11. und 12. November 2017 – Alles Gute, James

Hallo Fans,

James Pfaffenberg feiert heute seinen Geburtstag.
Ich möchte die Gelegenheit am Schopfe packen und Amandas Ehemann die besten Glückwünsche über den grossen Teich schicken. Ausserdem hoffe ich, dass wir uns bald wiedersehen und tolle Gespräche über Musik führen können 🙂

Schon seitdem ich ein Kind bin, haben mich die Romane der englischen Schriftstellerin Agatha Christie fasziniert. Ich habe alle Geschichten der Krimiautorin gelesen und auch sämtliche Verfilmungen gesehen. Am letzten Donnerstag ist Agatha Christies bekanntestes Werk “Mord im Orient-Express” als Langfilm im Kino angelaufen. Ihr wisst sicher, dass Sidney Lumets Erstverfilmung aus dem Jahre 1974 längst als Klassiker angesehen wird und damals für sechs Oscars nominiert war.

Nun hat es sich der nordirische Schauspieler, Regisseur und Autor Kenneth Branagh zur Aufgabe gemacht, den Stoff aus den frühen 1930er Jahren erneut zu verfilmen. Für sein Vorhaben konnte er die angesagten Schauspieler Johnny Depp, Willem Dafoe, Judi Dench, Michelle Pfeifer und Penelope Cruz gewinnen. Erzählt wird die Geschichte des belgischen Polizisten Hercule Poirot, der während einer gemütlichen Zugfahrt im Orient-Express in einen Mordfall verwickelt wird …

Ich freu’ mich tierisch auf den Film und hoffe auf spannende Stunden. Anschliessend wollen wir ins “La Casareccia” gehen und eine Pizza essen.

Ich wünsche euch allen ein tolles Wochenende
Eure Sandra

2. November 2017 – Strandspaziergang

08.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und lausche auf der Frequenz von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) einem schönen Lied der aus Louisiana stammenden Sängerin Lucinda Williams. Weil Morgenstund’ bekanntlich Gold im Mund hat, hüpfe ich aus dem Bett und lerne, dass Frau Williams Lieder aus ihrem 1992er Studioalbum neu eingespielt und wiederveröffentlicht hat – hört sich gar nicht schlecht an.

08.30 Uhr Just als ich den Frühsport absolvierte, kommt Frau Pontecorvo daher und lotet aus, ob ich ihr beim Frühstück Gesellschaft leisten möchte. Ich willige prompt ein und verspreche, alsbald nach nebenan zu kommen.
09.00 Uhr Zuvor lasse ich jedoch die Seele bei einem Wirbelbad baumeln. Darüber hinaus telefoniere ich mit Edelbert und bringe heraus, dass der schlaue Mann einen Strandspaziergang unternehmen möchten. Ich juchze laut und versichere, dass ich mich dem Ausflug kurzerhand anschliessen werde.
09.45 Uhr Schon bald beende ich den Badespass und laufe mit dem Vierbeiner im Schlepptau zum Nachbaranwesen. Frau Pontecorvo heisst mich herzlich Willkommen und serviert vitaminreiche KELLOGGS Zerealien mit lauwarmer Muh. Dazu gibt es lustige Rühreier sowie im Ofen aufgebackene Croissants (löblich: französische Hörnchen) – das schmeckt.
10.15 Uhr Als ich während der Jause auf das Telefonat mit dem Professor verweise, klatscht meine Bekannte freudig in die Hände und sagt, dass sie zum Strand mitkommen möchte. Ich zucke mit den Schultern und öle meine staubtrockne Kehle mit einem kräftigen Schluck Bohnentrunk.
11.00 Uhr Wenig später lotse ich Frau Pontecorvo zum Chevrolet und presche mit quietschenden Pneus von dannen. Um schneller voran zu kommen, bringe ich die Lichthupe zum Einsatz und schrecke auch nicht davor zurück, in regelmässigen Abständen zu hupen – immerhin habe ich meine Zeit nicht gestohlen.
11.30 Uhr Nach einer entspannten Autofahrt erreichen wir die Vanderbilt Bay und freuen uns, Edelbert per Handschlag begrüssen zu können. Der Professor zieht genüsslich an einer qualmenden Zigarette und meint, dass es immer wieder ein Vergnügen ist, sich die Füsse am Golf von Mexiko zu vertreten. Ich schlage in die gleiche Kerbe und erinnere, dass in unserer weissblauen Heimat mittlerweile der Winter Einzug gehalten hat.


Ich sage NEIN zu Zigaretten

12.15 Uhr Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, kehren wir schnell in eine einladende Gaststätte ein und setzen uns an einen Tisch mit Strandblick. Nach wenigen Sekunden wird ein freundlicher Kellner vorstellig und möchte wissen, ob wir etwas von der Tageskarte bestellen wollen. Nach kurzem Zögern willigen wir ein und ordern panierte Red Snapper (löblich: Rote Schnapper) Filets mit Saisongemüse und Kartoffelspalten.


Diese Idylle muss man erlebt haben

12.30 Uhr Während ich kraftvoll zubeisse, erinnert Edelbert plötzlich an Franz Xaver Ollmanns Geburtstag am kommenden Mittwoch. Mein Tischnachbar ist ganz aus dem Häuschen und erzählt, dass er sich nicht lumpen lassen und unserem gemeinsamen Bekannten ein kleines Präsent zuschicken wird. In diesem Zusammenhang verweise ich auch auf James Wiegenfest am 11. November und rechne vor, dass Amandas Ehemann mittlerweile 46 Lenzen zählt. Frau Pontecorvo staunt nicht schlecht und unkt, dass sich Amanda bald einen jüngeren Mann suchen wird – diesen Unsinn muss man gehört haben.


James feiert bald sein Wiegenfest

14.00 Uhr Nach der feinen Malzeit hole ich meine GOLDEN HEAD Geldbörse hervor und begleiche die Rechung aus der eigenen Tasche. Meine Begleiter bedanken sich artig und sichern zu, sich zeitnah revanchieren zu wollen.
14.45 Uhr Zurück im Willoughby Drive, lüfte ich meine NY YANKEES Kappe und wünsche Frau Pontecorvo einen angenehmen Nachmittag. Im Anschluss schleppe ich mich mit letzter Kraft in die klimatisierte Stube und falle erschöpft aufs Kanapee – das tut gut.
15.45 Uhr Leider wird die Ruhe nach wenigen Augenblicken durch Dixon gestört. Als ich mir den Schlaf aus den Augen reibe, stelle ich fest, dass sich Nachbarshund Joey im Garten tummelt. Um den Hunden eine kleine Freude zu bereiten, schleudere ich einen Tennisball zum Teich und kredenze ihnen ausserdem lustige Kauknochen.
16.30 Uhr Nachdem ich die Vierbeiner beim Spielen beobachtet und zwei Hände voll Radieschen geerntet habe, eile ich mit schnellen Schritten in die Küche und sorge für ein nahrhaftes Abendessen. Da ich auf meine schlanke Linie achten muss, nehme ich mit einem Salat sowie einem vitaminreichen Schnitzel (unlöblich: T Bone Steak) Vorlieb.


Ich rufe im fernen Kanada an

17.30 Uhr Nach der Hausarbeit nehme ich das Telefon zur Hand und rufe kurzentschlossen im fernen Kanada an. Nach dem zweiten Tuten meldet sich meine Schwägerin und berichtet, dass der Abflug nach Miami für Morgen geplant ist. Ich mache grosse Augen und bringe weiter heraus, dass meine Verwandten das Wochenende in Floridas grösster Stadt verbringen und erst am Montag in Naples eintreffen werden – das hört man gerne.
18.00 Uhr Zufrieden verabschiede ich mich in den Feierabend und schaue mir bierschlürfend die Nachrichten auf FOX an. Ich informiere mich aus erster Hand über die tagesaktuellen Geschehnisse und erfahre, dass am übernächsten Freitag der “Veterans Day” (löblich: Veteranentag) ansteht – wie schön.
19.00 Uhr Redlichst informiert wechsle ich auf den Filmkanal AMC, um dem Zukunftsfilm “Passengers” (löblich: Passagiere) zu frönen. Ich staune Bauklötze und tauche in das Leben zweier Raumfahrer ein, die während eines Langstreckenflugs viel zu früh aus ihrem Kälteschlaf geweckt werden – das ist ja allerhand.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Spitzenunterhaltung beende ich den heiteren Fernsehabend und putze mir die Zähne. Danach lösche ich sämtliche Lichter und wünsche Dixon süsse Träume. Gute Nacht.

13. Oktober 2017 – Herzlichen Glückwünsch Richard Carpenter

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Sehr geehrte Damen und Herren,

am kommenden Sonntag begeht der weltbekannte Komponist und Sänger Richard Carpenter seinen 71. Geburtstag. Wie jedes Kind weiss, feierte der gute Mann in den 1970er und frühen 1980er Jahren an der Seite seiner Schwester Karen Anne Carpenter grosse Erfolge.

Die Carpenters veröffentlichten 1970 das wegweisende Studioalbum “Close to You”. Das Werk landete prompt auf Platz 2 der amerikanischen Hitparade und hielt sich für 87 Wochen in den sogenannten “Billboard Charts”. Lieder wie “We’ve Only Just Begun”, “Reason to Believe” oder “I’ll Never Fall in Love Again” wurden schnell zu Evergreens und begeisterten Millionen.


Carpenters – Close to You

Richard und Karen Carpenter zählten bis 1984 mit 11 veröffentlichten Langspielplatten und unzähligen Fernsehauftritten zu den beliebtesten Künstlern in den Vereinigten Staaten. Ferner bestritten die Beiden auch grosse Tourneen und erfreuten ihre Anhänger nicht nur auf dem amerikanischen Kontinent, sondern auch in Europa, Asien und Australien.

Wegen der vielen Auftritte traten jedoch bald Probleme auf. Während Karen Carpenter mit ihrer Magersucht zu kämpfen hatte, verfiel ihr Bruder der Tablettensucht und schaffte es kaum noch, der Arbeit im Studio nachzukommen. Schlussendlich zerbrach das Duo 1982 an Karens Krankheit. Obgleich sie sich einer monatelangen Therapie bei einem New Yorker Facharzt stellte, starb sie am 4. Februar 1983 kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Werkes “Voice of the Heart”.

Natürlich war die Popularität der Carpenters nach Karens Tod weiter ungebrochen.
Posthum veröffentlichte Lieder schafften es ebenfalls auf die vorderen Plätze der Hitparaden und bescherten Richard Carpenter ein stattliches Vermögen. Trotzdem war es Richard Carpenter bis heute nicht vergönnt, als Solomusiker erfolgreich zu sein – wie schade.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

29. September 2017 – Jerry Lee Lewis und Elsbeth

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Hochgeschätzte Internetzgemeinde,

der amerikanische Musikant Jerry Lee Lewis feiert heute seinen 82. Geburtstag.
Wie jedes Kind weiss, wuchs der aus Ferriday in Louisiana stammende Bube in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Trotzdem war es den Eltern möglich, etwas Geld abzuzweigen und den Jüngling auf eine Musikschule zu schicken. Dort erlernte der kleine Jerry das Klavierspielen und schrieb es sich auf die Fahnen, gemeinsam mit seinen Cousins Jimmy Lee Swaggert und Mickey Gilley eine Gospelkapelle zu gründen.

Mit 21 Jahren ging Jerry Lee nach Memphis, TN und schloss sich der örtlichen Musikszene an. Prompt bekam der begabte Klavierspieler eine Anstellung in einer Biertränke und knüpfte Kontakte zu anderen Musikern. Im Herbst 1956 stellte sich Jerry Lee Lewis bei der bekannten Plattenfirma “Sun Records” vor und gab zu Protokoll, dass er in Elvis Presleys Fussstapfen treten und ebenfalls berühmt werden wolle.

Wenige Wochen später wurde er vom “Sun Records” Besitzer Sam Phillips unter Vertrag genommen und feierte mit “Whole Lotta Shakin’ Goin’ On” und “Great Balls of Fire” seinen internationalen Durchbruch. Doch während einer umjubelten Tournee durch England im Jahre 1958 wurde bekannt, dass Jerry Lee Lewis seine erst dreizehnjährige Cousine Myra geheiratet hatte. Wegen dieses Skandals wurde die Musikreise durch Europa abgebrochen und seine Platten kurzerhand aus den Radioprogrammen genommen.

Erst in den 1960er Jahren kam seine Karriere wieder in Schwung und Jerry Lee Lewis stieg zu einem der bekanntesten Rock’n Roll Musiker seiner Zeit auf. Bis heute ist der gute Mann seiner Liebe zur Musik treu geblieben und veröffentlicht in regelmässigen Abständen hörenswerte Studioalben.

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Darüber hinaus feiert heute auch meine liebe Schwester Elsbeth ihr Wiegenfest.
Natürlich habe ich am heutigen Morgen in der Hansestadt Hamburg angerufen und der Perle die besten Glückwünsche übermittelt.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

27. September 2017 – Samuel Adams

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Sehr geehrte Damen und Herren,

just heute vor 295 Jahren erblickte Samuel Adams in Boston (Massachusetts) das Licht der Welt. Der Sohn britischer Einwanderer besuchte das renommierte “Harvard College” und begann nach seinem Abschluss im Jahre 1740 ein Jurastudium. Um sein Leben finanzieren zu können, arbeitete er nebenher als Büroangestellter und Kaufmann.

Nach dem überraschenden Tod seines Vaters kümmerte er sich um die familieneigene Brauerei und schrieb es sich auf die Fahnen, köstlichen Gerstensaft herzustellen. Anno 1760 geriet die Firma jedoch in eine finanzielle Schieflage und musste verkauft werden. Samuel Adams engagierte sich daraufhin politisch und war von 1765 bis 1774 Mitglied im Unterhaus des sogenannten “General Court” von Massachusetts. Zeitgleich organisierte er die “Boston Tea Party” und trat als einer der wichtigsten Kämpfer für die amerikanische Unabhängigkeit in Erscheinung.

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Samuel Adams besass eine Brauerei

Als die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 unterzeichnet und die dreizehn britischen Kolonien auf dem nordamerikanischen Kontinent ihre Loslösung von Grossbritannien bekannt gaben, sass Samuel Adams mit am Verhandlungstisch und durfte seine Unterschrift unter das Pamphlet setzen.

Nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg übernahm Samuel Adams das Amt des Vizegouverneurs von Massachusetts. Schlussendlich wurde er 1793 zum Gouverneur des Staates ernannt. 1796 trat er von seinem Posten zurück und verabschiedete sich in seinen wohlverdienten Ruhestand.

Samuel Adams starb im Alter von 81 Jahren am 2. Oktober 1803 in Boston. Wenige Tage später wurde der “Father of the American Revolution” (löblich: Vater der amerikanischen Revolution” auf dem “Granary Burying Ground” in Boston, MA beigesetzt.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg