11. Juli 2017 – Ein Krustenbraten zum Abschied

08.00 Uhr Erfrischt und voller Vorfreude auf den anstehenden Tag rolle ich mich aus dem Bett. Wie es sich gehört, stelle ich die Musikanlage ein und beschalle die kleine Villa mit prima George Strait Klängen. Danach werfe ich mir meinen rotseidenen Morgenmantel über und absolviere auf der schattigen Terrasse den Frühsport.
08.30 Uhr Vor der Ertüchtigung nehme ich die futuristische DeLonghi Kaffeemaschine in Betrieb und lasse Hund Dixon wissen, dass wir gleich frühstücken werden. Der Rüde leckt sich die Lefzen und hüpft ausgelassen auf das Kanapee, um einen zwischen den Kissen versteckten Kauknochen hervorzuholen – das ist ja allerhand.


Dixons Kauknochen

09.00 Uhr Während ich mich ordentlich wasche, bimmelt plötzlich die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry). Zu meiner Freude meldet sich Maria in der Leitung und lädt mich zum Mittagessen in den Lowbank Drive ein. Darüber hinaus erfahre ich, dass die lieben Menschen am morgigen Tag gegen 7 Uhr zum Flughafen nach Miami krusen müssen. Ich nicke eifrig und entgegne, dass es mir eine Freude sein wird, den Schoffeur zu spielen. Meine Schwägerin bedankt sich artig und sagt, dass sie nun Edelbert anrufen wird – das soll mir auch Recht sein.
10.00 Uhr Sechzig Minuten später schlendere ich frisch in Schale geworfen in die Küche und richte auf einem schweren Silbertablett eine Karaffe mit köstlichem Orangensaft, zwei Schokoladencroissants aus dem PUBLIX Supermarkt sowie eine Schale mit gezuckerten Erdbeeren an. Im Anschluss trage ich das Tablett ins Wohnzimmer und ringe mich während der Mahlzeit dazu durch, lustige Geschenke für meine Liebsten in Kanada zu besorgen – da kommt besonders grosse Freude auf.
10.30 Uhr Wenig später pocht Frau Pontecorvo an die Terrassentüre und erkundigt sich, ob es mir gut geht. Die Perle erinnert an den gestrigen Zeckenbiss und unkt, dass ich mir womöglich doch eine Infektionskrankheit eingefangen habe. Selbstverständlich winke ich gelangweilt ab und erkläre der kleinen Frau, dass ich nun zum WAL MART krusen und Präsente für die Kinder besorgen muss. Mein Hausgast freut sich und kündigt an, mich kurzerhand zu begleiten – das kann ja heiter werden.


Wir schoppen bei WAL MART

11.00 Uhr Endlich sitzen wir im Chevrolet und gleiten mit Hund Dixon zum fünf Meilen entfernten Supercenter. Während Josh Turner im Radio ein belangloses Lied trällert, folge ich der Immokalee Road gen Osten und informiere, dass ich James, Amanda und David sehr vermisse. Meine Begleiterin zeigt Verständnis und legt mir nahe, einen Flug in den hohen Norden zu buchen. Ich schüttle jedoch den Kopf und erinnere daran, dass ich ein armer Rentner bin und mir diesen Luxus nicht leisten kann – wie traurig.
11.30 Uhr Schnaufend betreten wir das Kaufhaus und schicken uns an, die hauseigene Musikabteilung zu besuchen. Ich fackle nicht lange und wähle die exklusiv bei Wal Mart erhältliche „The Alan Jackson Story“ (löblich: Die Alan Jackson Geschichte) aus. Anschliessend begeben wir uns zur Kleiderabteilung und fassen den Entschluss, für Amanda und David farbenfrohe Badetücher auszuwählen. Ich schnippe mit den Fingern und erkläre meiner Nachbarin, dass die jungen Leute derzeit ihren wohlverdienten Sommerurlaub am Lake Simcoe verbringen.


The Alan Jackson Story

12.15 Uhr Kurz nach dem Zwölfuhrläuten sitzen wir wieder im PS-strotzenden SUV und rasen ohne Umwege zum Ferienhaus meiner Verwandten. Frau Pontecorvo legt währenddessen beste Laune an den Tag und vermutet, dass Maria zur Feier des Tages ein besonders schmackhaftes Mittagessen auf den Tisch bringen wird – wie aufregend.
12.45 Uhr Überpünktlich erreichen wir unser Ziel und haben die Ehre, nicht nur Edelbert, sondern auch Herrn Wang begrüssen zu können. Ruckzuck nehmen wir am festlich gedeckten Esstisch Platz und werden von meiner Schwägerin mit einem bayerischen Krustenbraten und ausgemachten Serviettenknödeln überrascht. Die Meisterköchin wischt sich demonstrativ über die Stirn und rechnet vor, dass sie in der Satreales Metzgerei knapp 40 Dollars für zwei Pfund Schweineschulter bezahlen musste – das ist ja allerhand.
13.15 Uhr Trotz der hohen Kosten beissen wir kraftvoll zu und sind einstimmig der Meinung, dass sich Maria wieder einmal selbst übertroffen hat. Edelbert giesst sich etwas Sause über die vitaminreiche Beilage und belehrt, dass Serviettenknödel bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts ausschliesslich in der Tschechoslowakei bekannt waren.
14.00 Uhr Just als Maria Latte Maschinatos und Käsekuchen serviert, präsentiere ich die Mitbringsel aus dem WAL MART und bitte Georg, die Geschenke an die Kinder weiterzureichen. Mein Bruder nickt zustimmend und ruft mich auf, im Laufe des Sommers doch nach Kanada auszufliegen – das werden wir erst noch sehen.


Der Winnebago Travato

15.00 Uhr Wir lassen das Mittagessen mit alkoholfreien Langgetränken (unlöblich: Longdrinks) am Schwimmbecken ausklingen und tratschen über dies und das. Natürlich lässt Georg seinen mehrwöchigen Floridaaufenthalt noch einmal Revue passieren und unterbreitet, dass es eine Gaudi war, mit dem WINNEBAGO TRAVATO die Umgebung zu erkunden. Darüber hinaus vernehmen wir, dass die lieben Leute im Spätherbst wiederkommen und das Weihnachtsfest im Sonnenscheinstaat erleben wollen – das hört man gerne.
16.00 Uhr Zurück im Willoughby Drive, hauche ich der Pontecorvo ein Bussi auf die Wange und ziehe mich in die gute Stube zurück. Nachdem ich Dixons Napf mit Futter aufgefüllt habe, falle ich aufs Sofa und schliesse die Augen.
17.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und mache es mir zur Aufgabe, Nudeln aufzukochen und einen Salat anzurichten. Nach wenigen Minuten gebe ich die Teigwaren in eine Pfanne und zaubere im Handumdrehen „Spaghetti Aglio e Olio“ (löblich: Langnudeln mit Knoblauch und Olivenöl) – wie gut das duftet.


Ich beisse kraftvoll zu

18.00 Uhr Nach dem Schmaus gehe ich zum gemütlichen Teil des Tages über und gebe mich dem Amazon Programm hin. Ruckzuck navigiere ich durch das Videoangebot und fröne dem oscarprämierten Meisterwerk „Manchester by the Sea“. Das amerikanische Drama erzählt aus dem Leben eines Hausmeisters, dessen Bruder ganz überraschend an einer Herzschwäche stirbt – wie traurig.
20.30 Uhr Zweieinhalb Stunden später flimmert der Abspann über die Mattscheibe und ich betätige nachdenklich den OFF (löblich: AUS) Knopf auf der neumodernen Fernbedienung. Danach rufe ich den Vierbeiner ins Haus und lege mich schlafen. Gute Nacht.

6. Juli 2017 – Grosse Hitze und Gaumenfreuden

08.00 Uhr Ich hüpfe aus dem Bett und stelle fest, dass sich Dixon noch gar nicht an der Terrassentüre eingefunden hat. Stattdessen treffe ich den Rüden hechelnd in der Küche an und bemerke, dass er während der Nacht seinen Trinknapf geleert hat. Weil ich ein Tierfreund bin, fülle ich die Schüssel spornstreichs mit frischem Wasser auf und öffne dann die Pforte. Schnell wird mir jedoch klar, dass es viel zu heiss ist, um hinaus zu gehen.


Dixon schwitzt

08.30 Uhr Wegen der grossen Hitze absolviere ich den Frühsport in der klimatisierten Stube und ziehe es dann vor, schnellstmöglich im Badezimmer zu verschwinden.
09.00 Uhr Während ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln lasse, rufe ich kurzentschlossen bei meinen Verwandten im Lowbank Drive an und lasse sie wissen, dass ich mich heute ganz bestimmt keinem Ausflug anschliessen werde. Auch Georg jammert ohne Unterlass und vertellt, dass er gleich in seine Badehose schlüpfen und den Tag im hauseigenen Schwimmbecken verbringen wird – das ist eine hervorragende Idee.
10.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner ROLEX auf 10 zugeht, beende ich den Badespass und werfe mich in Schale. Danach schlendere ich in die Küche und nehme die futuristische DeLonghi Kaffeemaschine in Betrieb. Zudem schlage ich etliche Eier auf und zaubere im Handumdrehen ein gesundes Omelett.
10.30 Uhr Just als ich mich am Küchentisch niederlasse und kraftvoll zubeisse, rollt Edelberts schneeweisser JEEP vor meinem kultivierten Haus vor. Der schlaue Mann schleppt sich schnaufend ins Haus und meint, dass ihn gleich der Schlag treffen wird. Um dem Professor etwas Gutes zu tun, kredenze ich ihm eine Dose Root Beer (löblich: Wurzelbier) aus dem Hause A&W und gebe zu Protokoll, dass das Thermometer im Laufe des Tages die 100 F° Grenze überschreiten wird – wo soll das noch hinführen.
11.15 Uhr Nach der reichhaltigen Mahlzeit gönne ich mir ebenfalls ein Wurzelbier und deute schmunzelnd in Richtung des Nachbargartens. Edelbert späht neugierig nach nebenan und freut sich, Herrn Booths hübsche Nichte in einem knappen Bikini zu sehen. Der gute Mann schnalzt beeindruckt mit der Zunge und unterbreitet, dass Fräulein Melody eine saubere Figur hat – wie wahr.


Frau Melody ist aufreizend bekleidet

12.00 Uhr Pünktlich zur Mittagszeit kommt Dixon von seinem Gassigang zurück und lässt sich fiepend auf den kalten Fliesenboden fallen. Ich streichle dem Racker aufmunternd über den Kopf und lasse es mir nicht nehmen, ihm zwei lustige Kauknochen ins Maul zu stecken. Im Anschluss komme ich auf den neuwertigen WEBER Gasgrill zu sprechen und informiere, dass mir Georg das Gerät freundlicherweise überlassen hat. Der Professor wird augenblicklich hellhörig und sagt, dass es angebracht wäre, zwei köstliche Schnitzel herauszubraten. Ich lege prompt den Zeigefinger an die Unterlippe und weise auf die Tatsache hin, dass ich noch etliche T Bone Steaks in der Tiefkühltruhe aufbewahre. Ruckzuck flitze ich in die Küche und mache mich daran, vier köstliche Rindfleischstücke aus dem Kühlfach zu holen. Edelbert macht sich währenddessen am Grill zu schaffen und dreht den Gashahn bis zum Anschlag auf – da kommt besonders grosse Freude auf.
12.30 Uhr Während mein Bekannter bei schweisstreibenden Temperaturen am Grill steht, mache ich mich in der Küche nützlich und richte im Handumdrehen einen gesunden Salat mit Oliven an. Darüber hinaus backe ich Kartoffelspalten im Ofenrohr auf und vergesse auch nicht, das Haustier mit Trockenfutter zu verwöhnen.


Fleisch ist ein Stück Lebenskraft

13.00 Uhr Endlich können wir es uns im Wohnzimmer bequem machen und uns die Gaumenfreuden zu Gemüte führen. Natürlich lobe ich Edelberts Grillkünste über den Schellenkönig und registriere, dass er das Fleisch perfekt gebraten hat. Der Professor bedankt sich und versichert, dass auch die Kartoffelspalten hervorragend munden.
13.30 Uhr Als Nachspeise serviere ich Frozen Yoghurt (löblich: Gefrorenen Joghurt) aus dem PUBLIX Markt und merke an, dass ich morgen zu Bob’s Liquor Store krusen und Weissbier einkaufen muss. Mein Tischnachbar reibt sich die Hände und verspricht, mich zum Alkoholgeschäft unseres Vertrauens zu begleiten.
14.00 Uhr Nachdem sich der Professor verabschiedet hat, falle ich erschöpft aufs Kanapee und schliesse die Augen. Schon bald schlummere ich ein und sehe mich im Traum auf die Pfade des berüchtigten Zodiac Serienmörders versetzt. HEUREKA – diese Reise werde ich so schnell nicht vergessen.
15.00 Uhr Ich werde durch lautes Telefonschellen geweckt und sehe mich genötigt, mit Frau Pontecorvo sprechen zu müssen. Die Dame schimpft über das viel zu heisse Wetter in Jacksonville und erkundigt sich, ob ich regelmässig in ihrem Zuhause nach dem Rechten sehe. Ich zucke mit den Schultern und flunkere, dass ich täglich nach nebenan gehe, um den Briefkasten zu leeren und die Pflanzen zu bewässern. Meine Nachbarin gibt sich erleichtert und erinnert, dass wir uns am Sonntag wiedersehen werden.
15.30 Uhr Nach dem Telefonat gehe ich trotz der unerträglichen Hitze Anschnur und komme meinen Pflichten als staatlich anerkannter Internetzseelsorger nach. Wie es sich gehört, helfe ich verzweifelten Erziehungsberechtigten aus schier ausweglosen Situationen und rate dazu, mit der verlotterten Jugend nicht zu zimperlich umzugehen.


Die Petersilie wächst und gedeiht

16.30 Uhr Fix und foxi beende ich die Arbeit und begebe mich nach draussen, um nicht nur die Petersilie, sondern auch die Mangroven auf dem angrenzenden Grundstück zu bewässern – mir bleibt wirklich gar nichts erspart.
17.00 Uhr Um endlich zur Ruhe zu kommen, mache ich kehrt und bereite unter den fordernden Blicken meines Haustieres das Abendessen vor. Da ich auf meine schlanke Linie achten muss, nehme ich mit vier kleinen Sandwiches (löblich: Wurstbroten) und etlichen Gewürzgurken aus dem Glas Vorlieb – schmeckt gar nicht schlecht.
18.00 Uhr Nachdem ich die Geschirrspülmaschine eingestellt habe, schalte ich die Glotze ein und schaue mir die FOX Nachrichten an. Unter anderem lerne ich, dass in zwei Monaten die „National Football League“ (löblich: Nationale Fussball Liga) in die neue Saison starten wird – wie aufregend.
19.00 Uhr Zur besten Sendezeit wechsle ich auf den Bezahlkanal HBO und fröne dem Märchenfilm „Big Friendly Giant“ (löblich: Grosser freundlicher Riese). Die abendfüllende Produktion aus Stephen Spielbergs Feder erzählt die haarsträubende Geschichte eines Waisenkindes, welches sich mit einem Riesen anfreundet.
21.00 Uhr Nach zweistündigem Dummsinn beende ich den Fernsehabend und rufe Dixon ins Haus. Zu guter Letzt reguliere ich die Klimaanlage und lege mich schlafen. Gute Nacht.

3. Juli 2017 – Partyvorbereitungen

08.00 Uhr Der Radiowecker springt an und der WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Morgenmoderator kündigt ein neues Jason Isbell Lied an. Während der aus Green Hill im Bundesstaat Alabama stammende Sangeskünstler eine Hymne auf die schöne Gemeinde Tupelo zum Besten gibt, rolle ich mich aus dem Wasserbett und verrate Hund Dixon, dass wir gleich zum Supermarkt krusen werden.


Katze Land – der beste Radiosender

08.30 Uhr Nach dem Frühsport entspanne ich mich bei einem Wirbelbad und rufe kurzerhand bei meinen Verwandten an. Maria ist ganz aus dem Häuschen und setzt mich darüber in Kenntnis, dass Georg im Laufe des Vormittages zum HOME DEPOT krusen und eine Propanflasche für den neuen Gasgrill besorgen wird. Ich nicke zustimmend und lasse die Perle wissen, dass ich nach dem Frühstück zum PUBLIX rasen werde. Meine Schwägerin ist begeistert und erinnert, dass wir für die bevorstehende Independence Day Grillfeier Kartoffeln, einen Salatkopf, Eier, Mayonnaise sowie Ketchup benötigen – das kann ja heiter werden.
09.30 Uhr Nachdem ich mit Prof. Kuhn gesprochen und ihn gebeten habe, mich gegen 11 Uhr vor dem Supermarkt unseres Vertrauens zu treffen, beende ich den Badespass.
10.00 Uhr Während ich eine Portion Kelloggs Zerealien mit frischer Muh verzehre, schrillt plötzlich die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry). Ich halte mir die Kommunikationsgerät ans Ohr und freue mich, Frau Pontecorvos Stimme zu hören. Meine Nachbarin lässt ihren Aufenthalt in Jacksonville Revue passieren und berichtet, dass sie sich in Frau Blanches Gesellschaft sehr wohl fühlt. Ferner vernehme ich, dass die Weibsbilder gestern eine BINGO Veranstaltung besucht und Königsgarnelen im „Shrimp Shack“ Restaurant gefressen haben. Um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln, wünsche ich der kleinen Frau einen schönen Aufenthalt und ziehe es vor, das Telefonat zu beenden – immerhin kann ich mich nicht um alles kümmern.


Hund Dixon ist sehr brav

10.30 Uhr Anschliessend scheuche ich den Vierbeiner zum Auto und schicke mich an, hupend vom Grundstück zu brettern. Unterdessen rede ich auf meinen tierischen Begleiter ein und verdeutliche, dass ich diesem Stress kaum mehr gewachsen bin und bald ins „Shady Pines“ Seniorenwohnheim umziehen werde.
11.00 Uhr Endlich treffe ich vor dem PUBLIX ein und kann Edelbert herzlich begrüssen. Wie es sich gehört, lasse ich den Motor laufen und fordere den Rüden mit erhobenem Zeigefinger auf, während meiner Abwesenheit brav zu sein. Im Anschluss mache ich einer störrischen Rentnerin einen Einkaufswagen streitig und folge dem Professor in den Flachbau. Weil wir bereits gestern auf dem Wochenmarkt vitaminreiches Grillfleisch eingekauft haben, lassen wir die Metzgerei links liegen und streben plaudernd zur Gemüseabteilung. Ruckzuck verfrachten wir saftige Tomaten, Salatkopf sowie Avocados in den Wagen. Zudem kommen wir überein, dass wir zur Feier des Tages einen besonders edlen Rebentrunk auftischen sollten.


Ich schoppe bei PUBLIX ab

11.30 Uhr Nach langem Überlegen wählen wir sechs Flaschen Vigilance Chardonnay aus und erfahren beim Blick auf das Etikett, dass die verwendeten Trauben im kalifornischen Lake County gereift sind – wie schön.
12.15 Uhr Kurz nach dem Zwölfuhrläuten verlassen wir den Supermarkt und kehren tütenbepackt zu den Autos zurück. Ich verfrachte die Einkäufe schnaufend auf der Ladefläche des SUVs und gebe Edelbert zu verstehen, dass nun eine Brotzeit nicht schaden kann. Mein Begleiter schlägt in die gleiche Kerbe und meint, dass er mich gerne in das benachbarte „Subway“ (löblich: U Bahn) Schnellessgasthaus einladen würde – das soll mir Recht sein.
13.00 Uhr Zurück im Willoughby Drive, schleppe ich die Lebensmittel ins Haus und sortiere sie sorgsam in den Eiskasten ein. Danach falle ich erschöpft aufs Wohnzimmersofa und döse im Handumdrehen ein.
14.00 Uhr Eine Stunde später werde ich durch lautes Türeschellen geweckt. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und treffe meine Verwandten vor der kleinen Villa an. Georg präsentiert stolz den neuen Gasgrill und berichtet, dass er in der Zwischenzeit auch eine Propanflasche besorgt hat. Bevor ich mich versehe, schiebt der gute Mann den Grill ins Haus und macht es sich zur Aufgabe, das futuristische Ungetüm auf der Terrasse aufzubauen.


Morgen wird gegrillt – wie schön

14.30 Uhr Unter meinen skeptischen Blicken verbindet Georg die Flüssiggasflasche mit dem Grill und plappert, dass dieses hochwertige Gerät auch über eine pyrolytische Selbstreinigungstaste verfügt. Ich staune Bauklötze und lerne, dass man den Grillrost auf über 900°F (=480°C) aufheizen kann – das ist ja allerhand.
15.15 Uhr Während ich an einem kühlen Bier nippe, blättert Georg in der Gebrauchsanleitung und beteuert, dass Gasgrillgeräte kaum qualmen und auch keine krebserregenden Stoffe freisetzen. Ich reibe mir die Hände und bin mir sicher, dass die anstehende Feier ein voller Erfolg werden wird.
16.00 Uhr Nachdem mir meine Verwandten einen ruhigen Abend gewünscht haben, setze ich mich in die Hollywoodschaukel und werfe Dixon einen Tennisball zu. Das Haustier apportiert die Filzkugel am laufenden Band und nimmt sich sogar das Recht heraus, die handzahme Echse Billy im Teich anzubellen – da kommt Freude auf.


Das kulinarische Wohl darf nicht zu kurz kommen

17.00 Uhr Weil das kulinarische Wohl nicht zu Kurz kommen darf, kehre ich bald in die Küche zurück und richte das Abendessen an. Ich schwenke gesunde Butter in einer Pfanne und brate leckere Fischstäbe heraus. Dazu gibt es eine Portion Kartoffelbrei sowie vitaminreiches Karottengemüse – wie gut das duftet.
18.00 Uhr Redlichst gestärkt schalte ich die Geschirrspülmaschine ein und verabschiede mich in den wohlverdienten Fernsehabend. Um auf dem Laufenden zu bleiben, fröne ich den FOX Nachrichten und mache mich über die anstehenden 4-Juli-Feierlichkeiten in den grossen Metropolen der Vereinigten Staaten schlau.
19.00 Uhr Zur Hauptfernsehzeit wechsle ich auf den Film- und Serienkanal HBO, um mir den preisgekrönten Liebesfilm „Days of Heaven“ (auf deutsch: In der Glut des Südens) anzuschauen. Obwohl ich den Streifen schon einige Male gesehen habe, zieht er mich auch heute in seinen Bann – wie aufregend.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Spitzenunterhaltung schalte ich den Flachbildschirm aus und trete auf die Terrasse, um sicherzustellen, dass der Hahn der Propangasflasche zugedreht wurde. Zu guter Letzt scheuche ich den Rüden ins Haus und lege mich schlafen. Gute Nacht.

30. Juni 2017 – Frau Pontecorvo verabschiedet sich

08.00 Uhr Der letzte Junitag bricht an und ich rolle mich gähnend aus dem Wasserbett. Weil ich längst nicht zum alten Eisen zähle, laufe ich in den Garten und nutze das sonnige Wetter, um meine Glieder bei der Morgengymnastik zu lockern – was kann es schöneres geben.
08.30 Uhr Nach der sportlichen Betätigung poche ich an Frau Pontecorvos Terrassentüre und lote aus, wann sie nach Jacksonville fahren wird. Die Gute tippt auf ihre Armbanduhr und informiert, dass die Abreise für 11 Uhr geplant ist. Zudem schenkt mir die Dame ein Lächeln und sagt, dass wir vorher frühstücken werden – wie schön.


Frau Pontecorvo fährt nach Jacksonville

09.00 Uhr Beschwingt kehre ich in die kleine Villa zurück und lasse Hund Dixon wissen, dass ich vor den Gaumenfreuden ein Wirbelbad nehmen werde. Um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln, ziehe ich mich in die Nasszelle zurück und lasse die Wanne mit Wasser volllaufen. Unterdessen tippe ich die Nummer meiner Verwandten in die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) ein und bringe heraus, dass Georg und Maria nach Fort Myers gerast sind, um hemmungslos in einschlägigen Kaufhäusern abzuschoppen – das ist wieder typisch.
09.45 Uhr Kurz vor dem Zehnuhrläuten werde ich erneut an Frau Pontecorvos Pforte vorstellig und freue mich, von der Dame des Hauses mit einem Bussi begrüsst zu werden. Ich folge meiner Bekannten spornstreichs ins Esszimmer und gebe Dixon zu verstehen, dass die nette Frau sogar etwas Schinken vorbereitet hat. Meine Gastgeberin streichelt dem Rüden über den Kopf und plappert davon, dass sie echten Virginia Schinken in die Schüssel verfrachtet hat – da läuft einem doch glatt das Wasser im Munde zusammen.


Am Dienstag wird der Unabhängigkeitstag gefeiert

10.30 Uhr Als wir kraftvoll zubeissen, kommt meine Tischnachbarin auf den Independence Day (löblich: Unabhängigkeitstag) zu sprechen und behauptet, dass sie den Feiertag zum Anlass nehmen wird, um mit Blanche das „Liberty Fest“ in Jacksonville zu besuchen. Meine Nachbarin schwärmt in den höchsten Tönen und vertellt, dass entlang der Strandpromenade unzählige Musikgruppen aufspielen werden – das ist prima.
11.15 Uhr Weil der Perle eine fünfstündige Autofahrt bevorsteht, beende ich die wichtigste Mahlzeit des Tages und nehme mir das Recht heraus, beim Abwasch zu helfen. Unterdessen flitzt Dixon kläffend an die frische Luft und stattet dem Nachbarshund Joey einen Besuch ab. Ich komme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und erkläre Frau Pontecorvo, dass ich am 4. Juli eine kleine Grillfeier im heimischen Garten abhalten werde. Darüber hinaus stelle ich klar, dass ich nicht nur Prof. Kuhn sowie meine Verwandten, sondern auch Herr Wang und Familie Porello in den Willoughby Drive einladen werde – das gibt ein rauschendes Fest.
12.00 Uhr Wenig später erhalte ich den Schlüssel zum Nachbarhaus und werde von Frau Pontecorvo beauftragt, regelmässig die Pflanzen zu giessen und den Briefkasten zu leeren. Ich nicke eifrig und helfe der kleinen Frau, ihren zentnerschweren Reisekoffer zum FORD MUSTANG zu schleppen.
12.30 Uhr Nachdem meine Nachbarin hupend davon gefahren ist, lotse ich den Vierbeiner ins Haus und bette mich auf dem Kanapee zur Ruhe. Leider wird mein Nickerchen bald durch ohrenbetäubendes Telefonschellen unterbrochen. Zu allem Überfluss meldet sich Georg in der Leitung und berichtet, dass er im Miromar Outlet Store ein Schnäppchen ergattern konnte. Ich staune Bauklötze und vernehme, dass mein Bruder einen WEBER Gasgrill für 700 Dollars erstanden hat. Bevor ich antworten kann, rechnet der gute Mann vor, dass besagtes Produkt im Fachhandel das Doppelte kostet.


Am 4. Juli wird gegrillt

13.15 Uhr Nach dem Telefonat lege ich die Beine hoch und schliesse die Augen. In wenigen Augenblicken döse ich ein und sehe mich im Traum an die amerikanische Westküste versetzt.
14.15 Uhr Um nicht den ganzen Nachmittag zu verschlafen, rapple ich mich hoch und nehme am Schreibtisch platz. Pflichtbewusst rufe ich Depeschen ab und erfahre vom Forschungszentrum Kuschmelka (München), dass es in Deutschland angesichts der vielen Asylanten drunter und drüber geht. Weiter lerne ich, dass jeder Flüchtling den Steuerzahler im Durchschnitt 450.000 Euros kostet – das ist ja allerhand.


Amazon Kindle ist prima

15.15 Uhr Nachdem ich das Betriebssystem heruntergefahren habe, greife ich zum Telefon und kontaktiere Prof. Kuhn. Ich treffe Edelbert in einer „Barnes & Noble“ Filiale an und höre, dass der schlaue Mann mit dem Gedanken spielt, 129 Dollars in ein NOOK Lesegerät zu investieren. Natürlich lache ich laut und weise auf die Tatsache hin, dass das Amazon Lesegerät KINDLE lediglich 60 Dollars kostet. Mein Bekannter nimmt sich den Ratschlag zu Herzen und meint, dass er am Abend Anschnur gehen und die Amazon Modellpalette in Augenschein nehmen wird. Ich atme tief durch und unterbreite, dass wir morgen Besorgungen für die bevorstehende Independence Day Feier tätigen müssen. Mein Gesprächspartner zeigt sich einverstanden und meint, dass wir uns gegen halb Elf in Julies Restaurant zum Frühstück treffen könnten – dazu sage ich nicht nein.
16.00 Uhr Während Dixon faul auf dem Kanapee liegt, laufe ich in den Garten und nehme den Rasensprenger in Betrieb. Ausserdem dünge ich das Petersilienbeet und vergesse auch nicht, Unkraut zu jäten.
17.00 Zum Abschluss des langen Tages bereite ich das Abendessen zu und nehme mit einer Wurstplatte Vorlieb. Dazu gibt es vitaminreiches Weissbrot sowie ein Glas Weisswein aus dem sonnigen Kalifornien – das tut gut.

19.00 Uhr Nach den FOX Nachrichten schalte ich auf AMC um und schaue mir das Drama „This Is Where I Leave You“ (auf deutsch: Sieben verdammt lange Tage) an. Die Filmumsetzung des bekannten Jonathan Tropper Romans handelt von einem Mann, der seine Ehefrau in flagranti beim Fremdgehen erwischt und in eine Sinnkrise verfällt.
20.45 Uhr Nach 100minütiger Langeweile flimmert endlich der Abspann über die Mattscheibe. Ich rolle demonstrativ mit den Augen und lösche sämtliche Lichter. Zu guter Letzt rufe ich Dixon ins Haus und lege mich schlafen. Gute Nacht.

27. Juni 2017 – Im Seminolen Casino

08.00 Uhr Das Telefon schrillt und ich schrecke aus einem schönen Traum hoch. Zu allem Überfluss meldet sich Mieterin Sandra in der Leitung und gibt mir zu verstehen, dass sie sich im Münchner Kreisverwaltungsreferat langweilt. Das Kind kommt aus dem Plappern gar nicht mehr heraus und vertellt, dass es sich gerade in der hauseigenen Kantine die Wampe vollgeschlagen hat und nun Akten wälzen wird. Ich nicke eifrig und bringe weiter heraus, dass sich die Maid am Wochenende auf dem „Tollwood“ Musikfest vergnügt hat – das ist mir Wurst.
08.30 Uhr Nachdem wir ausgetratscht haben, werfe ich den Hörer auf die Gabel und ziehe es vor, mich aus dem Bett zu rollen. Wie es sich gehört, scheuche ich den Vierbeiner in den Garten und absolviere bei strahlendem Sonnenschein die Morgengymnastik – das tut gut.


Mein Zuhause unter Palmen

09.00 Uhr Just als ich kehrt mache und in die kleine Villa zurück gehen möchte, gesellt sich der Gärtner an meine Seite und informiert, dass er den Rasen mähen wird. Ich begrüsse Herrn Leonardo (33) herzlich und bitte ihn, den Rasensprenkler einzustellen und den Farn am Teich zu stutzen – immerhin kann ich mich nicht um alles kümmern.
09.15 Uhr Verschwitzt verschwinde ich in der Nasszelle und entspanne bei einem löblichen Wirbelbad. Währenddessen telefoniere ich mit Edelbert und vernehme, dass der gute Mann den Tag im „Seminole Casino“ verbringen und das Mittagessen im casinoeigenen „Lucky Mi Noodle House“ einnehmen möchte. Weil ich nichts besseres zu tun habe, sichere ich meinen Bekannten zu, ihn gegen 11 Uhr abzuholen.
10.00 Uhr Ruckzuck beende ich den Badespass und nehme mir das Recht heraus, ein kleines Frühstück einzunehmen. Ferner rufe ich im Ferienhaus an und frage Georg, ob er uns ins Spielkasino begleiten will. Mein Bruder lehnt jedoch ab und meint, dass er seiner Frau versprochen hat, mit ihr einen Ausflug zum „Cocohantchee Park“ zu unternehmen. Ich zucke mit den Schultern und wünsche den lieben Leuten viel Vergnügen.
10.45 Uhr Nach der Brotzeit nehme ich Dixon ins Visier und komme zu dem Schluss, dass Hunde keinen Zutritt zum Indianerkasino haben. Ich fackle nicht lange und eile mit dem Haustier zum Nachbarhaus, um Frau Pontecorvo zu bitten, während meiner Abwesenheit auf den Rüden Acht zu geben. Frau Pontecorvo ist hellauf begeistert und sagt, dass sie umgehend zu einem ausgedehnten Spaziergang aufbrechen wird – das ist phantastisch.


Hund Dixon muss zu Hause bleiben

11.00 Uhr Wenig später sitze ich im SUV und gleite zu stimmungsvollen Radioklängen in Richtung Innenstadt davon. Unterdessen setze ich zu waghalsigen Überholmanövern an und schrecke auch nicht davor zurück, an einem wartenden Schulbus mit eingeschaltetem Warnlicht vorbei zu ziehen.
11.30 Uhr Im Handumdrehen treffe ich im Stadtzentrum ein und freue mich, Edelbert an der Ecke 5th Avenue und 8. Strasse anzutreffen. Der schlaue Mann steigt augenblicklich zu und unterbreitet, dass er sich vor dem Mittagessen an einem Einarmigen Banditen versuchen möchte. Ich gebe mich skeptisch und weise auf die Tatsache hin, dass die Chancen, an einem Glücksspielautomaten viel Geld zu gewinnen, sehr gering sind. Prof. Kuhn geht auf meinen Einwand nicht ein und animiert mich, das Gaspedal bis zum Anschlag durchzudrücken.
12.00 Uhr Während der kurzweiligen Reise präsentiert mein Begleiter einen 50 Dollar Restaurantgutschein und berichtet, dass er diese Rabattmarke bei seinem letzten Einkauf im COSCO Supermarkt erhalten hat. Ich staune nicht schlecht und mutmasse, dass der Essensgutschein auch für eine Nachspeise ausreichen wird.
12.45 Uhr Nach vierzig Meilen erreichen wir unser Ziel. Voller Vorfreude parken wir das Auto vor dem Haupteingang und sind überrascht, unzählige Menschen im Kasinoinneren anzutreffen. Trotz des Andrangs lassen wir uns die gute Laune nicht verderben und laufen zur Kasse, um Geldscheine mit dem Konterfei des Präsidenten Andrew Jackson in 25 Cents Münzen zu wechseln.


Wir werfen lustiges Kleingeld in die Automaten

13.15 Uhr Im Anschluss gehen wir zu den blinkenden Slot Machines und machen es uns zur Aufgabe, im Sekundentakt klimperndes Kleingeld in die Schlitze zu stecken – das macht Spass.
14.15 Uhr Sechzig Minuten später schlendern wir mit leeren Taschen zum „Noodle House“, um den Gutschein gegen Won Ton Suppen, Hong Kong Enten und süffiges Tsingtao Bier einzutauschen. Während wir kraftvoll zubeissen, erzählt mein Tischnachbar, dass sich dieses Kasino im Besitz der Seminolen Indianer befindet. Ich stimme prompt zu und weise auf die Tatsache hin, dass dieser Stamm seit 1957 von der amerikanischen Regierung anerkannt ist und seitdem eigene Reservate in Florida und Oklahoma unterhält – wie schön.


Prost!!!

15.15 Uhr Nachdem wir die Mahlzeit mit Thai Donuts und Kaffee abgerundet haben, kehren wir zum Auto zurück und treten die Heimreise an. Wir krusen gemächlich durch das schöne Collier County und haben sogar das Vergnügen, am Strassenrand Gürteltiere zu sehen, die sich in der Sonne aalen – wie aufregend.
16.15 Uhr Pünktlich zum Sechzehnuhrläuten treffe ich zu Hause ein und werde von Dixon freudig begrüsst. Während der Rüde auf und ab hüpft, lasse ich mich auf Frau Pontecorvos Veranda nieder und giesse mir einen Kaffee ein. Darüber hinaus lasse ich meine Erlebnisse im Kasino Revue passieren und stelle klar, dass uns die Glücksgöttin Fortuna leider nicht hold war – wie schade.
17.00 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, nach nebenan zu gehen und das Abendessen vorzubereiten. Als erstes schütte ich gesundes Trockenfutter in Dixons Napf und heize dann den Backofen vor. Danach schiebe ich eine Fertigpizza ins Rohr und bereite einen farbenfrohen Beilagensalat zu.


Zum Abendessen gibt es Pizza

18.00 Uhr Nach dem Abendessen strecke ich im Wohnzimmer die Beine aus und fröne den FOX Nachrichten. Ich mache mich über die Geschehnisse in der Welt schlau und wechsle zeitnah auf HBO, wo just im Moment der spannende Langfilm „Contact“ (löblich: Kontakt) anläuft. Ich lehne mich bierschlürfend zurück und tauche in das Leben einer Wissenschaftlerin ein, die bei ihrer Suche nach ausserirdischem Leben ein verschlüsseltes Radiosignal vom Stern Wega empfängt – wie aufregend.
20.30 Uhr Nach zweieinhalbstündiger Spitzenunterhaltung beende ich den Fernsehabend und begleite Hund Dixon noch einmal in den Garten. Anschliessend reguliere ich die Klimaanlage und falle erschöpft ins Bett. Gute Nacht.