11. April 2019 – Buchenwald

Sehr verehrter Leser,

heute vor 74 Jahren konnten amerikanische Truppen das Konzentrationslager Buchenwald unweit der Kulturstadt Weimar befreien.

Anfang April 1945 waren in besagtem Konzentrationslager an die 50.000 Menschen inhaftiert. Weil die US Armee bereits die knapp 50 Kilometer entfernte Stadt Gotha eingekesselt hatte, begann die SS am 7. April mit der Evakuierung des Lagers. Etwa 28.000 Menschen wurden auf sogenannte Todesmärsche geschickt und in den folgenden Tagen von Nazischergen sowie Mitglieder der Hitlerjugend erschossen.

Am Morgen des 11. April 1945 setzten Einheiten der 4. und 6. amerikanischen Panzerdivision ihren Vormarsch in Richtung Erfurt fort und erreichten gegen Mittag das Lager. Während hochrangige Kommandeure die Flucht ergriffen, mobilisierte sich innerhalb des Lagers eine Widerstandsgruppe, die mit Waffengewalt die Flucht verhindern wollte. Wenig später war die SS militärisch besiegt und den Amerikanern war es möglich, den Überlebenden zu helfen und das Lager zu befreien. Zwei Tage später übernahm Lt. Colonel Edmund A. Ball von der 80th Infantry Division die Leitung des Lagers.

Schlussendlich stellte sich heraus, dass das KZ Buchenwald eines der grössten Lager auf deutschem Boden war. Es wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 als Arbeitslager betrieben und zählte 136 Aussenstellen. Diese wurden hauptsächlich zur Rüstungsproduktion diverser Fabriken wie der Krupp AG, der Dortmunder Union, der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke, der Deutschen Reichsbahn sowie der Ford Werke genutzt – wie schrecklich.

Insgesamt waren etwa 270.000 Menschen im KZ Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf zirka 56.000.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

3. April 2019 – Marshallplan

Sehr verehrter Leser,

heute vor 71 Jahren – am 3. April 1948 – unterschrieb der amerikanische Präsident Harry S. Truman das vom amerikanischen Aussenminister George C. Marshall entwickelte “European Recovery Program” für den Wiederaufbau Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Pamphlet, welches unter dem Namen “Marshallplan” besser bekannt ist, war ein immenses Konjunkturprogramm, das aus Subventionen, Krediten, Rohstoff- sowie Lebensmittellieferungen bestand.

Das dringendste Problem nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war der Nahrungsmittelmangel in Europa. Um der Situation im alten Europe schnell Herr zu werden, entschlossen sich die Vereinigten Staaten, ein 12,4 Milliarden Dollars Programm auf den Weg zu bringen. Der Marshallplan wurde am 3. April 1948 vom Kongress verabschiedet und half bis zum Jahre 1952 vielen europäischen Staaten beim Wiederaufbau. Unter anderem erhielt das Vereinigte Königreich 3,4 Milliarden, Frankreich 2,8 Milliarden, Italien 1,5 Milliarden sowie Deutschland 1,4 Milliarden Dollars.

Natürlich verfolgten die Amerikaner mit dem Marshallplan auch das Ziel, die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern und die von Russland besetzten Gebiete zu schwächen. Im Gegenzug zum Marshallplan initiierten die Russen den sogenannten “Molotow-Plan”, der als Hilfsprogramm für die sich im sowjetischen Einflussbereich befindlichen Staaten zu verstehen war.

Infolge der konsequenten Durchführung des Marshallplans ging es im westlichen Europa schnell aufwärts. Besonders in Deutschland schritt der Wiederaufbau in Windeseile voran und mündete im Wirtschaftswunder der goldenen 1950er Jahre. Zusätzlich konnten die USA wieder Waren nach Europa liefern und alsbald zur grössten Exportnation aufsteigen – wie aufregend.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

27. März 2018 – Iwo Jima

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Sehr verehrte Damen und Herren,

am 26. März 1945 erklärte der Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte im Pazifik, dass die Schwefelinsel Iwo Jima sicher sei. Damit endete die blutige Schlacht um das 23 Quadratkilometer grosse Eiland im pazifischen Ozean.

Iwo Jima wurde in den 1930er Jahren zu einem japanischen Stützpunkt ausgebaut und bot bis zum Kriegsanfang 1.200 Menschen eine Heimat. Das Eiland hatte für die Japaner eine strategische Bedeutung, weil amerikanische Bomberflotten, die in Richtung Tokio flogen, früh gesichtet werden konnten.

Aus diesem Grund entschloss sich das amerikanische Oberkommando im Februar 1945, die Insel zu bombardieren und sämtliche Funkstationen dem Erdboden gleichzumachen. Letztendlich landeten am 19. Februar 1945 Zehntausend Soldaten auf Iwo Jima und sahen sich mit einer japanischen Übermacht konfrontiert.

Nach einem viertägigen Kampf mit weit über 50.000 Toten und Verletzten, hissten die Soldaten Michael Strank Harlon Block, Franklin Sousley, John Bradley, Rene Gagnon und Ira Hayes auf dem höchsten Punkt der Insel die amerikanische Flagge. Das Bild des Kriegsreporters Joe Rosenthal ging um die Welt und machte nicht nur den Photografen weltberühmt.

In der Folgezeit zogen sich die nur noch 500 Mann starke japanische Armee in den Osten zurück. Die amerikanischen Truppenverbände rückten vor und mussten weitere Hunderte Tote hinnehmen. Unter anderem starben auch die Marines Strank, Block und Sousley. Die drei überlebenden Fahnenaufsteller wurden daraufhin nach Amerika ausgeflogen und auf eine Werbetournee durchs ganze Land geschickt.

Die Kampfhandlungen endeten am 26. März 1945. Die Vereinigten Staaten hielten Iwo Jima bis 1968 besetzt und gaben es anschliessend an Japan zurück. Seitdem ist der 26. März ein Gedenktag für die vielen Soldaten, die auf Iwo Jima ihr Leben lassen mussten.

Wir werden die Helden niemals vergessen
Reinhard Pfaffenberg

25. März 2019 – Die Technik schreitet voran

Sehr geehrte Damen und Herren,

just heute vor 24 Jahren – am 25. März 1995 – wurde die erste von Internetznutzern selbst veränderbare Heimseite ins weltweite Netz gestellt. Herr Ward Cunningham – seines Zeichens Programmierer der ersten Stunde – machte es sich bereits in den späten 1980er Jahren zur Aufgabe, freie Konzepte für das weltweite Internetz zu entwickeln. Unter anderem beschäftigte er sich mit Entwurfsmustern und erkannte, dass man wiederkehrende Probleme mit einer gleichbleibenden Programmarchitektur beheben kann – wie aufregend.

Vor knapp einem Vierteljahrhundert verbreitete seine Internetzberatungsfirma “Cunningham & Cunningham” die erste sogenannte WikiWikiWeb Software (löblich: Weichware) und ermöglichte es den Internetzstehseglern, gemeinsam an komplexen Themen zu arbeiten und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Ward Cunninghams WikiWikiWeb Konzept stiess selbstverständlich auf reges Interesse und umfaste schon bald 2,4 MB Speicherplatz.

Im Jahre 2001 wurde seine wegweisenden Ideen von der gemeinnützigen Wikipedia Foundation aufgegriffen und weiterentwickelt. Seit 2003 steht den Menschen die Anschnur Enzyklopädie “Wikipedia” zur Verfügung, in der unzählige Artikel zu finden sind. Aktuell wurden knapp 50 Millionen Artikel zu diversen Themengebieten erfasst, die in annähernd 300 Sprachen kostenlos zur Verfügung stehen.

Obgleich Ward Cunningham als Vater der Wiki-Bewegung angesehen wird, war er zu keiner Zeit Mitglied der Wikipedia Foundation. Stattdessen arbeitete er für Microsoft, der Eclipse Foundation sowie für AboutUs.org.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

22. März 2019 – Patrick Henry

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Sehr geehrte Heimseitenbesucher,

Herr Patrick Henry war ein überaus schlauer und weitsichtiger Mann.
Er erblickte am 29. Mai 1736 in Virginia das Licht der Welt und war schon in jungen Jahren einer der prominentesten Vertreter der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Der Sohn schottischer Einwanderer war als Rechtsanwalt im Hanover County tätig und wurde als 29jähriger ins Unterhaus des Staates Virginia gewählt. Dort setzte er sich vehement für die amerikanische Selbstbestimmung ein und vertrat ausserdem die Meinung, dass sich die Truppen des Staates Virginia am bevorstehenden Krieg gegen die britischen Besatzer beteiligen sollten.

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Herr Henry hält seine Rede

Just heute vor 243 Jahren hielt Patrick Henry in der “St. John’s Episcopal Church” in Richmond, VA eine flammende Rede und fordere die Virginia Convention auf, endlich Soldaten in den Kampf zu schicken. Er beendete seine Ansprache mit den berühmten Worten “Give me Liberty, or give me Death” (löblich: Gebt mir Freiheit oder gebt mir den Tod) und sorgte dafür, dass die Zuhörer aufsprangen und “To the Arms, to the Arms” (löblich: Zu den Waffen, zu den Waffen) brüllten.

27 Tage später brach der blutige Unabhängigkeitskrieg aus.
Die dreizehn Kolonien setzten sich gegen britische Truppen zur Wehr und kämpften 8 lange Jahre für die Unabhängigkeit der neuen Welt.

Obgleich Patrick Henry als Antiföderalist ein erklärter Gegner der neuen Verfassung war, unterstützte er George Washingtons und John Adams Regierung bis zu seinem Tod im Jahre 1799. Noch heute wird er als einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten verehrt und von den freiheitsliebenden Menschen als grosses Vorbild geschätzt – wie schön.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg