17. und 18. Februar 2018 – Lebwohl’ Fasching 2018

Hallo Freunde der Nacht,

die diesjährige Karnevalssaison ging am vergangenen Dienstag zu Ende.
Obwohl München nicht gerade zu einer Faschingshochburg zählt, ging auch in der bayerischen Landeshauptstadt ordentlich die Post ab 🙂

Der Höhepunkt des Münchner Strassenfaschings war selbstverständlich der Tanz der Marktweiber auf dem Viktualienmarkt. Am Faschingsdienstag präsentierten sich die Verkäuferinnen in bunten Kostümen und forderten die Besucher zu Tänzchen auf. Erstmals wurde dieser Brauch in den frühen 1950er Jahre erwähnt. Da während der Faschingssaison die Umsätze auf dem Lebensmittelmarkt in der Altstadt einbrach, entschlossen sich die Ständebesitzer und Gewerbetreibenden, auch einen Karnevalsumzug ins Leben zu rufen. Wegen des grossen Andrangs der Schaulustigen, wurde das bunte Treiben Mitte der 1980er Jahren auf eine Bühne im Biergarten des Marktes verlegt.

Mittlerweile hat sich der Tanz der Marktfrauen zu einem Touristenmagneten entwickelt. Es kommen nicht nur viele ausländische Besucher zu dieser Veranstaltung, sondern es reisen auch extra Fernsehteams aus allen Teilen der Welt an, um vom Marktgeschehen und dem Faschingstreiben zu berichten 🙂

Ansonsten ist während der Woche nichts weltbewegendes passiert. In der Arbeit war es ziemlich stressig und ich freue mich nun auf ein ruhiges und besinnliches Wochenende. Um richtig in Stimmung zu kommen, werde ich mich gleich ins Kino verabschieden und mir den neuen Ridley Scott Film “Alles Geld der Welt” anschauen.

Ich wünsche euch chillige Tage und etwas Sonnenschein…
Eure Sandra

12. Februar 2018 – Rosenmontag

Werte Damen und Herren,

heute ziehen die verblödeten Jecken und Karnevalisten los, um den Rosenmontag ausgelassen zu feiern. Besonders in den Faschingshochburgen Köln und Düsseldorf bleiben viele Geschäfte geschlossen, weil die Mitarbeiter es vorziehen, schunkelnd und biertrinkend durch die Innenstädte zu torkeln – wie unlöblich.

Wie mir das renommierte Forschungsinstitut Kuschmelka (München) mitteilte, wurden alleine im letzten Jahr im Rheinland knapp 117.000 Menschen während der lächerlichen Rosenmontagsumzüge verletzt:

  • 79.450 Menschen wurden mit schweren Alkohol- und/oder Drogenvergiftungen in die Krankenhäuser eingeliefert
  • 10.007 Menschen zogen sich Brandverletzungen zu, weil die Faschingskostüme Feuer fingen
  • 9.930 Menschen wurden beim Faschingsumzug niedergetrampelt und erlitten Platz- und Quetschwunden
  • 9.645 Menschen mussten mit irreparable Hörschäden in Fachkliniken eingeliefert werden, weil sie sich der aggressiven Musik der aus Köln stammenden Combo “Höhner” aussetzten
  • 7968 Leute wurden durch geworfene Kamellen am Kopf verletzt

Zu allem Überfluss macht es sich das durch Zwangsgebühren finanzierte Staatsfernsehen zur Aufgabe, ausführlich von den irrsinnigen Rosenmontagsumzügen in Köln, Düsseldorf und Mainz zu berichten. Auch zur besten Sendezeit muss der an Kunst und Kultur interessierte Fernsehzuschauer dumme Büttenreden in ARD, ZDF und den dritten Programmen ertragen – wie furchtbar.

Darüber hinaus geniesst der Drogen- und Alkoholkonsum während der Faschingszeit einen hohen Status. Bereits Jugendliche greifen zur Giftspritze, um sich Kokain und Kreck in die Venen zu spritzen. Dieses Verhalten führt unweigerlich zu verheerenden Massenschlägereien, Unzucht und Gehirnbrand – wie schrecklich.

Ich fordere Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, langjährige Haftstrafen für aggressive Karnevalisten zu einzuführen.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

1. Februar 2018 – Der Narrenmonat Februar

08.00 Uhr Der erste Tag des Narrenmonats Februar bricht an und ich komme zu dem Schluss, dass in meiner weissblauen Heimat derzeit der Fasching gefeiert wird. Als ich mich aus dem Bett schwinge und die Terrassentüre öffne, denke ich an meine Jugendzeit zurück und erzähle Hund Dixon, dass ich als Jungspund gerne den “Ball der süssen Bienen” im Truderinger Bräustüberl und das “Fizzli Puzzli Künstlerfest” im Donnersberger Hof besucht habe – das waren noch Zeiten.


Ich sage NEIN zum Fasching

08.30 Uhr Nach der schweisstreibenden Morgengymnastik lasse ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln und gebe mich den lesenswerten Berichten in der “Naples Daily News” (löblich: Naples tägliche Neuigkeiten) hin. Unter anderem erfahre ich, dass die ortsansässigen Zigarrenhersteller in der Gemeindehalle während des Wochenendes eine Ausstellung planen und ihre Rauchwaren feilbieten wollen – das ist ja allerhand.
09.30 Uhr Betörend nach Rosenöl duftend, schlüpfe ich in bequeme Freizeitkleidung und werfe prüfende Blicke aus dem Fenster. Unter anderem beobachte ich Frau Pontecorvo und werde Zeuge, wie sie im Garten Unkraut jätet. Wie es sich gehört, winke ich der kleinen Frau freundlich zu und gebe zu Protokoll, dass ich grossen Hunger habe. Anstatt mich zum Frühstück ins Nachbarhaus einzuladen, tippt die Perle jedoch auf ihre Armbanduhr und unterbreitet, dass sie gleich in die Stadt krusen und Freundinnen treffen wird – wie schade.
10.00 Uhr Weil mein Magen knurrt, mache ich schnell kehrt und brühe echten JACOBS Bohnenkaffee auf. Darüber hinaus brate ich vitaminreiche Speckstreifen in gesundem Butterschmalz an und fresse dazu mehrere in Rührei und einem Schuss Muhmilch gewendete Weissbrotscheiben – das schmeckt.


Weissbrot ist sehr gesund

10.30 Uhr Wenig später rollt Edelberts schneeweisser JEEP vor meinem kultivierten Zuhause vor. Ich flitze neugierig zur Haustüre und frage den schlauen Mann, warum er seinen Besuch nicht telefonisch angekündigt hat. Der Professor reicht mir die Hand und beteuert, dass er nur vorbeigekommen ist, um sich meine Wasserwaage auszuborgen. Ich nicke eifrig und lotse meinen Bekannten spornstreichs in die Garage, um ihm das gewünschte Werkzeug zu überreichen. Ausserdem bringe ich auf Anfrage heraus, dass Edelbert die Nachmittagsstunden nutzen möchte, um in seiner schicken Stadtwohnung ein neues Bücherregal anzubringen – das hört man gerne.
11.00 Uhr Nachdem ich dem Gast einen Kaffee spendiert und ihm mit der Wasserwaage vertraut gemacht habe, verabschiede ich den Professor und wünsche ihm gutes Gelingen. Mein Gegenüber bedankt sich artig und schlägt vor, dass wir morgen in der Stadt frühstücken sollten – das ist eine hervorragende Idee.
11.30 Uhr Um keine Langeweile zu bekommen, ringe ich mich dazu durch, den PS-strotzenden Chevrolet aufzutanken und zu waschen. Ruckzuck schnappe ich mir den Autoschlüssel von der Ablage und animiere den Vierbeiner, mir zum Auto zu folgen. Danach kruse ich die EXXON Tankstelle an der Immokalee Road und lerne beim Blick auf die Preistafeln, dass die Benzinpreise erneut kräftig angestiegen sind. Trotz meiner angespannten Finanzlage gleite ich zur Zapfsäule Nummer 7 und fülle 15 Gallonen in den Tank.
12.15 Uhr Nach dem Tankvorgang fahre ich radiohörend zur Waschstrasse und ermutige einen gelangweilt dreinschauenden Knecht, den Wagen mit dem Dampfstrahler abzuspritzen. Der Depp kommt dem Auftrag anstandslos nach und möchte wissen, welchen Waschvorgang ich bevorzuge. Ich fackle nicht lange und gönne meinem fahrbaren Untersatz eine Premiumwäsche für 18 Dollars – da kommt besonders grosse Freude auf.


Eine Autowäsche für 18 Dollars

13.00 Uhr Da das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, kruse ich als nächstes zur “China Palace” Asiengaststätte am Randall Boulevard, um mir eine extraordinäre Jause zu gönnen. Während sich Dixon hechelnd unter dem Tisch zur Ruhe bettet, ordere ich eine lustige Reissuppe mit Fleischeinlage sowie ein Curry Shrimps Gericht mit Cashewnüssen und gebratenen Nudeln – schmeckt gar nicht schlecht.
14.00 Uhr Endlich bin ich wieder daheim und kann aus den schweren Kuhjungenstiefeln schlüpfen. Ferner fülle ich Trockenfutter in den Napf meines braven Haustieres und falle dann aufs Kanapee, um mich von den Strapazen des langen Tages zu erholen – das tut gut.
15.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und ziehe es vor, Anschnur zu gehen und Depeschen besorgter Heimseitenbesucher in Augenschein zu nehmen. Im Rahmen der Elternberatung gebe ich mich zahlreichen Hilferufen verzweifelter Erziehungsberechtigter hin und erkenne, dass es die verlotterte Jugend während der Faschingszeit besonders bunt treibt – wo soll das nur hinführen.
16.00 Uhr Nachdem alles abgearbeitet ist, setze ich mir meinen Cowboy (unlöblich: Kuhjungenhut) aus Dallas auf und breche mit Dixon zu einem erquickenden Spaziergang durchs Wohngebiet auf. Nebenher telefoniere ich mit Edelbert und vernehme, dass der gute Mann mittlerweile das Regal an die Wand gedübelt und es mit Fachliteratur sowie Romanen aufgefüllt hat – wie schön.


Mein schicker Cowboyhut aus Dallas

17.00 Uhr Zurück im Willoughby Drive, mache ich mich in der Küche nützlich und richte eine Brotzeitplatte mit Schinken, luftgetrockneter Salami und Cheddarkäse an – schon jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen.
18.00 Uhr Um endlich zur Ruhe zu kommen, mache ich es mir in der guten Stube bequem und gebe mich den FOX Nachrichten hin. Nachdem ich mich ausführlich über den anstehenden “Super Bowl” informiert habe, wechsle ich auf HBO, um mir den Krimi “Green Room” anzuschauen. Der preisgekrönte Spielfilm erzählt die Geschichte einiger heruntergekommener Musiker, die es mit einer Horde Neonazis zu tun bekommt – da kommt Spannung auf.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Spitzenunterhaltung beende ich den Fernsehabend. Zum Abschluss des Tages begleite ich Hund Dixon noch einmal durch den Garten und ziehe mich ins Schlafzimmer zurück. Gute Nacht.

27. und 28. Januar 2018 – Die Faschingssaison ist eröffnet

Hi Fans,

Weihnachten ist vorbei und alle sind prima ins neue Jahr gerutscht. Natürlich muss nun weitergefeiert werden. Hurra, Hurra der Fasching ist da und in München läuft langsam die Ballsaison an.

Den Anfang macht heute der “Ball der Sterne” im Deutschen Theater.
Seit 2014 hat sich dieser relative junge Ball zu einem der beliebtesten in München entwickelt. Man kann ganz im Stile des Wiener Opernballs zu Walzerklängen übers Parkett schweben, in Gesellschaft von Prominenten Sekt trinken und natürlich auch einem grossen Orchester lauschen 🙂

Am kommenden Wochenende geht es dann in der bayerischen Landeshauptstadt richtig rund. Der “Faschingsumzug der Damischen Ritter” am kommenden Sonntag lockt wegen seiner vielen kostümierten Tanzgruppen viele Besucher aus dem Umland und dem nahen Ausland an. Darüber hinaus gibt es viele Privatparties, lokale Stadtteilumzüge und unzählige Uni-Bälle, die man einfach besucht haben muss 😉


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende

Ich werde ruhig in die Faschingssaison starten und heute im “Holiday Club” mit Cousin Bernd, Mitbewohnerin Bärbel und Freundin Marlene abrocken. Vorher werden wir Eisbecher im “Rialto” essen und eventuell etwas shoppen.

Mehr gibt es nicht zu berichten. Ich wünsche euch eine tolle Woche mit viel Fun.
Eure Sandra

6. März 2017 – Guido kommt mir nicht ins Haus!

6. März 2017
08.00 Uhr Bevor ich aufstehe und die Morgengymnastik absolviere, greife ich zum iPad, um Sandras Tagebucheintrag vom Wochenende zu studieren. Ich staune nicht schlecht und bringe heraus, dass das Kind während des Faschings über die Stränge geschlagen hat. Mit grossen Augen überfliege ich die Zeilen und lese, dass sich die Maid unter anderem auf der “Schabernackt” Feier im Löwenbräukeller getummelt hat – wo soll das noch hinführen.


Ich sage NEIN zum Fasching

08.30 Uhr Vogelzeigend hüpfe ich aus dem Bett und mache es mir zur Aufgabe, meine Muskeln auf der Terrasse zu stählen. Ferner winke ich Frau Pontecorvo zu und vernehme, dass die Alte gleich in die Stadt fahren und dem Konsumwahn verfallen wird. Da ich keine Lust habe, die kleine Frau zu begleiten, ziehe ich mich ins Haus zurück und verschliesse die Pforte sicher. Darüber hinaus lasse ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln und telefoniere mit dem Professor. Edelbert gibt sich kurzangebunden und informiert, dass er jetzt zur Buchhandlung seines Vertrauens marschieren und sich den Roman “Cop Under Fire” (löblich: Polizist unter Beschuss) kaufen wird. Ich zucke mit den Schultern und entgegne, dass ich unter diesen Umständen alleine frühstücken werde.
09.30 Uhr Nach dem Badespass hole ich legere Freizeitkleidung aus dem begehbaren Schrank und fasse den Entschluss, einen Abstecher zu “Julies Restaurant” zu machen. Ruckzuck lege ich Dixon das schöne Lederhalsband um und scheuche ihn zum PS-strotzenden Chevrolet – da kommt Freude auf.


Frau Julie kredenzt Kuchen

10.15 Uhr Kurz nach dem Zehnuhrläuten betrete ich die Gaststätte und freue mich, der Wirtin die Hand schütteln zu können. Frau Julie wünscht mir einen guten Morgen und setzt mich darüber in Kenntnis, dass sie nun auch hausgemachte Kuchen feilbietet. Ich lecke mir die Lippen und ordere ein grosses Frühstück sowie als Nachspeise ein Stück Zitronenkuchen. Bevor ich mich versehe, fährt die Dame die wichtigste Mahlzeit des Tages auf und möchte wissen, wo mein Bekannter abgeblieben ist. Ich nehme die Gabel zur Hand und stelle klar, dass sich der schlaue Mann in einer Buchhandlung vergnügt. Ferner berichte ich, dass bald Georg und Maria nach Naples ausfliegen werden, um für mehrere Wochen unter Palmen die Seele baumeln zu lassen. Frau Julie ist begeistert und kann es kaum noch erwarten, meine Verwandten Willkommen heissen zu können.


Der beste Radiosender: WCKT CAT COUNTRY

11.15 Uhr Redlichst gestärkt verlasse ich die Wirtschaft und erkläre dem Vierbeiner, dass wir nun zum “HOME DEPOT” Baumarkt krusen und Knabbereien einkaufen werden. Der Rüde wird augenblicklich hellhörig und hüpft ausgelassen auf die Ladefläche des SUV. Danach lasse ich den Wählhebel der Automatikschaltung in der D Stellung einrasten und gleite zufrieden gen Süden davon. Während der kurzweiligen Reise lausche ich dem Radioprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) und habe das Vergnügen, ein neues Lied aus Josh Turners Feder zu hören.
11.45 Uhr Am Ziel angekommen, nehme ich Dixon an die Leine und schlendere gutgelaunt zur Tierabteilung. Alsbald werde ich fündig und wuchte einen Sack mit gesunden Kauknochen in den Einkaufswagen. Unterdessen leckt sich mein Haustier die Lefzen und lotst mich zielsicher zur Kasse.
12.45 Uhr Endlich bin ich wieder zu Hause und gönne mir ein kühles Budweiser aus dem Eiskasten. Natürlich öffne ich auch die Plastikverpackung und stecke Dixon ein Schmankerl ins Maul. Der Vierbeiner flitzt wie von Sinnen in den Garten und macht sich schwanzwedelnd über die Köstlichkeit her.


Dixon bekommt lustige Kauknochen

13.30 Uhr Nachdem ich zwei Sandwiches (löblich: beleget Brote) verdrückt und eine weitere Hopfenkaltschale getrunken habe, bette ich mich im Wohnzimmer zur Ruhe. Ich döse prompt ein und sehe mich im Traum mit meinem garstigen Neffen Guido konfrontiert – wie furchtbar.
14.30 Uhr Ich erwache schweissgebadet und ärgere mich, weil sich das schwarze Schaf der Familie schon wieder in mein Leben drängt. Da man sich nicht alles bieten lassen kann, tippe ich Elsbeths Nummer in die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) ein und wechsle ein ernstes Wort mit meiner Schwester. Selbstverständlich komme ich auf die Verfehlungen ihres Sohnes zu sprechen und lege anschaulich dar, dass mich Guido nicht nur bestohlen, sondern auch entführt hat. Zudem lasse ich Elsbeth wissen, dass ich unter keinen Umständen ihrem kriminellen Sohn gegenübertreten werde. Anstatt einsichtig zu sein, fällt mir die Gute plappernd ins Wort und beteuert, dass Guido seit Jahren einem geregelten Tschob nachgeht und längst seriös geworden ist – papperlapapp.


Mein krimineller Neffe Guido

15.30 Uhr Nach langen Diskussionen beende ich das Gespräch und geselle mich zu Dixon auf die Terrasse. Während sich der Rüde die Sonne auf den Pelz scheinen lässt, wippe ich in der Hollywoodschaukel und blättere in der Zeitung.
16.00 Uhr Leider wird die Ruhe bald durch Frau Pontecorvo gestört. Die Dame von nebenan präsentiert sich in einem nagelneuen Kleid und erzählt, dass sie viel Geld in der “Lux Boutique” gelassen hat. Ich nicke eifrig und setze den DeLonghi Vollautomaten in Betrieb. Bei dieser Gelegenheit richte ich einige Kekse auf einem Porzellanteller an und halte in Frau Pontecorvos Gesellschaft das Kaffeekränzchen im Freien ab – was kann es schöneres geben.
17.00 Uhr Nachdem sich meine Nachbarin verabschiedet hat, mache ich mich in der Küche nützlich und bereite eine Wurstplatte mit Capocollo vor. Dazu gibt es ein Gläschen Rotwein aus dem goldenen Kalifornien – das schmeckt.


Ein roter Rebentrunk ist sehr gesund

18.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner goldenen ROLEX auf 6 deutet, lege ich in der Wohnstube die Beine hoch und schaue fern. Um auf den neuesten Stand zu kommen, gebe ich mich den FOX Nachrichten hin und lerne, dass in der kommenden Woche der St. Patrick’s Day gefeiert wird – wie schön.
19.00 Uhr Zur besten Sendezeit gebe ich mich dem NETFLIX Programm hin und fröne der Eigenproduktion “Spectral”. Der Zukunftsfilm handelt vom einer amerikanische Eliteeinheit, die in Moldawien gegen unsichtbare Kreaturen kämpfen muss – diesen Unsinn muss man gesehen haben.
21.00 Uhr Als nach zwei gähnend langweiligen Stunden der Abspann über die Mattscheibe flimmert, beende ich den Fernsehabend und gehe müde ins Bett. Gute Nacht.