19. September 2017 – Ausgewogene Ernährung

08.00 Uhr Ich beginne den Tag mit dem Frühsport im Freien. Hund Dixon leistet mir bei den Leibesübungen Gesellschaft und zögert nicht, an Frau Pontecorvos Terrassentüre zu kratzen. Meine Nachbarin lässt nicht lange auf sich warten und ruft mich auf, zum Frühstück herüberzukommen. Ich nicke eifrig und entgegne, dass ich mich nur noch frisch machen muss – immerhin ist mir Sauberkeit und Hygiene sehr wichtig.
08.30 Uhr Wie es sich gehört, lasse ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln und vergesse auch nicht, meine Haare mit einem Pflegeprodukt aus dem Hause SCHWARZKOPF zu waschen – wie gut das duftet.
09.30 Uhr Wenig später eile ich mit Dixon zum Nachbarhaus und erfahre, dass unser Frühstück aus einem Müsli und süffigem Mandeltrunk bestehen wird. Ich blicke skeptisch drein und informiere, dass ich Rühreier mit Speckstreifen bevorzugen würde. Die Alte erhebt jedoch den Zeigefinger und meint, dass wir nicht mehr die Jüngsten sind und auf eine ausgewogene Ernährung achten sollten – papperlapapp.
10.00 Uhr Während ich am Mandelsaft nippe, redet Frau Pontecorvo weiter auf mich ein und vertellt, dass in der Innenstadt in den letzten Monaten zahlreiche vegetarische Restaurants eröffnet wurden. Meine Tischnachbarin geht noch weiter und schlägt vor, dass wir Edelbert an seinem Geburtstag ins „Delicious Raw“ ausführen sollten. Als ich genauer nachfrage, rückt die Dame mit der ganzen Wahrheit heraus und berichtet, dass in besagtem Gasthaus nicht nur frisch gepresste Gemüsesäfte, sondern auch laktosefreie Aufläufe serviert werden.


Mein Zuhause unter Palmen

11.00 Uhr Nachdem ich aufgegessen und mir den Mund an der Serviette abgewischt habe, wünsche ich meine Nachbarin einen schönen Tag und kehre in die kleine Villa zurück. Ruckzuck laufe ich zum Eiskasten und hole etwas Aufschnitt hervor, um mir ein Sandwich (löblich: Wurstbrot) zuzubereiten. Ferner halte ich Dixon eine Scheibe Capocollo vor die Schnauze und stelle klar, dass Fleisch sehr gesund ist und Kraft spendet.
11.30 Uhr Nachdem ich mich im Garten nützlich gemacht und abgefallene Palmwedel aufgelesen habe, greife ich zum Autoschlüssel und fordere den Vierbeiner auf, mich zum Wagen zu begleiten. Mit Elan zwänge ich mich hinters Lenkrad und schicke mich an, zu stimmungsvoller Radiountermalung in Richtung Stadtzentrum davonzurasen. Während der aus Kanada stammende Sänger Neil Young ein Lied über die Indianertochter Pocahontas trällert, beschleunige ich den SUV auf 35 Meilen und lasse meinen tierischen Begleiter wissen, dass wir nun Prof. Kuhn einen Überraschungsbesuch abstatten werden.

12.15 Uhr Als die Sonne ihren Höchststand erreicht hat, betätige ich Edelberts Klingel und werden von meinem Bekannten herzlich begrüsst. Der gute Mann lotst mich in die klimatisierte Stube und nimmt sich das Recht heraus, mich mit einem Budweiser zu verwöhnen. Ich nehme das Kaltgetränk dankend an und öle meinen staubtrocknen Hals mit kräftigen Schlucken. Unterdessen präsentiert der Professor ein Buch aus Alen Ginsbergs Feder und plappert davon, dass er gestern im Barnes & Noble Geschäft die Schriftensammlung „Howl and other Poems“ (löblich: Das Geheul und andere Gedichte) entdeckt hat. Bevor ich antworten kann, schlägt mein Gegenüber das Buch auf und liest daraus vor – wie langweilig.
12.45 Uhr Kurz bevor mir die Augen zufallen, beendet Edelberg den Monolog und sagt, dass Alen Ginsberg zu den herausragendsten Schriftstellern der Neuzeit zählt. Ich schlage in die gleiche Kerbe und merke an, dass mein knurrender Magen nach einer warmen Mahlzeit verlangt. Edelbert seufzt laut und meint, dass wir in „Alberto’s Restaurant“ einkehren und Pizzas fressen könnten – das ist phantastisch.


Wir beissen kraftvoll zu

13.30 Uhr Nach einem kurzweiligen Spaziergang betreten wir das Gasthaus und bekommen einen Fenstertisch mit Ausblick zugewiesen. Wir nehmen prompt Platz und halten die bildhübsche Kellnerin an, zwei Hopfenkaltschalen sowie vitaminreiche Schinkenpizzas aufzutischen. Während der Mahlzeit plaudern wir angeregt und tauschen uns über Sandras anstehenden Urlaub aus. Edelbert legt seine Stirn in Falten und unkt, dass es kein Vergnügen werden wird, das Kind für zwei lange Wochen in meinem Zuhause zu beherbergen – wie wahr.
14.15 Uhr Redlichst gestärkt bezahlen wir die Zeche und vertreten uns die Beine entlang der 5th Avenue. Wir spähen in die ausstaffierten Schaufenster der Geschäfte und bemerken, dass Naples derzeit von besonders vielen Touristen überschwemmt wird – wo soll das noch hinführen.


Wir vertreten uns die Beine

15.00 Uhr Pünktlich zum Dreiuhrläuten hüpfe ich wieder ins Auto und brause winkend von dannen. Um schneller voran zu kommen, setze ich zu waghalsigen Überholmanövern an und lasse mehrmals das Signalhorn ertönen.
15.30 Uhr Zurück im Willoughby Drive, steige ich aus den Kuhjungenstiefeln und fülle Dixons Napf mit köstlichem Trockenfutter auf. Anschliessend strecke ich die Beine auf dem Sofa aus und döse schnell ein – das tut gut.
16.30 Uhr Ich erwache ausgeruht und registriere, dass Dixon mittlerweile nach draussen gelaufen ist, um den Nachbarhund zu besuchen. Achselzuckend giesse ich mir ein kühles Bier hinter die Binde und bereite das Abendessen vor. Um nicht stundenlang am Herd stehen zu müssen, schiebe ich eine Pizza in den Ofen und zaubere nebenher einen Tomatensalat mit perfekt aufgeschnittenen Zwiebelringen.
17.00 Uhr Just als ich mich an den Esstisch setze, kommt das freche Haustier vor seinem Ausflug zurück und fordert ein Stück Pizza heraus. Ich komme der Bitte anstandslos nach und studiere während der Jause die aktuellen Berichte in der Tageszeitung.

18.00 Uhr Nachdem ich die Geschirrspülmaschine knopfdrückend in Betrieb genommen habe, mache ich es mir im Wohnzimmer bequem und spiele mit dem Gedanken, mir den Abend mit etlichen „Derrick“ Episoden zu verschönern. Voller Vorfreude verfrachte ich eine selbstgebrannte DVD ins Abspielgerät und gebe mich drei heiklen Fällen aus den frühen 1980er Jahren hin – da kommt Spannung auf.
21.00 Uhr Nach 180minütigem Nervenkitzel betätige ich den AUS Knopf auf der Fernbedienung und führe Dixon noch einmal in den Garten. Zu guter Letzt lösche ich sämtliche Lichter und falle erschöpft ins Bett. Gute Nacht.

18. September 2017 – Ich wähle

08.00 Uhr Eine neue Woche bricht an und ich fühle mich blendend. Als plötzlich Dixon anschlägt und kläffend zur Pforte rennt, werfe ich mir den Morgenmantel über und sehe selbst nach dem Rechten. Zu meiner Freude finde ich die Unterlagen für die anstehende Bundestagswahl im Briefkasten vor und erkläre dem Vierbeiner, dass ich nun meinen Bürgerpflichten nachkommen und der AfD mein Vertrauen aussprechen werde. Während Dixon hechelnd nach draussen läuft, eile ich in die gute Stube und mache es mir zur Aufgabe, die Briefwahlunterlagen ganz genau in Augenschein zu nehmen. Ich überfliege das Merkblatt eingehend und lerne, dass ich den amtlichen Stimmzettel mit zwei Kreuzen versehen und diesen dann in den blauen Briefumschlag stecken muss – wie aufregend.


Wählen ist gar nicht so einfach

08.30 Uhr Nachdem ich meine Stimmen abgegeben und den blauen Umschlag zugeklebt habe, nehme mir das Recht heraus, den Wahlschein in das rote Kuvert zu stecken. Nebenher rolle ich entnervt mit den Augen und komme zu dem Schluss, dass wählen gar nicht so einfach ist.
09.00 Uhr Schlussendlich atme ich tief durch und vergesse auch nicht, den Wahlbrief mit Postwertzeichen zu bekleben. Im Anschluss verabschiede ich mich in die Nasszelle und nehme mit einem Wirbelbad Vorlieb.
10.00 Uhr Just als ich aus der Wanne hüpfe und mich mit einem Frotteehandtuch abtrockne, pocht Frau Pontecorvo an die Terrassentüre und schimpft, weil Dixon ein Loch im Garten gegraben hat. Ich schlüpfe geschwind in modische Freizeitkleidung und entgegne, dass ich mich nicht um alles kümmern kann.


Dixon ist frech

10.30 Uhr Da ich keine grosse Lust verspüre, alleine zu frühstücken, nehme ich den Autoschlüssel zur Hand und scheuche Dixon zum Chevrolet. In einer nervenaufreibenden Hochgeschwindigkeitsfahrt presche ich in Richtung Zentrum davon und rufe kurzerhand beim Professor an, um ihn ins „The Cafe“ an der 5th Avenue einzuladen. Edelbert erteilt mir jedoch eine Absage und sagt, dass das besagte Restaurant wegen Sturmschäden bis auf weiteres geschlossen bleibt. Stattdessen bringt mein Bekannter eine Einkehr ins „Bistro 821“ zur Sprache und sichert zu, dass er sich augenblicklich auf den Weg machen wird – das hört man gerne.
11.00 Uhr Hungrig und durstig betrete ich das Familiengasthaus und freue mich, den Professor an einem Fenstertisch mit Ausblick anzutreffen. Selbstverständlich setze ich mich sogleich dazu und ordere bei einem hochnäsigen Kellner ein vitaminreiches „Western Omelette“ sowie „Oven Roasted Potatoes“ (löblich: Ofengeröstete Kartoffel). Dazu gibt es eine Kanne Kaffee und frischgepressten O-Saft – das schmeckt.
11.30 Uhr Während wir kraftvoll zubeisse, präsentiere ich den Wahlbrief und merke an, dass wir im Anschluss zu einer Postfiliale spazieren sollten. Edelbert schlägt in die gleiche Kerbe und kann es kaum noch erwarten, am kommenden Sonntag die ARD Wahlsendung im Internetz zu verfolgen – das wird eine Gaudi.


Oktoberfest – Ich sage Nein

12.15 Uhr Als die Sonne ihren Höchststand erreicht hat, verlassen wir die Wirtschaft und schlendern mit Dixon zur Poststelle an der 6. Strasse. Unterdessen tratschen wir angeregt und der Professor erzählt, dass Admiral a.D. Bürstenbinder gestern das Oktoberfest besucht hat. Ich lache laut und mutmasse, dass der ehemalige Seefahrer mindestens sechs Mass gestemmt und eine Saalschlacht angezettelt hat. Edelbert nickt eifrig und beteuert, dass der gute Mann auch heute nach München fahren und abermals abfeiern wird – das ist ja allerhand.
13.00 Uhr Nachdem ich den Brief per Expresszustellung aufgegeben habe, kehren wir zum Chevrolet zurück. Mein Begleiter wischt sich mit der Hand über die nasse Stirn und kündigt an, dass er den Nachmittag lesend in seiner schicken Stadtwohnung verbringen wird. Ich wünsche dem schlauen Mann viel Vergnügen und ziehe es vor, schnell ins Auto einzusteigen und in Richtung Willoughby Drive davonzurasen.
13.30 Uhr Ich treffe fix und foxi zuhause ein und fülle Dixons Napf mit Trockenfutter auf. Anschliessend bette ich mich auf dem Kanapee zur Ruhe und döse prompt ein – das tut gut.
14.30 Uhr Um nicht den ganzen Nachmittag zu vertrödeln, schwinge ich mich vom Sofa und eile mit einem scharfen Messer im Anschlag in den Garten. Mit einer schönen Melodie auf den Lippen, schneide ich die Petersilie ab und bemerke, dass die diesjährige Ernte besonders mickrig ausfällt. Ich balle meine Fäuste und lasse Dixon wissen, dass Hurrikan Irma zahlreiche Doldenblütlergewächse entwurzelt hat – wie schade.


Die Ernte ist futsch – SAPPERLOTT

15.15 Uhr Nach getaner Arbeit kehre ich ins Haus zurück und setze mich an den Schreibtisch. Wie es sich gehört, gebe ich im Rahmen der Anschnurseelsorger Ratschläge zum Umgang mit frechen Jugendlichen ab.
16.15 Uhr Nach einer Stunde fahre ich den Heimrechner mausdrückend herunter und stelle mir grosser Sorge fest, dass Dixons Pfoten verdreckt sind. Augenrollend scheuche ich den Lausbuben an die frische Luft und spritze ihn mit dem Gartenschlauch ab – was muss ich denn noch alles ertragen.
17.00 Uhr Nachdem ich den Rasensprenger in Betrieb genommen habe, mache ich mich in der Küche nützlich und erwärme ein tiefgefrorenes Nudelschichtgericht im Kleinwellenofen. Dazu gibt es einen Tomatensalat mit perfekt aufgeschnittenen Zwiebelringen und Oliven aus dem Glas – das keusche Augen isst schliesslich mit.
18.00 Uhr Zum Abschluss des langen Tages lege ich im Wohnzimmer die Beine hoch und schalte die Glotze ein, um mich auf FOX über die tagesaktuellen Geschehnisse in der Welt zu informieren. Unter anderem höre ich, dass sich auf dem Atlantik ein weiterer Tropensturm zusammengebraut und Kurs auf die Bahamas nimmt – wie schrecklich.

19.00 Uhr Zur Prime Time (unlöblich: Hauptfernsehzeit) wechsle ich auf den Bezahlsender HBO und gebe mich dem Krimi „Kill Your Darlings“ (löblich: Ermorde deine Lieben) hin. Obgleich ich ganz genau aufpasse, fällt es mir ausserordentlich schwer, der haarsträubenden Handlung zu folgen. Achselzuckend genehmige ich mir ein Bier aus dem Eiskasten und fasse den Entschluss, mir mit dem Musikprogramm von CMT den Abend zu versüssen.
21.00 Uhr Nach zwei heiteren Stunden beende ich den Fernsehabend und unternehme mit Dixon einen kleinen Rundgang durch den Garten. Zu guter Letzt lösche ich das Licht und lege mich schlafen. Gute Nacht.

16. August 2017 – Casino Rama

08.00 Uhr Weil wir heute zum CASINO RAMA nach Orillia krusen wollen, stehe ich zeitig auf und nehme mir das Recht heraus, mit Hund Dixon zum Ferienhaus zu schlendern. Natürlich ist Georg bereits auf den Beinen und vertritt die Meinung, dass wir gegen 10 Uhr aufbrechen sollten. Als ich mich Maria und Amanda zuwende, winken die Frauenzimmer ab und kündigen an, sich dem Ausflug nicht anschliessen zu wollen. Darüber hinaus erfahre ich, dass die beiden lieber in Gilford Beach bleiben möchten – das soll mir auch Recht sein.
08.15 Uhr Während sich die lieben Leute um das Frühstück kümmern, ziehe ich mich ins Gästehaus zurück und dusche mich kalt ab. Natürlich rasiere ich mir auch die Bartstoppeln ab und denke daran, wie schön es werden wird, im Kasino ein saftiges Steak zu fressen und an den blinkenden Spielautomaten das Glück herauszufordern.
09.00 Uhr Kurze Zeit später setze ich mich an den festlich eingedeckten Frühstückstisch und werde von meiner Schwägerin mit brühfrischem Kaffee, röschen Speckstreifen und vitaminreichen Rühreiern verwöhnt. Ich greife augenblicklich zur Gabel und lasse David wissen, dass ich ihm heute ein kleines Bier spendieren werde. Der 11jährige macht grosse Augen und beteuert, dass er bei seiner Mutter bleiben wird – wie schade.


David möchte kein Bier – wie schade

10.00 Uhr Redlichst gestärkt geniesse ich einen letzten Schluck Kaffee und erkläre James, Edelbert und Georg, dass ich nun abfahrtbereit bin. Mein löblicher Neffe reibt sich die Hände und zögert nicht, seinen schönen Stetson Cowboyhut aufzusetzen und sich winkend zu verabschieden. Ich streichle Hund Dixon zum Abschied über den Kopf und verspreche, dass ich am Abend zurück sein werde. Danach folge ich meinem Bruder nach draussen und mache es mir neben dem Professor auf dem Rücksitz des PS-strotzenden JEEPS bequem.
10.30 Uhr Während der kurzweiligen Reise ins 80 Kilometer entfernte Orillia, verfrachtet James die nagelneue Kompaktscheibe des aus dem amerikanischen Bundesstaat Indiana stammenden Sängers Alex Williams in die Musikanlage. Ferner merkt der Bube an, dass dem Künstler eine ganz grosse Karriere bevorsteht – jaja.

11.30 Uhr Nach sechzig Minuten kommen wir vor dem CASINO RAMA zum halten. Da wir uns nicht um alles kümmern können, beauftragen wir einen Hotelknecht, das KFZ in der Parkgarage abzustellen. Anschliessend eilen wir lachend in den Kasinokomplex und kommen zu dem Schluss, dass wir als erstes ein Bier trinken sollten. Ruckzuck betreten wir eine Sportsbar und ordern am Tresen drei Flaschen „Labatt Blau“. Nebenher tratschen wir angeregt und sind froh, die Frauen zuhause gelassen zu haben – was kann es schöneres geben.
12.15 Uhr Nachdem wir unsere Kehlen geölt haben, flanieren wir durch die Spielbank und tauschen etliche Geldscheine in funkelnde Münzwährung um. Im Anschluss füttern wir die Glücksspielautomaten mit Kleingeld und hoffen auf hohe Gewinne. Während die bunten Symbolscheiben rotieren, berichte ich meinen Begleitern, dass der erste „einarmige Bandit“ im Jahre 1889 von Adolphe und Auguste Caille erbaut wurde – wie aufregend.


Einarmige Banditen / Bild: Pcb21 / CC BY-SA 3.0

13.15 Uhr Um 20 Dollars erleichtert, setzen wir unseren Spaziergang fort und nehmen zwei Heinis in Augenschein, die es sich an einem halbrunden „Black Jack“ (löblich: Schwarzer Jakob) Tisch bequem gemacht haben. James versorgt mich mit Infos und plappert, dass dieses Spiel auch „Siebzehn und Vier“ genannt wird. Ich stimme zu und entgegne, dass es sich die Männer zur Aufgabe machen, mit mindestens zwei Karten 21 Punkte zu erreichen.
14.00 Uhr Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, steuern wir kurzentschlossen ins „St. Germain’s Steakhouse“, um vitaminreiche „Porterhouse Steaks“ mit Folienkartoffeln und Saisongemüse zu bestellen. Dazu gibt es süffiges Labatt Bier aus einem eisgekühlten Krug – das tut gut.


Wir beissen kraftvoll zu

14.45 Uhr Während wir kraftvoll zubeissen, nehme ich eine Hochglanzbroschüre in Augenschein und lerne, dass in zwei Tagen die berüchtigte Combo „KISS“ in der hauseigenen Konzerthalle pörformen wird. Zudem lese ich, dass sich zum Monatsende auch Frankie Valli angekündigt hat – das ist prima.
15.30 Uhr Nachdem wir die opulente Mahlzeit mit Schaumkaffees abgerundet haben, kehren wir in die Spielhalle zurück und fordern erneut die Glücksgöttin Fortuna heraus. Im Sekundentakt werfe ich Münzen in die Schlitze der Automaten und trinke dazu süffige Hopfenkaltschalen – das schmeckt.
16.15 Uhr Wenig später muss ich jedoch feststellen, dass in meinem Münzbecher gähnende Leere vorherrscht. Als ich James auf die Schultern klopfe und ihn bitte, mir mit etlichen Münzen auszuhelfen, schüttelt der Bube den Kopf und meint, dass er ebenfalls pleite ist – gleich platzt mir der Kragen.


Prost

16.45 Uhr Mit hängenden Köpfen kehren wir in die Sportsbar zurück und beschliessen den Tag mit weiteren Bieren. Ausserdem winke ich dem Barmann zu und bitte ihn, eine Portion Zwiebelringe zu servieren. Wenige Augenblicke später bimmelt plötzlich Georgs Handtelefon und der gute Mann sieht sich genötigt, mit seiner Ehefrau sprechen zu müssen. Georg lässt unseren Kasinobesuch Revue passieren und flunkert, dass er 200 Dollars gewonnen hat. 17.30 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, dem CASINO RAMA Lebewohl zu sagen und nach Gilford Beach zurückzufahren. Wir begleichen die Zeche mit bunten Scheinen und laufen dann an die frische Luft, um bei leichtem Nieselregen nach Hause zu krusen.


Zum Abendessen gibt es ein Italienisches Nudelschichtgericht

18.45 Uhr Zuhause angekommen, werden wir von Dixon bellend begrüsst. Ich streichle dem Racker durchs krause Fell und bringe heraus, dass Maria gleich das Abendessen auftischen wird. Natürlich lasse ich mich nicht zweimal bitten und mache mich über ein schmackhaftes Nudelschichtgericht (unlöblich: Lasagne) her. Nebenbei berichte ich von unserem nervenaufreibenden Kasinobesuch und mutmasse, dass die Spielautomaten manipuliert waren. James schlägt in die gleiche Kerbe und rechnet vor, dass er 80 Dollars verloren hat – das ist ja allerhand.
19.45 Uhr Schlussendlich setzen wir uns in die gute Stube und schauen uns die Abendnachrichten an. Neben den üblichen Schreckensmeldungen, erfahren wir auch, das es am 21. August zu einer totalen Sonnenfinsternis über den nordamerikanischen Kontinent kommen wird – das wird ein Spass.
21.00 Uhr Zu guter Letzt führe ich Dixon um das Ferienhaus und animiere ihn, sein Beinchen an den hochgewachsenen Sträuchern zu heben. Danach ziehe ich mich ins Gästehaus zurück und falle zufrieden ins Bett. Gute Nacht.

9. August 2017 – Ein Ausflug nach Georgina

08.00 Uhr Ein neuer Morgen am Lake Simcoe bricht an und ich fühle mich blendend. Während aus dem Radiowecker ein schönes Lied der Sängerin Sara Evans dröhnt, stehe ich auf und stosse die Gästezimmertüre auf. Zu meiner Freude treffe ich Edelbert im Gang an und bringe heraus, dass er bereits geduscht und sich in Schale geworfen hat. Ferner vernehme ich, dass Hund Dixon zum See gelaufen ist, um etwas zu baden. Ich nicke eifrig und ziehe mich gähnend ins Bad zurück, um mich kalt abzuduschen – das tut gut.


Der Lake Simcoe

09.00 Uhr Sechzig Minuten später statte ich meinen Verwandten im Haupthaus einen Besuch ab und höre, dass die lieben Leute den Tag im „The ROC“ verbringen möchten. Als ich genauer nachfrage, erzählt mein Bruder, dass die Freizeitanlage in der Kleinstadt Georgina seinen Besuchern einen 12 Meter hohen Kletterturm bietet. David schlägt in die gleiche Kerbe und sagt, dass man dort auch Minigolf spielen kann.
09.30 Uhr Als ich kraftvoll in ein Honigbrot beisse und meine ausgetrocknete Kehle mit brühfrischen Bohnenkaffee spüle, überreicht mir Maria eine Hochglanzbroschüre aus dem hiesigen Tourismusbüro und beteuert, dass sie selbstverständlich nicht auf den Kletterturm steigen, sondern in Georgina etwas abschoppen wird. Da ich keine grosse Lust habe, alleine im Ferienhaus zu bleiben, ringe ich mich dazu durch, Maria kurzerhand zu begleiten. Auch Edelbert folgt meinem Beispiel und meint, dass er Zigaretten besorgen muss – wie unlöblich.


Bitte nicht qualmen

10.15 Uhr Kurz nach dem Zehnuhrläuten finden wir uns am JEEP meines Bruders ein und bemerken, dass wir im Geländewagen kaum Platz finden. Georg zuckt mit den Schultern und legt mir nahe, mit Edelbert und Maria im Winnebago zu reisen. Ich stimme zu und helfe meiner Schwägerin ins Wohnmobil. Danach scheuche Ich Dixon in den hinteren Teil des TRAVATOS und mache es mir zur Aufgabe, den PS-strotzenden Motor aufheulen zu lassen.
10.45 Uhr Während Georg mit den jungen Leute im JEEP vorausfährt, gleite ich am Seeufer entlang und erfahre von Maria, dass der weltbekannte Schauspieler Jim Carrey viele Jahre in Georgina gelebt hat – das ist mir Wurst.
11.30 Uhr Wenig später trudelt auf Marias I-Telefon (unlöblich: iPhone) eine Kurzdepesche ein und die Perle meldet, dass ihr Ehemann just im Moment am „The ROC“ angekommen ist. Ich setze fachmännisch den Blinker und entgegne, dass auch wir unser Ziel in wenigen Augenblicken erreichen werden – wie aufregend.
12.15 Uhr Pünktlich zur Mittagszeit parken wir das Wohnmobil vor der „Sutton High School“ und stellen fest, dass Georgina eine einladende Gemeinde ist. Ich nehme den Vierbeiner an die Leine und schlendere an der Seite meiner Schwägerin und dem Professor an liebevoll restaurierten Einfamilienhäusern vorbei. Natürlich kommt Dixon aus dem Schnüffeln gar nicht mehr heraus und stöbert im Dickicht sogar einen lustigen Igel auf – das macht Spass.

13.00 Uhr Nach einem Spaziergang durch den beschaulichen Stadtkern finden wir uns alsbald im „Giant Tiger“ Kaufhaus wieder. Wir streben erheitert durch den Laden und freuen uns, nicht nur Anziehsachen und Zeitschriften sondern auch Lebensmittel sowie Autozubehörteile vorzufinden. Während Edelbert die feilgebotenen Hochglanzmagazine in Augenschein nimmt, wende ich mich den T Hemden zu und stosse auf ein preiswertes Hemd mit LAKE SIMCOE Aufdruck – wie schön.
13.45 Uhr Nachdem sich etliche Waren im Einkaufswagen angehäuft haben, begeben wir uns zur Kasse und begleichen die Rechnung mit Marias Kreditkarte. Im Anschluss vertreten wir uns auf der Hauptstrasse die Beine und kehren kurzerhand ins „Burger Bandit“ Gasthaus ein. Um nicht Hunger leiden zu müssen, winken wir einer Kellnerin zu und ordern saftige Baconburger (löblich: Schinkenburger) mit Kartoffelspalten und Krautsalat.


Wir beissen kraftvoll zu

14.30 Uhr Nach der feinen Mahlzeit lotst uns Maria zu „Steve’s No Frills“ und informiert, dass wir in diesem Lebensmittelgeschäft frisches Obst und Gemüse besorgen müssen. Ich schüttle entschieden den Kopf und gebe zu Protokoll, dass ich währenddessen mit Edelbert im benachbarten „Beer Store“ (löblich: Bier Geschäft) nach dem Rechten sehen werde. Bevor meine Schwägerin Widerworte findet, eile ich von dannen, um gesundes Labatt Blau Bier sowie zwei Flaschen „Canadian Club“ Whiskey einzukaufen.
15.15 Uhr Tütenbepackt laufen wir zum Wohnmobil zurück und plaudern über dies und das. Edelbert ist von Georgina sichtlich angetan und zögert nicht, am laufenden Band Photos zu knipsen – da kommt Freude auf.
15.45 Uhr Just als wir die Besorgungen in den Winnebago verladen, schrillt Marias Telefon. Die kleine Frau nimmt das Gespräch freudig an und verdeutlicht, dass ihr Ehemann und die Kinder nun nach Lake Gilford zurückfahren werden. Ich reibe mir die Hände und klemme mich augenblicklich hinters Lenkrad, um mit quietschenden Pneus davon zu rasen. Während der kurzweiligen Reise frönen wir dem Radioprogramm von KICX COUNTRY 106 und haben das Vergnügen, ein neues Lied aus Joe Nichols Feder zu hören.
16.45 Uhr Nach 50 zurückgelegten Kilometern kommen wir vor dem Ferienhaus zum halten und begrüssen Georg, David, James und Amanda herzlich. Selbstverständlich plappert mein Grossneffe ohne Unterlass und setzt uns darüber in Kenntnis, dass es eine Gaudi war, sich mit seinem Vater im Minigolf zu messen – das hört man gerne.
17.30 Uhr Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, finden wir uns zeitnah am Esstisch ein und laben uns an vitaminreichen Sandwiches (löblich: Wurstbroten). Nebenbei planen wir die anstehenden Tage und kommen überein, dass wir Morgen nach Gilford fahren und Brennholz für den Winter besorgen sollten – wie unlöblich.
18.15 Uhr Mit vollem Magen gehe ich den Frauen bei der Hausarbeit zur Hand und merke an, dass ich ganz erschöpft bin und bald zu Bett gehen werde. Maria gähnt ebenfalls ausgiebig und sagt, dass der Tag ganz schön anstrengend war – das kann man laut sagen.
19.00 Uhr Schlussendlich mache ich es mir in der guten Stube bequem und schaue mir an Georgs und Edelberts Seite die Nachrichten an. Unter anderem lernen wir, dass sich heute der Atombombenabwurf auf die japanische Hafenstadt Nagasaki zum 72 mal jährt – wie schrecklich.

19.30 Uhr Zur besten Sendezeit gesellen sich Maria und Amanda zu uns und wir lassen den lauen Sommerabend bei der seichten Sitzkomödie (unlöblich: Sitcom) „Modern Family“ ausklingen. Da mir langsam die Augen zufallen, stelle ich das Bierglas beiseite und ziehe mich ins Nebenhaus zurück. Gute Nacht.

11. Juli 2017 – Ein Krustenbraten zum Abschied

08.00 Uhr Erfrischt und voller Vorfreude auf den anstehenden Tag rolle ich mich aus dem Bett. Wie es sich gehört, stelle ich die Musikanlage ein und beschalle die kleine Villa mit prima George Strait Klängen. Danach werfe ich mir meinen rotseidenen Morgenmantel über und absolviere auf der schattigen Terrasse den Frühsport.
08.30 Uhr Vor der Ertüchtigung nehme ich die futuristische DeLonghi Kaffeemaschine in Betrieb und lasse Hund Dixon wissen, dass wir gleich frühstücken werden. Der Rüde leckt sich die Lefzen und hüpft ausgelassen auf das Kanapee, um einen zwischen den Kissen versteckten Kauknochen hervorzuholen – das ist ja allerhand.


Dixons Kauknochen

09.00 Uhr Während ich mich ordentlich wasche, bimmelt plötzlich die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry). Zu meiner Freude meldet sich Maria in der Leitung und lädt mich zum Mittagessen in den Lowbank Drive ein. Darüber hinaus erfahre ich, dass die lieben Menschen am morgigen Tag gegen 7 Uhr zum Flughafen nach Miami krusen müssen. Ich nicke eifrig und entgegne, dass es mir eine Freude sein wird, den Schoffeur zu spielen. Meine Schwägerin bedankt sich artig und sagt, dass sie nun Edelbert anrufen wird – das soll mir auch Recht sein.
10.00 Uhr Sechzig Minuten später schlendere ich frisch in Schale geworfen in die Küche und richte auf einem schweren Silbertablett eine Karaffe mit köstlichem Orangensaft, zwei Schokoladencroissants aus dem PUBLIX Supermarkt sowie eine Schale mit gezuckerten Erdbeeren an. Im Anschluss trage ich das Tablett ins Wohnzimmer und ringe mich während der Mahlzeit dazu durch, lustige Geschenke für meine Liebsten in Kanada zu besorgen – da kommt besonders grosse Freude auf.
10.30 Uhr Wenig später pocht Frau Pontecorvo an die Terrassentüre und erkundigt sich, ob es mir gut geht. Die Perle erinnert an den gestrigen Zeckenbiss und unkt, dass ich mir womöglich doch eine Infektionskrankheit eingefangen habe. Selbstverständlich winke ich gelangweilt ab und erkläre der kleinen Frau, dass ich nun zum WAL MART krusen und Präsente für die Kinder besorgen muss. Mein Hausgast freut sich und kündigt an, mich kurzerhand zu begleiten – das kann ja heiter werden.


Wir schoppen bei WAL MART

11.00 Uhr Endlich sitzen wir im Chevrolet und gleiten mit Hund Dixon zum fünf Meilen entfernten Supercenter. Während Josh Turner im Radio ein belangloses Lied trällert, folge ich der Immokalee Road gen Osten und informiere, dass ich James, Amanda und David sehr vermisse. Meine Begleiterin zeigt Verständnis und legt mir nahe, einen Flug in den hohen Norden zu buchen. Ich schüttle jedoch den Kopf und erinnere daran, dass ich ein armer Rentner bin und mir diesen Luxus nicht leisten kann – wie traurig.
11.30 Uhr Schnaufend betreten wir das Kaufhaus und schicken uns an, die hauseigene Musikabteilung zu besuchen. Ich fackle nicht lange und wähle die exklusiv bei Wal Mart erhältliche „The Alan Jackson Story“ (löblich: Die Alan Jackson Geschichte) aus. Anschliessend begeben wir uns zur Kleiderabteilung und fassen den Entschluss, für Amanda und David farbenfrohe Badetücher auszuwählen. Ich schnippe mit den Fingern und erkläre meiner Nachbarin, dass die jungen Leute derzeit ihren wohlverdienten Sommerurlaub am Lake Simcoe verbringen.


The Alan Jackson Story

12.15 Uhr Kurz nach dem Zwölfuhrläuten sitzen wir wieder im PS-strotzenden SUV und rasen ohne Umwege zum Ferienhaus meiner Verwandten. Frau Pontecorvo legt währenddessen beste Laune an den Tag und vermutet, dass Maria zur Feier des Tages ein besonders schmackhaftes Mittagessen auf den Tisch bringen wird – wie aufregend.
12.45 Uhr Überpünktlich erreichen wir unser Ziel und haben die Ehre, nicht nur Edelbert, sondern auch Herrn Wang begrüssen zu können. Ruckzuck nehmen wir am festlich gedeckten Esstisch Platz und werden von meiner Schwägerin mit einem bayerischen Krustenbraten und ausgemachten Serviettenknödeln überrascht. Die Meisterköchin wischt sich demonstrativ über die Stirn und rechnet vor, dass sie in der Satreales Metzgerei knapp 40 Dollars für zwei Pfund Schweineschulter bezahlen musste – das ist ja allerhand.
13.15 Uhr Trotz der hohen Kosten beissen wir kraftvoll zu und sind einstimmig der Meinung, dass sich Maria wieder einmal selbst übertroffen hat. Edelbert giesst sich etwas Sause über die vitaminreiche Beilage und belehrt, dass Serviettenknödel bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts ausschliesslich in der Tschechoslowakei bekannt waren.
14.00 Uhr Just als Maria Latte Maschinatos und Käsekuchen serviert, präsentiere ich die Mitbringsel aus dem WAL MART und bitte Georg, die Geschenke an die Kinder weiterzureichen. Mein Bruder nickt zustimmend und ruft mich auf, im Laufe des Sommers doch nach Kanada auszufliegen – das werden wir erst noch sehen.


Der Winnebago Travato

15.00 Uhr Wir lassen das Mittagessen mit alkoholfreien Langgetränken (unlöblich: Longdrinks) am Schwimmbecken ausklingen und tratschen über dies und das. Natürlich lässt Georg seinen mehrwöchigen Floridaaufenthalt noch einmal Revue passieren und unterbreitet, dass es eine Gaudi war, mit dem WINNEBAGO TRAVATO die Umgebung zu erkunden. Darüber hinaus vernehmen wir, dass die lieben Leute im Spätherbst wiederkommen und das Weihnachtsfest im Sonnenscheinstaat erleben wollen – das hört man gerne.
16.00 Uhr Zurück im Willoughby Drive, hauche ich der Pontecorvo ein Bussi auf die Wange und ziehe mich in die gute Stube zurück. Nachdem ich Dixons Napf mit Futter aufgefüllt habe, falle ich aufs Sofa und schliesse die Augen.
17.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und mache es mir zur Aufgabe, Nudeln aufzukochen und einen Salat anzurichten. Nach wenigen Minuten gebe ich die Teigwaren in eine Pfanne und zaubere im Handumdrehen „Spaghetti Aglio e Olio“ (löblich: Langnudeln mit Knoblauch und Olivenöl) – wie gut das duftet.


Ich beisse kraftvoll zu

18.00 Uhr Nach dem Schmaus gehe ich zum gemütlichen Teil des Tages über und gebe mich dem Amazon Programm hin. Ruckzuck navigiere ich durch das Videoangebot und fröne dem oscarprämierten Meisterwerk „Manchester by the Sea“. Das amerikanische Drama erzählt aus dem Leben eines Hausmeisters, dessen Bruder ganz überraschend an einer Herzschwäche stirbt – wie traurig.
20.30 Uhr Zweieinhalb Stunden später flimmert der Abspann über die Mattscheibe und ich betätige nachdenklich den OFF (löblich: AUS) Knopf auf der neumodernen Fernbedienung. Danach rufe ich den Vierbeiner ins Haus und lege mich schlafen. Gute Nacht.