29. November 2018 – Ein schmackhafter Quinoa Salat

08.00 Uhr Auch heute springt der Radiowecker pünktlich um Null-Achthundert an und weckt mich mit einem schönen Lied des aus Kentucky stammenden Sängers Dwight Yoakam. Ich schwinge mich spornstreichs aus dem Bett und läute den sonnigen Morgen mit dem Frühsport im Garten ein.


Der Radiowecker springt an

08.30 Uhr Just als ich ein Rad schlage, fällt mir auf, dass es unangenehm kühl geworden ist. Um keine Erkältung zu bekommen, mache ich schnell kehrt und entspanne mich bei einem Wirbelbad. Unterdessen rufe ich bei Georg in Kanada an. Mein Bruder meldet sich prompt und plappert, dass er gerade aufgestanden ist und den heutigen Vormittag mit Amanda und Maria im Eaton Schoppingzentrum verbringen wird – das hört man gerne.
09.30 Uhr Nach der Morgenwäsche trete ich vor den Spiegel und ringe mich wegen der mässigen Temperaturen dazu durch, ein langärmliges Hemd anzuziehen. Zudem schlüpfe ich in eine WRANGLER Tschiens und steige in die schweren Kuhnjungenstiefel (unlöblich: Cowboy Boots) – da kommt besonders grosse Freude auf.
10.00 Uhr Nachdem ich Kaffee aufgebrüht und vitaminreiche Donuts aus dem PUBLIX Supermarkt auf einem Porzellanteller angerichtet habe, setze ich mich an den Küchentisch und beisse kraftvoll zu. Leider wird mein Müssiggang alsbald durch Frau Pontecorvo gestört. Meine Nachbarin legt beste Laune an den Tag und erzählt, dass sie das Mittagessen im erst kürzlich eröffneten “The Bevy” Restaurant einnehmen wird. Die Gute kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus und beteuert, dass dort herrliche Salate, Schnitzel (unlöblich: Steaks) sowie hausgemachte Waffeln serviert werden. Ich werde sogleich hellhörig und kündige an, mich diesem Ausflug kurzerhand anzuschliessen. Darüber hinaus nehme ich das Festnetztelefon zur Hand und lasse es mir nicht nehmen, den Professor über unsere Aktivitäten in Kenntnis zu setzen.
11.00 Uhr Wenig später nippe ich ein letztes Mal am Kaffeebecher und gebe zu Protokoll, dass wir Edelbert in eineinhalb Stunden vor dem besagten Gasthaus an der 12. Avenue treffen werden. Da noch etwas Zeit bleibt, rege ich einen Spaziergang mit dem Vierbeiner an. Meine Nachbarin zeigt sich einverstanden und folgt mir zum nahegelegenen “La Playa” Golfplatz.


Dixon spielt mit einem Tennisball

11.30 Uhr Als wir vor dem Haupteingang der Golfanlage eintreffen, tippt meine Nachbarin auf ihre protzige Armbanduhr und sagt, dass wir langsam den Heimweg antreten sollten. Ich pfeife augenblicklich auf den Fingern und fordere Dixon auf, sich den Tennisball zu schnappen und kehrt zu machen. Ferner plaudere ich mit meiner Bekannten über belanglose Dinge und merke an, dass ich noch immer keine Weihnachtsgeschenke eingekauft habe – wo soll das noch hinführen.
12.00 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, dem Rüden in den SUV zu helfen und zum “The Bevy” zu rasen. Als Kavalier der alten Schule halte ich Frau Pontecorvo die Beifahrertüre auf und informiere, dass sie in ihrem schicken Hosenanzug besonders schnieke aussieht. Danach trete ich das Gaspedal bis zum Anschlag durch und rase hupend auf dem beschaulichen Wohngebiet – was kann es schöneres geben.
12.30 Uhr Dreissig Minuten später erreichen wir unser Ziel und freuen uns, Edelbert begrüssen zu können. Um nicht vom Fleisch zu fallen, nehme ich Dixon an die Leine und laufe schnurstracks in die Wirtschaft, um einem Kellner wildgestikulierend klarzumachen, dass ich auf meinen treuen Blindenhund nicht verzichten kann. Der Knecht nickt eifrig und lotst uns zu einen schönen Tisch – wie aufmerksam.
13.00 Uhr Nachdem wir einen Aperitif gesoffen habe, werfe ich prüfende Blicke in die Tageskarte und wähle als Vorspeise einen “Quinoa Salat” mit griechischem Fetakäse und fangfrischen Golfkrabben. Zudem bitte ich den Kellner, als Hauptgang ein gut durchgebratenes Ribeye Steak sowie eine Schüssel Wasser für mein Haustier aufzufahren – schon jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen.


Ich beisse kraftvoll zu

13.30 Uhr Als der Hauptgang endlich serviert wird, nehme ich ruckzuck Messer und Gabel zur Hand und komme zu dem Schluss, dass das Fleisch perfekt gegrillt wurde. Edelbert schlägt in die gleiche Kerbe und mutmasst, dass der Küchenscheff ein Meister seines Fachs ist – das kann man laut sagen.
14.30 Uhr Nachdem wir die Mahlzeit mit Schaumkaffees und Käsekuchen abgeschlossen haben, vertreten wir uns die Beine und begleiten den Professor tratschend nach Hause. Währenddessen hebt Hund Dixon an jedem Blumenkübel sein Beinchen und kommt aus dem Markieren gar nicht mehr heraus – wie lustig
15.00 Uhr Nach einem kurzweiligen Fussmarsch verabschieden wir uns von Edelbert und vereinbaren, dass wir Morgen einen Supermarkt ansteuern und Lebensmittel besorgen sollten. Im Anschluss kehre ich zum Auto zurück und ich mache es mir zur Aufgabe, Frau Pontecorvo sicher in den Willoughby Drive zurück zu bringen.
16.00 Uhr Zuhause angekommen, wünsche ich meiner Nachbarin schöne Stunden und falle dann fix und foxi aufs Kanapee, um mich von den Strapazen des Vormittages zu entspannen – immerhin bin ich nicht mehr der Jüngste.
17.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und mache mich in der Küche nützlich. Unter den fordernden Blicken meines Haustieres backe ich eine Fertigpizza im Backofen auf und zaubere dazu einen lustigen Tomatensalat mit perfekt aufgeschnittenen Zwiebelringen – das gibt ein Festessen.
17.45 Uhr Nach dem reichhaltigen Nachtmahl gehe ich zum gemütlichen Teil des Tages über. Als die Nachrichten über den Bildschirm flimmern, telefoniere ich erneut mit Georg und vernehme, dass er ein kleines Vermögen im Schoppingzentrum gelassen und mittlerweile sämtliche Weihnachtsgeschenke eingekauft hat. Ich rolle demonstrativ mit den Augen und wünsche meinem Bruder einen ruhigen Abend.

19.00 Uhr Zur besten Sendezeit (unlöblich: Prime Time) wechsle ich auf AMC und erfreue mich am Kriminalfilm “Lost in the Sun” (löblich: Verloren in der Sonne). Die Erfolgsproduktion aus dem Jahre 2015 handelt von einem Jungen, der nach der Beerdigung seiner Mutter von einem Ganoven entführt wird – wie schrecklich.
21.00 Uhr Nach zwei nervenaufreibenden Stunden beende ich den Fernsehabend und unternehme mit Dixon einen letzten Spaziergang durch den Garten. Zu guter Letzt verriegle ich die Haustüre besonders sicher und lege mich schlafen. Gute Nacht.

20. November 2018 – Rinderbraten und Knödel

08.00 Uhr Ich rolle mich aus dem Bett und fordere die ALEXA Musiksäule auf, mich mit schöner Musik zu verwöhnen. Danach werfe ich mir den Morgenmantel über und absolviere auf der Terrasse den Frühsport.


Alexa: “Spiele löbliche Musik”

08.30 Uhr Im Anschluss nehme ich die futuristische DeLonghi Kaffeemaschine in Betrieb und lasse Hund Dixon wissen, dass wir gleich frühstücken werden. Der Rüde leckt sich die Lefzen und hüpft ausgelassen aufs Kanapee, um an einem Kauknochen zu knabbern – da kommt Freude auf.
09.00 Uhr Während ich mich ordentlich herauswasche, bimmelt plötzlich die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) und Maria meldet sich in der Leitung. Die Perle kommt auf den morgigen Abflug zu sprechen und kündigt an, dass wir zum Abschied zu Mittag essen könnten. Ich nicke eifrig und verspreche, Frau Pontecorvo mitzubringen.
10.00 Uhr Sechzig Minuten später schlendere ich frisch in Schale geworfen in die Küche und richte auf einem Porzellanteller drei Schokoladencroissants aus dem PUBLIX Supermarkt an. Anschliessend fülle ich mein Kaffeehaferl mit brühfrischem Bohnentrunk auf und zögere nicht, bei meiner Nachbarin anzurufen. Als sich die Perle endlich meldet, erzähle ich vom bevorstehenden Mittagessen und merke an, dass wir gegen 11 Uhr losfahren sollten. Die Dame ist ganz aus dem Häuschen und entgegnet, dass sie einen Blumenstrauss im Circle K Supermarkt besorgen wird – das soll mir auch Recht sein.
10.30 Uhr Nachdem ich Edelbert Bescheid gegeben habe, führe ich den Vierbeiner in den Garten hinaus und mache es mir zur Aufgabe, sein verzaustes Fell zu bürsten. Zu guter Letzt lege ich dem Racker das schöne Lederhalsband um und gebe zu Protokoll, dass wir morgen Georg und Maria leider Lebewohl sagen müssen. Ferner informiere ich, dass wir die lieben Leute in drei Wochen wiedersehen und mit ihnen Weihnachten feiern werden – wie aufregend.
11.00 Uhr Wenig später gesellt sich Frau Pontecorvo an meine Seite und meint, dass wir nun aufbrechen können. Meine Nachbarin präsentiert einen farbenfrohen Blumenstrauss und möchte wissen, warum meine Verwandten nicht über den Jahreswechsel im Sonnenscheinstaat bleiben. Natürlich falle ich meinem Gegenüber spornstreichs ins Wort und stelle klar, dass Georg und Maria alsbald wiederkommen und die “staade Zeit” unter Palmen erleben werden – das wird ein ganz besonderer Spass.


Das Ferienhaus meiner Familie

11.45 Uhr Kurz vor der Mittagszeit treffen wir im Lowbank Drive ein und werden von meinem Bruder herzlich begrüsst. Zudem haben wir das Vergnügen, auch Edelberts sowie Herrn Wangs Hand schütteln zu können. Der Motelbesitzer freut sich über unser Kommen und verrät, dass Maria in der Küche beschäftigt ist und zur Feier des Tages einen leckeren Rinderbraten auf den Tisch bringen wird. Ich mache grosse Augen und eile mit schnellen Schritten ins frischrenovierte Esszimmer, um mir ein Gläschen Schaumwein zu genehmigen – das tut gut.


Wir stossen redlichst an

12.15 Uhr Alsbald nehmen wir am festlich eingedeckten Tisch Platz und werden von meiner Schwägerin mit stattlichen Portionen verwöhnt. Ich greife zungeschnalzend zum Besteck und bemerke, dass als Beilage Serviettenknödel sowie Rotkraut gereicht wird. Wie nicht anders zu erwarten, kommt Prof. Kuhn aus dem Plappern gar nicht mehr heraus und erörtert, dass besagtes Kraut reich an Eisen und Vitamin C ist – jaja.
13.00 Uhr Just als Maria Kaffee und Kuchen serviert, wende ich mich meinem Bruder zu und lote aus, ob zum Weihnachtsfest auch die Kinder zu uns stossen werden. Georg nickt eifrig und sagt, dass James, Amanda und David kurz vor den Festtagen in Florida eintreffen werden. Ferner höre ich, dass die Kinder am 2. Januar nach Dallas weiterfliegen werden, um einen Kurzurlaub in Texas einzulegen – das hört sich spannend an.
14.00 Uhr Zum Abschluss führt uns Georg in den Garten und setzt uns darüber in Kenntnis, dass während der kommenden drei Wochen das Schwimmbecken erneuert wird. Der gute Mann schweift mit der Hand über das Planschbecken und sagt, dass Morgen ein erfahrener Fliesenleger anrücken und das Becken mit blauen Bodenplatten auslegen wird – was das wieder kostet.
14.30 Uhr Schlussendlich verabschieden wir uns und fassen den Entschluss, uns Morgen in Julies Restaurant zum Frühstück zu treffen. Anschliessen kehre ich mit Frau Pontecorvo und Dixon zum Auto zurück und trete zu stimmungsvollen WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Radioklängen die Heimreise an.
15.15 Uhr Zuhause angekommen, hauche ich Frau Pontecorvo ein Bussi auf die Wange und ziehe mich in die gute Stube zurück. Nachdem ich Dixons Napf mit Futter aufgefüllt habe, falle ich aufs Sofa und schliesse die Augen.
16.15 Uhr Ich erwache ausgeruht und komme meinen Pflichten als staatlich anerkannter Internetzseelsorger nach. Wie es sich gehört, helfe ich verzweifelten Erziehungsberechtigten aus schier ausweglosen Situationen und rate, mit der verlotterten Jugend nicht zu zimperlich umzugehen.
17.00 Uhr Um endlich zur Ruhe zu kommen, gehe ich von der Leine und bereite unter den fordernden Blicken meines Haustieres das Abendessen vor. Da ich auf meine schlanke Linie achten muss, nehme ich mit vier Sandwiches (löblich: Wurstbroten) und etlichen Gewürzgurken aus dem Glas Vorlieb – schmeckt gar nicht schlecht.


Ich beisse kraftvoll zu

18.00 Uhr Nachdem ich die Geschirrspülmaschine eingestellt habe, schalte ich die Glotze ein und informiere mich bei den FOX Nachrichten über die aktuellen Geschehnisse in der Welt.
19.00 Uhr Zur besten Sendezeit wechsle ich auf den Bezahlkanal HBO und fröne dem Abenteuerfilm “Labyrinth” (Auf deutsch: “Die Reise ins Labyrinth”. Der amerikanische Langfilm aus dem Jahre 1986 erzählt von einem jungen Mädchen, das ihren Bruder aus den Fängen eines bösartigen Koboldkönigs befreien muss – so ein Schmarrn.
21.00 Uhr Nach zweistündigem Dummsinn beende ich den Fernsehabend und rufe Dixon ins Haus. Zu guter Letzt reguliere ich die Klimaanlage und lege mich schlafen. Gute Nacht.

2. November 2018 – Salsiccia und Pancetta

08.00 Uhr Weil ich am Wochenende den Grill anwerfen und meine Bekannten und Verwandten mit leckerem Essen verwöhnen möchte, hüpfe ich zeitig aus dem Bett und erkläre Dixon, dass wir alsbald zum Abschoppen fahren werden. Zuvor führe ich jedoch auf der schattigen Terrasse die Morgengymnastik durch und vergesse auch nicht, ein Rad zu schlagen – das soll mir erst mal einer nachmachen.
08.30 Uhr Just als ich in das klimatisierte Zuhause zurückkehre, schellt das Telefon besonders laut. Zu meiner Freude meldet sich Maria und gibt vor, dass sich Georg bereits auf den Golfplatz verabschiedet hat. Ferner erfahre ich, dass mich meine Schwägerin und Prof. Kuhn im “Ritz-Carlton Resort” erwartet – wie aufregend.
09.00 Uhr Um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln, ziehe ich mich in die Nasszelle zurück und erfrische mich bei einem Wirbelbad. Unterdessen telefoniere ich mit Edelbert und merke an, dass ich in eineinhalb Stunden im besagten Spitzenhotel sein werde. Der schlaue Mann freut sich und verspricht, mich anschliessend beim Einkaufen zu unterstützen – das kann mir nur Recht sein.
10.00 Uhr Pünktlich zum Zehnuhrläuten schwinge ich mich hinters Lenkrad des PS-strotzenden Chevrolets und schicke mich an, in Hund Dixons Gesellschaft zum drei Meilen entfernten Resort zu preschen. Nebenher stelle ich das Radio lauter und singe zum aktuellen Nummer 1 Landmusikschlag “Meant To Be” (löblich: Sein soll) von Bebe Rexha laut mit – was kann es schöneres geben.

10.30 Uhr Dreissig Minuten finde ich mich im hoteleigenen Frühstücksgasthaus wieder und nehme mir das Recht heraus, den Professor sowie meine Schwägerin per Handschlag zu begrüssen. Da mein Magen in einer Tour knurrt, fackle ich nicht lange und bediene mich am reich bestückten Büfett.
11.00 Uhr Während wir kraftvoll zubeissen, komme ich auf die anstehende Grillfeier zu sprechen und lasse Edelbert wissen, dass wir nach der Brotzeit zur Satreales Metzgerei krusen und Fleisch besorgen sollten. Maria wird sogleich hellhörig und bittet uns, neben vitaminreichen T Bone Steaks (löblich: T Knochen Schnitzel) auch köstliche Salsiccia Würste einzukaufen – das ist doch eine Selbstverständlichkeit.
12.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner wertvollen ROLEX auf 12 zugeht, nippe ich ein letztes Mal am Kaffeehaferl und rufe Edelbert auf, endlich in die Gänge zu kommen. Darüber hinaus bedanken wir uns für die leckere Mahlzeit und erklären Maria, dass die Grillfeier Morgen Abend gegen 18 Uhr steigen wird – das wird ein Spass.


Italienische Köstlichkeiten dürfen nicht fehlen

12.30 Uhr Am Ziel angekommen, streichle ich dem Vierbeiner über den Kopf und trage ihm auf, während meiner Abwesenheit im Auto zu warten. Danach schlendere ich an Edelberts Seite in die Fleischerei und zögere nicht, der übergewichtigen Wurstfachverkäuferin klarzumachen, dass ich ein BBQ plane. Die Dame hinter dem Tresen nickt eifrig und legt mir nahe, neben der Salsiccia auch etwas Pancetta einzukaufen. Als ich meinen Kopf schieflege, rückt die Perle mit weiteren Informationen heraus und sagt, dass es sich hierbei um eine luftgetrocknete Schinkenspezialität handelt, die sich ebenfalls hervorragend zum grillen eignet – das hört man gerne.
13.00 Uhr Um insgesamt 70 Dollars erleichtert, verlassen wir die Metzgerei und kommen überein, dass wir uns das sündteure Leben in Florida bald nicht mehr leisten können. Edelbert seufzt laut und mutmasst, dass wir zeitnah im Schuldenturm sitzen werden – wie schrecklich.


Ich investiere ein Vermögen

13.45 Uhr Endlich bin ich wieder zu Hause und kann die Wurstwaren in den Eiskasten verfrachten. Anschliessend versorge ich Dixon mit ROYAL CANIN Trockenfutter und falle dann schnaufend aufs Kanapee. Schon nach wenigen Augenblicken döse ich ein und sehe mich im Traum auf den Campus der Berkeley Universität versetzt.
14.45 Uhr Leider wird die Ruhe bald durch Frau Pontecorvo gestört. Meine Nachbarin hämmert gegen die Terrassentüre und plappert, dass sie zum morgigen Abendessen einen selbstgebackenen Käsekuchen beisteuern wird. Ich reibe mir die Hände und lade die kleine Frau ein, mir beim Kaffeekränzchen Gesellschaft zu leisten.
15.15 Uhr Nachdem ich mit dem DeLonghi Vollautomaten brühfrischen Bohnentrunk aufgebrüht habe, lasse ich mich neben Frau Pontecorvo auf der Terrasse nieder und gebe zu Protokoll, dass wir nach dem Essen eventuell einen Film auf der Grossbildleinwand anschauen werden. Frau Pontecorvo ist begeistert und verspricht, den Abend zu nutzen, um im WAL MART nach einer sehenswerten Hollywoodproduktion Ausschau zu halten – jaja.
16.15 Uhr Als endlich Ruhe und Frieden in der kleinen Villa eingekehrt ist, sehe ich im Garten nach dem Vierbeiner und nutze die Gelegenheit, um den Rasensprenger in Betrieb zu setzen.
17.00 Uhr Anschliessend kehre ich in die Küche zurück, um mir mehrere Ham Sandwiches (löblich: Schinkenbrote) anzurichten. Ich garniere die Brote mit Gurkenscheiben aus dem Glas und schenke mir nebenher ein lustiges Weissbier aus meiner weissblauen Heimat ein – wie das perlt.


Ich beisse kraftvoll zu

18.00 Uhr Zum Abschluss des nervenaufreibenden Tages verfrachte ich das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine und stelle die Klimaanlage auf die höchste Stufe ein. Zu guter Letzt falle ich fix und foxi aufs Kanapee und versüsse mir den lauen Freitagabend mit fernsehschauen.
19.00 Uhr Nach den FOX Nachrichten, nehme ich mit dem AMAZON Videoangebot Vorlieb und gebe mich dem zwielichtigen Abenteuerfilm “The Incredible Hulk” (auf deutsch: Der unglaubliche Hulk) hin. Die Produktion aus dem Jahre 2008 erzählt die hanebüchene Geschichte des Bruce Banners, der sich während einer Versuchsreihe mit Gammastrahlen zu einem grünen Wesen mit übermenschlichen Kräften verwandelt – so ein Schmarrn.
21.00 Uhr Nach zweistündigem Klamauk beende ich den Fernsehabend und rufe Dixon ins Haus. Danach lösche ich das Licht und gehe zu Bett. Gute Nacht.

23. Oktober 2018 – Frühstück im Ritz-Carlton

08.00 Uhr Bei strahlendem Sonnenschein trete ich auf die Terrasse und schicke mich an, den vorletzten Dienstag des Weinmonats mit der Morgengymnastik zu beginnen. Während ich graziös auf und ab hüpfe, gesellt sich plötzlich Herr Booth an die Grundstücksgrenze und fragt nach, wann Frau Pontecorvo aus Jacksonville zurück kommen wird. Ich stehe dem Heini artig Rede und Antwort und verrate, dass ich die kleine Frau am Abend herzlich Willkommen heissen werde – darauf freue ich mich jetzt schon.
08.30 Uhr Nachdem ich ausgiebig mit dem hochdekorierten Vietnamveteran geplaudert habe, kehre ich in die klimatisierte Villa zurück und lasse Hund Dixon wissen, dass ich mich nun bei einem Wirbelbad entspannen werde. Der Vierbeiner wird augenblicklich hellhörig und zieht es vor, sich einen Tennisball zu schnappen und in den Garten zu traben. Unterdessen ziehe ich mich in die Nasszelle zurück und lasse es mir nicht nehmen, während des Waschvergnügens mit Georg zu telefonieren. Mein Bruder freut sich über den Anruf und lädt mich ein, zum Frühstück ins Ritz-Carlton Resort zu kommen – das hört man gerne.
09.30 Uhr Um meine Verwandten nicht warten zu lassen, hüpfe ich aus der Wirbelbadewanne und greife zum Handtuch, um mich ordentlich trocken zu reiben. Danach trage ich eine pflegende Lotion auf meine sonnengebräunte Haut auf und wähle einen schönen hellblauen Anzug aus dem begehbaren Kleiderschrank.
10.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner wertvollen ROLEX auf 10 zugeht, sitze ich im geräumigen Chevrolet Suburban und kruse entspannt gen Süden davon. Dank des serienmässig eingebauten GARMIN Navigationssystems erfahre ich, dass das luxuriöse Resort lediglich 3 Meilen entfernt liegt – wie schön.

10.30 Uhr Wenig später finde ich mich mit Hund Dixon im Schlepptau in der Empfangshalle der angesehenen Herberge wieder und lerne beim Blick auf eine Informationstafel, dass dieses Haus über eine der weltbesten Golfanlagen verfügt. Ich staune nicht schlecht und bringe ausserdem heraus, dass auf dem hauseigenen Grün jedes Jahr mindestens zwei professionelle Golfturniere ausgetragen werden – das ist ja allerhand.
11.00 Uhr Weil mein Magen laute Knurrlaute von sich gibt, kehre ich kurzerhand in die “Bella Vista Lounge” ein und treffe Georg und Maria an einem schönen Tisch mit Ausblick auf den Golfparcour an. Mein Bruder rückt mir einen Stuhl zurecht und legt mir nahe, anstatt eines grossen Frühstück (unlöblich: Big Breakfast) ein vitaminreiches Lachsbagel mit Frischkäse zu ordern. Ich schüttle entschieden den Kopf und ziehe es vor, den Tag mit Rühreier und Speckstreifen zu beginnen. Nebenher sehe ich mich genötigt, mir Georgs Schwärmereien bezüglich der 8-Loch Anlage anzuhören. Mein Bruder kommt aus dem Plappern gar nicht mehr heraus und meint, dass ich endlich über meinen Schatten springen und ebenfalls dem Golfsport frönen sollten – das sehe ich ganz anders.


Das Ferienhaus wird umgebaut

11.45 Uhr Just als ich mir von einem hochnäsigen Kellner brühfrischen Kaffee nachschenken lasse, meldet sich Maria zu Wort und erzählt, dass sie gestern im Ferienhaus nach dem Rechten gesehen hat. Meine Schwägerin schenkt mir ein Lächeln und verdeutlicht, dass die muskelbepackten Handwerker mittlerweile den alten Parkettboden gegen echte Holzdielen ausgetauscht, die Wände mit Farbe bepinselt und ausserdem eine leistungsstärkere Klimaanlage installiert haben. Darüber hinaus vernehme ich, dass es den Beiden Mitte der kommenden Woche möglich sein wird, ihre Zelte im Ritz-Carlton abzubrechen – wie aufregend.
12.30 Uhr Nach einem kleinen Spaziergang durch den hauseigenen Rosengarten, lüfte ich meine NY YANKEES Kappe und entschliesse mich, die Heimreise anzutreten. Wie es sich gehört, reiche ich meinen Verwandten die Hand und kehre dann mit dem hechelnden Rüden zum Auto zurück.
13.15 Uhr Zuhause angekommen, falle ich fix und foxi aufs Kanapee und strecke gähnend die Füsse aus. Nach wenigen Atemzügen döse ich ein und sehe mich im Traum nach Puerto Rico versetzt – diese Forschungsreise werde ich so schnell nicht vergessen.


Ich träume von Puerto Rico

14.15 Uhr Nach einer Stunde werde ich durch aggressives Hupen geweckt. Als ich mir den Schlaf aus den Augen reibe und aus dem Fenster spähe, stelle ich fest, dass Frau Pontecorvos schnittiger MUSTANG auf der Nachbareinfahrt steht. Wildgestikulierend renne ich nach draussen und heisse meine Nachbarin herzlich Willkommen. Die kleine Frau wischt sich mit dem Handrücken demonstrativ über die Stirn und erzählt, dass sie für die 350 Meilen lange Wegstrecke nicht einmal 5 Stunden gebraucht hat. Ich mache grosse Augen und lade die Perle zu Kaffee und lustigen Donuts auf die schattige Terrasse ein – da kommt Freude auf.
15.00 Uhr Während wir kraftvoll zubeissen, lässt meine Bekannte ihren Aufenthalt in Jacksonville Revue passieren und berichtet, dass der Besuch des “Jacksonville Zoos” besonders schön war. Ich folge den Ausführungen mit grösstem Interesse und erkläre der Dame, dass meine Verwandten ihr Ferienhaus derzeit renovieren lassen.
16.00 Uhr Da Frau Pontecorvo müde ist, begleite ich sie nach nebenan und informiere, dass ich stets meinen Pflichten nachgekommen und regelmässig ihre Pflanzen gegossen habe. Meine Nachbarin nimmt eine verwelkte Zimmerpalme in Augenschein und wünscht mir einen schönen Abend – den werde ich hoffentlich haben.
17.00 Uhr Nachdem ich mit Hund Dixon im Garten gespielt habe, mache ich mich in der Küche nützlich und backe eine TOMBSTONE Tiefkühlpizza im Ofen auf. Dazu gibt es einen farbenfrohen Beilagensalat mit Thousand Island Dressing (löblich: Tausend Insel Sauce) – schmeckt gar nicht schlecht.


Ich beisse kraftvoll zu

18.00 Uhr Ich beende das Nachtmahl und lasse den langen Tag fernsehschauend in der guten Stube ausklingen. Weil ich über alles informiert sein muss, gebe ich mich den Nachrichten hin und mache mich über die anstehenden Zwischenwahlen schlau.
19.00 Uhr Um auf andere Gedanken zu kommen, wechsle ich bald auf AMC, wo just eine Folge der Gruselserie “The Walking Dead” (löblich: Der wandelnde Tod) anläuft. Während ich ein Bier schlürfe, folge ich den Geschehnissen auf dem Flachbildschirm und werde plötzlich Zeuge, wie einer der Hauptdarsteller einem geifernden Zombie den Schädel spaltet – gleich platzt mir der Kragen.
21.00 Uhr Nach einer weiteren Episode betätige ich den OFF (löblich: AUS) Knopf auf der neumodischen Fernbedienung und lege mich schlafen. Gute Nacht.

12. Oktober 2018 – Ein BBQ am Wochenende

08.00 Uhr Beschwingt durch den aktuellen Eric Church Schlag (unlöblich: Hit) “Jukebox and Bar” (löblich: Musikschachtel und Biertränke) hüpfe ich aus den Federn und lerne, dass der bekannte Landmusikant zum Monatsanfang ein neues Studioalbum mit dem Titel “Desperate Man” herausgebracht hat – das ist wunderbar.


Eric Church – Desperate Man

09.00 Uhr Nachdem ich auf der Terrasse die Morgengymnastik absolviert habe, eile ich in die Nasszelle und entspanne mich bei einem Wirbelbad. Ausserdem telefoniere ich mit Edelbert und lasse meinen Bekannten wissen, dass kaum noch Lebensmittel im Kühlschrank vorrätig sind. Der schlaue Mann seufzt laut und wirft ein, dass wir schnellstmöglich zum PUBLIX Supermarkt krusen und dort ordentlich abschoppen sollten – wie aufregend.
09.30 Uhr Weil Frau Pontecorvo verreist ist und mich kaum mit einem reichhaltigen Frühstück verwöhnen kann, sehe ich mich genötigt, selbst Rühreier mit Schinken zu zaubern. Ausserdem brühe ich echten Bohnenkaffee auf und führe mir zum Frühstück etliche Donuts zu Gemüte – schmeckt gar nicht schlecht.


Ich beisse kraftvoll zu

10.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner wertvollen ROLEX auf 10 zugeht, nehme ich einen letzten Schluck Kaffee und gebe Hund Dixon zu verstehen, dass wir nun zum PUBLIX krusen und Lebensmittel besorgen müssen. Ruckzuck nehme ich den Autoschlüssel von der Ablage und registriere, dass ich auch Getränke, Schokolade sowie Obst einkaufen muss – was das wieder kostet.
11.30 Uhr Nach einer kurzweiligen Reise, erreiche ich mein Ziel und kann den PS-strotzenden Chevrolet direkt neben Edelberts JEEP parken. Während Dixon bei laufendem Motor im Auto zurück bleibt, folge ich Edelbert in den klimatisierten Flachbau und mache einer störrischen Kundin (78) mit hellblauen Haaren einen Einkaufswagen streitig. Im Anschluss nehmen wir die Sonderangebote in Augenschein und stellen wohlwollend fest, dass gesundes Hackfleisch während dieser Woche im Angebot ist. Natürlich schlagen wir sogleich zu und bitten die übergewichtige Wurstfachverkäuferin, vier Pfund einzupacken – da kommt besonders grosse Freude auf.
12.00 Uhr Während sich immer mehr Lebensmittel im Wagen ansammelt, kommt mein Begleiter auf das Wochenende zu sprechen und beteuert, dass es eine Gaudi wäre, in meinem gepflegten Garten ein Barbecue zu veranstalten. Ich lecke mir die Lippen und entgegne, dass sich Georg und Maria bestimmt über eine Einladung freuen würden. Bevor der Professor Worte findet, zücke ich die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) und lasse es mir nicht nehmen, die lieben Leute anzurufen. Als sich mein Bruder nach dem zweiten Tuten endlich meldet, rege ich eine Grillfeier an und ermutige Georg, augenblicklich zum Wochenmarkt am Hafen zu krusen und dort Gemüse sowie lustige Grillfische einzukaufen. Der gute Mann juchzt laut und sichert zu, in wenigen Minuten loszufahren und allerhand Schmankerl zu besorgen – das hört man gerne.


Blick auf meinen Garten

12.45 Uhr Nachdem wir dem PUBLIX Konzern ein stattliches Sümmchen beschert haben, kehren wir in eine nahegelegene McDonalds Schnellfressfiliale ein und ordern ein opulentes Mittagessen in Form von vitaminreichen Quarter Pounders (löblich: Viertelpfünder), Kartoffelstäben und Salat. Dazu gibt es grosse Diät Cola Becher sowie schmackhafte Sundaes (löblich: Eistüten) – schmeckt wirklich prima.
13.30 Uhr Nach dem Festschmaus wünsche ich Edelbert einen ruhigen Nachmittag und trete die Heimreise an. Um für gute Laune zu sorgen, drehe ich das Radiogerät etwas lauter und fröne stimmungsvollen Landmusikschlägen.
14.00 Uhr Fix und Foxi treffe ich zu Hause ein und mache es mir zur Aufgabe, die Einkaufstüten in die kleine Villa zu schleppen. Unterdessen verabschiedet sich Dixon in den Garten der Nachbarn und schreckt nicht davor zurück, eine knietiefe Grube im Rosenbeet auszubuddeln – das macht Spass.


Ich schlüpfe aus meinen Flip Flops

14.45 Uhr Nachdem ich die Lebensmittel verstaut habe, schlüpfe ich aus den Flip Flops und falle erschöpft aufs Kanapee. Wie es sich gehört, strecke ich genüsslich die Beine aus und schliesse die Augen – das tut gut.
15.45 Uhr Ich erwache ausgeruht und fülle Dixons Napf mit Trockenfutter auf. Darüber hinaus spähe ich neugierig auf meine wertvolle ROLEX und bemerke, dass es für das Abendessen noch zu früh ist. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, klatsche ich in die Hände und animiere den Rüden, mich an die frische Luft zu begleiten.
16.00 Uhr Mit einem lustigen Lied auf den Lippen schlendere ich durch das Wohngebiet und nehme mir das Recht heraus, Georg anzurufen und nachzufragen, ob er mittlerweile vom Markt zurück ist. Mein Verwandter kommt aus dem Plappern gar nicht mehr heraus und meldet, dass er allerhand Kräuter eingekauft hat. Als ich genauer nachfrage, verrät der gute Mann, dass Maria einen Sauce für die anstehende Grillfeier zubereiten wird – jaja


Ein feines Nachtmahl

17.00 Uhr Zurück in der kleinen Villa, mache ich mich in der Küche nützlich und hantiere mit einer Pfanne. Ruckzuck brate ich Fischstäbe heraus und nehme ausserdem mit Bratkartoffeln Vorlieb – wie gut das duftet.
18.00 Uhr Nach dem Abendessen nehme ich auf dem Sofa platz und gebe mich den Nachrichten auf FOX hin. Unter anderem bringe ich heraus, dass in drei Wochen das unlöbliche Halloween Fest gefeiert wird – wie schrecklich.
19.00 Uhr Zur besten Sendezeit wechsle ich kopfschüttelnd auf HBO und erfreue mich am Kriminalfilm “The Harvest” (auf deutsch: Haus des Zorns). Der Lichtspielhauserfolg aus dem Jahre 2013 erzählt von einem Mädchen, die im Haus ihrer besten Freundin eine fürchterliche Entdeckung macht.
21.00 Uhr Als nach einhundertzwanzig Minuten der Abspann über den Flachbildschirm flimmert, atme ich tief durch und beende den Fernsehabend. Zu guter Letzt wünsche ich Dixon angenehme Träume und lege mich schlafen. Gute Nacht.