8. Oktober 2018 – Columbus Day

kolumbus

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Heimseitenbesucher,

nicht nur in Spanien, Argentinien, Ecuador, Kolumbien und Mexiko wird heute des Seefahrers Christoph Kolumbus gedacht, der am 12. Oktober 1492 die neue Welt entdeckte. Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika gehen heute Tausende auf die Strassen, um ausgelassen zu feiern. Aus diesem Grunde möchte ich Ihnen den “Columbus Day” etwas näher bringen.

Der italienische Seefahrer Christoph Kolumbus unternahm in den Jahren 1492 bis 1504 vier Entdeckungsreisen im Auftrag der Spanischen Krone. Bei seiner ersten Atlantiküberquerung entdeckte er eine “neue Welt”, die bis zum späten 18. Jahrhundert “Las Indias” genannt wurde. Christoph Kolumbus ging am 12. Oktober 1492 auf einer Bahamasinsel an Land und war sich sicher, eine Inselgruppe des asiatischen Kontinents entdeckt zu haben. Erst viele Jahrzehnte später stellte sich heraus, dass der Abenteurer auf einen eigenständigen Kontinent gestossen war – wie aufregend. In der Folgezeit kamen viele Siedler nach Amerika, um Städte zu gründen und in Freiheit zu leben.

Im Jahre 1937 proklamierte der damalige Präsident, Franklin D. Roosevelt, den sogenannten “Columbus Day” als nationalen Gedenktag, an dem alle Kinder schulfrei haben sollten. Die Hauptfeierlichkeiten finden seitdem jedes Jahr am zweiten Montag im Oktober in New York City statt. Besonders die italienischen und spanischen Einwanderer machen es sich an diesem Tag zur Aufgabe, Festumzüge zu veranstalten – wie schön.

Leider ist es heutzutage in Mode gekommen, den Ehrentag in den Schmutz zu ziehen und die Heldentaten des Herrn Columbus in Vergessenheit geraten zu lassen. Viele Indianerstämme, die von den ersten Siedlern vertrieben wurden, proben den Aufstand und organisieren landesweite Demonstrationen. Um allen Bevölkerungsschichten gerecht zu werden, haben sich einige Bundesstaaten, wie zum Beispiel North und South Dakota, entschlossen, den beliebten “Columbus Day” vom Kalender zu streichen und stattdessen den “Native American Day” zu begehen.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

5. Oktober 2018 – Enduring Freedom

ef

Sehr geehrte Damen und Herren,

morgen vor 17 Jahren begannen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten mit der Operation “Enduring Freedom” (löblich: Andauernde Freiheit). Der Militäreinsatz führte Zehntausende Soldaten unter anderem nach Afghanistan, Afrika sowie auf die Philippinen. Während deutsche, englische und niederländische Marineeinheiten am Horn von Afrika wichtige Seehandelsrouten sicherten, kämpften philippinische Soldaten im Süden des Inselstaates gegen schiesswütige Mohammedaner.

usa

Die USA zog gemeinsam mit England und der “Vereinigten Front zur Rettung Afghanistan” gegen das von bärtigen Talibankämpfern ausgerufene Islamische Emirat in Afghanistan in den Krieg. Um die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center und das Pentagon zu vergelten, kündigte der damalige Präsident George W. Bush an, allen antidemokratischen und terroristischen Bestrebungen am Hindukusch den Gar auszumachen.

Letztendlich begannen die Vereinigten Staaten am 7. Oktober 2001, ausgewählte Ziele in Afghanistan mit Marschflugkörpern anzugreifen. Nach einem 44 Stunden andauernden Bombardement, machten es sich heimische Freiheitskämpfer zur Aufgabe, die Linien der Taliban zu durchbrechen und die Hauptstadt Kabul zu befreien. Nach der weitgehenden Eroberung des Landes am Jahresende, begannen Spezialkräfte der westlichen Verbündeten mit der Suche nach ranghohen Al-Quaida Mitgliedern.

Mittlerweile sind viele Jahre ins Land gezogen und dem Westen ist es immer noch nicht gelungen, Afghanistan zu befrieden. Trotzdem ist wenigstens in der afghanischen Hauptstadt etwas Normalität eingekehrt. Dank des aufopferungsvollen Einsatzes internationaler ISAF Truppen konnte der Internationale Flughafen wiedereröffnet und es der jungen Generation ermöglicht werden, Bildungseinrichtungen zu besuchen – wie schön.

Da die Einsätze vom “United States Central Command” in Tampa, FL geleitet wurden, laden heute viele Veteranenverbände zu Feierlichkeiten ein.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

14. September 2018 – William Howard Taft

taft

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 15. September 1857 erblickte William Howard Taft in Cincinnati (Ohio) das Licht der Welt.

Der Sohn des republikanischen Kabinettmitglieds Alphonso Taft studierte an der renommierten Yale Universität und war sogar Studentenvertreter der berüchtigten “Skull & Bones” (löblich: Schädel und Knochen) Verbindung.

Nach seinem Studium war er als Anwalt und Gerichtsreporter tätig. Aber schon bald wurde dem schlauen Mann klar, dass er in die Fussstapfen seines Vaters treten und ebenfalls Karriere in der Politik machen würde. Herr Taft schloss sich der republikanischen Partei an und wurde 1901 zum ersten Zivilgouverneur der Philippinen berufen. 1904 kehrte er nach Amerika zurück und bekleidete unter Präsident Theodor Roosevelt das Amt des Kriegsministers. Herr Taft kümmerte sich unter anderem um den Bau des Panamakanals und drängte die Russen dazu, endlich Frieden mit Japan zu schliessen.

1908 wurde er schlussendlich von der republikanischen Partei zum Präsidentschaftskandidaten ernannt. William Taft gewann die Wahl gegen den zum dritten Mal erfolglos kandidierenden Demokraten William Jennings Bryan mit einem Vorsprung von mehr als 1,2 Millionen Stimmen und zog als 27. Präsident der Vereinigten Staaten ins Weisse Haus ein.

Obgleich er mit seinem Vorgänger Theodor Roosevelt eine enge Freundschaft pflegte und in ihm stets einen Fürsprecher hatte, gelang es ihm während seiner vierjährigen Amtszeit kaum, aus seinem Schatten zu treten. Der übergewichtige Staatsmann sass seine Dienstzeit im Weissen Haus gemächlich aus und schaffte es sogar, eines Morgens in der Badewanne stecken zu bleiben – das ist ja allerhand.

Am 4. März 1913 schied William Howard Taft aus dem Amt aus und schrieb es sich auf die Fahnen, an der Yale Universität als Professor für Verwaltungsrecht zu lehren. 1921 wurde er schlussendlich von Präsident Warren G. Harding zum Vorsitzenden des Supreme Courts (löblich: Oberstes Bundesgericht) ernannt.

William Howard Taft starb am 8. März 1930 in Washington DC und wurde ehrenhaft auf dem Arlington Friedhof beigesetzt.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

11. September 2018 – 17 Jahre danach

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Tagebuchleser,

am Morgen des 11. September 2001 bestiegen mehrere islamische Selbstmordattentäter Flugzeuge der “United Airlines” bzw. der “American Airlines” und machten sich kurz nach dem Startvorgang daran, die Maschinen in ihre Gewalt zu bringen.

Während der United Flug 93 in der Nähe von Shanksville im US-Bundestaat Pennsylvania abstürzte, erreichten die anderen Flugzeuge ihre Ziele und wurden von den gläubigen Mohammedanern in die Türme des New Yorker “World Trade Center” bzw. das “Pentagon” in Washington D.C. gelenkt.

Bei diesen Terroranschlägen verloren über 3.000 Menschen ihr Leben. Darunter 343 mutige New Yorker Feuerwehrleute und Polizisten, die in das brennende Gebäude geeilt waren, um den eingeschlossenen Menschen zu helfen.

Angesichts des heutigen Jahrestages möchte ich klarstellen, dass Terroristen zwar Gebäude und Menschenleben zerstören können, aber niemals unsere freiheitliche und demokratische Einstellung.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

6. September 2018 – Die Ermordung des William McKinley durch Leon Czolgosz

Sehr geehrte Damen und Herren,

zwischen dem 1. Mai und dem 2. November 1901 fand in der schönen Stadt Buffalo, NY die sogenannte “Pan American Exposition” statt. Die Weltausstellung wurde auf einem 140 Hektar grossen Areal vor der Stadt abgehalten und lockte 8.000.000 Besucher aus aller Herren Länder an. Unter anderem wurde auf dieser Ausstellung erstmals das vom deutschen Physiker Wilhelm Conrad Röntgen konzipierte Röntgengerät der Weltöffentlichkeit vorgestellt – wie aufregend.

Selbstverständlich entschloss sich auch der Präsident der Vereinigten Staaten – William McKinley – die Ausstellung zu besuchen. Der gute Mann reiste am 5. September 1901 von Washington in den hohen Norden, um den vielen Schaustellern für ihr Kommen persönlich zu danken und eine Rede zu halten.

Tags darauf schlenderte der Politiker über das Gelände und lies es sich nicht nehmen, Hände zu schütteln und mit den Besuchern zu plaudern. Dummerweise geriet er dabei an den polnischstämmigen Anarchisten Leon Czolgosz, der ihn mit zwei Revolverschütten in die Brust und den Unterleib niederstreckte. McKinley wurde sofort in ein Krankenhaus eingeliefert und operiert. Obgleich Hoffnung bestand, das Leben des Volksvertreters zu retten, verstarb er 8 Tage später an inneren Blutungen.


Leon Czolgosz

Leon Czolgosz wurde kurz nach der Tat festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Während der folgenden Gerichtsverhandlung gab der damals 28jährige an, nichts falsches getan zu haben. Darüber hinaus erklärte er den Geschworenen, “einen Feind der Menschen und der guten Arbeiter getötet zu haben”. Natürlich wurde Czolgosz schuldiggesprochen und zum Tode auf dem elektrischen Stuhl verurteilt. Der Richterspruch wurde am 29. Oktober 1901 im Staatsgefängnis von Auburn vollzogen.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg