21. August 2017 – Voyager

pfaffenbergkl

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 20. August 1977 Jahren wurde das unbemannte Raumschiff „Voyager 2“ in den Weltraum geschossen. Wie jedes Kind weiss, ist die 900 Kilogramm schwere Sonde seitdem in Richtung der äusseren Hülle unseres Sonnensystems unterwegs – wie aufregend.

Diese Mission gilt als einer der grössten Erfolge der NASA, da die „Voyager 2“ seitdem unentwegt Daten zur Erde sendet. In den letzten 39 Jahren hat die Sonde zirka 16 Milliarden Kilometer zurückgelegt und die Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun passiert. Am 30. August 2007 erreichte sie die Grenze unseres Sonnensystems und wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in die Heliopause eintreten. Ab 2025 wird „Voyager 2“ unser Sonnensystem verlassen und sämtliche wissenschaftliche Aktivitäten einstellen.

Obwohl in der Heliopause der Sonnenwind abebbt, wird Voyager 2 ihren Weg durch das All ungebremst fortsetzen und irgendwann von Meteoriten oder einem Planeten zerstört werden.

Voyager
Die goldene Schallplatte

Neben wissenschaftlichen Gerätschaften, Kameras und einem Sonnensegel, ist die „Voyager 2“ ausserdem mit einer sogenannten „Golden Record“ (löblich: Goldenen Schallplatte) ausgestattet. Dabei handelt es sich um einen Datenträger, auf der nicht nur Photografien, sondern auch Audiobotschaften gespeichert sind. Unter anderem haben die Wissenschaftler auf der vergoldeten Kupferscheibe Musikstücke und Tiergeräusche gebannt, die ausserirdische Lebensformen auf die Menschheit aufmerksam machen sollen – wie schön.

Übrigens startete die Schwestersonde „Voyager 1“ sechszehn Tage später und erreichte den interstellaren Raum bereits im Dezember 2012. Angesehene Forscher gehen davon aus, dass „Voyager 1“ in 40.000 Jahren den Stern „Gliese 445“ im Sternbild der Giraffe erreichen wird.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

19. und 20. August 2017 – Happy Birthday Frau Pontecorvo

Hi Fans,

meine Mitbewohnerin hat sich zur Wochenmitte in den Urlaub verabschiedet. Bärbel fährt mit ihren Eltern nach Tirol und wird erst Ende August zurückerwartet. Nun bin ich ganz alleine zu Hause und langweile mich fast zu Tode. Am Vormittag habe ich sogar schon die Drahtbürste aus der Garage geholt und den Holzzaun vom Moos befreit. Aber zum Streichen ist es mir einfach viel zu warm!

Am Abend geht es übrigens ins Münchner „Pimpernel“.
Die Kneipe an der Müllerstrasse im hippen Glockenbachviertel wurde im Jahre 1970 eröffnet und galt als verruchte Animierbar. Vor Kurzem wurde die Location aufwendig renoviert und zählt nun unter einer neuen Leitung zu den trendigsten Clubs in der bayerischen Landeshauptstadt. Jeden Samstag ab 22:00 Uhr legen bekannte DJ’s tolle Mucke auf und sorgen für eine begeisterte Stimmung auf dem Dancefloor 🙂


Eine Mass am Chinesischen Turm

Vorher wollen Cousin Bernd und ich im Englischen Garten abhängen und eine Mass am Chinesischen Turm trinken und den Start der Bundesligasaison Live im Radio verfolgen. Wie ihr sicher wisst, hat der FC Bayern bereits gestern die Spielrunde 2017/2018 mit einem ungefährdeten Sieg gegen Bayern Leverkusen eröffnet 🙂


Alles Gute zum Geburtstag

Ausserdem muss ich noch bei Frau Pontecorvo in Naples anrufen und ihr alles Gute zu ihrem Geburtstag übermitteln. Aber an dieser Stelle verrate ich natürlich nicht, wie alt sie wird. Schliesslich gehört es sich nicht, das Alter einer Dame zu verraten!

Ich wünsche euch ein tolles und sonniges Wochenende.
Am kommenden Samstag lesen wir uns hoffentlich wieder.
Eure Sandra

18. August 2017 – Die verlorene Kolonie

pfaffenbergkl

Sehr geehrte Damen und Herren,

laut alten Aufzeichnungen brachen die englischen Forscher Arthur Barlowe und Philip Amandas im Auftrag der englischen Königin Elizabeth I. am 27. April 1584 in Richtung Nordamerika auf. Drei Monate später entdeckten die Abenteuerer ein kleines Eiland, welches von langhaarigen Indianern bevölkert wurde. Die Engländer gründeten auf dieser beschaulichen Insel die erste Kolonie der neuen Welt und freundeten sich mit den Ureinwohnern an – wie schön.

Weil die Roanoke Siedler im Frühjahr 1585 hungern mussten und immer wieder mit den garstigen Indianern aneinander gerieten, entschloss sich Admiral Richard Grenville, die Heimreise nach England anzutreten. Zurück blieben lediglich der Stadthalter Ralph Lane sowie etwa 75 Männer, die den Auftrag erhielten, das Fort gegen die Indianer zu verteidigen.

croatoan
John White entdeckt die Inschrift „CROATOAN“

Am 18. August 1590 kehrte John White mit einem Versorgungsschiff nach Roanoke zurück und fand die Kolonie verlassen vor. Obgleich die meisten Häuser intakt waren, fehlte von den Bewohnern jede Spur. Schlussendlich fand John White auf einem Holzpfosten das eingeritzte Wort „CROATOAN“. Die Geschichte von der „Lost Colony“ (löblich: Verlorene Kolonie) sorgte in Grossbritannien für grosses Aufsehen und zählt noch heute zu einem der grössten Rätsel der Menschheitsgeschichte.

Angesehene Forscher gehen davon aus, dass die Siedler die Flucht antreten mussten und auf einer benachbarten Insel – die von den Indianern „Croatoan“ genannt wurde – Zuflucht fanden. Diese These wird vom Forscher Hamilton MacMillan gestützt, der um 1880 auf dem Gebiet des heutigen North Carolina Indianer des Pembrokes Stammes traf, die der englischen Sprache mächtig waren und deutliche europäische Gesichtszüge aufwiesen.

Andere Wissenschaftler vertreten die Meinung, dass sich die englischen Siedler den Roanoke Indianern angeschlossen und weiter nach Süden gezogen sind – wie aufregend.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

17. August 2017 – Lesespass am See

08.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und werde beim Blick aus dem Fenster Zeuge, wie David mit Hund Dixon am Lake Simcoe herumtollt. Da Morgenstund‘ sprichwörtlich Gold im Mund hat, stehe ich augenblicklich auf und geselle mich zu meinem Grossneffen. Der Bube wirft dem Rüden einen verdörrten Tannenzapfen zu und plappert, dass er sich gleich ins kühle Nass stürzen und mit seiner Wasserpistole spielen wird – das hört man gerne.
08.45 Uhr Nachdem ich Dixons Fell gebürstet habe, ziehe ich mich ins Gästebadezimmer zurück und lasse die Seele bei einem Brausebad baumeln. Nebenher mache ich mir meine eigenen Gedanken und ringe mich dazu durch, heute ebenfalls einen ruhigen Tag einzulegen – immerhin bin ich nicht mehr der Jüngste.


Hund Dixon spielt mit David

09.30 Uhr Kurz nach dem Neunuhrläuten stapfe ich mit dem praktischen KINDLE Lesegerät zum Haupthaus und nehme entspannt am Küchentisch Platz. Wie es sich gehört, wünsche ich meinen Verwandten sowie dem Professor einen schönen Morgen und merke an, dass ich den Tag lesend verbringen werde. Georg pfeift laut und wirft ein, dass er gleich mit dem Motorboot in See stechen und zur Mündung des West Holland Rivers krusen wird. Ich zucke mit den Schultern und labe mich an vitaminreichen KELLOGGS Zerealien – schmeckt gar nicht schlecht.
10.15 Uhr Nach der reichhaltigen Mahlzeit folge ich meinem Bruder zum Steg und nehme sein Yamaha Motorboot argwöhnisch in Augenschein. Währenddessen präsentiert Georg seine Angelutensilien und beteuert, dass es viel Spass bereitet, über den Lake Simcoe zu schippern und Fische zu fangen – papperlapapp.


Mein Bruder will angeln

11.00 Uhr Nachdem Edelbert und James zugestiegen sind, startet mein Bruder den Motor und setzt mich darüber in Kenntnis, dass er am frühen Nachmittag mit reicher Beute zurück sein wird. Ich mache schnell kehrt und leiste Maria und Amanda in der klimatisierten Küche Gesellschaft. Während die Damen die Spülmaschine mit schmutzigen Geschirr bestücken, rufe ich kurzentschlossen bei Frau Pontecorvo im fernen Naples an. Meine Nachbarin freut sich sehr und möchte wissen, wann ich in den Sonnenscheinstaat zurückkehren werde. Ich seufze laut und entgegne, dass ich noch eine Woche in Kanada bleiben werde.
11.30 Uhr Um keine Langeweile zu bekommen, strebe ich mit schnellen Schritten nach draussen und lasse mich in einen Liegestuhl fallen. Darüber hinaus nehme ich das KINDLE Lesegerät in Betrieb und halte auf dem weltgrössten Anschnurmarktplatz nach Neuerscheinungen Ausschau. Alsbald werde ich auf ein Sachbuch des angesehenen Politikwissenschaftlers Dr. Rolf Peter Sieferle mit dem Titel „Das Migrationsproblem: Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung“ aufmerksam. Weil mich das Thema brennend interessiert, fackle ich nicht lange und lade mir die 136seitige Pamphlet herunter – da kommt besonders grosse Freude auf


Rolf Peter Sieferle – Das Migrations-Problem

12.15 Uhr Während David ausgelassen planscht und Dixon mit Wasser bespritzt, überfliege ich die ersten Seiten und komme aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr heraus. Dr. Sieferle geht mit der Bundesregierung hart ins Gericht und deckt das Fehlverhalten hochrangiger Politiker sowie Medienvertreter auf. Zudem behauptet der gute Mann, dass sich in Deutschland eine breite Gesinnungsfront formiert hat, die das gesamte im Bundestag vertretene politische Spektrum sowie auch den grössten Teil der Medienindustrie umfasst – dem ist nichts hinzuzufügen.
13.00 Uhr Missmutig kehre ich ins kühle Haus zurück und erkundige mich bei Amanda, wann das Mittagessen aufgetischt wird. Das junge Ding zuckt mit den Schultern und sagt, dass sie nun mit David und Maria im Lake Simcoe baden wird. Bevor ich Widerworte findet, drückt mir das Mädchen ein Messer in die Hand und animiert mich, mir selbst ein Wurstbrot zuzubereiten – das ist wieder typisch.
14.00 Uhr Just als ich an den See zurückkehre, tuckert plötzlich Georgs Boot ein. Ich begrüsse die lieben Leute herzlich und höre, dass sie kein Glück beim Angeln hatten. Mein Bruder späht nölend in den wolkenlosen Himmel und sagt, dass bei diesem heissen Wetter keine Forellen anbeissen wollten – das ist mir Wurst.
14.45 Uhr Während Georg das Motorboot antaut, reiche ich Edelbert das Lesegerät und erzähle, dass ich mir ein Sachbuch über die Massenimmigration zugelegt habe. Der schlaue Mann wird prompt hellhörig und lässt es sich nicht nehmen, das Werk eingehend zu studieren. Währenddessen lasse ich kein gutes Haar an Angela Merkel und unke, dass Deutschland angesichts des hohen Ausländerzustroms bald vor dem finanziellen Kollaps stehen wird.


Kanada ist prima

15.30 Uhr Wenig später setzt sich Georg zu uns und erinnert, dass Kanada nur wenige Ausländer ins Land lässt und diese nach Bedarf auswählt. Ich schlage in die gleiche Kerbe und unterbreite, dass der unkontrollierte Zustrom von Flüchtlingen in die Bundesrepublik den deutschen Sozialstaat vor massive Probleme stellen wird. Um meinen Aussagen Nachdruck zu verleihen, tippe ich auf das elektronische Lesebuch und rechne vor, dass ein Asylant Kosten in Höhe von 13.000 Euros pro Jahr verursacht – das ist ja allerhand.
16.30 Uhr Als James Holzkohle in den Grill füllt, beenden wir die hitzige Diskussion und gehen Maria in der Küche zur Hand. Während Edelbert und David einen gemischten Salat zaubern, schneide ich ein französisches Langbrot in Scheiben und beauftrage Georg, den guten Rotwein aus dem Kühlschrank zu holen.


Wir schlürfen Rotwein

17.15 Uhr Bei angenehmen Temperaturen machen wir es uns auf der Terrasse bequem und erfreuen uns an köstlichen T Bone Steaks (löblich: T Knochen Schnitzel) mit Bratkartoffeln. Nebenher lauschen wir dem Musikprogramm eines örtlichen Radiosenders und spülen unsere trocknen Hälse mit süffigem Rebentrunk durch.
18.30 Uhr Ein schöner Abend neigt sich langsam seinem Ende zu. Weil immer mehr Mücken um uns herumschwirren, verlagern wir unser Zusammensein in die gute Stube und schauen fern. Unter anderem folgen wir den Abendnachrichten und machen uns über die Sonnenfinsternis am 21. August schlau.
19.00 Uhr Nachdem sich David in sein Zimmer verabschiedet hat, nehmen wir mit dem NETFLIX Programm Vorlieb und geben uns weiteren Folgen der sehenswerten Serie „Ozark“ hin – da kommt Spannung auf.
21.00 Uhr Nach zweistündigem Nervenkitzel reiche ich die neumoderne Fernbedienung an Georg weiter und lege mich schlafen. Gute Nacht.

16. August 2017 – Casino Rama

08.00 Uhr Weil wir heute zum CASINO RAMA nach Orillia krusen wollen, stehe ich zeitig auf und nehme mir das Recht heraus, mit Hund Dixon zum Ferienhaus zu schlendern. Natürlich ist Georg bereits auf den Beinen und vertritt die Meinung, dass wir gegen 10 Uhr aufbrechen sollten. Als ich mich Maria und Amanda zuwende, winken die Frauenzimmer ab und kündigen an, sich dem Ausflug nicht anschliessen zu wollen. Darüber hinaus erfahre ich, dass die beiden lieber in Gilford Beach bleiben möchten – das soll mir auch Recht sein.
08.15 Uhr Während sich die lieben Leute um das Frühstück kümmern, ziehe ich mich ins Gästehaus zurück und dusche mich kalt ab. Natürlich rasiere ich mir auch die Bartstoppeln ab und denke daran, wie schön es werden wird, im Kasino ein saftiges Steak zu fressen und an den blinkenden Spielautomaten das Glück herauszufordern.
09.00 Uhr Kurze Zeit später setze ich mich an den festlich eingedeckten Frühstückstisch und werde von meiner Schwägerin mit brühfrischem Kaffee, röschen Speckstreifen und vitaminreichen Rühreiern verwöhnt. Ich greife augenblicklich zur Gabel und lasse David wissen, dass ich ihm heute ein kleines Bier spendieren werde. Der 11jährige macht grosse Augen und beteuert, dass er bei seiner Mutter bleiben wird – wie schade.


David möchte kein Bier – wie schade

10.00 Uhr Redlichst gestärkt geniesse ich einen letzten Schluck Kaffee und erkläre James, Edelbert und Georg, dass ich nun abfahrtbereit bin. Mein löblicher Neffe reibt sich die Hände und zögert nicht, seinen schönen Stetson Cowboyhut aufzusetzen und sich winkend zu verabschieden. Ich streichle Hund Dixon zum Abschied über den Kopf und verspreche, dass ich am Abend zurück sein werde. Danach folge ich meinem Bruder nach draussen und mache es mir neben dem Professor auf dem Rücksitz des PS-strotzenden JEEPS bequem.
10.30 Uhr Während der kurzweiligen Reise ins 80 Kilometer entfernte Orillia, verfrachtet James die nagelneue Kompaktscheibe des aus dem amerikanischen Bundesstaat Indiana stammenden Sängers Alex Williams in die Musikanlage. Ferner merkt der Bube an, dass dem Künstler eine ganz grosse Karriere bevorsteht – jaja.

11.30 Uhr Nach sechzig Minuten kommen wir vor dem CASINO RAMA zum halten. Da wir uns nicht um alles kümmern können, beauftragen wir einen Hotelknecht, das KFZ in der Parkgarage abzustellen. Anschliessend eilen wir lachend in den Kasinokomplex und kommen zu dem Schluss, dass wir als erstes ein Bier trinken sollten. Ruckzuck betreten wir eine Sportsbar und ordern am Tresen drei Flaschen „Labatt Blau“. Nebenher tratschen wir angeregt und sind froh, die Frauen zuhause gelassen zu haben – was kann es schöneres geben.
12.15 Uhr Nachdem wir unsere Kehlen geölt haben, flanieren wir durch die Spielbank und tauschen etliche Geldscheine in funkelnde Münzwährung um. Im Anschluss füttern wir die Glücksspielautomaten mit Kleingeld und hoffen auf hohe Gewinne. Während die bunten Symbolscheiben rotieren, berichte ich meinen Begleitern, dass der erste „einarmige Bandit“ im Jahre 1889 von Adolphe und Auguste Caille erbaut wurde – wie aufregend.


Einarmige Banditen / Bild: Pcb21 / CC BY-SA 3.0

13.15 Uhr Um 20 Dollars erleichtert, setzen wir unseren Spaziergang fort und nehmen zwei Heinis in Augenschein, die es sich an einem halbrunden „Black Jack“ (löblich: Schwarzer Jakob) Tisch bequem gemacht haben. James versorgt mich mit Infos und plappert, dass dieses Spiel auch „Siebzehn und Vier“ genannt wird. Ich stimme zu und entgegne, dass es sich die Männer zur Aufgabe machen, mit mindestens zwei Karten 21 Punkte zu erreichen.
14.00 Uhr Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, steuern wir kurzentschlossen ins „St. Germain’s Steakhouse“, um vitaminreiche „Porterhouse Steaks“ mit Folienkartoffeln und Saisongemüse zu bestellen. Dazu gibt es süffiges Labatt Bier aus einem eisgekühlten Krug – das tut gut.


Wir beissen kraftvoll zu

14.45 Uhr Während wir kraftvoll zubeissen, nehme ich eine Hochglanzbroschüre in Augenschein und lerne, dass in zwei Tagen die berüchtigte Combo „KISS“ in der hauseigenen Konzerthalle pörformen wird. Zudem lese ich, dass sich zum Monatsende auch Frankie Valli angekündigt hat – das ist prima.
15.30 Uhr Nachdem wir die opulente Mahlzeit mit Schaumkaffees abgerundet haben, kehren wir in die Spielhalle zurück und fordern erneut die Glücksgöttin Fortuna heraus. Im Sekundentakt werfe ich Münzen in die Schlitze der Automaten und trinke dazu süffige Hopfenkaltschalen – das schmeckt.
16.15 Uhr Wenig später muss ich jedoch feststellen, dass in meinem Münzbecher gähnende Leere vorherrscht. Als ich James auf die Schultern klopfe und ihn bitte, mir mit etlichen Münzen auszuhelfen, schüttelt der Bube den Kopf und meint, dass er ebenfalls pleite ist – gleich platzt mir der Kragen.


Prost

16.45 Uhr Mit hängenden Köpfen kehren wir in die Sportsbar zurück und beschliessen den Tag mit weiteren Bieren. Ausserdem winke ich dem Barmann zu und bitte ihn, eine Portion Zwiebelringe zu servieren. Wenige Augenblicke später bimmelt plötzlich Georgs Handtelefon und der gute Mann sieht sich genötigt, mit seiner Ehefrau sprechen zu müssen. Georg lässt unseren Kasinobesuch Revue passieren und flunkert, dass er 200 Dollars gewonnen hat. 17.30 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, dem CASINO RAMA Lebewohl zu sagen und nach Gilford Beach zurückzufahren. Wir begleichen die Zeche mit bunten Scheinen und laufen dann an die frische Luft, um bei leichtem Nieselregen nach Hause zu krusen.


Zum Abendessen gibt es ein Italienisches Nudelschichtgericht

18.45 Uhr Zuhause angekommen, werden wir von Dixon bellend begrüsst. Ich streichle dem Racker durchs krause Fell und bringe heraus, dass Maria gleich das Abendessen auftischen wird. Natürlich lasse ich mich nicht zweimal bitten und mache mich über ein schmackhaftes Nudelschichtgericht (unlöblich: Lasagne) her. Nebenbei berichte ich von unserem nervenaufreibenden Kasinobesuch und mutmasse, dass die Spielautomaten manipuliert waren. James schlägt in die gleiche Kerbe und rechnet vor, dass er 80 Dollars verloren hat – das ist ja allerhand.
19.45 Uhr Schlussendlich setzen wir uns in die gute Stube und schauen uns die Abendnachrichten an. Neben den üblichen Schreckensmeldungen, erfahren wir auch, das es am 21. August zu einer totalen Sonnenfinsternis über den nordamerikanischen Kontinent kommen wird – das wird ein Spass.
21.00 Uhr Zu guter Letzt führe ich Dixon um das Ferienhaus und animiere ihn, sein Beinchen an den hochgewachsenen Sträuchern zu heben. Danach ziehe ich mich ins Gästehaus zurück und falle zufrieden ins Bett. Gute Nacht.