21. und 22. Juli 2018 – Ich geniesse meinen Urlaub

Hi Freunde der Nacht,

jetzt bin ich seit drei Wochen in Florida und habe mich mittlerweile richtig eingewöhnt. Am kommenden Wochenende wird es mir bestimmt sehr schwer fallen, nach Deutschland zurück zu fliegen und wieder die Arbeit im Kreisverwaltungsreferat aufzunehmen 🙁

Trotzdem werde ich mir die gute Laune nicht nehmen lassen und während der letzten Urlaubswoche richtig abshoppen. Ich habe mit Frau Pontecorvo verabredet, dass wir in den nächsten Tagen nicht nur die Miromar Mall in Fort Myers besuchen, sondern auch einen Abstecher zur Edison Mall in Fort Myers und zu den Sanibel Outlets in Iona, FL unternehmen werden. Unter anderem will ich ein schickes Kleid, kurze Jeansshorts und natürlich auch Schuhe einkaufen. Derzeit sind in Amerika transparente Sandalen, Espandrille Mules und Stilettos total angesagt 🙂


Miromar Outlets in Fort Myers, FL

Ausserdem werde ich meine hartverdienten Moneten in diverse BluRays und CDs investieren. Neben dem neuen Kenny Chesney Studioalbum “Songs for the Saints”, will ich auch die “Universal Classic Monsters” DVD Sammlung kaufen. Die Sammler-Box enthält die 30 bekanntesten Monsterfilme aus den Jahren 1931 bis 1956 und kostet nur 99 Dollar 🙂

Der Aufenthalt im Sunshine State ist wirklich super und auch Reinhard ist ziemlich umgänglich geworden. Am liebsten würde ich für immer in Naples bleiben und auch weiterhin die Gastfreundschaft meines Vermieters in Anspruch nehmen …

Okay, am kommenden Samstag melde ich mich wieder. Bis dahin wünsche ich euch schöne Tage.

Eure Sandra

20. Juli 2018 – Die amerikanische Hitparade feiert Geburtstag

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Sehr geehrte Damen und Herren,

am 1. November 1894 wurde in Cincinnati, OH die Fachzeitschrift “The Billboard” von William H. Donaldson und James Hennegan ins Leben gerufen. Das Magazin beschäftigte sich in seinen Anfängen hauptsächlich mit Karnevalsveranstaltung in den Millionenmetropolen entlang der amerikanischen Ostküste. Das Blatt erfreute sich grösster Beliebtheit und berichtete schon bald über angesagte Musiker und hörenswerte Schellackplatten.

hitparade

46 Jahre später – am 20. Juli 1940 – veröffentlichte die Zeitung zum ersten Mal eine Aufstellung der beliebtesten Lieder. Auch viele Radiostationen berichtete ausgiebig über die sogenannten “Popularity Charts” und nannte die monatlich erscheinende Hitparade kurzerhand “Billboard Hot 100”.

Heute vor 78 Jahren stand der aus Shenandoah in Pennsylvania stammende Musikvirtuose Tommy Dorsey auf Platz 1 der besagten Hitparade. Gemeinsam mit Frank Sinatra sang der damals 35jährige Musikant die Ruth Lowe Komposition “I’ll Never Smile Again” (auf deutsch: Ich werde niemals mehr lächeln) ein und feierte landesweit einen Sensationserfolg.

Bis heute gilt die Billboard Hitparade als Gradmesser des amerikanischen und internationalen Musikgeschmacks. In den Vereinigten Staaten werden wöchentlich relevante Daten aus Laden- und Anschnurverkäufen sowie das Abspielen bestimmter Lieder im Hörfunk und/oder Fernsehen erhoben. An jedem Donnerstag wird dann die “Billboard Hot 100” Hitparade im Internetz publiziert – da kommt besonders grosse Freude auf.

In Deutschland wurde die Hitparade erst im Juli 1959 eingeführt.
Der “Musikmarkt” – das Fachorgan der deutschen Musikindustrie – druckte in seiner ersten Ausgabe am 15. Juli 1959 eine auf dreissig Plätze begrenzte Auflistung der populärsten deutschen Musiktitel ab. Damals war Freddy Quinn mit seinem stimmungsvollen Lied “Die Gitarre und das Meer” auf dem ersten Platz zu finden.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

19. Juli 2019 – Schoppen mit Sandra, Georg und Maria

07.45 Uhr Ein neuer Sonnentag beginnt und ich vernehme eigenartige Geräusche. Um nicht von einem Einbrecher hinterrücks überrumpelt zu werden, hole ich meinen Revolver hervor und eile in die Küche. Anstatt mich jedoch mit einem Ganoven konfrontiert zu sehen, stellt sich mir Sandra in den Weg und plappert, dass sie zum Frühstück Pfannkuchen zubereiten wird. Ich nehme das Kind skeptisch ins Visier und merke an, dass laut der Hausordnung zwischen 22 Uhr und 8 Uhr Morgens Ruhe herrschen muss. Anstatt in Tränen auszubrechen, zuckt mein Hausgast nur mit den Schultern und sagt, dass sie ausserdem würzigen Bohnentrunk aufbrühen wird – jaja.
08.30 Uhr Nach dem schweisstreibenden Frühsport leiste ich der Maid bei der wichtigsten Mahlzeit des Tages Gesellschaft und schlage vor, dass wir heute das “Village on Venetian Bay” Einkaufszentrum ansteuern könnten. Das Kind wird augenblicklich hellhörig und entgegnet, dass wir gleich losfahren sollten.

09.30 Uhr Weil ich nicht im Morgenmantel in ein Einkaufszentrum gehen kann, verabschiede ich mich in die Nasszelle und brause mich kalt ab. Anschliessend schlüpfe ich in legere Freizeitkleidung und steile mein Haupthaar mit BRISK Schmiere auf – da kommt besonders grosse Freude auf.
10.15 Uhr Kurz nach dem Zehnuhrläuten kehre ich in die Küche zurück und nehme mir das Recht heraus, bei meinen Verwandten im Lowbank Drive anzurufen. Natürlich komme ich prompt auf unsere anstehenden Aktivitäten zu sprechen und frage die lieben Leute, ob sie uns begleiten wollen. Maria fackelt nicht lange und verspricht, dass sie gleich losfahren und uns gegen 11 Uhr vor dem Schoppingzentrum treffen wird – das hört man gerne.
11.00 Uhr Nach einer erquickenden Reise im frisch aufpolierten Chevrolet Suburban erreichen wir unser Ziel und haben das Vergnügen, Georg und Maria vor dem Haupteingang anzutreffen. Wie es sich gehört, nehme ich Hund Dixon an die Leine und halte ihn an, während unseres Rundgangs brav zu sein und nicht zu bellen. Im Anschluss streben wir tratschend an den einladenden Boutiquen vorbei und finden uns bald in einer “Tommy Bahama” Filiale wieder. Während Georg mit den Augen rollt, werde ich Zeuge, wie Sandra und meine Schwägerin mit farbenfrohen Strandkleidern in Umkleidekabinen verschwinden – gleich platzt mir der Kragen.


Sandra verschwindet in einer Umkleidekabine

11.30 Uhr Nach einer geschlagenen halben Stunde flitzen die Frauen zur Kasse und schicken sich an, einer Mitarbeiterin ein kleines Vermögen zu überlassen. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen und mutmasse, dass Sandra diesen Fetzen niemals tragen wird – wo soll das noch hinführen.
12.15 Uhr Da das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, kehren wir pünktlich zur Mittagszeit ins gutbesuchte “Miramare Restaurant” ein, um durstlöschenden Eistee zu ordern. Ausserdem werfe ich prüfende Blicke in die Tageskarte und entschliesse mich, eine vitaminreiche “Prosciutto & Arugula Pizza” (löblich: Schinken und Rucola Pizza) zu bestellen. Meine Tischnachbarn folgen meinem Beispiel und nehmen ebenfalls mit dem italienischen Nationalgericht Vorlieb. Ferner erfahre ich, dass die Kinder womöglich im August nach Florida ausfliegen und uns für einige Wochen Gesellschaft leisten werden. Ich reibe mir die Hände und kann es kaum erwarten, James, Amanda und den kleinen David in meine Arme zu schliessen – das wird eine Gaudi.


Wir beissen kraftvoll zu

13.15 Uhr Gestärkt verlassen wir das italienische Restaurant und besuchen ein Elektronikgeschäft. Während sich Sandra den neuerschienenen Kompaktscheiben zuwendet, beäuge ich die aktuellen DVD und Blu-Ray Erscheinungen und ringe mich dazu durch, den amerikanischen Kriminalfilm “Truth Or Dare” (auf deutsch: Wahrheit oder Pflicht) zu kaufen. Sandra freut sich sehr und sagt, dass wir heute einen Filmabend auf der Terrasse veranstalten könnten – das ist gar keine schlechte Idee.

14.00 Uhr Nachdem wir uns zu guter Letzt in einem Uhrengeschäft umgesehen haben, kehren wir zum Auto zurück und verabreden uns für 17:30 Uhr im Willoughby Drive. Danach hüpfe ich winkend in den PS-strotzenden SUV und zögere nicht, mit quietschenden Pneus von dannen zu rasen.
14.45 Uhr Zuhause angekommen, schlüpfe ich aus den Flip Flops und gönne mir in der klimatisierten Stube eine wohlverdiente Pause. Hausgast Sandra macht sich währenddessen in der Küche nützlich und zaubert einen leckeren Nudelsalat – schon jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen.
15.45 Uhr Ich öffne die Augen und mache es mir zur Aufgabe, meiner Mieterin in der Küche zur Hand zu gehen. Um den lieben Menschen etwas besonderes anbieten zu können, bereite ich zu stimmungsvollen WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Radioklängen einen gemischten Salat zu. Darüber hinaus öffne ich eine Dose Baked Beans (löblich: gebackene Bohnen) und unterbreite Sandra, dass wir zu den gegrillten Steaks (löblich: Schnitzel) Folienkartoffeln und Bohnen kredenzen werden.


Fleisch ist sehr gesund

16.45 Uhr Nach der Arbeit trinke ich ein kühles Bier und lasse Sandra wissen, dass mich die Affenhitze bald ins Grab bringen wird. Sandra schlägt in die gleiche Kerbe und führt sich einen Aperol zu Gemüte. Nebenher köpfe ich eine Flasche Rotwein und vergesse auch nicht, die Leinwand auf der Terrasse aufzubauen
17.30 Uhr Wenig später treffen die Gäste ein und ich informiere, dass wir nun mit einem Spätburgunder anstossen werden. Während ich die Gläser verteile, schüttet Sandra Kohle in den Grill und versucht sich als Meisterköchin. Natürlich gehe ich der unterbelichteten Maid zur Hand und helfe tatkräftig mit, den Gästen einen unvergesslichen Abend zu bescheren.
18.30 Uhr Nach der Jause verfrachte ich die Filmscheibe ins Abspielgerät und werfe bunte Bilder auf die Leinwand. Zudem versorge ich die Gäste mit süffigem Rebentrunk und habe das Vergnügen, in die Welt einiger Jugendlicher einzutauchen, die es während eines Mexikourlaubs mit einem Dämon zu tun bekommen – das ist ja allerhand.
20.30 Uhr Nach zweistündigem Nervenkitzel flimmert der Abspann über die Leinwand. Ich greife mit zitternder Hand zum Weinglas und gebe den Anwesenden zu verstehen, dass dieses gruselige Machwerk verboten werden sollte.
21.00 Uhr Wenig später verabschiede ich die Gäste und wünsche Sandra eine ruhige Nacht. Danach ziehe ich mich ins Schlafzimmer zurück und wünsche dem Vierbeiner süsse Träume. Gute Nacht.

18. Juli 2018 – Zu Sojaeis sage ich NEIN

08.00 Uhr Ich erwache ausgeschlafen und freue mich, weil Georg und Maria heute aus der schönen Stadt Savannah zurückkehren werden. Weil Morgenstund’ sprichwörtlich Gold im Mund hat, hüpfe ich aus dem Bett und zögere nicht, den Frühsport auf der Terrasse zu absolvieren. Wie nicht anders zu erwarten, gesellt sich bald Sandra an meine Seite und erzählt vom gestrigen Lichtspielhausbesuch. Darüber hinaus vernehme ich, dass das Kind mit John Avanzatti unterwegs war und spätabends sogar eine zwielichtige Kneipe am Hafen besucht hat.
08.30 Uhr Nachdem ich meine Glieder gelockert habe, ziehe ich mich kopfschüttelnd in die Nasszelle zurück und komme zu dem Schluss, dass bei Sandra längst Hopfen und Malz verloren ist. Um mich nicht ärgern zu müssen, nehme ich die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) zur Hand und telefoniere während des Badevergnügens mit Maria. Meine Schwägerin legt beste Laune an den Tag und unterbreitet, dass sie die letzte Nacht in einem luxuriösen Strandhotel nördlich von Miami verbracht hat. Ferner erfahre ich, dass meine Verwandten nun ein opulentes Frühstück einnehmen und dann nach Naples weiterfahren wollen – wie aufregend.


Meine praktische Schwarzbeere

09.30 Uhr Voller Vorfreude schlüpfe ich in farbenfrohe Freizeitkleidung und eile in die Küche, um Rühreier mit Speck zu zaubern. Unterdessen brüht Hausgast Sandra Kaffee auf und berichtet, dass im Stadtzentrum eine vegane Eisdiele eröffnet wurde. Obgleich ich mich skeptisch gebe, schwärmt meine Tischnachbarin in den höchsten Tönen und lädt mich ein, mit ihr in die Innenstadt zu krusen, um das köstliche Limoneneis zu probieren. Weil die Verwandten erst am Nachmittag zurück sein werden, stimme ich nach kurzem Zögern zu und dränge zur sofortigen Abreise. Sandra nippt ein letztes Mal am Kaffeehaferl und sagt, dass sie das Steuer des PS-strotzenden Chevrolet Suburban übernehmen wird – das kann ja heiter werden.
10.15 Uhr Nach einer nervenaufreibenden Hochgeschwindigkeitsfahrt treffen wir im Zentrum ein und können das Auto unweit der Eisdiele parken. Im Anschluss nehme ich Hund Dixon an die Leine und höre, dass veganes Eis derzeit nicht nur im alten Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten voll im Trend liegt. Sandra ist bestens informiert und beteuert, dass normales Eis mit Eigelb, Gelatine und/oder tierischen Farbstoffen hergestellt wird. Zudem plappert das Mädchen, dass veganes Eis ohne Ei auskommt und deswegen viel bekömmlicher ist.


Sojaeis schmeckt nicht

10.45 Uhr Wenig später betreten wir eine in Grüntönen gehaltene Spelunke, in der ausschliesslich langhaarige Kunden anzutreffen sind. Während ich grosse Augen mache, flitzt Sandra zum Tresen und macht es sich zur Aufgabe, zwei grosse Eisbecher mit Sojakreme und lustigen Keksen zu ordern. Da ich Neuem stets aufgeschlossen gegenüber trete, greife ich spornstreichs zum Löffel und koste die eisgekühlte Speise. In meiner Funktion als Feinschmecker, komme ich jedoch umgehend zu dem Ergebnis, dass das Eis eine mindere Qualität aufweist und kaum nach Limone schmeckt. Angeekelt schiebe ich den Becher beiseite und erkläre Sandra, dass wir besser zu “Regina’s Ice Cream Pavillion” gehen und ein richtiges Eis fressen sollten. Bevor meine Tischnachbarin Widerworte findet, stehe ich auf und strebe mit Hund Dixon im Schlepptau zur 200 Meter entfernten Eisdiele meines Vertrauens.
11.30 Uhr Kurz vor der Mittagszeit fährt die Inhaberin zwei grosse Eiskaffees mit Schlagobers auf. Ich lecke mit die Lippen und gebe Sandra zu verstehen, dass das “Regina’s” das beste Speiseeis im ganzen County serviert.
12.00 Uhr Nachdem wir uns die Wampen vollgeschlagen haben, vertreten wir uns die Beine und nehmen die Auslagen in den Schaufenstern der hiesigen Handelsketten in Augenschein. Nebenher kontaktiere ich abermals meine Schwägerin und bringe in Erfahrung, dass die lieben Leute in einer halben Stunde im Ferienhaus eintreffen werden. Maria ist begeistert und meint, dass wir gerne zum Kaffeekränzchen vorbeikommen können.
12.45 Uhr Schlussendlich hüpfen wir in den SUV und schicken uns an, zum Lowbank Drive zu rasen. Unterdessen drehe ich am Frequenzrad des Radios und fröne wunderschönen Landmusikklängen – das ist prima.


Das Ferienhaus im Lowbank Drive

13.30 Uhr Kurz nach dem Einuhrläuten treffen wir vor dem Ferienhaus ein und haben das Vergnügen, Georg und Maria herzlich begrüssen zu können. Weil ich grossen Hunger habe, folge ich meiner Schwägerin in die Küche und frage nach, ob es auch Kuchen gibt. Maria nickt eifrig und präsentiert eine Torte aus einem angesagten Feinkostgeschäft an der Ostküste Floridas. In diesem Zusammenhang berichtet, die Perle, dass sie auch feine Schokolade sowie Pralines in Miami eingekauft hat – schon jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen.
14.15 Uhr Während wir gemütlich zusammensitzen und echten Bohnenkaffe schlürfen, lassen meine Verwandten ihren Ausflug nach Savannah Revue passieren und sind einhellig der Meinung, dass man die “Perle des Südens” gesehen haben muss. Mein Bruder geht sogar noch weiter und kündigt grossspurig an, dass er mit dem Gedanken spielt, sich eine Wohnung an Chippewa Square zu kaufen – gleich platzt mir der Kragen.
15.15 Uhr Um die netten Menschen nicht länger aufzuhalten, schütteln wir Hände und entschliessen uns, den Heimweg anzutreten. Ich bedanke mich artig für Kaffee und Kuchen und ermutige die Beiden, am Samstag früh zum Frühstück in den Willoughby Drive zu kommen.
16.00 Uhr Zuhause angekommen, flitzt Sandra wie von der Tarantel gestochen ins Badezimmer und sagt, dass sie bald ausfliegen und sich mit Carol Wang treffen wird. Ich winke gähnend ab und falle erschöpft aufs Kanapee.


Mein goldener Chronograph

17.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner wertvollen ROLEX auf 5 zugeht, öffne ich die Augen und genehmige mir eine Flasche Budweiser aus dem Eiskasten. Im Anschluss schiebe ich eine Fertigpizza ins vorgeheizte Backrohr und sorge im Handumdrehen für ein prima Nachtmahl.
18.00 Uhr Mit vollem Magen schalte ich die Spülmaschine ein und gehe zum gemütlichen Teil des langen Tages über. Ich lasse mich vor dem Farbfernsehgerät nieder und gebe mich den Abendnachrichten auf FOX hin.
19.00 Uhr Um etwas Abwechslung zu bekommen, wechsle ich zur besten Sendezeit auf AMC und schaue mir drei Episoden der Serie “Humans” an. Das Fernsehformat ist in der Zukunft angesiedelt und handelt von künstlichen Menschen, die eine Revolte anzetteln – diesen Unsinn muss man gesehen haben.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Langeweile schalte ich die Glotze aus und lösche sämtliche Lichter. Anschliessend streichle ich Dixon über den Kopf und falle übermüdet ins Bett. Gute Nacht.

17. Juli 2018 – Adam-Onis-Vertrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie jedes Kind weiss, wurde die Ostküste von Florida im Jahre 1513 vom spanischen Abenteurer Juan Ponce de León entdeckt. Acht Jahre später rief das spanische Königshaus erstmals die Kolonie “La Florida” aus. Das Vorhaben wurde jedoch durch die indianischen Ureinwohner blutig zu Nichte gemacht.


Juan Ponce de León

Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gewann Spanien – das auf Seiten Frankreichs gegen die Briten kämpfte – weite Teile von Westflorida zurück. Im “Frieden von Paris” einigten sich die Staaten darauf, dass Spanien ganz Florida unter seine Fahne bringen durfte. Obgleich das spanische Königshaus kein grosses Interesse am Siedlungsbau hatte, zog es viele Portugiesen und Spanier in die neue Welt. Besonders das Gebiet rund um das heutige Pensacola wurde im frühen 19. Jahrhundert von Tausenden Immigranten besiedelt und auch bewirtschaftet.

Erst durch den sogenannten “Adam-Onis-Vertrag” wurde Florida an die Vereinigten Staaten zurückgegeben. Just heute vor 197 Jahren – am 17. Juli 1821 – rangen sich der amerikanische Aussenminister John Quincy Adams und der spanische Aussenminister Luis de Onis dazu durch, die kriegerischen Ausseinandersetzungen der letzten Jahre beizulegen und Frieden zu schliessen.

In Folge der Vertragsunterzeichnung zeigte sich die spanische Krone ausserdem damit einverstanden, Florida für 5 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten zu verkaufen und sämtliche Truppenverbände mit sofortiger Wirkung abzuziehen – wie schön.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg