21. November 2017 – Schoppingwahnsinn

08.00 Uhr Wie es sich für einen Rentner gehört, stehe ich zeitig auf und scheuche Hund Dixon auf die Terrasse. Bei kühlen Temperaturen lockere ich meine Glieder und habe nebenher das Vergnügen, einen Ajaja zu sehen, der am Teich nach Insekten Ausschau hält. Als der lustige Vogel seinen unförmigen Schnabel in das trübe Wasser steckt, schnellt plötzlich die handzahme Echse Billy hervor und beisst dem Flügelträger in die Gurgel – wie lustig.


Ein lustiger Ajaja

08.30 Uhr Lachend beende ich die Morgengymnastik und kehre mit dem Vierbeiner an meiner Seite in die gute Stube zurück. Während sich der Rüde über einen Kauknochen hermacht, verabschiede ich mich ins Bad und lasse die Seele bei einem Wirbelbad baumeln. Unterdessen telefoniere ich mit Edelbert und vernehme, dass mein Bekannter gerade eben mit seinem Sohn telefoniert hat. Der Professor schimpft wie ein Rohrspatz und erzählt, dass Herr Peter mit dem Gedanken spielt, seinen Tschob im Bundesfinanzministerium aufzugeben und in die freie Wirtschaft zu wechseln. In diesem Zusammenhang kommt Edelbert auf die untragbaren Zustände im besagten Ministerium zu sprechen und verdeutlicht, dass unsere alte Heimat am Randes des Abgrunds steht – wie wahr.
09.30 Uhr Nachdem ich mich mit Edelbert im “The Cafe” an der 5th Avenue verabredet habe, hüpfe ich aus der Wanne und trockne mich redlichst ab. Darüber hinaus kontaktiere ich meine Verwandten und lege ihnen nahe, ebenfalls ins Zentrum zu krusen und uns gegen 11 Uhr im besagten Kaffeehaus zu treffen.
10.00 Uhr Bevor ich mich auf den Weg mache, schlürfe ich einen Espresso und vergesse auch nicht, Dixons Napf mit Trockenfutter aufzufüllen. Ausserdem stelle ich ihm frisches Trinkwasser bereit und merke an, dass wir nach dem Frühstück einen ausgedehnten Stadtbummeln unternehmen werden – das wird eine Gaudi.
10.30 Uhr Um nicht zu spät zur Verabredung zu kommen, verfrachte ich die Kaffeetasse in die Spüle und schicke mich an, Dixon zum PS-strotzenden SUV zu treiben. Danach gleite ich hupend vom Grundstück und folge der Immokalee Road in westlicher Richtung – was kann es schöneres geben.


Naples muss man gesehen haben

11.00 Uhr Pünktlich auf die Minute erreiche ich mein Ziel und habe die Ehre, Georg, Maria sowie den Professor per Handschlag begrüssen zu können. Da unsere Mägen knurren, fackeln wir nicht lange und nehmen einen schönen Tisch im europäisch eingerichteten Kaffeehaus in Beschlag. Alsbald nähert sich eine braungebrannte Kellnerin und nimmt zuvorkommend die Bestellung auf. Ich deute ohne zu zögern auf die Tageskarte und halte die 22jährige an, ein grosses Frühstück aufzutischen – schon jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen.
11.30 Uhr Während wir kraftvoll zubeissen, kommt Edelbert auf den Mittwoch zu sprechen und informiert, dass Morgen in unserer alten Heimat der Buss- und Bettag gefeiert wird. Ich nicke eifrig und weise auf die Tatsache hin, dass dieses Hochfest der katholischen Kirche seit 1995 kein gesetzlicher Feiertag mehr ist. Der Professor gibt mir Recht und beteuert, dass sich die hochnäsigen Politiker damals entschlossen haben, mit den Mehreinnahmen die neueingeführte Pflegeversicherung zu stützen – wo soll das noch hinführen.
12.30 Uhr Mit vollen Bäuchen verlassen wir die Gaststätte und brechen zu einem entspannten Spaziergang auf. Während sich Edelbert und Georg stinkende Zigarren anstecken, komme ich mit meiner Schwägerin ins Plaudern und bringe heraus, dass die Kinder die Weihnachtszeit in Florida verbringen wollen. Ich mache grosse Augen und komme prompt zu dem Schluss, dass der heilige Abend bereits in vier Wochen gefeiert wird – wie schön.


Bald kommt das Christkind

13.15 Uhr Obwohl wir lieber das Pier besucht hätte, lotst uns Maria kurzerhand in den “Chico’s” Kleidermarkt und nimmt sündteure Umhängetaschen in Augenschein. Währenddessen wende ich mich Georg zu und frage, ob er sich schon Gedanken bezüglich der Weihnachtsgeschenke gemacht hat. Mein Bruder legt seine Stirn in Falten und mutmasst, dass sich seine Frau über neue Ohrringe aus Weissgold freuen würde – das hat gerade noch gefehlt.
14.00 Uhr Nachdem Maria einen Schal für 87 Dollars erworben hat, verlassen wir die Boutique und steuern eine Eisdiele an, um uns eine köstliche Erfrischung zu gönnen. Im Anschluss schlendern wir zu den Autos zurück und vereinbaren, das wir anlässlich des Thanksgiving Days (löblich: Erntedank Tag) eine kleine Grillfeier auf meiner Terrasse veranstalten sollten. Ich lecke mir die Lippen und entgegne, dass ich mich nicht lumpen lassen und einen saftigen Schweinebraten auf den Tisch des Hauses bringen werde – das wird ein ganz grosser Spass.
15.00 Uhr Endlich bin ich wieder dahoam und kann aus den Kuhjungenstiefeln (löblich: Cowboyboots) schlüpfen. Zudem lasse ich die Jalousien nach unten gleiten und lege im Wohnzimmer eine kleine Pause ein – das tut gut.


Ich spüle meine ausgetrocknete Kehle durch

16.00 Uhr Als der Minutenzeiger meiner ROLEX auf 4 Uhr zugeht, schwinge ich mich vom Kanapee und schnappe mir eine Flasche Budweiser aus dem Eiskasten. Anschliessend mache ich es mir auf der Terrasse bequem und beobachte Herrn Booth, wie er mit einer Schere durch den Garten flitzt und die Rosengewächse stutzt.
17.00 Uhr Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, kehre ich bald in die Küche zurück und nehme den Herd in Betrieb. Fachmännisch schütte ich etwas Olivenöl in eine Pfanne und brate ein vitaminreiches T-Knochen Schnitzel (unlöblich: T Bone Steak) an – wie gut das duftet.
18.00 Uhr Nach einem reichhaltigen Nachtmahl gehe ich zum gemütlichen Teil des Tages über und schaue mir die Nachrichten auf FOX an. Unter anderem vernehme ich, dass morgen vor 397 Jahren die ersten Pilgerväter auf der “Mayflower” in Amerika angekommen sind – wie aufregend.


Auf der Mayflower kamen die ersten Siedler nach Amerika

19.00 Uhr Zur besten Sendezeit gebe ich mich einer Dokumentation hin und informiere mich auf PBS über die Machenschaften amerikanischer Spitzenpolitiker. Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und lerne, dass hochrangige Minister seit vielen Jahren an zwielichtigen Firmen beteiligt sind – das ist ja allerhand.
21.00 Uhr Nachdenklich schalte ich die Glotze aus und unternehme mit Dixon einen kleinen Rundgang durch den Garten. Danach schliesse ich sämtliche Fenster und gehe zu Bett. Gute Nacht.

20. November 2017 – High Tide Grill

08.00 Uhr Die 47. Woche des Kalenderjahres bricht an und aus dem Radio dröhnt ein stimmungsvolles Lied des aufstrebenden Landmusiksängers Granger Smith. Ich schwinge mich zu “Never Too Old” (löblich: niemals zu alt) aus dem Bett und läute den Morgen mit dem Frühsport auf der schattigen Terrasse ein.


Gute Morgen

08.30 Uhr Just als ich ein Rad schlage, fällt mir auf, dass es unangenehm kühl geworden ist. Um keinen Schnupfen zu bekommen, mache ich schnell kehrt und entspanne mich bei einem wärmenden Wirbelbad. Unterdessen rufe ich bei meinem Bruder im Lowbank Drive an und bringe heraus, dass sich unser Grosscousin an Floridas Ostküste pudelwohl fühlt. Georg ist bestens informiert und vertellt, dass Robert und Jessica bis zum Mittwoch in Coconut Grove bleiben und schöne Stunden mit ihrer Tochter Kimberly verbringen wollen – das ist phantastisch.
09.30 Uhr Nach der Morgenwäsche trete ich vor den Spiegel und fasse den Entschluss, ein langärmliges Hemd anzuziehen. Nebenher lasse ich Hund Dixon wissen, dass Georg und Maria den Tag nutzen wollen, um in den “Miromar Outlet Stores” (löblich: Miromar Auslassgeschäfte) viel Geld zu lassen. Ich zucke mit den Schultern und fahre fort, dass wir uns diesem Ausflug nicht anschliessen werden – immerhin bin ich kein Millionär.
10.00 Uhr Nachdem ich frischen Bohnentrunk aufgebrüht und ein leckeres Käseomelette gezaubert habe, setze ich mich an den Küchentisch und beisse kraftvoll zu. Leider wird die himmlische Ruhe alsbald durch Frau Pontecorvo gestört. Meine Nachbarin legt beste Laune an den Tag und erzählt, dass sie das Mittagessen im erst kürzlich eröffneten “High Tide Grill” einnehmen wird. Die Gute kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus und beteuert, dass der Scheffkoch sein Handwerk im alten Europa erlernt hat und besonders schmackhafte Steaks (löblich: Schnitzel) kredenzt. Ich werde augenblicklich hellhörig und entgegne, dass ich sehr gerne mitkommen und mir ebenfalls den Wanst voll schlagen würde. Mein Hausgast freut sich und fordert mich auf, auch Prof. Kuhn einzuladen – das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen.


Ein lustiger Spaziergang mit Hund Dixon

11.00 Uhr Wenig später nippe ich ein letztes Mal am Kaffeebecher und gebe zu Protokoll, dass wir Edelbert in zwei Stunden treffen werden. Da noch etwas Zeit bleibt, rege ich einen Spaziergang mit dem Vierbeiner an. Meine Nachbarin klatscht freudig in die Hände und folgt mir an die frische Luft. Während Dixon aus dem Schnüffeln gar nicht mehr herauskommt, versorgt mich meine Begleiterin mit Fakten und berichtet, dass schon bald ein libanesisches Spitzenrestaurant im Stadtgebiet seine Pforten öffnen wird – das hat gerade noch gefehlt.
11.30 Uhr Als wir vor dem Haupteingang der “La Playa” Golfanlage eintreffen, tippt die Pontecorvo auf ihre Uhr und meint, dass wir langsam zurück gehen sollten. Ich pfeife spornstreichs auf den Fingern und halte Dixon an, sein Stöckchen zu apportieren und kehrt zu machen. Darüber hinaus plaudere ich mit meiner Bekannten über belanglose Dinge und unterbreite, dass im Rentnerparadies langsam der Herbst Einzug hält. Die kleine Frau gibt mir Recht und kündigt an, dass die Temperaturen zur Wochenmitte unter die 70°F (21°C) Grenze fallen könnten.
12.00 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, dem Rüden in den SUV zu helfen und zur “High Tide Bar” zu rasen. Als Kavalier der alten Schule halte ich auch Frau Pontecorvo die Türe auf und merke an, dass ihr Kleid besonders schön ist. Im Anschluss trete ich das Gaspedal bis zum Anschlag durch und bringe auf Anfrage heraus, dass das besagte Restaurant im “Mercato Einkaufszentrum” beheimatet ist – wie aufregend.
12.45 Uhr Fünfundvierzig Minuten später erreichen wir unser Ziel und freuen uns, Edelbert herzlich begrüssen zu können. Um nicht vom Fleisch zu fallen, nehme ich Dixon an die Leine und laufe schnurstracks in die Wirtschaft, um einen prima Tisch in Beschlag zu nehmen. Ein beschürzter Kellner lässt nicht lange auf sich warten und legt uns nahe, die Truffel Fries (löblich: Trüffel Kartoffelstäbe) an Pilzsauce zu kosten. Natürlich lehnen wir dankend an und entscheiden uns für drei vitaminreiche Rumpsteaks mit Folienkartoffeln und grünen Bohnen.


Wir beissen kraftvoll zu

13.30 Uhr Als das Essen endlich serviert wird, nehme ich ruckzuck Messer und Gabel zur Hand und komme zu dem Ergebnis, dass der Küchenscheff ein Meister seines Fachs ist. Edelbert schlägt in die gleiche Kerbe und lobt das Schnitzel über den Schellenkönig – schmeckt wirklich spitze.
14.15 Uhr Nachdem wir die Mahlzeit mit Schaumkaffees abgeschlossen haben, vertreten wir uns die Beine und schlendern durch den benachbarten “Whole Foods” Lebensmittelladen. Unter anderem bestaunen wir die Auslagen eines Fischgeschäfts und bemerken, das sich die Preisspirale immer weiter dreht. Edelbert gibt sich deprimiert und rechnet vor, dass er sich mit seiner kleinen Pension keinen Luxus erlauben kann- wie schade.
15.00 Uhr Schlussendlich verabschiede ich mich vom Professor und bringe Frau Pontecorvo sicher in den Willoughby Drive zurück.
15.45 Uhr Zuhause angekommen, wünsche ich meiner Nachbarin einen schönen Abend und falle dann fix und foxi aufs Kanapee. Schon nach wenigen Atemzügen döse ich ein und träume vom anstehenden Weihnachtsfest.


Mein Zuhause unter Palmen

16.45 Uhr Ich erwache ausgeruht und mache mich in der Küche nützlich. Unter den fordernden Blicken meines Haustieres erwärme ich ein Nudelschichtgericht im Kleinwellenofen (unlöblich: Mikrowelle) und zaubere dazu einen lustigen Tomatensalat mit perfekt aufgeschnittenen Zwiebelringen – das gibt ein Festessen.
17.45 Uhr Nach dem Nachtmahl gehe ich zum gemütlichen Teil des Tages über. Als die Nachrichten über den Bildschirm flimmern, telefoniere ich erneut mit Georg und vernehme, dass er ein kleines Vermögen in Fort Myers gelassen und seiner Frau eine neue Perlenkette gekauft hat – das ist wieder typisch.
19.00 Uhr Um endlich zur Ruhe zu kommen, beende ich das Gespräch und nehme mit dem ABC Video-On-Demand (löblich: Video nach Abruf) Angebot Vorlieb. Mit grosser Freude schaue ich mir einige Episoden der lustigen Serie “Modern Family” an und krümme mich vor Lachen.
21.00 Uhr Nach zwei heiteren Stunden beende ich den Fernsehabend und unternehme mit Dixon einen kleinen Spaziergang durch den Garten. Anschliessend verriegle ich die Haustüre und falle erschöpft ins Bett. Gute Nacht.

17. November 2017 – Frühstück mit Verwandten

08.00 Uhr Schon zur frühen Stunde bimmelt das Telefon und ich habe das Vergnügen, mit Maria plaudern zu können. Meine Schwägerin wünscht mir einen schönen Morgen und setzt mich darüber in Kenntnis, dass wir uns gegen 10 Uhr in “Julies Restaurant” zum Frühstück treffen werden. Ich juchze laut und verspreche, pünktlich zu sein und grossen Hunger mitzubringen – da kommt besonders grosse Freude auf.
08.30 Uhr Nach dem Frühsport stecke ich Dixon einen Kauknochen ins Maul und gebe vor, dass ich mich nun bei einem lustigen Wirbelbad entspannen werde. Der Rüde flitzt wie von Sinnen ins Wohnzimmer und nimmt das Recht heraus, das Büffelhautschmankerl auf dem Kanapee zu verzehren – das ist ja allerhand.


Dixon bekommt einen Kauknochen

09.30 Uhr Sechzig Minuten später präsentiere ich mich in legerer Freizeitkleidung und fordere das Haustier auf, sein Nickerchen zu beenden und mir zum Chevrolet zu folgen. Dixon gehorcht mir aufs Wort und hüpft im hohen Bogen auf die Ladefläche des PS-strotzenden SUVs. Anschliessend gleite ich hupend vom Grundstück und kann es kaum noch erwarten, eine reichhaltige Mahlzeit im Kreise meiner Liebsten einzunehmen – das wird ein Spass.
10.00 Uhr Pünktlich auf die Minute erreiche ich mein Ziel und treffe Georg und Maria, sowie Robert und Jessica Pfaffenberg an unserem Stammtisch an. Wie es sich gehört, begrüsse ich die Herren per Handschlag und lote aus, wer für das Frühstück bezahlen wird. Mein Grosscousin meldet sich prompt zu Wort und beteuert, dass er heute die Spendierhosen angezogen hat und für Speis und Trank einstehen wird. Ich fackle nicht lange und bitte Frau Julie, neben einer Kanne Kaffee ausserdem ein grosses Frühstück sowie etwas Speck für Dixon aufzutischen.


Ich sage NEIN zu Handtelefonen

10.30 Uhr Meine Tischnachbarn folgen dem Beispiel und tratschen angeregt über ihren gestrigen Theaterbesuch. Unter anderem bringe ich heraus, dass das Stück “Maple & Vine” von einem frustrierten Ehepaar handelt, das sich einer Sekte anschliesst und sich fortan von Handtelefonen und anderem neumodernen Schnickschnack lossagt. Als ich mich Robert zuwende, schüttelt er den Kopf und unterbreitet, dass er von der ordinären Sprache der Protagonisten ganz und gar nicht angetan war – das ist wieder typisch.
11.15 Uhr Schlussendlich bringt Wirtin Julie eine ellenlange Rechnung an den Tisch und knöpft Robert 80 Dollars ab. Der Texaner macht grosse Augen und meint, dass er in der Kleinstadt Boerne für 80 Dollars eine ganze Footballmannschaft verköstigen könnte. Ich klopfe mir schmunzelnd auf die Schenkel und weise auf die Tatsache hin, dass Naples ein teures Pflaster ist. Trotz der Nackenschläge lassen wir uns die Laune nicht verderben und brechen mit Hund Dixon zu einem kleinen Spaziergang entlang der Vanderbilt Beach Road auf. Bei angenehmen Temperaturen passieren wir die angrenzenden Reinigungsfirmen und ich verrate Jessica, dass im Collier County viele Einwanderer aus Indonesien leben. Um meinen Aussagen Nachdruck zu verleihen, deute ich in Richtung von “Joo Cleaning” und merke an, dass ein Grossteil der Asiaten in der Reinigungsbranche beschäftigt sind.
12.00 Uhr Als die Sonne ihren Höchststand erreicht hat, stehen wir wieder vor “Julies Restaurant”. Robert wischt sich mit dem Handrücken über die nasse Stirn und kündigt an, dass er Morgen mit seiner Ehefrau nach Coconut Grove krusen wird, um seine Tochter Kimberly zu besuchen. Ich wünsche Robert viel Vergnügen und vernehme, dass die Texaner erst am kommenden Mittwoch zurück sein werden – wie schade.


Mein Zuhause im Willoughby Drive

13.00 Uhr Wieder zurück im Willoughby Drive, versorge ich Dixon mit Trockenfutter und rufe dann bei Prof. Kuhn an, um ihn über meine Aktivitäten in Kenntnis zu setzen. Der schlaue Mann freu sich und entgegnet, dass er den Vormittag im “Coastland Center” verbracht und Socken eingekauft hat – das hört man gerne.
13.30 Uhr Nach dem Telefonat schlüpfe ich aus den Kuhjungenstiefeln und falle erschöpft aufs Kanapee. Bereits nach wenigen Sekunden döse ich ein und träume vom bevorstehenden Weihnachtsfest.
14.30 Uhr Da es sich nicht gehört, den ganzen Nachmittag zu verschlafen, rapple ich mich auf und komme meinen Pflichten als Anschnurseelsorger nach. Mit flinken Fingern navigiere ich durchs Internetz und studiere Hilferufe besorgter Heimseitenbesucher. Natürlich gebe ich auch Ratschläge ab und animiere die Erziehungsberechtigten, mit der jungen Generation nicht zu zimperlich umzugehen.
15.30 Uhr Zum Abschluss der Beratungsstunde schalte ich noch die neuen Einträge im Gästebuch frei und nehme meine persönliche Korrespondenz in Augenschein. Im Anschluss sehe ich mich im Garten um und spiele mit Dixon etwas Ball – was kann es schöneres geben.


Hund Dixon spielt Ball

16.30 Uhr Wegen der Hitze ziehe ich mich bald in die klimatisierte Stube zurück und richte mir eine kalte Wurstplatte mit hauchdünn aufgeschnittenem Capocollo an. Ferner giesse ich mir ein Bier ein und studiere während des Abendessens lesenswerte Berichte in der “Naples Daily News” (löblich: Naples aktuelle Neuigkeiten).
17.30 Uhr Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, schalte ich die leistungsstarke Geschirrspülmaschine ein und vergesse auch nicht, den Küchenboden zu wischen – Sauberkeit ist mir nämlich besonders wichtig.
18.15 Uhr Völlig erschöpft schleppe ich mich ins Wohnzimmer und lege die Beine hoch. Nebenher folge ich den FOX Nachrichten und lerne, das Donald Trump erneut die amerikanischen Medien gescholten und ihnen vorgeworfen hat, sogenannte “Fake News” (löblich: Falschmeldungen) zu verbreiten.

19.00 Uhr Um etwas Abwechslung zu bekommen, wechsle ich auf den Filmsender HBO, um mir den abendfüllenden Spielfilm “Cafe Society” anzuschauen. Die amerikanische Komödie ist in den 1930er Jahren angesiedelt und erzählt aus dem Leben eines jungen New Yorkers, der sein Glück in Hollywood sucht – wie aufregend.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Spitzenunterhaltung beende ich den Fernsehabend und rufe Dixon ins Haus. Im Anschluss lösche ich sämtliche Lichter und gehe ins Bett. Gute Nacht.

16. November 2017 – Ins Theater gehe ich nicht

08.00 Uhr Ein neuer Tag beginnt und auch heute beschert uns Petrus einen sonnigen Morgen. Während sich die Palmen hinter der kleinen Villa sanft im Wind wiegen, trete ich auf die Terrasse und absolviere den Frühsport. Hund Dixon folgt meinem Beispiel und streckt sich ebenfalls ausgiebig – das macht Spass.
08.30 Uhr Anschliessend lasse ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln und erhalte einen Anruf von meiner Putzfrau. Frau Gomez plappert ohne Unterlass und erzählt, dass sie gestern wegen einer wichtigen Familienangelegenheit leider nicht kommen konnte. Darüber hinaus bringe ich in Erfahrung, dass die Perle innerhalb der nächsten Stunde im Willoughby Drive vorstellig werden und den Staubwedel schwingen wird. Ich gebe mich erleichtert und sichere der kleinen Frau zu, ihr beim Hausputz zur Hand zu gehen.


Die Putzperle rückt an

09.30 Uhr Nach der Morgenwäsche schlüpfe ich in legere Freizeitkleidung und rufe kurzerhand bei meinen Verwandten an. Georg meldet sich nach dem zweiten Tuten und berichtet, dass er heute mit Robert und Jessica den Tiburon Golfplatz besuchen wird. Ich rolle demonstrativ mit den Augen und lote aus, ob wir am Abend grillen wollen. Abermals erteilt mir mein Bruder eine Absage und kündigt an, dass er Karten für eine Theatervorstellung ordern möchte. Als ich genauer nachfrage, bestätigt der gute Mann, dass derzeit im örtlichen “Tobye Studio” das Stück “Maple & Vine” gezeigt wird – wie langweilig.
10.00 Uhr Just als Frau Gomez die Türe aufstösst, beende ich das Telefonat und ärgere mich masslos. Selbstverständlich lasse ich die Putzperle an meinen Problemen teilhaben und merke an, dass ich mich wie das fünfte Rad am Wagen fühle. Die mexikanische Reinigungsfachfrau zuckt mit den Schultern und macht es sich zur Aufgabe, Wasser in einen Eimer zu füllen und den Küchenboden zu wischen. Währenddessen nehme ich die wichtigste Mahlzeit des Tages ein und fasse den Entschluss, zum WINN DIXIE zu krusen.
10.45 Uhr Kurz vor dem Elfuhrläuten scheuche ich Dixon zum PS-strotzenden SUV und schicke mich an, hupend vom Grundstück zu brettern. Unterdessen kontaktiere ich Prof. Kuhn und vernehme, dass der schlaue Mann einem Zahnarzttermin nachkommen und mich leider nicht begleiten kann – gleich platzt mir der Kragen.
11.15 Uhr Am Ziel angekommen, mache ich einer störrischen Rentnerin einen Einkaufswagen streitig und schiebe das Gefährt vogelzeigend durch die breiten Gänge. Ruckzuck wähle ich Produkte des täglichen Bedarfs aus und stehe alsbald vor einer Werbedame, die mir einen neuen Brotaufstrich schmackhaft machen möchte. Die kleine Frau hält mir ein Stück Brot unter die Nase und beteuert, dass der Brotaufstrich aus Kichererbsen, Oliven und Sardellen hergestellt wurde – pfui Teufel.


Ich bezahle per Bezahlkarte

12.00 Uhr Nachdem sich ein stattlicher Haufen im Einkaufswagen angesammelt hat, schlendere ich zur Kasse und stelle mit grosser Sorge fest, dass sich eine lange Warteschlange gebildet hat. Weil ich meine Zeit nicht gestohlen habe, dränge ich mich vor und lasse die anderen Kunden wissen, dass ich Chirurg bin und schnellstmöglich zur Klinik fahren muss. Um nicht diskutieren zu müssen, zücke ich meine prallgefüllte Geldbörse und überreiche der dicken Kassiererin meine praktische Kreditkarte.
12.45 Uhr Nachdem ich die schweren Einkaufstüten zum Auto geschleppt habe, kehre ich mit dem Vierbeiner in die benachbarte “Dairy Queen” (löblich: Molkerei Königin) Gaststätte ein. Völlig erschöpft werde ich an der Essensaugabe vorstellig und ordere eine Diät Cola sowie zwei Käseburger mit Fritten – das schmeckt.
13.30 Uhr Mit vollem Magen verlasse ich die Wirtschaft und helfe Dixon auf die Ladefläche des Chevrolets. Im Anschluss lasse ich den Motor aufheulen und gleite zufrieden in Richtung Willoughby Drive davon. Während der kurzweiligen Ausfahrt fröne ich dem Radioprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) und erfreue mich an einer nagelneuen Lee Ann Womack Komposition – da kommt Freude auf.


Katze Land – der beste Radiosender

14.00 Uhr Wieder zurück in meinem Zuhause, räume ich die Lebensmittel in den Kühlschrank und bette mich dann auf dem Kanapee zur Ruhe. Alsbald schlummere ich ein und träume von meiner unterbelichteten Mieterin.
15.00 Uhr Um nicht den ganzen Nachmittag zu vertrödeln, reibe ich mir den Schlaf aus den Augen und nehme am Schreibtisch Platz. Unter anderem nehme ich die neuesten Einträge im Gästebuch in Augenschein und vergesse auch nicht, Hilferufe besorgter Erziehungsberechtigter zu beantworten. Just als ich mich den Problemen einer 66jährigen Seniorin aus München annehme, bimmelt das Telefon besonders laut. Zu allem Überfluss meldet sich mein Bruder im Rohr und lotet aus, ob ich am Abend nicht doch mit ins Theater kommen möchte. Natürlich lehne ich dankend ab und stelle klar, dass ich den lauen Abend gemütlich in der kleinen Villa verbringen werde.
16.00 Uhr Vogelzeigend gehe ich von der Leine und begleite den Rüden in den Garten, um etwas Ball zu spielen. Dummerweise kommt wenig später Frau Pontecorvo dazu und sagt, dass sie morgen zum “Miromar Outlet Store” (löblich: Miromar Auslassgeschäft) krusen wird – was muss ich denn noch alles ertragen.


Die Petersilie wächst und gedeiht

17.00 Uhr Nachdem ich die Petersilie mit Wasser versorgt habe, begebe mich in die Küche und koche italienische Landnudeln auf. Dazu gibt es eine feine Tomatensauce und handgeriebenen Parmesankäse – wie gut das duftet.
18.00 Uhr Nach dem Abendessen lasse ich im Wohnzimmer die Seele baumeln und gebe mich den Nachrichten auf FOX hin. Ich informiere mich über die Geschehnisse in der Welt und lerne, dass in der kommenden Woche Thanksgiving (löblich: Erntedankfest) gefeiert wird – das ist die beste Nachricht des ganzen Tages.
19.00 Uhr Zur Hauptfernsehzeit nehme ich mit dem NETFLIX Angebot Vorlieb und schaue mir die lächerliche Kriminalkomödie “Handsome” an. Die Produktion handelt von einem in die Jahre gekommenen Polizisten, der genötigt wird, den Mord an einer Kleinkindhüterin (löblich: Babysitterin) aufzuklären – so ein Schmarrn.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Langeweile schalte ich den neumodernen Flachbildschirm aus und lösche sämtliche Lichter. Danach wünsche ich Dixon angenehme Träume und falle erschöpft ins Bett. Gute Nacht.

14. November 2017 – Besuch aus Texas

08.00 Uhr Ich rolle mich voller Vorfreude aus dem Wasserbett und kann es kaum noch erwarten, am frühen Nachmittag Robert und Jessica Pfaffenberg in die Arme zu schliessen. Wie es sich gehört, eile ich noch vor dem Badespass an die frische Luft und lockere meine eingerosteten Glieder. Darüber hinaus schleudere ich mit voller Wucht einen Tennisball zum künstlich angelegten Teich und animiere Hund Dixon, sich ebenfalls zu bewegen.


Wir erwarten Besuch aus Texas

08.30 Uhr Im Anschluss lasse ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln und telefoniere mit meiner Schwägerin. Maria versorgt mich mit Infos und berichtet, dass die Texaner just im Moment abfliegen und gegen halb 3 Uhr in Fort Myers landen werden. Zudem lädt mich die gute Seele ein, gegen halb Fünf im Lowbank Drive vorstellig zu werden und am gemeinsamen Abendessen teilzunehmen – wie schön.
09.30 Uhr Eine Stunde später beende ich den Waschvorgang und setze mich an den Küchentisch, um eine Portion Rühreier mit gerösteten Speckstreifen zu verzehren. Dazu gibt es brühfrischen BUSTELO Bohnentrunk sowie vitaminreiche Weissbrotscheiben (unlöblich: Toast) mit gesalzener Butter – schmeckt gar nicht schlecht.
10.15 Uhr Just als ich das schmutzige Geschirr in die Spüle stelle und mit der Idee spiele, etliche Flaschen Wein für die anstehende Wiedersehensfeier zu besorgen, fährt Edelberts JEEP vor. Natürlich winke ich den schlauen Mann augenblicklich herein und bringe in Erfahrung, dass er sich sehr über den Besuch meiner Verwandten freut. Ausserdem erinnert der Professor an unseren Texasbesuch im Oktober 2011 und stellt die Behauptung auf, dass damals die Welt noch in Ordnung war – das kann man laut sagen.
11.15 Uhr Nachdem ich Edelbert ein Heissgetränk spendiert habe, tippe ich auf meine ROLEX und lade ihn ein, mich zu “Bob’s Liquore Store” zu begleiten. Mein Bekannter wird sogleich hellhörig folgt mir plappernd nach draussen.
12.00 Uhr Nach einer kurzweiligen Reise, erreichen wir das Alkoholgeschäft und begrüssen Herrn Bob per Handschlag. Der Ladeninhaber reibt sich die Hände und lotet aus, ob wir bayerisches Bier einkaufen wollen. Ich schlage in die gleiche Kerbe und lasse den Alkoholfachmann wissen, dass wir ausserdem mehrere Flaschen Wein benötigen. Herr Bob fackelt nicht lange und präsentiert einen besonders kostspieligen Tropfen aus dem Nappa Valley. Da ich nicht auf den Taler achten muss, gehe ich kurzerhand auf den Handel ein und verfrachte neben süffigem Löwenbräu Bier ausserdem sechs Humpen “Allomi Cabernet” in den Einkaufswagen.
12.45 Uhr Um insgesamt 147 Dollars erleichtert, kehren wir zu den Autos zurück und vereinbaren, dass nun ein Abstecher in eine SUBWAY Gaststätte nicht schaden kann. Ruckzuck lasse ich den Motor aufheulen und presche mit quietschenden Pneus gen Süden davon – was kann es schöneres geben.


Wir beissen kraftvoll zu

13.15 Uhr Hungrig und durstig betreten wir die Schnellessfiliale und ordern zwei mit Salami, Salat und Käse belegte Jumbosemmeln. Ferner geben wir zwei grosse Becher Diät Colas in Auftrag und setzen uns dann an einen Tisch mit Ausblick. Während wir kraftvoll zubeissen, erzähle ich meinem Begleiter, dass Robert und Jessica Pfaffenberg ihren Aufenthalt zum Anlass nehmen wollen, um auch ihre Tochter Kimberly in Miami zu besuchen. Der Professor freut sich und ist sich sicher, dass die Texaner schöne Tage erleben werden – davon kann man ausgehen.
14.15 Uhr Weil es noch viel zu früh ist, um zum Lowbank Drive zu krusen, fassen wir den Entschluss, kurzerhand zum Strand zu rasen und einen Spaziergang zu unternehmen. Ich krame eine funkelnde 50 Cent Münze aus meiner Hosentasche und fordere Edelbert zu einem Rennen heraus. Mein Gegenüber zwinkert mit den Augen und meint, dass er der bessere Fahrer ist und noch vor mir am Lowdermilk Park ankommen wird – papperlapapp.


Ich präsentiere eine 50 Cent Münze

15.00 Uhr Schlussendlich erreiche ich als zweiter Sieger mein Ziel und nehme mir das Recht heraus, den Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Danach folge ich dem Professor zum Ozean und sauge die salzige Luft tief in meine Lungen ein – da kommt besonders grosse Freude auf.
15.30 Uhr Nach einer schweisstreibenden Wanderung lasse ich mich auf einer Bank nieder und schimpfe auf das viel zu heisse Wetter. Edelbert zückt schmunzelnd sein strahlendes NOKIA Handtelefon und weist mich auf die Tatsache hin, dass es in unserer alten Heimat bitterkalt ist und regnet. Ich schüttle mich ausgiebig und entgegne, dass wir nun zu den Autos zurückkehren sollten – immerhin haben wir unsere Zeit nicht gestohlen.
16.30 Uhr Pünktlich wie die Maurer treffen wir im Lowbank Drive ein und freuen uns, nicht nur Georg und Maria, sondern auch Robert und Jessica Pfaffenberg umarmen zu dürfen. Die lustigen Texaner sind ganz aus dem Häuschen und machen es sich zur Aufgabe, mir ein Geschenk zu überreichen. Ich bedanke mich artig und gebe zu Protokoll, dass es schon ein Kindheitstraum war, einen handgeschnitzten Armadillo (löblich: Gürteltier) in den Farben des Staates Texas zu besitzen. Jessica schenkt mir ein Lächeln und sagt, dass sie dieses Schmuckstück in einem Comanchen Reservat gekauft hat – das hört man gerne.


Wein muss immer mit dabei sein

17.00 Uhr Nach einer ausgiebigen Plauderei lotst uns Maria ins Esszimmer und serviert saftige Schweinerippen mit Ofenkartoffeln. Währenddessen entkorkt Georg eine Flasche Wein und erörtert, dass der “Allomi Cabernet” perfekt zu herzhaftem Essen passt. Ich stimme prompt zu und erhebe mein Glas, um mit den anderen anzustossen.
18.00 Uhr Als wir stattliche Eisbecher mit Sahne vorgesetzt bekommen, wende ich mich Robert zu und frage nach, ob er immer noch seine Werkstadt in Boerne betreibt. Mein Grosscousin schüttelt entschieden den Kopf und antwortet, dass er die Leitung mittlerweile an seinen Sohn Robert Jr. übertragen hat – wie schön.
19.00 Uhr Ein schöner Abend neigt sich leider seinem Ende zu. Ich verabschiede mich redlichst und vernehme, dass die Texaner im “Naples Beach Hotel” logieren werden. Georg lässt die Autoschlüssel seines JEEPS in der Hand kreisen und meint, dass er die netten Menschen nun zum Hotel kutschieren wird. Ferner erfahre ich, dass wir Morgen bei Julies Restaurant frühstücken werden – darauf freue ich mich jetzt schon.
20.00 Uhr Endlich bin ich wieder zu Hause und kann aus den schweren Kuhjungenstiefel schlüpfen. Während Dixon schnaufend aufs Kanapee springt, giesse ich mir ein kühles Bier hinter die Binde und schaue mir die Nachrichten auf FOX an – schliesslich muss man stets auf dem Laufenden bleiben.
21.00 Uhr Ein langer und nervenaufreibender Tag neigt sich langsam seinem Ende zu. Ich betätige gähnend den “OFF” (löblich: AUS) Knopf auf der Fernbedienung und ziehe mich dann ins Schlafzimmer zurück. Gute Nacht.