7. Februar 2018 – Laura Ingalls Wilder

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute vor genau 151 Jahren – am 7. Februar 1867 – erblickte Laura Elizabeth Ingalls in der Kleinstadt Pepin, WI das Licht der Welt. Das Mädchen wurde als zweite Tochter von Charles und Caroline Ingalls geboren. Ihre Kindheit war geprägt von zahlreichen Umzügen der Familie. Schlussendlich liesen sich die Ingalls um das Jahr 1882 in Minnesota nieder.

Drei Jahre später heiratete Laura Ingalls den zehn Jahre älteren Farmer Almanzo Wilder und gebar im eine Tochter namens Rose. Die kommenden vier Jahren auf einer Farm waren geprägt von vielen Schicksalsschlägen. Unter anderem brannte das Wohnhaus der Familie nieder und kurz darauf erkrankte Laura und auch ihr Ehemann an Diphtherie.


Laura Ingalls Haus in Walnut Grove

Wie es sich Laura immer gewünscht hatte, zog es die Familie um 1894 in den goldenen Westen. Die Wilders liesen sich in Mansfield, MO nieder und lebten für viele Jahre auf der “Rocky Ridge Farm”. Während Almanzo bei einem Lieferdienst arbeitete, kümmerte sich Laura nicht nur um die Tochter Rose, sondern schuftete auch bei der Eisenbahn. Zeitgleich versuchte sich die 28jährige als Schriftstellerin und brachte ihre aufregende Lebensgeschichte auf Papier. Schon bald veröffentlichte Laura ihre Aufsätze in einem Lokalblatt und stieg innerhalb der Dorfgemeinschaft von Mansfield zu einer geachteten Frau auf.

Im Zuge der “grossen Depression” des Jahres 1929 schickte Laura Ingalls Wilder ihre gesammelten Werke an einen Verlag und bat um die Veröffentlichung. Ihr erstes Buch wurde jedoch abgelehnt. Erst nach der Umwandlung ihrer Lebensgeschichte in ein Kinderbuch nahm der “Harper & Brothers” Verlag die Geschichte an und brachte einen 176 Seiten umfassenden Roman in den Handel. Das Buch entwickelte sich prompt zu einem Bestseller und Laura Ingalls durfte bis 1943 weitere sieben Romane veröffentlichen.

Drei Tage nach ihrem 90. Geburtstag – am 10. Februar 1957 – starb Laura Ingalls Wilder im Kreise ihrer Familie in Mansfield, MO. Ihre Geschichten wurden mehrfach verfilmt und zählen längst zu den bedeutensten Kinderbücher der Neuzeit.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

5. Febuar 2018 – Belle Starr

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Heimseitenbesucher,

wie jedes Kind weiss, bin ich sehr an der Geschichte der Vereinigten Staaten interessiert. Aus diesem Grund möchte ich die Gelegenheit nutzen und über den Wilden Westen sowie Frau Belle Starr – eine berüchtigte Räuberin und Bandenscheffin – berichten.

Belle Shirley erblickte just heute vor 170 Jahren – am 5. Februar 1848 – in Carthage (Missouri) das Licht der Welt. Die Tochter eines zwielichtigen Geschäftsmannes und einer fleissigen Hausfrau wuchs in einer intakten Familie auf und schrieb es sich auf die Fahnen, in der Schule besonders aufmerksam zu sein. Als anno 1861 der Bürgerkrieg ausbrach, mussten die Shirleys nach Texas flüchten. Dort bauten sich die Leute eine Farm auf und ermöglichten es Reisenden, für ein kleines Entgeld in der familieneigenen Scheune zu übernachten.

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Belle Starr hoch zu Ross

Im Sommer 1866 verliebte sich die 18jährige Belle in den Banditen Jim Reed und wurde dessen Ehefrau. Die Frischvermählten machten mit Cherokeeindianern krumme Geschäfte und schmuggelten Waffen sowie billigen Fusel in die Reservate. Wie man sich denken kann, geriet Belles Ehemann bald in den Fokus des Scherriffs und wurde von einem Freund verraten und hinterrücks erschossen.

Belle blieb nicht lange alleine und nahm den Nachnamen des Cherokee Indianers Sam Starr an. Die Beiden liessen sich in einer Holzhütte – dem sogenannten “Younger’s Bend” – in einem Indianer Territorium in Oklahoma nieder und schlossen Freundschaft mit den Schwerverbrechern Jesse und Frank James. Während Sam längere Zeit im Zuchthaus einsitzen musste, schloss sich die 36jährige Belle mit dem dreizehn Jahre jüngeren Banditen Bluford Duck zusammen und überfiel Dutzende Postkutschen, Banken und Saloons.

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Jesse und Frank James

Kurze Zeit nachdem Sam Starr das Gefängnis verlassen durfte, wurde er während eines Pistolenduells niedergeschossen. Belle Starr heiratete daraufhin einen seiner Adoptivsöhne und stieg zur einflussreichsten Bandenscheffin des Wilden Westens auf. Letztendlich wurde die Ganovin zwei Tage vor ihrem 41. Geburtstag am Canadian River nahe dem heutigen Ort Eufaula in Oklahoma von einem Unbekannten niedergestreckt. Belle Starr erlag noch am Tatort ihren Verletzungen und wurde an einem unbekannten Ort verscharrt.

Selbstverständlich wurde das Leben der Belle Starr mehrmals verfilmt. Im Jahre 1941 kam ein gleichnamiger Spielfilm in die Lichtspielhäuser und begeisterte Millionen Menschen nicht in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Europa. Darüber hinaus haben bekannte Komponisten wie Bob Dylan oder Woody Guthrie Lieder über die Dame geschrieben und sie zu einer Heldin gemacht. In Wirklichkeit war Belle Starr jedoch eine gemeingefährliche Verbrecherin, die mehrere Morde begangen und unzählige Existenzen zerstört hat.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

2. Februar 2018 – Mariä Lichtmess (Candlemess Day)

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Tagebuchleser,

heute, am vierzigsten Tag nach Heilig Abend, wird in den christlich geprägten Ländern “Mariä Lichtmess” gefeiert. In unzähligen katholischen Kirchengemeinden werden Kerzen geweiht und Lichterprozessionen abgehalten. Die brennenden Kerzen werden anschliessend in die Häuser getragen, um sie gut sichtbar in die Fenster zu stellen. Laut einer alten Sage soll die Lichtquelle vor Krankheiten, Unwetter und Tod schützen.

Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika wird mit dem “Candlemass Day” an die Einführung Jesu in den Tempel erinnert. Darüber hinaus steht der 2. Februar ganz im Zeichen des “Groundhog Days”. Besagter Brauch entstand im späten 19. Jahrhundert im Bundesstaat Pennsylvania.

Seit dem Jahre 1887 macht es sich der Bürgermeister der kleinen Stadt Punxsutawney zur Aufgabe, Murmeltiere aufzuschrecken und sie nach dem Wetter zu befragen. Wenn sich die lustigen Nagetiere in ihre Bauten zurück ziehen, ist davon auszugehen, dass der Winter noch weitere 6 Wochen andauern wird – wie unlöblich.

Durch den amerikanischen Spielfilm “Groundhog Day” (auf deutsch: Und täglich grüsst das Murmeltier) wurde das Ritual international bekannt und entwickelte sich auf dem nordamerikanischen Kontinent zu einem beliebten Familienfest. Mittlerweile wird der “Groundhog Day” in den USA, Kanada und Mexiko mit farbenfrohen Strassenumzügen und/oder Volksfesten begangen – wie schön.

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Ich besuche die heilige Messe

Ich werde den heutigen Tag nutzen, um in Edelberts Gesellschaft die heilige Messe in der “Naples Christian Church” zu besuchen.

Ich wünsche ihnen einen gesegneten Lichtmesstag
Reinhard Pfaffenberg

31. Januar 2018 – Mario Lanza

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 31. Januar 1921 erblickte Alfred Arnold Cocozza in Philadelphia, PA das Licht der Welt. Der Sohn italienischer Einwanderer wuchs mit den Schallplattenaufnahmen Enrico Carusos auf und war schon in jungen Jahren davon überzeugt, ein berühmter Tenor zu werden.

Die Mutter unterstützte den Buben bei seinem Vorhaben und gab ihm die Möglichkeit, seine Stimme in einer Musikschule ausbilden zu lassen. Zeitgleich arbeitete Alfred Cocozza im Gemüseladen seines Grossvaters und verdiente sich als Aushilfsfahrer ein kleines Taschengeld.

Anno 1942 bekam er ein Stipendium am Musikcenter von Tanglewood in Massachusetts und trat erstmals als Sänger im Musikstück “Die lustigen Weiber von Windsor” in Erscheinung. Während einer Tournee entlang der Ostküste nahm er den Künstlernamen Mario Lanza an und begeisterte die Massen mit seiner wunderschönen Stimme.

Mario Lanza stieg schnell zu einem beliebten Opernsänger auf und packte die Gelegenheit am Schopfe, auch in Hollywood Karriere zu machen. Zwischen 1949 und 1952 brillierte er in den Lichtspielhauserfolgen “Ein Kuss nach Mitternacht”, “Der Fischer von Louisiana” sowie “Der grosse Caruso” und wurde mit viel Lob überschüttet. Mario Lanza verfiel in dieser Zeit dem Alkohol und konsumierte unentwegt Schmerztabletten. In Folge dessen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand und er erlag am 7. Oktober 1959 im Alter von erst 38 Jahren einem schweren Herzinfarkt.

Obgleich seit Mario Lanzas überraschendem Ableben mittlerweile 57 Jahre ins Land gezogen sind, erfreuen sich seine Schallplatten in den Vereinigten Staaten immer noch grösster Beliebtheit. Unter anderem fand sich die Veröffentlichung “Greatest Operatic Recordings” aus dem Jahre 2015 auf Platz 23 der amerikanischen Billboard Hitparade wieder – wie aufregend.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

23. Januar 2018 – Johnny Carson

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 13 Jahren – am 23. Januar 2005 – verstarb die Fernsehlegende Johnny Carson an den Folgen eines Lungenemphysems.

Wie jedes Kind weiss, wuchs der gute Mann im ländlichen Iowa auf und machte in den frühen 1950er Jahren als Radiosprecher Karriere. Im Sommer 1962 wurde er von NBC beauftragt, Moderator der bekannten Fernsehschau “Tonight” zu werden. Johnny Carson zeigte sich schnell einverstanden und durfte erstmals am 2. Oktober 1962 auf Sendung gehen.

Die erste “Late Night Show” (löblich: Spät Nachts Sendung) der Welt schlug ein wie eine Bombe und fesselte viele Millionen Menschen an die heimischen Bildschirme. An der Seite von Ed McMahon begrüsste Johnny Carson täglich Gäste aus Film, Funk und Fernsehen und durfte sogar seine Talent als Sänger zur Schau stellen.

Nach fast 30 Jahren beendete Johnny Carson am 22. Mai 1992 seine Karriere und verabschiedete sich aufs Altenteil. Der gute Mann lies sich in Los Angeles, CA nieder und genoss sein Leben in vollen Zügen.

Bis zu seinem Tod wurde Johnny Carson mit sechs Emmy Awards, einem “George Foster Peabody Award” sowie mit der begehrten “Medal of Freedom” des amerikanischen Präsidenten bedacht.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg