20. Februar 2018 – In einer Woche gehts los …

08.00 Uhr Auch heute schwinge ich mich sportlich aus dem Bett und begrüsse den Morgen mit dem Frühsport auf der Terrasse. Um meine Glieder zu stählen, hüpfe ich mehrmals auf und ab und vergesse auch nicht, einen Purzelbaum zu schlagen – wer rastet, der rostet.


Alexa spielt Musik – wie schön

08.30 Uhr Im Anschluss rufe ich die Amazon Musiksäule auf, mein bescheidenes Heim mit handgemachter Landmusik zu beschallen. ALEXA folgt meinen Befehl aufs Wort und verwöhnt mich mit stimmungsvollen Waylon Jennings Klängen. Unterdessen nehme ich die futuristische DeLonghi Kaffeemaschine in Betrieb und fülle gesundes ROYAL CANIN Trockenfutter in Dixons Napf. Danach ziehe ich mich pfeifend in die Nasszelle zurück und lasse die Seele bei einem Wirbelbad baumeln. Leider wird die himmlische Ruhe alsbald durch lautes Telefonschellen gestört. Zu allem Überfluss meldet sich Edelbert im Rohr und regt einen Ausflug an den Strand an. Da ich nichts besseres zu tun habe, willige ich ein und gebe zu Protokoll, dass ich ihn gerne am Naples Pier treffen würde. Edelbert freut sich und verspricht, in eineinhalb Stunden vor Ort zu sein – wie aufregend.
09.15 Uhr Weil die Zeit drängt, hüpfe ich schnell aus der Wanne und nehme in Gesellschaft meines Haustieres die wichtigste Mahlzeit des Tages ein. Ausserdem blättere ich interessiert in der Tageszeitung und lerne, dass uns zur Wochenmitte ein Sturmtief heimsuchen und viel Regen bringen wird – wie schrecklich.
09.45 Uhr Kurz vor dem Zehnuhrläuten scheuche ich den Vierbeiner zum Auto und kruse radiohörend aus dem Wohngebiet. Um schneller voran zu kommen, setze ich zu waghalsigen Überholmanövern an und schrecke auch nicht davor zurück, stetig die Hupe zu betätigen. Darüber hinaus rufe ich während der kurzweiligen Reise bei meiner unterbelichteten Mieterin im kalten Bayern an und erinnere, dass ich in der kommenden Woche nach Kanada ausfliegen und meine Verwandten besuchen werde. Sandra macht grosse Augen und entgegnet, dass mein Bruder am 3. März Geburtstag feiern wird – wie wahr.


Bald fliege ich nach Kanada aus

10.30 Uhr Fünfundvierzig Minuten später parke ich den PS-strotzenden SUV am Gulf Shore Boulevard und lege die letzten Meter zum frischrenovierten Naples Pier auf Schusters Rappen zurück. Schon bald treffe ich auf Edelbert und nehme mir das Recht heraus, ihm die Hand zu schütteln. Mein Bekannter wünscht mir einen schönen Morgen und plappert, dass es nichts schöneres geben kann, als auf den Golf von Mexiko zu spähen und die salzige Luft einzuatmen. Ich nicke zustimmend und mache es mir zur Aufgabe, Hund Dixon ein Stöckchen zuzuwerfen.
11.00 Uhr Während unseres Spaziergangs komme ich auf unsere anstehende Kanadareise zu sprechen und lege anschaulich dar, dass wir das grosse Glück haben werden, am sogenannten “Commonwealth Day” im Nachbarstaat zu verweilen. Ferner merke ich an, dass der Feiertag am 12. März 2018 ansteht und an den Zusammenschluss der ehemaligen britischen Kolonien erinnern soll – da kommt besonders grosse Freude auf.
12.00 Uhr Als die Sonne ihren Höchststand erreicht hat, stehen wir plötzlich im gutbesuchten “Old Naples Pub” an der 13th Strasse und verspüren grossen Hunger. Wir fackeln nicht lange und ordern an der Schenke zwei süffige Budweiser sowie vitaminreiche “Ham Sandwiches” (löblich: Schinkenbrote) mit Kartoffelstäben. Natürlich beissen wir sogleich kraftvoll zu und kommen überein, dass man auf einem Bein kaum stehen kann. Bevor ich mich versehe, winkt Edelbert dem Schankkellner zu und gibt weitere Hopfenkaltschalen in Auftrag – wie schön.


Bier ist sehr gesund

13.00 Uhr Redlichst gestärkt verlassen wir das Gasthaus und streben mit schnellen Schritten zu den Autos zurück. Nebenher redet der Professor weiter auf mich ein und verdeutlicht, dass wir grossen Spass in Kanada haben werden. Ich stimme uneingeschränkt zu und informiere, dass wir Georgs Ehrentag am Lake Simcoe feiern werden – darauf freue ich mich jetzt schon.
14.00 Uhr Endlich bin ich wieder dahoam und kann es mir in der klimatisierten Stube bequem machen. Während Dixon im Garten herumtollt, schliesse ich die Augen und träume von meiner ersten Appalachian Trail Wanderung.
15.00 Uhr Ich werde durch lautes Bellen geweckt und stelle beim Blick aus dem Fenster fest, dass Nachbarhund Joey zu Gast ist. Ich schwinge mich vom Kanapee und kredenze den Hunden etliche Kauknochen. Zudem versorge ich die Pflanzen im Garten mit frischem Wasser und tratsche mit Frau Pontecorvo. Meine Nachbarin schnäuzt während der Plauderei in ein Taschentuch und schimpft, weil sie vom Heuschnupfen geplagt wird. Natürlich spende ich der Perle Trost und rate, sich ins Haus zurückzuziehen und die Fenster zu schliessen.


Ich spendiere den Hunden lustige Kauknochen

16.00 Uhr Nachdem sich Joey verabschiedet hat, kehre ich verschwitzt ins klimatisierte Haus zurück und nutze den angebrochenen Nachmittag, um die Fenster zu putzen. Zu den Klängen einer Kenny Chesney Kompaktscheibe schwinge ich den Wischlappen und bringe die Scheiben im Handumdrehen auf Hochglanz – das macht Spass.
17.00 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, um das Abendessen vorzubereiten. Weil ich von der Mittagsjause noch immer gesättigt bin, bereite ich mir ein lustiges Omelett mit Pilzen, Virginia Schinken und Cheddar Käse zu.
18.00 Uhr Nachdem ich die Küche geputzt und die Mülltüten achtlos auf die Strasse geschleudert habe, beginnt der wohlverdiente Feierabend. Ich schenke mir ein Bier ein und mache es mir dann im Wohnzimmer bequem, um den FOX Nachrichten zu folgen.

19.00 Uhr Zur besten Sendezeit wechsle ich auf den Spartenkanal FX und fröne der Serie “American Crime Story – The Assassination of Gianni Versace”. Die Eigenproduktion handelt vom Mord an der italienischen Modeikone Gianni Versace vor 20 Jahren und wirft kein gutes Licht auf die ermittelnden Behörden – das ist ja allerhand.
21.00 Uhr Nach zwei nervenaufreibenden Episoden beende ich den Fernsehabend und schleiche mit dem Revolver im Anschlag durchs Haus, um sicherzustellen, dass sich kein Mörder in der kleinen Villa tummelt. Danach lösche ich mit zitternden Händen sämtliche Lichter und falle erschöpft ins Bett. Gute Nacht.

6. Februar 2018 – Am 3. März fliegen wir ab

08.00 Uhr Da Morgenstund’ bekanntlich Gold im Mund hat, stehe ich zeitig auf und läute den Dienstag mit dem Frühsport auf der Terrasse ein. Mein lustiges Haustier gesellt sich hechelnd an meine Seite und zögert nicht, seine eingerosteten Muskeln ebenfalls zu lockern – was für eine Gaudi.


Ich stehe um 08:00 Uhr auf

08.30 Uhr Nachdem ich die futuristische DeLonghi Kaffeemaschine knopfdrückend in Betrieb genommen habe, entspanne ich mich bei einem Wirbelbad. Unterdessen rufe ich bei meinen Verwandten in Kanada an und gebe vor, dass ich heute Nägel mit Köpfen machen und Flüge nach Toronto buchen werde. In diesem Zusammenhang komme ich auf den Geburtstag meines Bruder zu sprechen und erkläre Maria, dass es ein grosser Spass werden wird, Georg am 3. März mit einem prima Geschenk zu überraschen. Meine Schwägerin schlägt in die gleiche Kerbe und beteuert, dass sie es kaum noch erwarten kann, mich in ihre Arme zu schliessen – wie schön.
09.30 Uhr Just als ich in legere Freizeitkleidung schlüpfe, kommt Edelberts schneeweisser JEEP mit quietschenden Bremsen vor meinem Zuhause zum stehen. Natürlich begrüsse ich meinen Bekannten herzlich und freue mich, eine Tüte mit leckeren Schmankerln aus der Biscotti Farrugia Italienbäckerei überreicht zu bekommen – wie aufmerksam.
10.15 Uhr Als wir die wichtigste Mahlzeit des Tages einnehmen und Kaffee schlürfen, präsentiert der Professor plötzlich mehrere Heimrechnerausdrucke und unterbreitet, dass nun die Zeit gekommen ist, um unsere Forschungsreise nach Ontario in trockne Tücher zu bringen. Ich stimme prompt zu und entgegne, dass ich am Morgen bereits mit Maria telefoniert und unser Kommen angekündigt habe. Mein Tischnachbar strahlt über das ganze Gesicht und beleert, dass AIR CANADA (löblich: Luft Kanada) seit Kurzem einen Direktflug zwischen Fort Myers und Toronto anbietet – das ist die beste Nachricht des Tages.


Hurra – wir fliegen nach Kanada

11.00 Uhr Kurz vor dem Mittagsläuten nehme ich neben Edelbert am Schreibtisch platz und segle auf die Heimseite des Reisevermittlers Expedia. Mit flinken Fingern navigiere ich durchs Angebot und stelle fest, dass der Nonstop Flug um 6:30 abfliegen und uns innerhalb von 3 Stunden in den hohen Norden bringen wird. Weil nur noch eine begrenzte Platzanzahl verfügbar ist, fackeln wir nicht lange und betätigen den Buchungsknopf – wie aufregend.
11.30 Uhr Nachdem wir dem im Bundesstaat Washington beheimateten Reiseunternehmen unsere Adressen sowie Bankverbindungen übermittelt haben, gehen wir von der Leine und freuen uns auf angenehme Wochen in Kanada. Der Professor kommt aus dem Plappern gar nicht mehr heraus und kündigt an, dass er unbedingt zu den Niagarafällen krusen möchte – das werden wir erst noch sehen.
12.00 Uhr Nach getaner Arbeit hole ich zwei Budweiser aus dem Eiskasten und erkundige mich bei Edelbert, ob die elektronische Buchungsbestätigung mittlerweile eingegangen ist. Der schlaue Mann nickt eifrig und meint, dass es nun kein Zurück mehr gibt – das hört man gerne.
13.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner ROLEX auf Eins zugeht, nehme ich die Hundeleine zur Hand und informiere, dass Dixon Gassi gehen möchte. Edelbert reibt sich die Hände und folgt mir plappernd nach draussen. Zufrieden schlendern wir zum “La Playa” Golfplatz und kommen überein, dass wir meinem Bruder zu seinem Wiegenfest etwas besonderes schenken sollten. Prof. Kuhn legt den Zeigefinger an die Unterlippe und schlägt vor, dass wir ihm einen stattlichen Geschenkkorb überreichen könnten – das ist gar keine schlechte Idee.


Bier ist sehr gesund

14.00 Uhr Fix und foxi treffen wir daheim ein und genehmigen uns weitere Hopfenkaltschalen sowie reich belegte Sandwiches (löblich: Wurstbrote). Ich nehme einen kräftigen Schluck aus der Pulle und gebe Edelbert zu verstehen, dass man bei dieser Affenhitze viel trinken muss. Mein Bekannter gibt mir uneingeschränkt Recht und merkt an, dass wir uns in Kanada auf kühlere Temperaturen einstellen müssen – das kann ja heiter werden.
15.00 Uhr Nachdem sich Edelbert verabschiedet hat, rufe ich die Amazon Echo Musiksäule auf, stimmungsvolle Randy Travis Musik abzuspielen. Danach kümmere ich mich um die Anschnurseelsorge und nutze die Gelegenheit, um Sandra über meine bevorstehende Reise in Kenntnis zu setzen.
16.00 Uhr Sechzig Minuten später beende ich die Anschnursitzung und fülle gesundes Trockenfutter in Dixons Napf. Darüber hinaus sehe ich im Garten nach dem Rechten und habe das Vergnügen, ein Schwätzchen mit Frau Pontecorvo halten zu können. Obgleich ich der Perle keine Rechenschaft schuldig bin, erzähle ich ihr von unserer Buchung und gebe zu Protokoll, dass ich mindestens zwei Wochen abwesend sein werde.
17.00 Uhr Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, kehre ich in die Küche zurück und bereite das Abendessen zu. Ruckzuck schlage ich sechs Eier auf und zaubere in Minutenschnelle ein vitaminreiches Omelette mit Cheddarkäse und getrockneten Pilzen – wie gut das duftet.
18.00 Uhr Redlichst gestärkt verabschiede ich mich in den Feierabend und nehme mir das Recht heraus, den FOX Nachrichten zu frönen. Zudem gebe ich mich einer aufschlussreichen Call-In (löblich: Ruf-herein) Politiksendung hin und mache mich über die Entwicklungen in der amerikanischen Hauptstadt schlau.

19.00 Uhr Zur Hauptfernsehzeit wechsle ich auf HBO und erfreue mich am lustigen Fernsehformat “Alf”. Wie jedes Kind weiss, erzählt diese sogenannte Sitcom (löblich: Sitzkomödie) von den Abenteuern eines auf der Erde gestrandeten Ausserirdischen vom Planeten Melmac – da bleibt kein Auge trocken.
21.00 Uhr Nach fünf heiteren Episoden beende ich den Fernsehabend und rufe Dixon ins Haus. Zu guter Letzt verschliesse ich die Haustüre sicher und falle gähnend ins Bett. Gute Nacht.

24. Januar 2018 – Wiedersehen Georg und Maria

08.00 Uhr Während auf der Frequenz von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) ein schönes Tim McGraw Lied läuft, hüpfe ich aus Bett und läute den 24. Tag des Jahres mit dem Frühsport ein. Währenddessen gebe ich Hund Dixon zu verstehen, dass wir gleich Georg und Maria zum Flughafen kutschieren müssen. Der Rüde gibt sich jedoch gelangweilt und zieht es vor, zum Teich zu traben, um etwas Wasser zu trinken – da kommt Freude auf.
08.30 Uhr Nach der schweisstreibenden Ertüchtigung ziehe ich mich schnaufend ins Bad zurück und lasse lauwarmes Wasser in die Wirbelbadewanne einlaufen. Darüber hinaus rufe ich im Feriehaus meiner Familie an und erfahre, dass mich meine Verwandten gegen 10 Uhr zum Frühstück erwarten. Maria geht noch weiter und beteuert, dass wir spätestens zur Mittagszeit zum “Southwest Airport” krusen müssen. Ich nicke eifrig und verspreche, dass ich mich sputen und alsbald im Lowbank Drive eintreffen werde – dieser Stress bringt mich noch ins Grab.
09.15 Uhr Kurz nach dem Neunuhrläuten zwänge ich mich in farbenfrohe Freizeitkleidung und rufe Dixon auf, sein quietschendes Spielzeug zu schnappen und mir zum PS-strotzenden SUV zu folgen.


Das Ferienhaus meiner Familie

10.00 Uhr Nach einer nervenaufreibenden Hochgeschwindigkeitsfahrt durch den dichten Vormittagsverkehr, erreiche ich endlich mein Ziel und werde von Georg begrüsst. Mein Bruder nölt in einer Tour und verdeutlicht, dass er gar keine Lust hat, ins verschneite Kanada auszufliegen. Trotz aller Unkenrufe führt mich der gute Mann zuvorkommend ins Esszimmer und meint, dass sich Maria heute besonders ins Zeug gelegt und schmackhafte Pfannkuchen mit Himbeerfüllung gezaubert hat. Meine Schwägerin schlägt in die gleiche Kerbe und belehrt, dass man schliesslich nicht mit leerem Magen einen anstrengenden Langstreckenflug auf sich nehmen kann – wie wahr.
10.30 Uhr Ich setze mich prompt an den festlich eingedeckten Tisch und bringe auf Anfrage heraus, dass meine Verwandten mit WestJet nach Toronto ausfliegen werden. Georg blickt skeptisch drein und setzt mich darüber in Kenntnis, dass es kein Vergnügen werden wird, nach vielen Wochen im sonnigen Rentnerparadies wieder in kälteren Gefilden leben zu müssen. Auch Maria seufzt laut und wirft ein, dass sie Morgen höchstwahrscheinlich zur Schneeschaufel greifen und die Eingangstreppe räumen muss – wie schrecklich.


Schnee und Eis wartet in Kanada

11.15 Uhr Nachdem ich zwei Tassen Kaffee getrunken und sieben Pfannkuchen mit köstlicher Füllung verdrückt habe, helfe ich tatkräftig mit und verfrachte das schmutzige Geschirr in die Spüle. Während Maria den Abwasch erledigt, schleppe ich mit Georg die Koffer zum Chevrolet und komme dabei zu dem Schluss, dass die WestJet Mitarbeiter angesichts der vielen Koffer eine nicht unerhebliche Gebühr veranschlagen werden. Mein Bruder wischt sich nachdenklich über die nasse Stirn und erörtert, dass seine Ehefrau während des Urlaubs Dutzende Kleider und mindestens fünf Paar neue Schuhe eingekauft hat. Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und nehme mir das Recht heraus, das Reisegepäck auf der Ladefläche zu verstauen.
11.45 Uhr Nach getaner Arbeit trinken wir einen letzten Schluck Diät Cola und kommen überein, dass nun die Zeit gekommen ist, um vom Feriendomizil Abschied zu nehmen. Weil die Zeit drängt, lotse ich Dixon zum Auto und animiere ihn, sich die Rückbank mit meinem Bruder zu teilen. Danach helfe ich Maria als Kavalier der alte Schule auf den Beifahrersitz und schicke mich an, mit quietschenden Pneus gen Norden davon zu rasen. Unterdessen plaudere ich angeregt mit den lieben Menschen und stelle klar, dass es mir eine Freude sein wird, Anfang März nach Kanada zu kommen, um Georgs Geburtstag zu feiern. Mein Bruder freut sich und sichert zu, dass er mich selbstverständlich einladen und für den Flug bezahlen wird – das ist die beste Nachricht des ganzen Tages.


Georg feiert in März Geburtstag

12.30 Uhr Endlich erreichen wir das Flughafengelände und können ohne grössere Probleme das Auto vor dem Hauptterminal parken. Weil ich ein netter Zeitgenosse bin, begleite ich meine Verwandten zum Abflugschalter und vernehme, dass der Direktflug leider 40 Minuten Verspätung haben wird. Da noch etwas Zeit bleibt, kehren wir kurzerhand in eine “Dunkin’ Donuts” Filiale ein und stärken uns mit brühfrischem Bohnentrunk und lustigen Schokoladenkringeln. Nebenher lassen wir den Aufenthalt noch einmal Revue passieren und vertreten einhellig die Meinung, dass die letzten Wochen sehr schön waren.
13.15 Uhr Nachdem wir Hände geschüttelt haben, stapfe ich mit hängendem Kopf zum KFZ zurück und ärgere mich, weil ein übereifriger Parkwächter einen Strafzettel hinter dem Scheibenwischer angebracht hat. Laut schimpfend hüpfe ich ins Auto und lasse Hund Dixon wissen, dass heutzutage keiner mehr Rücksicht auf leidgeplagte und finanziell angeschlagene Rentner nimmt – wo soll das nur hinführen.
14.00 Uhr Fix und foxi treffe ich im Willoughby Drive ein und fülle den Napf meines Haustieres mit ROYAL CANIN Trockenfutter auf. Anschliessend bette ich mich auf dem Kanapee zur Ruhe und strecke genüsslich die Beine aus.
15.00 Uhr Ich erwache ausgeschlafen und erkenne beim Blick auf meine goldene Armbanduhr, dass es bereits drei Uhr geschlagen hat. Um keine Langeweile zu bekommen, eile ich zum Nachbarhaus und lade mich bei Frau Pontecorvo zum Kaffeekränzchen ein. Meine Gastgeberin fährt selbstgebackenen Apfelkuchen mit Schlagobers auf und berichtet, dass sie am Vormittag in der Stadt abgeschoppt hat. Zu allem Überfluss präsentiert die Perle eine hautenge Hose und kündigt an, dass sie sich morgen mit Freundinnen im Lichtspielhaus treffen und dieses Beinkleid tragen wird – wie unlöblich.


Mein Zuhause unter Palmen

16.00 Uhr Um nicht endlos über keusche Kleidung diskutieren zu müssen, verabschiede ich mich und kehre mit Dixon im Schlepptau in die kleine Villa zurück. Da es für das Abendessen noch zu früh ist, mache ich mich im Garten nützlich und ernte die hochgewachsene Petersilie ab – das macht Spass.
17.00 Uhr Verschwitzt stosse ich die Terrassentüre auf und mache mich in der Küche nützlich. Ich hantiere fachmännisch mit der Bratpfanne und zaubere vitaminreiche Bratkartoffeln mit Spiegeleiern – wie gut das duftet.
17.45 Uhr Nach der feinen Jause setze ich die Geschirrspülmaschine knopfdrückend in Betrieb und verabschiede mich in den wohlverdienten Feierabend. Um endlich zur Ruhe zu kommen, lege vor der Glotze die Beine noch und schaue mir die Nachrichten auf FOX an.
19.00 Uhr Redlichst informiert wechsle ich auf HBO und fröne dem Gruselfilm “Bye Bye Man” (löblich: Auf Wiedersehen Mann). Das krude Machwerk aus der Traumfabrik Hollywood erzählt von mehreren Studenten, die in ein altes Haus ziehen und sich mit einem Geist konfrontiert sehen – diesen Scheissdreck muss man gesehen haben.
20.30 Uhr Als nach neunzig Minuten der Abspann über den Bildschirm flimmert, beende ich den Fernsehabend und begleite Dixon an die frische Luft. Zu guter Letzt reguliere ich die Klimaanlage und lege mich schlafen. Gute Nacht.

22. Januar 2018 – Langsam müssen wir Abschied nehmen

08.00 Uhr Die vierte Woche des Eismonats Januar bricht an und ich fühle mich blendend. Weil Morgenstund’ sprichwörtlich Gold im Mund hat, eile ich mit schnellen Schritten auf die Terrasse und stelle wohlwollend fest, dass das Thermometer bereits jetzt die 70°F (21°C) Marke überschritten hat – da kommt besonders grosse Freude auf.
08.30 Uhr Während Hund Dixon am künstlich angelegten Teich spielt, kehre ich in die gute Stube zurück und läute den Morgen mit einem prima Wirbelbad ein. Nebenher telefoniere ich mit meinen Verwandten und vernehme, dass die lieben Leute das Frühstück in Julies Restaurant einnehmen wollen. Ich fackle nicht lange und entgegne, dass ich selbstverständlich mitkommen werde. Ruckzuck beende ich das Telefonat und vergesse nicht, mir die Bartstoppeln abzurasieren – immerhin möchte ich nicht wie ein Obdachloser herumlaufen.


Ich rasiere mich ordentlich

09.30 Uhr Nachdem ich mich in Schale geworfen habe, statte ich dem Nachbarhaus einen Besuch ab und frage Frau Pontecorvo, ob sie mich ins Restaurant meines Vertrauens begleiten möchte. Die Perle sagt prompt zu und folgt mir plappernd zum frischaufpolierten Chevrolet Suburban. Währenddessen erfahre ich, dass die kleine Frau am Nachmittag einen Beauty Salon (löblich: Schönheitsstudio) im Stadtzentrum aufsuchen und viel Geld in einen neuen Haarschnitt investieren wird – wo soll das noch hinführen.
10.00 Uhr Pünktlich zum Zehnuhrläuten erreichen wir unser Ziel und freuen uns, Georg und Maria in bester Laune an unserem angestammten Tisch im hinteren Teil des Gasthauses anzutreffen. Weil mein Magen knurrt, setzen wir uns spornstreichs dazu und ordern bei Bedienung Peggy grosse Frühstücke sowie eine Kanne Kaffee. Unterdessen frage ich Georg bezüglich der anstehenden Heimreise aus und lerne, dass meine Verwandten gegen Mittag dem Sonnenscheinstaat Lebewohl sagen und nach Toronto ausfliegen werden. Ferner berichtet Maria, dass der Winter der kanadischen Provinz Ontario über das Wochenende zirka 30 Zentimeter Neuschnee beschert hat. Ich komme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und nehme mir das Recht heraus, mich über das schmackhafte Käseomelett herzumachen – schmeckt gar nicht schlecht.


In Toronto schneit es

10.45 Uhr Just als ich meine Tasse mit brühfrischen Bohnentrunk auffülle, gesellt sich Wirtin Julie zu uns und lotet aus, wie lange Georg und Maria noch im Sonnenscheinstaat bleiben werden. Mein Bruder gibt sich betrübt und antwortet, dass die Abreise für Übermorgen geplant ist. Darüber hinaus verrät der gute Mann, dass er in seiner Baufirma gebraucht wird und es Maria kaum noch erwarten kann, die Kinder wiederzusehen. Ich seufze laut und werfe ein, dass ich eventuell im März mit Prof. Kuhn nach Kanada ausfliegen werde, um Georgs Geburtstag ausgelassen zu feiern. Mein Bruder ist begeistert und informiert, dass er seinen Ehrentag standesgemäss am Lake Simcoe mit einem grossen Barbecue (löblich: Grillfeier) begehen wird – das hört man gerne.
11.30 Uhr Nachdem uns Frau Julie Käsekuchen spendiert hat, verlassen wir das Restaurant und vertreten uns die Beine. Während Dixon unentwegt schnüffelt, bringe ich heraus, dass meine Liebsten am Abend ein letztes Mal ins Lichtspielhaus gehen und sich eine romantische Komödie ansehen wollen. Natürlich rümpfe ich augenblicklich die Nase und stelle klar, dass ich nicht mitkommen werde – wo kämen wir denn da hin.
12.15 Uhr Wir beenden unseren Spaziergang und schütteln zum Abschied Hände. Ausserdem lade ich die Beiden für Morgen zum Frühstück in mein bescheidenes Zuhause ein. Danach helfe ich als Kavalier der alten Schule Frau Pontecorvo auf den Beifahrersitz und presche winkend von dannen.
13.00 Uhr Endlich bin ich wieder zu Hause und kann mir ein Glas selbstzubereitete Cola hinter die Binde giessen. Weil ich auch ein Tierfreund bin, fülle ich Trockenfutter in Dixons Napf und animiere ihn, auch Wasser zu trinken.
13.30 Uhr Nachdem ich das Haustier versorgt habe, steige ich aus den Kuhjungenstiefel und falle entnervt auf das Kanapee. Bereits nach wenigen Atemzügen schlummere ich ein und träume von meiner unterbelichteten Mieterin.
14.30 Uhr Um nicht den ganzen Nachmittag auf der faulen Haut zu liegen, setze ich mich an den Schreibtisch und gehe an die Leine. Während Dixon mit einem Spielzeug quietscht, rufe ich Anfragen besorgter Heimseitenbesucher ab und helfe, wo ich nur kann. Unter anderem möchte Herr Paul F. aus Freyung wissen, ob Apfel (unlöblich: Apple) Telefone löblich sind. Ich belehre den Heini eines Besseren und stelle in meinem Antwortschreiben klar, dass Handtelefone grundsätzlich abzulehnen sind.


Handtelefone sind unlöblich

15.30 Uhr Zu guter Letzt überprüfe ich den Warenbestand im Andenkenladen und zögere nicht, Hemden mit meinem Konterfei nachzubestellen. Mein indonesischer Grosshändler Bambang bestätigt die Grossbestellung per elektronischer Depesche und verspricht, die Lieferung noch heute auf die Reise zu schicken.
16.15 Uhr Weil Dixon eigenständig Gassi gegangen ist, verzichte ich ausnahmsweise auf einen Spaziergang. Stattdessen hantiere ich in der Küche mit der Bratpfanne und zaubere im Handumdrehen gesunde Fischstäbe mit Kartoffelbrei und Gemüse aus der Dose – wie gut das duftet.
17.15 Uhr Nach dem Abendessen gönne ich mir ein süffiges Budweiser auf der Terrasse und mache es mir zur Aufgabe, den Rasensprenger in Betrieb zu setzen und die hochgewachsene Petersilie zu bewässern.
19.00 Uhr Zur besten Sendezeit wechsle ich auf den Spartenkanal TNT und gebe mich der neuen Serie “The Alienist” hin. Das achtteilige Fernsehspektakel versetzt den Zuschauer ins 19. Jahrhundert und erzählt die Geschichte eines Kriminalpsychologen, der eine grausame Mordserie aufarbeiten muss – da kommt Spannung auf.
21.00 Uhr Als nach der zweiten Episode der Abspann über die Mattscheibe flimmert, betätige ich den AUS (unlöblich: OFF) Knopf auf der Fernbedienung. Zu guter Letzt lotse ich den Vierbeiner noch einmal in den Garten und lösche dann sämtliche Lichter. Gute Nacht.

13. September 2017 – Aufräumarbeiten

08.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und bin glücklich, am gestrigen Abend wohlbehalten in Naples eingetroffen zu sein. Weil es viel zu tun gibt, rolle ich mich aus dem Bett und scheuche Hund Dixon auf die verschmutzte Terrasse.
08.30 Uhr Während sich die letzten dunklen Regenwolken nach Norden verziehen und die Mangroven im Wind wehen, lockere ich meine Glieder und registriere, dass etliche Palmen am künstlich angelegten Teich vom Hurrikan entwurzelt wurden. Ich kratze mich nachdenklich an der Schläfe und greife zum Besen, um den Schlamm von der Terrasse zu fegen. Unterdessen stattet mir Frau Pontecorvo einen Besuch ab und gibt sich erleichtert, weil Hurrikan Irma im Stadtgebiet nur geringen Schaden angerichtet hat. Ich blicke deprimiert drein und erinnere, dass die Menschen an der Küste leider nicht so glimpflich davon gekommen sind. In diesen Zusammenhang verweise ich auf den Stadtteil Naples-Manor und erörtere, dass dort zahlreiche Gebäude und Brücken zerstört und viele Grundstücke überflutet wurden. Frau Pontecorvo nickt eifrig und bittet mich, ihr beim Frühstück Gesellschaft zu leisten – das ist doch eine Selbstverständlichkeit.


Ich sorge auf der Terrasse für Ordnung

09.00 Uhr Zuvor lasse ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln und bemerke, dass aus dem Hahn kaum heisses Wasser fliesst – wie unlöblich.
10.00 Uhr Als ich nach dem Badespass in die Garage eile und den Heisswasserboiler in Augenschein nehme, fällt mir auf, dass die Steuereinheit durchgeschmort ist. Ich lege meine Stirn in Falten und bin mir sicher, dass ein Überdruck in der Wasserzuleitung den Schaden verursacht hat – gleich platzt mir der Kragen.
10.30 Uhr Trotz aller Nackenschläge lasse ich mir die gute Laune nicht verderben und statt Frau Pontecorvo einen Besuch ab. Die Dame überrascht mich mit Pfannkuchen und gibt Anekdoten von ihrem Aufenthalt im Schutzraum der örtlichen Schule preis. Ich winke demonstrativ ab und lasse die kleine Frau wissen, dass ich einen Installateur verständigen muss. Meine Nachbarin überreicht mir die Gelben Seiten (unlöblich: Yellow Pages) und informiert, dass ich unter dem Begriff “Plumber” bestimmt fündig werde. Ich fackle nicht lange und rufe kurzentschlossen bei “Bob Hill Plumbing” an, um zu erfahren, dass sämtliche Mitarbeiter ausser Haus sind. Die Telefonistin seufzt laut und entgegnet, dass sie erst in zwei bis drei Wochen einen Handwerker in den Willoughby Drive schicken kann.
11.15 Uhr Missmutig beende ich das Gespräch und erkläre meiner Tischnachbarin, dass ich ein begnadeter Heimwerker bin und nun zu “Home Depot” krusen werde. Frau Pontecorvo wünscht mir viel Vergnügen und kündigt an, währenddessen im Garten zu arbeiten und die Sturmschäden zu beseitigen – jaja.
11.45 Uhr Während der Reise zum Baumarkt meines Vertrauens, telefoniere ich mit Prof. Kuhn und erzähle, dass ich während der Nachmittagsstunden einen neuen Boiler installieren werde. Edelbert wird augenblicklich hellhörig und verspricht, zuerst die Fenster zu putzen und dann in den Willoughby Drive zu kommen.


Im Home Depot Baumarkt

12.15 Uhr Zur Mittagszeit betrete ich den überlaufenen Flachbau an der Airport Pulling Road und zögere nicht, an der Information vorstellig zu werden und mich nach den Boilern zu erkundigen. Ein dunkelhäutige Servicemitarbeiter wünscht mir einen schönen Tag und legt mir nahe, dem Hauptgang bis zum Ende des Gebäudes zu folgen. Ohne Umschweife komme ich dem Ratschlag nach und stelle fest, dass neben althergebrachten Speicheröfen auch neumoderne Durchlauferhitzer feilgeboten werden.
13.00 Uhr Fünfundvierzig Minuten später fälle ich eine Entscheidung und ringe mich dazu durch, ein Gerät aus dem Hause “Stiebel Eltron” für 629 Dollars zu erwerben. Ein Marktmitarbeiter beglückwünscht mich zu meiner Wahl und animiert mich, die Rechnung an der Kasse zu begleichen – das hat gerade noch gefehlt.
13.30 Uhr Nach dem Bezahlvorgang presche ich mit durchdrehenden Pneus von dannen und passiere während der Heimreise umgestürzte Bäume, im Mitleidenschaft gezogene Wohnhäuser und sogar ein abgebranntes Delikatessengeschäft – wie schrecklich.
14.15 Uhr Wieder zurück im Willoughby Drive, treffe ich den Professor auf der Terrasse an. Der gute Mann deutet in Richtung einer fetttriefenden Tüte und sagt, dass er Hamburger mitgebracht hat. Ich stibitze mir eine belegte Semmel aus dem Beutel und flitze dann in die Garage, um den Hauptwasserhahn abzudrehen.


Ich beisse kraftvoll zu

15.00 Uhr Während Dixon durch den überschwemmten Garten streift und mit einer verendeten Möwe spielt, löse ich unter Edelberts skeptischen Blicken die Verschraubungen des Wasserzulaufs. Anschliessend hieve ich den in die Jahre gekommenen Boiler von der Wand und komme zu dem Ergebnis, dass nicht nur die elektronische Steuereinheit durchgeschmort, sondern auch der Wassertank verrostet ist. Unter Edelberts Mithilfe schleppen wir den Tand vor die kleine Villa und dübeln dann das Neugerät an die Wand – das soll uns erst mal einer nachmachen.
16.00 Uhr Zu guter Letzt stelle ich den Stromanschluss her und vergesse auch nicht, den Erhitzer mit dem Wasserzulauf zu verbinden – da kommt besonders grosse Freude auf.
16.45 Uhr Nach getaner Arbeit drehe ich den Hauptwasserhahn auf und lotse Edelbert in die Küche, um die Mischbatterie an der Spüle zu betätigen. Im Handumdrehen schiesst kochend heisses H²O aus dem Hahn und ich berichte meinem Bekannten, dass man nicht immer eine Fachfirma verständigen muss. Der Professor schlägt in die gleiche Kerbe und kredenzt mir ein eiskaltes Budweiser aus dem Kühlschrank – das schmeckt.


Ich ertränke meinen Ärger im Alkohol

17.30 Uhr Schlussendlich räume ich bei einsetzendem Regen das Werkzeug beiseite und mache es mir zur Aufgabe, abgebrochene Palmwedel, zerdepperte Dachschindeln sowie anderes Geröll von der Einfahrt zu fegen. Bei dieser Gelegenheit spähe ich zum Hausdach und gebe zu Protokoll, dass es schlau wäre, die Leiter hervorzuholen. Ruckzuck setze ich meine Idee in die Tat um und stelle mit grosser Erleichterung fest, dass Hurrikan Irma keine Schäden am Giebel angerichtet hat – wie beruhigend
18.30 Uhr Nachdem der Professor das Weite gesucht hat, kehre ich ins Haus zurück und richte mir eine Wurstplatte an. Während des Nachtmahls lausche ich dem Programm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) und lerne, dass gemeinnützige Organisationen dazu aufgerufen haben, den Menschen finanziell beizustehen, die vom Tropensturm Irma um Haus und Hof gebracht wurden. Da ich nicht auf den Taler achten muss, setze ich mich sogleich an den Heimrechner und spende einen hohen einstelligen Betrag für hilfsbedürftige Familien.

19.00 Uhr Im Anschluss nehme ich die Geschirrspülmaschine in Betrieb und verabschiede mich in den Feierabend. Wie es sich gehört, fröne ich den Nachrichten und informiere mich über die verheerenden Schäden, die der Hurrikan in der Karibik und in Florida verursacht hat. Zudem rufe ich bei meinen Verwandten im fernen Kanada an und erzähle, dass ich gestern Abend sicher in Naples eingetroffen bin. Selbstverständlich bringe ich auch das Ferienhaus ins Spiel und lege anschaulich dar, dass Irma im Lowbank Drive kaum gewütet hat. Mein Bruder atmet tief durch und wünsche mir alles Gute – wie schön.
20.30 Uhr Weil mir langsam die Augen zufallen, beende ich den Fernsehabend und ziehe mich gähnend ins Schlafzimmer zurück. Gute Nacht.