen Villa hole ich eine Pfanne hervor und brate vitaminreiche Gemüsestäbe heraus. Dazu gibt es im Ofen aufgebackene Kartoffelstäbe sowie ein süffiges Busweiser – das schmeckt.
18.00 Uhr Ein nervenaufreibender Tag neigt sich langsam seinem Ende zu. Ich sorge in der Küche für Ordnung und setze mich dann in die gute Stube, um in Dixons Beisein die Abendnachrichten auf FOX zu verfolgen.
19.00 Uhr Zur besten Sendezeit greife ich auf das Qualitätsprogramm von HBO zurück und schaue mir den Gruselfilm „Last Shift“ (löblich: Letzte Schicht) an. Die zwielichtige Produktion erzählt von einer Polizistin, die für eine Nacht eine verlassene Polizeistation in einer amerikanischen Kleinstadt bewachen muss – so ein Schmarrn.
21.00 Uhr Kopfschüttelnd beende ich den Fernsehabend und begleite den Vierbeiner noch einmal in den Garten. Zu guter Letzt reguliere ich die Klimaanlage und gehe zu Bett. Gute Nacht.

22. März 2017 – Erdbeerschüttelgetränke

08.00 Uhr Auch heute ist uns Petrus wohlgesonnen und lässt die Sonne vom Himmel scheinen. Weil Morgenstund‘ sprichwörtlich Gold im Mund hat, hüpfe ich aus dem Bett und trete an die frische Luft, um meine Muskeln zu stählen. Unter anderem schlage ich ein Rad und vergesse auch nicht, mit den Armen zu rudern.


Hund Dixon bekommt einen Kauknochen

08.30 Uhr Im Anschluss hole ich die Tageszeitung herein und nehme die DeLonghi Kaffeemaschine knopfdrückend in Betrieb. Hund Dixon weicht währenddessen nicht von meiner Seite und fordert mich auf, ihm einen Kauknochen ins Maul zu stecken – da kommt besonders grosse Freude auf.
09.00 Uhr Während sich der Rüde im Garten amüsiert, entspanne ich mich bei einem erquickenden Wirbelbad und nehme mir das Recht heraus, dem Radioprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) zu frönen. Unter anderem erfahre ich, dass der aus South Carolina stammende Sangeskünstler Josh Turner vor zwei Wochen sein sechstes Studioalbum „Deep South“ (löblich: Tiefer Süden) herausgebracht hat. Der Radiosprecher überschlägt sich vor Freude und behauptet, dass der Silberling in keiner gutsortierten Musiksammlung fehlen darf. Ich nicke eifrig und fasse den Entschluss, alsbald zum Musikgeschäft meines Vertrauens zu fahren und mir ein Exemplar zu sichern.


Josh Turner – Deep South

10.00 Uhr Ich beende den Badespass und stelle fest, dass gar kein Kaffee in die Kanne gelaufen ist. Stattdessen gibt der futuristische DeLonghi Vollautomat merkwürdige Laute von sich. Ich kratze mich am Kopf und lasse Dixon wissen, dass die Maschine höchstwahrscheinlich gereinigt werden muss. Da ich meine Zeit nicht gestohlen habe, ziehe ich kurzerhand den Netzstecker und scheuche den Vierbeiner zum Nachbarhaus.
10.30 Uhr Frau Pontecorvo begrüsst uns herzlich und lädt uns ein, ihr bei der wichtigsten Mahlzeit des Tages Gesellschaft zu leisten. Natürlich nehme ich die Einladung an und komme in den Genuss frischzubereiteter Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung. Zudem öle ich meinen Hals mit köstlichem Bohnentrunk und erzähle, dass meine Kaffeemaschine den Geist aufgegeben hat. Meine Bekannte blickt skeptisch drei und meint, dass es angebracht wäre, eine Fachwerkstatt zu verständigen – papperlapapp.


Es gibt Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung

11.15 Uhr Kurz nach dem Elfuhrläuten beende ich das Frühstück und erkläre meiner Nachbarin, dass ich nun den WAL MART ansteuern und mir das neue Josh Turner Meisterwerk zulegen werde. Frau Pontecorvo wird prompt hellhörig und schlägt vor, dass sie mitkommen und mich zu einem Eisbecher einladen könnte – wie schön.
12.00 Uhr Nach einer kurzweiligen Reise im PS-strotzenden SUV kommen wir mit quietschenden Pneus vor dem WAL MART SUPERCENTER am Juliet Boulevard zum Stehen. Als Kavalier der alten Schule halte ich meiner Begleiterin die Beifahrertüre auf und bitte Dixon, während unserer Abwesenheit brav zu sein. Anschliessend schlendern wir zur Musikabteilung und bemerken, dass viele Künstler in der letzten Zeit mit neuen Veröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Ich fackle nicht lange und nehme nicht nur das neue Josh Turner Album, sondern auch Kompaktscheiben von Alison Krauss und Little Big Town vom Regal – das wird teuer.

12.45 Uhr Nachdem wir einen Abstecher in die Pflegeproduktabteilung gemacht haben, eilen wir zur Kasse und bezahlen die Waren mit frischen Scheinen. Währenddessen kommt Frau Pontecorvo auf ihre Einladung zu sprechen und schlägt vor, dass wir ins benachbarte „Steak’n Shake“ Gasthaus einkehren könnten – wie schön.
13.15 Uhr Wenig später werden wir mit Hund Dixon im Schlepptau an der Essensausgabe der besagten Wirtschaft vorstellig und ordern zwei schmackhafte Erdbeerschüttelgetränke zu je 8 Dollars. Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, gebe ich zudem einen Korb mit Hühnerflügeln (unlöblich: Chicken Wings) in Auftrag. Danach lassen wir uns an einem Tisch mit Ausblick nieder und beissen kraftvoll zu. Frau Pontecorvo legt währenddessen beste Laune an den Tag und möchte wissen, wann meine Verwandten in Naples eintreffen werden. Ich seufze laut und entgegne, dass sich Georg und Maria für Anfang April angekündigt haben.
14.15 Uhr Zurück im Willoughby Drive, verfrachte ich die Josh Turner Kompaktscheibe in die Musikanlage. Während der 39jährige „Music Award“ Gewinner eine verflossene Liebe besingt, mache ich mich an der Kaffeemaschine zu schaffen und wähle per Knopfdruck das automatische Entkalkungsprogramm aus. Die Maschine setzt sich augenblicklich in Gang und fordert mich per Einblendung auf, Entkalkerflüssigkeit in den Wasserbehälter zu füllen.
15.00 Uhr Eine dreiviertel Stunde später habe mein Werk vollbracht und kann wieder köstlichen italienischen Schaumkaffee trinken. Ich gebe mich erleichtert und bette mich fix und foxi auf dem Kanapee zur Ruhe. Bereits nach wenigen Sekunden döse ich ein und träume vom anstehenden Wiedersehen mit meiner Familie.
16.00 Uhr Ich öffne die Augen und bemerke, dass die Anzeige des Aussenthermometers die 100°F (37°C) überschritten hat. Weil es draussen viel zu heiss ist, entschliesse ich mich, keinen Schritt vor die Türe zu tun. Stattdessen stelle ich die Klimaanlage höher und komme der Anschnurseelsorge nach. Ich studiere Depeschen besorgter Eltern und rate einer arbeitsscheuen Kuh aus Wetzlar, sich um einen Tschob zu bemühen.
17.00 Uhr Nach getaner Arbeit gehe ich von der Leine und richte in der Küche eine kalte Wurstplatte an. Dazu gibt es mehrere Scheiben Weissbrot sowie Gurken aus dem Glas – das schmeckt.


Capocollo ist sehr gesund

18.00 Uhr Nachdem ich mir aus dem Kühlschrank eine Flasche Bier geholt habe, beginnt der wohlverdiente Feierabend. Ich mache es mir in der Wohnstube gemütlich und schaue mir interessiert die Nachrichten auf FOX an.
19.00 Uhr Nach einer spannenden Politiksendung wechsle ich das Programm und gebe mich dem SHOWTIME Serienerfolg „The Affair“ hin. Erneut tauche ich in das Leben der jungen Allison ein und werde Zeuge, wie sie vom Selbstzweifel zerfressen wird und sich für den schrecklichen Unfalltod ihres Sohnes verantwortlich macht.
21.00 Uhr Als der Abspann der achten Episode über die Mattscheibe flimmert, betätige ich den „OFF“ (löblich: AUS) Knopf auf der neumodernen Fernbedienung und rufe Dixon ins Haus. Zu guter Letzt lösche ich sämtliche Lichter und lege ich mich erschöpft ins Bett. Gute Nacht.

11. und 12. März 2017 – Blackberry Smoke

Hallo Leute,

die Country-Rocker von „Blackberry Smoke“ sind derzeit auf grosser Welttournee und machen morgen – am 12. März 2017 – in München Station. Ihr letzter Longplayer „Like an Arrow“ wurde in den Vereinigten Staaten auf Platz 1 der „Billboard Rock & Metal Album“ Charts gelistet und war ein sensationeller Erfolg. Auch in Deutschland landete die aus Atlanta, GA stammende Formation einen Achtungserfolg. „Like an Arrow“ schaffte es hierzulande immerhin auf Platz 31 der sogenannten „GfK Entertainment Charts“ 🙂

Wer auf Rockmusik steht, kennt Blackberry Smoke natürlich.
Die Band wurde im Jahre 2000 in Atlanta gegründet. Charlie Starr, Paul Jackson, Brandon Still, Richard und Britt Turner haben sich seitdem dem klassischen Southern-Hard-Rock verschrien. Ich kenne die Band seit knapp 5 Jahren und würde mich als grossen Fan bezeichnen. Ihre letzten Werke „The Whippoorwill“ (2012), „Holding All The Roses“ (2015) und „Like an Arrow“ liefen in meinem CD-Player für viele Wochen rauf und runter 🙂

Bevor ich mit Cousin Bernd und Mitbewohnerin Bärbel nach München fahre, werde ich mich im Garten nützlich machen. Unter anderem muss ich den Dreck aus dem Rasen rechen, die Terrasse kehren und die verfaulten Gewächse aus dem grossen Pflanztopf entsorgen. Wie ihr seht, hat man als Mieterin eines grossen Hauses immer etwas zu tun.

Heute ist erstmal chillen angesagt.
Ausserdem werde ich wie fast an jedem Samstag mit Reinhard skypen und mir Geschichten aus Florida anhören. Ich hoffe, ihr habt auch ein schönes Wochenende 😉

Eure Sandra

20. Februar 2017 – President’s Day

08.00 Uhr Der ECHO Lautsprecher aus dem Hause Amazon weckt mich mit einem stimmungsvollen Jimmy Buffett Lied. Ich rolle mich zu dem Welterfolg „Margaritaville“ aus dem Bett und spiele mit dem Gedanken, den heutigen „President’s Day“ (löblich: Präsidententag) auszunutzen, um mit Hund Dixon einen Ausflug zu unternehmen.
08.30 Uhr Nachdem ich die Morgengymnastik auf der Terrasse absolviert habe, verabschiede ich mich in die Nasszelle und fülle die Wirbelbadewanne mit lauwarmen Wasser auf. Zudem nehme ich die Schwarzbeere zur Hand und rufe kurzentschlossen bei Edelbert an, um ihn zu einer erquickenden Ausfahrt einzuladen. Mein Bekannter sagt prompt zu und erklärt, dass ich ihn gerne um halb Elf abholen kann – das ist phantastisch.


Heute wird der President’s Day gefeiert

09.30 Uhr Voller Vorfreude beende ich das Badevergnügen und eile in die Küche, um Dixons Napf mit ROYAL CANIN Trockenfutter aufzufüllen. Während sich der Rüde auf die Brotzeit stürzt, trinke ich einen Kaffee und verzehre dazu ein grosses Stück Käsekuchen aus dem PUBLIX Supermarkt – schmeckt gar nicht schlecht.
10.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner ROLEX auf 10 zugeht, verlasse ich die kleine Villa und sehe mich mit Frau Pontecorvo konfrontiert. Die Alte von nebenan nimmt mich skeptisch ins Visier und erkundigt sich, ob ich ans Meer fahren will. Ich schüttle entschieden den Kopf und flunkere, dass ich zum Zahnarzt gehen und mich einer schmerzhaften Wurzelbehandlung stellen muss. Bevor meine Nachbarin antworten kann, helfe ich dem Vierbeiner auf die Ladefläche des PS-strotzenden SUV und suche schnell das Weite.


Auch Edelbert hat einen ECHO gekauft

10.30 Uhr Pünktlich auf die Minute komme ich vor Edelberts Wohnsilo im Stadtzentrum zum Halten. Der Professor lässt nicht lange auf sich warten und steigt freudig zu. Anschliessend drücke ich das Gaspedal bis zum Anschlag durch und erfahre, dass Edelbert seit heute ebenfalls ein stolzer ECHO Besitzer ist. Der schlaue Mann schwärmt in den höchsten Tönen und vertellt, dass der sprachgesteuerte Lautsprecher ein sehr nützlicher Begleiter ist. Ich nicke eifrig und erwähne, dass es mit dem AMAZON Produkt sogar möglich ist, Speisen beim „Domino’s“ Pizzalieferdienst zu ordern – da kommt besonders grosse Freude auf.
11.00 Uhr Wenig später tut sich der Golf von Mexiko vor uns auf. Ich drossle die Geschwindigkeit und lasse Edelbert wissen, dass heute der „President’s Day“ gefeiert wird. Mein Begleiter schlägt in die gleiche Kerbe und belehrt, dass dieser Feiertag alljährlich am dritten Montag im Februar begangen wird und an George Washingtons Wiegenfest erinnern soll.


Wir geniessen die Aussicht

11.45 Uhr Nach zwölf Meilen parken wir das KFZ vor dem einladenden „Club of Barefoot Beach“ Hotelkomplex und kehren in die Strandgaststätte ein, um einen Pitcher (löblich: Krug) Budweiser sowie panierte Hühnerflügel (unlöblich: Chicken Wings) mit Kartoffelstäben (unlöblich: Fries) zu ordern.
12.15 Uhr Während wir kraftvoll zubeissen und mit eiskaltem Gerstensaft anstossen, kommt Edelbert auf seinen gestrigen Fernsehabend zu sprechen und erzählt, dass es Dank des AMAZON Videoangebots möglich ist, auch in den Vereinigten Staaten auf deutsche Spielfilme zuzugreifen. Der Professor klopft sich lachend auf die Schenkel und fährt fort, dass er die bayerische Komödie „Schweinskopf al dente“ gesehen hat – wie unlöblich.


Schweinskopf Al Dente

13.00 Uhr Da Dixon langsam unruhig wird, begleichen wir die Rechnung mit mehreren Scheinen und brechen zu einem Strandspaziergang auf. Währenddessen plappert Edelbert ohne Unterlass und setzt mich darüber in Kenntnis, dass es im Januar auf einer Ölplattform im Golf von Mexiko zu einem Grossbrand gekommen ist. Ich mache grosse Augen und lerne, dass das Feuer schnell gelöscht und eine verheerende Umweltkatastrophe in letzter Sekunde verhindert werden konnte – wie beruhigend.
14.00 Uhr Völlig verschwitzt treffen wir am Auto ein. Ich wische mir den Schweiss von der Stirn und gebe zu Protokoll, dass das schwülwarme Klima sogar den stärksten Rentner aus der Bahn wirft. Um keinen Sonnenstich zu riskieren, steuern wir den Chevrolet ins Zentrum zurück und freuen uns auf einen entspannten Nachmittag.
14.45 Uhr Nachdem ich Edelbert sicher in der Stadtmitte abgesetzt habe, gleite ich zu einem McDonalds Drive-Thru (löblich: Fahr Hindurch) Schalter und ordere einen grossen McFlurry.
15.15 Uhr Zurück in der kleinen Villa, schlüpfe ich aus den schweren Kuhjungenstiefeln und bette mich auf dem Kanapee zur Ruhe. Dixon folgt meinem Beispiel und streckt im Wohnzimmer alle Viere von sich.
16.15 Uhr Nach der Pause nehme ich am Schreibtisch Platz und komme meiner Arbeit als staatlich anerkannter Anschnurseelsorger nach. Pflichtbewusst überfliege ich die elektronischen Depeschen und komme auch heute nicht darum herum, leidgeprüften Erziehungsberechtigten bei schwerwiegenden Problemen zu helfen.
17.15 Uhr Kurz nach dem Fünfuhrläuten begebe ich mich hungrig in die Küche und koche Salzwasser auf. Darüber hinaus kredenze ich auch dem Rüden eine reichhaltige Mahlzeit und fordere ihn auf, nicht zu schlingen.


George Washington feiert Geburtstag

18.00 Uhr Nach der Hausarbeit lege ich in der guten Stube die Beine hoch und informiere mich auf FOX über die Geschehnisse in der Welt. Unter anderem bringe ich heraus, dass in zwei Tagen ein weiterer Gedenktag ansteht. Wie jeder weiss, würde der erste Präsident der Vereinigten Staaten – George Washington – am Mittwoch seinen 285. Geburtstag feiern – wie schön.
19.00 Uhr Zur besten Sendezeit nehme ich mit dem NETFLIX Videoangebot Vorlieb und fröne dem Gruselfilm „I Am the Pretty Thing That Lives in the House“ (auf deutsch: Ich bin die hübsche Sache, die in diesem Haus lebt). Natürlich stellen sich mir prompt sämtliche Nackenhaare auf und ich sehe mich genötigt, auf ein anderes Programm umzuschalten.
21.00 Uhr Nachdem ich mir auf PBS eine Naturdokumentation über possierliche Killerwale angesehen habe, beende ich den Fernsehabend und lösche sämtliche Lichter. Danach rufe ich Dixon ins Haus und falle erschöpft ins Bett. Gute Nacht.

18. und 19. Februar 2017 – Black Box Revelation

Hallo Freunde der Nacht,

heute ist Clubbing angesagt.
Am Abend werde ich mit Bärbel, Marlene und Cousin Bernd im Münchner „Club Milla“ abrocken und mir das Konzert von „Black Box Revelation“ anschauen.

Die Band wurde 2005 in Belgien gegründet und macht seit 2007 mit vier tollen Studioalben auf sich aufmerksam. Ausserdem tourte „Black Box Revelation“ bereits mit angesagten Gigs wie Jane’s Addiction, Iggy Pop und Beady Eye durch Europa. Die Combo hat sich dem Garage-Rock verschrieben und gibt als Vorbilder Led Zeppelin, The Rolling Stones und The Stooges an. Ich hoffe auf eine geniale Show und viele Zuschauer, die zu den Hitsingles „Never Alone“ oder „Do I Know“ die Puppen tanzen lassen.

Übrigens habe ich mich in der vergangenen Woche um Guns N‘ Roses Tickets für das Konzert am 13. Juni 2017 im Münchner Olympiastadion bemüht. Wie ihr sicher wisst, ist die „Not in this Lifetime Tour“ restlos ausverkauft. Ich konnte weder auf eBay noch in einschlägigen Musikforen fündig werden. Auch Mitbewohnerin Bärbel hat ihre Kontakte spielen lassen und leider nur Absagen bekommen … 🙁

Naja, ich werde es überleben.
Nur gut, dass ich mich schon jetzt mit Tickets für die beiden „Spider Murphy Gang“ Konzerte im Oktober 2017 eingedeckt habe. Die Band wird ihr 40. Bühnenjubiläum standesgemäss mit zwei Auftritten in der Olympiahalle feiern. Das erste Konzert am 28.10 ist bereits ausverkauft 🙂

Jetzt werde ich mit Reinhard skypen und mich dann ausgehfertig machen.
Natürlich wünsche ich euch allen ein chilliges Wochenende 🙂

Eure Sandra