5. und 6. August 2017 – Sommerferien

Hallo Freunde der Nacht,

am 29. Juli haben in Bayern die Sommerferien begonnen.
Die Schüler und Schülerinnen können nun bis zum 11. September ordentlich abchillen, in den bayerischen Seen baden und ausgiebig shoppen 🙂

Viele Familien haben bereits ihre Koffer gepackt und sind in den Süden abgedüst. Besonders am vergangenen Wochenende waren die Staatsstrassen und natürlich auch die Autobahnen rappelvoll. Weil in Niedersachsen und Bremen die „grossen Ferien“ bald enden werden, meldete der ADAC Rekordstaus rund um die bayerische Landeshauptstadt und auf der A8 in Richtung Salzburg. Wie ihr euch denken könnt, gibt es derzeit in Bayern ausserdem allen Ecken und Enden Baustellen. Ich frag‘ mich wirklich, warum man gerade zum Ferienbeginn Autobahnbrücken erneuern und Bundesstrassen mit einem neuen Belag ausstatten muss ^^

Den Sommer verbringe ich übrigens zu Hause.
Aber im Herbst will ich wieder nach Florida fliegen und mir für vier Wochen die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Ich werde bald buchen und höchstwahrscheinlich während der Oktoberfestzeit in den United States of America sein 🙂

Reinhard ist derzeit auch „on Tour“. Um nicht seinem doofen Neffen Guido gegenüber treten zu müssen, hat mein Vermieter kurzerhand seinen Koffer gepackt und ist mit Hund Dixon und Prof. Edelbert Kuhn nach Kanada gefahren …

Okay, jetzt muss ich mich aber langsam schick machen, denn am Abend will ich mit Cousin Bernd das Sommerfestival „impark“ in Munich besuchen.

Ich wünsche euch allen ein sonniges Weekend!
Eure Sandra

3. und 4. Juni 2017 – Eine Woche mit den Eltern

Hi Fans,

gleich werden meine Eltern im Waldweg eintrudeln. Mein Vater und meine Mutter haben sich entschlossen, Pfingsten in Bayern zu verbringen und Ausflüge ins Grüne und natürlich auch in die bayerische Landeshauptstadt zu unternehmen.


Sightseeing in München

Am Abend werde ich die Leute zu einem chilligen Spaziergang entlang der Leopoldstrasse einladen und ihnen das Siegestor, die Ludwig-Maximilian Universität und den Hofgarten zeigen. Danach geht’s in Hubert Buckls und Hans Reisingers „Restaurant Halali“, wo wir bayerische Spezialitäten der gehobenen Klasse geniessen und das eine oder andere Glas Wein trinken werden. Das „Halali“ wird von den Münchner Zeitungen derzeit als bestes Restaurant der Stadt gefeiert und bietet seinen Gästen eine einfache bayerische Küche auf hervorragendem Niveau.


Die Alte Pinakothek

Den Sonntag habe ich auch schon verplant.
Wir werden zuhause im Waldweg frühstücken und gegen Mittag mit der S-Bahn nach München fahren, um die Alte Pinakothek zu besuchen. Mein Vater ist nämlich sehr kunstinteressiert und wird sich sicher freuen, Kunstwerke von Edouard Manet, Pieter Bruegel, Vincent Van Goth und Pablo Picasso zu sehen. Am Abend wird uns dann Cousin Bernd besuchen und sich als Grillmeister versuchen.

Okay, jetzt muss ich aber das Gästezimmer für die Ankunft meiner Eltern vorbereiten.
Ich wünsche euch allen ein schönes und sonniges Pfingstfest.

Eure Sandra

30. Mai 2017 – 4.500 Euros für eine Horde Asylanten

08.00 Uhr Ich öffne die Augen und stelle fest, dass bald Pfingsten gefeiert wird. Um meinen lieben Verwandten etwas Gutes zu tun, fasse ich den Entschluss, am Sonntag ein lustiges Barbecue im Willoughby Drive auszurichten. Voller Vorfreude schwinge ich mich aus dem Bett und lasse es mir nicht nehmen, Georg, Maria und Edelbert telefonisch zum Frühstück einzuladen – was kann es schöneres geben.
09.00 Uhr Im Anschluss verschwinde ich in der Nasszelle und lasse die Seele bei einem löblichen Wirbelbad baumeln. Just als ich mir eigene Gedanken bezüglich des Grillvergnügens mache, schellt die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) besonders aggressiv. Zu allem Überfluss meldet sich Sandra und setzt mich darüber in Kenntnis, dass ihre Eltern am Wochenende zu Besuch kommen werden. Das unterbelichtete Kind jammert ohne Unterlass und sagt, dass es eigentlich über Pfingsten nach Florida ausfliegen und mich besuchen wollte. Ich atme tief durch und rate der Maid, zuhause in Bayern zu bleiben und ihre Eltern zu erquickenden Ausflügen an die bayerischen Seen und/oder in die Landeshauptstadt zu begleiten.


Sandras Eltern kommen nach Bayern

10.00 Uhr Ich beende das Badevergnügen und mache es mir zur Aufgabe, Bohnentrunk aufzukochen und gesunde Wurstwaren auf einem Porzellanteller anzurichten. Kurze Zeit später treffen die Gäste in der kleinen Villa ein und überraschen mich mit Semmeln und schmackhaften Cannolis aus der Biscotti Farrugia Bäckerei – wie schön.
10.30 Uhr Als wir kraftvoll zubeissen, berichte ich den Anwesenden von Sandras Anruf und stelle klar, dass das Mädchen am Wochenende ihre Eltern im Waldweg begrüssen wird. Edelbert wird sogleich hellhörig und meint, dass es angebracht wäre, im Sommer ebenfalls nach Bayern zu reisen, um alte Kameraden wiederzutreffen. Darüber hinaus kommt der schlaue Mann auf seine Immobilie im Haselnussweg zu sprechen und erinnert daran, dass in seinem ehemaligen Zuhause seit dem letzten Sommer eine Asylantenfamilie wohnt. Ich nicke eifrig und unke, dass das Einfamilienhaus längst verrottet ist. Edelbert schüttelt jedoch den Kopf und vertellt, dass die Flüchtlinge von Mitarbeitern des hiesigen Landratsamtes sowie diversen Helfern der Aktionsgruppe „Pro Asyl“ umsorgt werden. Ferner erfahren wir, dass mein Bekannter pro Monat knapp 4.500 Euros an Miete einstreicht – das ist phantastisch.


Edelberts Baracke im Haselnussweg

11.00 Uhr Im weiteren Verlauf des Frühstücks diskutieren wir angeregt über die Folgen des Flüchtlingszustroms und sind uns sicher, dass Europa bald vor schwerwiegenden Problemen stehen wird. Mein Bruder lässt in diesem Zusammenhang kein gutes Haar an Bundeskanzlerin Angela Merkel und meint, dass die 62jährige die EU-Mitgliedsstaaten in den Ruin treiben wird – wie wahr.
11.30 Uhr Zur Mittagszeit verlagern wir unsere Konferenz auf die schattige Terrasse und stossen mit eiskaltem Schaumwein aus dem Hause Louis Roederer an. Maria nippt zufrieden am Sprudelsekt und freut sich, Europa längst den Rücken gekehrt und in Kanada eine neue Heimat gefunden zu haben. Ich schlage in die gleiche Kerbe und gebe zu Protokoll, dass man in Amerika wenigstens noch in Ruhe leben kann.
12.30 Uhr Weil Georg und Maria in der Stadt bummeln wollen, begleite ich die lieben Menschen zur Türe und gebe vor, dass ich morgen zum Frühstück vorbei kommen werde. Anschliessend schenke ich Edelbert einen Schluck Champagner nach und merke an, dass wir eventuell zur Oktoberfestzeit über den grossen Teich fliegen sollten. Der Professor reibt sich die Hände und verspricht, im Internetz nach preiswerten Flügen Ausschau zu halten.


Wir stossen redlichst an

13.30 Uhr Nachdem auch Edelbert das Weite gesucht hat, kehre ich in die gute Stube zurück und fülle Dixons Napf mit Futter auf. Ausserdem lasse ich mir ein Wurstbrot schmecken und trinke dazu ein Budweiser – das tut gut.
14.00 Uhr Als die Geschirrspülmaschine läuft, rufe ich Dixon ins Haus und falle fix und foxi aufs Kanapee. Bereits nach wenigen Sekunden döse ich ein und sehe mich im Traum auf die Münchner Theresienwiese versetzt.
15.00 Uhr Da es sich nicht gehört, den ganzen Nachmittag zu verschlafen, rapple ich mich auf und komme meinen Pflichten als Anschnurseelsorger nach. Mit flinken Fingern navigiere ich durchs weltweite Internetz und studiere Hilferufe besorgter Heimseitenbesucher. Natürlich gebe ich auch heute Ratschläge und animiere leidgeprüfte Eltern, mit der jungen Generation nicht zu zimperlich umzugehen – wo kämen wir denn da hin.
16.00 Uhr Nach der nervenaufreibenden Arbeit greife ich zur Hundeleine und animiere Dixon, mir an die frische Luft zu folgen. Der lustige Rüde folgt mir aufs Wort und flitzt ausgelassen zum künstlich angelegten Teich, um seine Pfoten im kühlen Nass zu baden. Währenddessen halte ich ein Schwätzchen mit Frau Pontecorvo und bringe heraus, dass am Abend ihr Lieblingsfilm auf ABC gezeigt wird. Weil die Alte aus dem Schwärmen gar nicht mehr herauskommt, lade ich sie kurzerhand zum gemeinsamen Fernsehvergnügen ein.


Hund Dixon darf Gassi gehen

17.00 Uhr Wieder zurück in der kleinen Villa, mache ich mich in der Küche nützlich und brate ein vitaminreiches Schnitzel in heissem Butterschmalz heraus. Dazu gibt es grüne Bohnen aus der Dose sowie eine Portion Kartoffelbrei – wie gut das duftet.
18.00 Uhr Pünktlich zum Sechsuhrläuten stattet mir Frau Pontecorvo einen Besuch ab und hält mir eine Schüssel mit Knabbereien unter die Nase. Ich winke die Frau herein und zögere nicht, eine Flasche Rotwein zu entkorken. Anschliessend frönen wir den Nachrichten auf FOX und machen uns über die aktuellen Geschehnisse schlau.
19.00 Uhr Zur Hauptfernsehzeit wechseln wir auf ABC und ich habe das Vergnügen, die von Stanley Donen im Jahre 1963 gekonnt in Szene gesetzte Kriminalkomödie „Charade“ zu sehen. Ich lehne mich entspannt zurück und tauche in das Leben der hübschen Reggie ein, die sich unsterblich in den zwielichtigen Herrn Peter verliebt.
21.00 Uhr Nach zwei spannenden Stunden schalte ich das Farbfernsehgerät aus und bringe meine Nachbarin zur Türe. Zu guter Letzt hauche ich der Pontecorvo ein Bussi auf die Wange und wünsche ihr angenehme Träume. Danach ziehe ich mich gähnend ins Schlafzimmer zurück und falle erschöpft ins Bett. Gute Nacht.

27. und 28. Mai 2017 – Hilfe, die Eltern kommen

Hallo Leute,

eigentlich wollte ich über Pfingsten nach Florida düsen.
Leider kommt nun alles anders, denn meine Eltern haben sich entschlossen, vom 3. bis zum 9. Juni nach Bayern zu kommen. Natürlich werden die beiden im Pensionszimmer wohnen und mir ordentlich auf die Nerven gehen 😉


Meine Elteron wohnen im Pensionszimmer

Gestern habe ich mit meinem Vater telefoniert und erfahren, dass er sich mittlerweile über die stattfindenden Events in München schlau gemacht hat. Er möchte unbedingt die FC Bayern Erlebniswelt, das Deutsche Museum und die Sonderausstellung „Sixtinische Kapelle“ in der Alten Bayerischen Staatsbank besuchen. Für die Sonderausstellung hat er sogar schon Tickets im Internet geordert.

Die Schau macht vom 7. April bis zum 9. Juli in der Landeshauptstadt Station und bietet den Besuchern 34 farbechte Repliken der weltbekannten Fresken aus Rom. Die Ausstellung wurde von der Münchner Boulevardpresse hochgelobt und scheint ein richtiges Touristenmagnet zu sein. Wenn ich noch eine Eintrittskarte organisieren kann, werde ich meine Eltern eventuell begleiten.


Reinhard war in California

Übrigens ist mein Vermieter seit vergangenem Sonntag zurück im Sunshine State. Ich hab‘ am Montag mit Reinhard geskypt und erfahren, dass die Forschungsreise nach San Francisco und Berkeley sehr stressig war. Deswegen hat der Rentner die Woche etwas ruhiger angehen lassen und sich von den Strapazen entspannt 🙂

Okay, jetzt muss ich den Backofen vorheizen und in der Küche schuften.
Am Abend erwarte ich nämlich Cousin Bernd zum Essen.
Eure Sandra

31. März 2017 – Kriminalstatistik für Bayern

08.00 Uhr Ich erwache ausgeschlafen und nehme die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) zur Hand, um die eingegangenen Depeschen zu tschecken. Unter anderem stosse ich auf eine Nachricht des „Forschungsinstitut Kuschmelka (München)“ und bringe heraus, dass die erst kürzlich veröffentlichte „Kriminalstatistik für Bayern“ Erschreckendes zu Tage gebracht hat. Ich mache grosse Augen und lerne, dass 57,8% mehr Verbrechen als im Vorjahr registriert wurden. Ich schwinge mich ungläubig aus dem Bett und lese weiter, dass Menschen aus dem Bürgerkriegsland Syrien die Nationalitätenliste mit 16,1% anführen – das ist ja allerhand.


Meine praktische Schwarzbeere

08.30 Uhr Nachdem ich mit Edelbert telefoniert und ihn aufgefordert habe, die Kriminalstatistik ebenfalls zu studieren, verabschiede ich mich in den Garten. Weil Morgenstund‘ bekanntlich Gold im Mund hat, absolviere ich den Frühsport und vergesse auch nicht, das Petersilienbeet zu giessen.
09.00 Uhr Während Dixon im Garten spielt, kehre ich ins Haus zurück und nehme den DeLonghi Vollautomaten in Betrieb. Danach ziehe ich mich ins Bad zurück und entspanne mich bei einem Wirbelbad – das tut gut.
10.00 Uhr Pünktlich zum Zehnuhrläuten steige ich aus der Wanne und werde beim Blick aus dem Fenster Zeuge, wie Edelberts schneeweisser JEEP vorfährt. Natürlich begrüsse ich meinen Bekannten herzlich und lasse ihn wissen, dass wir Frau Pontecorvo herüberbitten sollten. Darüber hinaus informiere ich, dass die kleine Frau gegen Mittag zu ihrer Freundin nach Jacksonville reisen wird. Edelbert zuckt mit den Schultern und macht sich daran, nach nebenan zu gehen, um die Alte einzuladen – da kommt besonders grosse Freude auf.
10.30 Uhr Um Frau Pontecorvo eine kleine Freude zu bereiten, rufe ich die ECHO Musiksäule auf, stimmungsvolle Frankie Valli Musik abzuspielen. Ferner fülle ich die Tassen mit köstlichem Bohnentrunk auf und serviere meinen Gästen vitaminreiche Rühreier mit Speck. Meine Tischnachbarn stürzen sich auf die Köstlichkeiten und vertreten einstimmig die Meinung, dass die Jause vorzüglich munden. Ich nicke eifrig und unterbreite, dass ich im Supermarkt die Finger von den überteuerten Bioerzeugnissen gelassen und stattdessen normale Eier gekauft habe. Der Professor schnalzt mit der Zunge und gönnt sich eine weitere Portion – wie schön.


Lustige Eier

11.00 Uhr Während wir kraftvoll zubeissen, kommt Frau Pontecorvo auf ihren Abstecher nach Jacksonville zu sprechen und setzt uns darüber in Kenntnis, dass sie am morgigen Abend die Schau „Price is Right“ (auf deutsch: Der Preis ist heiss) im örtlichen „Times-Union Center for Performing Arts“ sehen wird. Ich komme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und erinnere mich, dass diese Sendung in den frühen 1990er Jahren mit grossem Erfolg auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde – das waren noch Zeiten.

12.00 Uhr Mit vollen Bäuchen räumen wir den Esstisch ab und verfrachten das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine. Währenddessen blickt meine Nachbarin immer wieder auf ihre CARTIER Armbanduhr und meint, dass nun die Zeit gekommen ist, um sich zu verabschieden. Wir seufzen laut und wünschen der Dame eine sichere Reise. Im Anschluss hole ich zwei Flaschen Budweiser aus dem Eiskasten und fordere Edelbert auf, mir auf die schattige Terrasse zu folgen. Zufrieden lassen wir uns in der Hollywoodschaukel nieder und stossen mit den Bierflaschen redlichst an – was kann es schöneres geben.
12.30 Uhr Während wir unsere trocknen Kehlen durchspülen, verweise ich erneut auf die Bayerische Kriminalstatistik und stelle die Behauptung auf, dass man in unserer alten Heimat kaum noch in Sicherheit leben kann. Edelbert stimmt prompt zu und rechnet vor, dass die bayerische Polizei laut der besagten Kriminalstatistik im Jahr 2016 knapp 27.000 tatverdächtige Zuwanderer registrieren musste. Ich winke ab und entgegne, dass die Deutschen der Gewalt und dem Terror mit absoluter Gleichgültigkeit begegnen – wo soll das noch hinführen.


Eins, Zwei, Drei – Die Polizei

13.30 Uhr Nachdem Edelbert das Weite gesucht hat, lege ich auf dem Kanapee die Beine hoch und entspanne mich von den Strapazen des Vormittages. Nach wenigen Sekunden schlummere ich ein und träume vom Weihnachtsfest bei meiner lieben Familie.
14.30 Uhr Ich öffne die Augen und rufe spornstreichs bei Georg an, um nachzufragen, ob ich ihn wirklich am 3. April in Florida begrüssen kann. Mein Bruder ist hellauf begeistert und bestätigt, dass er mit seiner Ehefrau am kommenden Montag im Sonnenscheinstaat eintreffen wird. Zudem vernehme ich, dass die zwei per Direktflug nach Miami fliegen und die Nacht in einem Motel an der Ostküste verbringen wollen – das soll mir auch Recht sein.
15.00 Uhr Erleichtert beende ich das Gespräch und setze mich an den Schreibtisch. Wie es sich gehört, gehe ich Anschnur und kümmere mich um Belange besorgter Heimseitenbesucher. Ich schufte hart und rate einer alleinerziehenden Mutter aus Krefeld, ihren schwer erziehbaren Sohn Kevin (12) kurzerhand zur Adoption freizugeben.
16.00 Uhr Weil es für das Abendessen noch zu früh ist, pfeife ich auf den Fingern und lade Hund Dixon zu einem entspannten Gassigang ein. Der Rüde folgt mir kläffend zum La Playa Golfplatz und freut sich, im kniehohen Gras etliche Golfbälle zu finden.


Ich beisse kraftvoll zu

17.00 Uhr Zuhause angekommen, mache ich mich in der Küche nützlich und richte eine kalte Brotzeitplatte mit hauchdünn aufgeschnittenem Capocollo und herzhaftem Cheddarkäse an. Dazu trinke ich ein Bier und lasse mir etliche Gewürzgurken aus dem Glas schmecken.
18.00 Uhr Danach lasse ich den Tag in Dixons Gesellschaft im Wohnzimmer ausklingen. Unter anderem schaue ich mir die Nachrichten an und informiere mich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt.
19.00 Uhr Zur Hauptsendezeit (unlöblich: Prime Time) wechsle ich auf SHOWTIME und fröne wie schon gestern der nervenaufreibenden Kriminalserie „Breaking Bad“. Wie jeder weiss, erzählt dieses 62teilige Fernsehspiel die Geschichte eines Chemielehrers, der an Krebs erkrankt und kriminell wird – wie unlöblich.
21.00 Uhr Nachdem ich eine Flasche Rotwein geleert habe, schalte ich das Farbfernsehgerät aus und begleite den Vierbeiner an die frische Luft. Zu guter Letzt reguliere ich die Klimaanlage und ziehe mich gähnend ins Schlafzimmer zurück. Gute Nacht.