15. November 2017 – Die Grundsätze der Vereinigten Staaten

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 15. November 1777 wurden die ersten verfassungsrechtlichen Grundsätze der Vereinigten Staaten verabschiedet. Der Vorläufer der ersten Verfassung der Vereinigten Staaten sicherte den 13 ehemaligen britischen Kolonien ihre Souveränität zu. Darüber hinaus sorgten die sogenannten “Articles of Confederation and Perpetual Union” (löblich: Artikel der Konföderation und der ewigen Vereinigung) für einen gleichberechtigten Staatenbund auf dem nordamerikanischen Kontinent – wie aufregend.


Articles of Confederation and Perpetual Union

Doch die neugeschaffene Regierungsstruktur hatte viele Schwächen. Unter anderem fehlte den Staaten die Möglichkeit, Steuern festzusetzen und einzutreiben. Auch war es den Mitgliedern nicht möglich, den Handel zu regulieren und internationale Beziehungen zu pflegen. Da der neue Staatenbund auch über keine gemeinsame Armee verfügte, war es den Ländern nicht gestattet, anderen Mitgliedern Schutz vor der zunehmenden Interventionen aus dem alten Europa zu gewährleisten.


Die Philadelphia Convention 1787

Aus diesem Grund wurde zehn Jahre später die “Philadelphia Convention” einberufen, die aus 55 Delegierten bestand und einen vollständig neuen Verfassungstext ausarbeiten sollte. Wichtigster Pfeiler war dabei die Gründung mehrerer Staatsorgane zum Zwecke der Machtbegrenzung und der Sicherung von Freiheit und Gleichheit. Die Amerikanische Verfassung wurde letztendlich am 17. September 1787 ratifiziert und schrieb es sich auf die Fahnen, für Frieden zu sorgen und das allgemeine Wohl zu fördern.

“Wir, das Volk der Vereinigten Staaten, von der Absicht geleitet, unseren Bund zu vervollkommnen, die Gerechtigkeit zu verwirklichen, die Ruhe im Innern zu sichern, für die Landesverteidigung zu sorgen, das allgemeine Wohl zu fördern und das Glück der Freiheit uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren, setzen und begründen diese Verfassung für die Vereinigten Staaten von Amerika”

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

13. November 2017 – Terror in Paris

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 13. November 2016 ereignete sich in der französischen Hauptstadt Paris eine beispiellose Terrorserie.

An sieben Orten verübten schwerbewaffnete Islam-Terroristen gleichzeitig Anschläge. Ein Ziel war auch eine vollbesetzte Konzerthalle am Boulevard Voltaire. Dort trat am Abend die amerikanische Musikcombo “Eagles of Death Metal” auf. 1.500 anwesenden Zuschauer wurden von drei mit Kalaschnikows und Handgranaten bewaffneten Mohammedaner ins Visier genommen. Alleine im “Le Bataclan” mussten 90 Menschen ihr Leben lassen. CNN berichtete in diesem Zusammenhang, dass die Terroristen “Allahu Akbar” und “Euer Präsident ist Schuld, er hat nicht in Syrien einzugreifen” gerufen haben sollen – wie furchtbar.

Darüber hinaus wurde auch das grösste Fussballstadion des Landes – der “Stade de France” – sowie vier Gaststätten in der Innenstadt angegriffen. Bei den Attentaten verloren insgesamt 130 Menschen ihr Leben. Ferner gab es 350 zum Teil Schwerverletzte zu beklagen.

Wie sich herausstellte, waren die Täter Anhänger des sogenannten “Islamischen Staates”, die die Tat ausserhalb Frankreichs geplant hatten. In einer Verlautbarung der Polizei war zudem zu lesen, dass drei Gruppen mit je drei Attentätern für die verheerenden Anschläge verantwortlich waren. Ausserdem meldete die Washington Post am 3. Oktober 2016, dass zwei Terroristen aus dem Irak stammten und im Flüchtlingsstrom nach Europa gelangten – das ist wieder typisch.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

9. November 2017 – Ein Tag von grösster Bedeutung

08.00 Uhr Ich schlage die Augen auf und stelle beim Blick auf den Wandkalender fest, dass der 9. November für meine alte Heimat von grösster Bedeutung ist. Wie jedes Kind weiss, ereigneten sich am 9. Tag im November wegweisende Geschehnisse, die teilweise auch internationale Auswirkungen hatten. Mit erhobenem Zeigefinger wende ich mich dem Vierbeiner zu und belehre, dass am 9. November des Jahres 1989 die Mauer fiel. Ferner erinnere ich an die Novemberpogrome im Jahre 1938, die blutige Novemberrevolution 1918 sowie den sogenannten Hitler-Ludendorff-Putsch anno 1923. Anstatt grosse Augen zu machen, gähnt Dixon ausgiebig und trottet mit einem quietschenden Spielzeug in den Garten – das ist wieder typisch.


Der 9. November – ein wichtiges Datum

08.45 Uhr Nach der Morgengymnastik ziehe ich mich ins Bad zurück und rufe kurzentschlossen in Kanada an, um mit Amanda zu plaudern. Natürlich komme ich auf James anstehenden Geburtstag zu sprechen und lote aus, ob der gute Junge einen Wunsch hat. Die Ehefrau meines löblichen Neffen nickt eifrig und meint, dass James einen Porsche fahren möchte. Selbstverständlich nehme ich der jungen Frau sogleich den Wind aus den Segeln und unterbreite, dass mir leider das nötige Kleingeld fehlt, um einen schnittigen Sportwagen zu kaufen.
09.45 Uhr Nachdem ich erfahren habe, dass sich James sehr über das neue Blake Shelton Studioalbum freuen würde, beende ich das Gespräch. Ruckzuck hüpfe ich aus der Wirbelbadewanne und mache es mir zur Aufgabe, mich an den Heimrechner zu setzen und den Amazon Warenbestand in Augenschein zu nehmen. In Windeseile werde ich fündig und nehme mir das Recht heraus, ein Exemplar mit dem Titel “Texoma Shore” zu kaufen und an James Wohnadresse am Highbridge Place in Toronto zu senden. Ausserdem lasse ich mich nicht lumpen und erwerbe für 30 Dollars einen Geschenkgutschein – James wird ganz grosse Augen machen.
10.30 Uhr Just als ich mich in Schale werfe, bimmelt es besonders laut an der Pforte und ich kann Georg und Maria recht herzlich begrüssen. Meine Verwandten präsentieren eine Tüte Backwaren und beteuern, dass sie schmackhafte Cinnamon Rolls (löblich: Zimtschnecken) in der Biscotti Farrugia Bäckerei besorgt haben. Weil mein Magen knurrt, winke ich die netten Leute spornstreichs herein und brühe frischen Kaffee auf.


Ich beisse kraftvoll zu

11.00 Uhr Während wir das Frühstück auf der schattigen Terrasse geniessen, bringe ich mein Telefonat mit Amanda zur Sprache und verrate, dass ich mich in Unkosten gestürzt und für James ein kleines Präsent besorgt habe. Meine Schwägerin strahlt über das ganze Gesicht und ist sich sicher, dass ihr Sohn grosse Freude am neuen Werk des aus Oklahoma stammenden Landmusiksängers haben wird – das will ich doch hoffen.
12.00 Uhr Pünktlich zur Mittagszeit stösst Frau Pontecorvo zu uns und plappert ohne Unterlass. Unter anderem lässt die Perle ihren gestrigen Lichtspielhausbesuch Revue passieren und legt uns nahe, ebenfalls ins Kino zu gehen und den Film “LBJ” anzuschauen, der sich mit dem Leben des 36. Präsidenten der Vereinigten Staaten beschäftigt. Ich überlege nicht lange und unterbreite, dass Lyndon Baines Johnson ein hervorragender Staatsmann war und sich nicht nur für die Armen, sondern auch um die Rechte der Indianer eingesetzt hat. Meine Nachbarin schlägt in die gleiche Kerbe und setzt uns ausserdem darüber in Kenntnis, dass Präsident Johnson eine harte Linie gegen den Kommunismus gefahren und unzählige amerikanische Soldaten nach Vietnam entsendet hat – wie wahr.


Präsident Lyndon B. Johnson

13.00 Uhr Da meine Verwandten am Nachmittag schoppen wollen, begleite ich sie zur Türe und erinnere, dass Morgen der “Veterans Day” (löblich: Veteranen Tag) ansteht. Voller Vorfreude verweise ich auf die Militärparade in Fort Myers und merke an, dass ich mir diesen farbenfrohen Umzug nicht entgehen lassen werde. Georg ist hellauf begeistert und sichert zu, mich nach Fort Myers zu begleiten – das ist die beste Nachricht des ganzen Tages.
13.45 Uhr Nachdem ich Frau Pontecorvo verabschiedet und die Geschirrspülmaschine in Betrieb gesetzt habe, falle ich erschöpft aufs Kanapee und döse nach wenigen Augenblicken ein.
14.45 Uhr Ich erwache ausgeruht und registriere beim Blick nach draussen, dass sich der Nachbarshund am Teich eingefunden hat. Um Dixon eine Freude zu bereiten, öffne ich die Türe und animiere ihn, mit Joey zu spielen.
15.00 Uhr Danach nehme ich am Schreibtisch platz und gehe Anschnur. Weil man der garstigen Jugend kaum noch über den Weg trauen kann, gebe ich mich der Anschnurarbeit hin und helfe verzweifelten Erziehungsberechtigten aus schier ausweglosen Situationen. Unter anderem rate ich einer Mutter aus Dresden, ihrem Sohn den Umgang mit ungewaschenen Pankern zu verbieten – wo kommen wir denn da hin.
16.00 Uhr Nach getaner Arbeit, fahre ich das Betriebssystem mausdrückend herunter und eile in den Garten, um den Hunden lustige Kauknochen zu kredenzen. Ferner stelle ich den Rasensprenger an und lasse es mir auch nicht nehmen, mit Herrn Booth ein Kleingespräch (unlöblich: Smalltalk) zu halten. Der hochdekorierte Vietnamveteran legt beste Laune an den Tag und kündigt an, dass er morgen auch in Fort Myers sein wird, um stolze Soldaten in frischaufgebügelten Uniformen hochleben zu lassen – wie aufregend.


Dixon bekommt Kauknochen – das schmeckt

17.00 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, den Vierbeiner ins Haus zu lotsen und das Nachtmahl vorzubereiten. Mit flinken Fingern zerkleinere ich eine Zwiebel und gebe dann etwas Butter in eine Pfanne, um zu guter Letzt ein vitaminreiches Minutenschnitzel herauszubraten. Dazu gibt es einen bunten Beilagensalat sowie köstliche Kartoffelstäbe – wie gut das duftet.
18.00 Uhr Ein anstrengender Tag neigt sich langsam seinem Ende zu. Um etwas Abwechslung zu bekommen, schalte ich die Glotze ein und folge mit grossem Interesse den Nachrichten auf FOX. Zudem telefoniere ich mit Edelbert und lade auch ihn ein, mich morgen nach Fort Myers zu begleiten.
19.00 Uhr Zur Hauptfernsehzeit wechsle ich auf PBS und erfreue mich an der sehenswerten Dokumentation “Country Roads – The Heartbeat of America” (auf deutsch: Landstrassen – Herzschlag Amerikas). Das preisgekrönte Fernsehformat berichtet anschaulich über den Einfluss der traditionellen Landmusik (unlöblich: Country Music) auf die Nachkriegsgeneration in den Vereinigten Staaten – da kommt Freude auf.

21.00 Uhr Nach zwei Stunden schalte ich den Flachbildschirm gähnend aus und führe den Rüden noch einmal durch den Garten. Im Anschluss lösche ich das Licht und lege mich ins Bett. Gute Nacht.

27. Oktober 2017 – Das Luther Jahr

08.00 Uhr Ein neuer Tag bricht an und ich bemerke, dass der Weinmonat Oktober langsam aber sicher sein Ende findet. Beschwingt durch prima Jerrod Niemann Landmusik rolle ich mich aus dem Wasserbett und stimme den letzten Freitag des Monats mit der Morgengymnastik ein. Während ich mit den Armen rudere und meine Glieder mit dem Hampelmann lockere, erinnere ich mich, dass am kommenden Dienstag auch Halloween ansteht.
08.30 Uhr Während ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln lasse, rufe ich bei meiner unterbelichteten Mieterin an und fordere sie auf, am Halloweenabend nicht aus dem Haus zu gehen. Darüber hinaus gebe ich bekannt, dass sie sich mit dem Telefon in der Hand am Fenster postieren und sämtliche Klingelstreiche zur Anzeige bringen muss. Das Kind kommt aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und informiert, dass in der nächsten Woche gleich zwei gesetzliche Feiertage in Bayern anstehen. Ich mache grosse Augen und vernehme, dass nicht nur am 1. November, sondern auch am Reformationstag anlässlich des diesjährigen Luther-Jahres nicht gearbeitet wird – wie unlöblich.


Martin Luther

09.30 Uhr Nachdem ich Sandra bezüglich ihrer Wochenendaktivitäten ausgehorcht habe, beende ich das Telefonat und eile in die Küche. Ruckzuck sorge ich für eine nahrhafte Mahlzeit und nehme mir ausserdem das Recht heraus, brühfrischen Kaffee zu schlürfen. Nebenher segle ich mit dem iPad auf Wikipedia und erfahre, dass der Reformationstag auf den aus Eisleben stammenden Mönch Martin Luther zurückgeht. Ferner lerne ich, dass der Geistliche am 31. Oktober 1517 einen 95 Thesen umfassenden Brandbrief an die Wittenberger Schlosskirche genagelt und damit die sogenannte Reformation einleitete hat – das soll mir auch Recht sein.
10.15 Uhr Just als ich etwas Bohnentrunk nachgiesse, kommt Edelberts schneeweisser JEEP mit quietschenden Bremsen vor meinem Zuhause zum stehen. Ich begrüsse meinen Bekannten herzlich und lasse es mir nicht nehmen, ihn zu einem Umtrunk auf der schattigen Terrasse einzuladen. Zungeschnalzend hole ich ein Sechserpack Budweiser aus dem Eiskasten und gebe dem Professor zu verstehen, dass Bier sehr gesund ist. Der schlaue Mann gibt mir Recht und spült seinen Hals mit kräftigen Schlucken durch. Zudem präsentiert Edelbert einen Roman mit dem Titel “Grant” und plappert, dass der Pulitzer Preis Gewinner Ron Chernow eine 1.000 Seiten starke Abhandlung über den 18. Präsidenten der Vereinigten Staaten veröffentlicht hat. Da ich mich sehr für die amerikanische Geschichte interessiere, nehme ich spornstreichs den Waschzettel in Augenschein und komme zu dem Schluss, dass ich mir diese spannende Biografie ebenfalls zulegen muss. Edelbert nickt eifrig und beteuert, dass Ron Chernow mit “Grant” ein literarisches Meisterwerk gelungen ist – das hört man gerne.


Ron Chernow – Grant (Roman)

11.15 Uhr Kurz vor der Mittagszeit stösst Frau Pontecorvo zu uns und mutmasst, dass wir einen über den Durst getrunken haben. Die Perle deutet in Richtung der leeren Bierflaschen und unterbreitet, dass es sich nicht gehört, vor dem Abend Alkohol zu trinken. Ich winke demonstrativ ab und gebe vor, dass Bier in unserer weissblauen Heimat als Grundnahrungsmittel angesehen wird. Edelbert schlägt in die gleiche Kerbe und fordert meine Nachbarin auf, sich zu uns zu setzen und sich eine Halbe zu genehmigen. Leider schlägt Frau Pontecorvo die Einladung aus und sagt, dass sie nun in die Stadt rasen und zum Frisör gehen wird – das ist wieder typisch.
12.00 Uhr Pünktlich zum Zwölfuhrläuten serviere ich gesunde Wurstbrote und lasse den Professor wissen, dass mein Bruder in der übernächsten Woche nach Florida ausfliegen und den Herbst unter Palmen verbringen wird. Mein Gegenüber wischt sich schmunzelnd über die nasse Stirn und meint, dass vom Herbst keine Rede sein kann.
13.00 Uhr Sechzig Minuten später erhebt sich Edelbert aus dem Liegestuhl und bedankt sich für Speis und Trank. Ich begleite den guten Mann zum Auto und stelle klar, dass wir uns Morgen zum Frühstück treffen sollten.


Das Ferienhaus meiner Verwandten

14.00 Uhr Nachdem endlich Ruhe und Frieden in der kleinen Villa Einzug gehalten haben, falle ich schnaufend aufs Kanapee und stecke zufrieden die Beine aus. Alsbald döse ich ein und träume vom anstehenden Wiedersehen mit meinen Liebsten – das wird ein Spass.
15.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und nehme am Schreibtisch Platz, um die Anschnurarbeit in Angriff zu nehmen. Während sich Dixon im Garten mit einem Tennisball vergnügt, helfe ich verzweifelten Eltern aus schier ausweglosen Situationen. Unter anderem animiere ich eine Mutter aus dem ostdeutschen Eberswalde, ihrem krecksüchtigen Sohn (16) das Taschengeld zu streichen – wo soll das noch hinführen.
16.00 Uhr Nach getaner Arbeit sehe ich im Garten nach dem Rechten und animiere den Vierbeiner, mit mir Gassi zu gehen. Mit einem schönen Lied auf den Lippen schlendern wir durch das beschauliche Wohngebiet und finden uns schnell vor dem Haupttor des “La Playa” Golfparcours wieder. Dixon spitzt augenblicklich seine Ohren und macht es sich zur Aufgabe, Golfbälle im hohen Gras zu suchen – wie lustig.


Dixon sucht Golfbälle

17.00 Uhr Wieder zurück im Willoughby Drive, beschalle ich die kleine Villa mit schöner Musik. Danach mache ich mich in der Küche nützlich und sorge im Handumdrehen für ein vitaminreiches Langnudelgericht mit Pesto aus dem Glas – wie gut das duftet.
18.00 Uhr Nachdem ich für Ordnung und Sauberkeit gesorgt habe, gehe ich zum gemütlichen Teil des langen Tages über und schaue fern. Ohne zu Zögern greife ich auf das NETFLIX Angebot zurück und gebe mich weiter den Abenteuern des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar hin, der in den 1980er Jahren zu einem der reichsten Menschen auf diesem Planeten aufstieg – wie furchtbar.
21.30 Uhr Nach zweistündiger Spitzenunterhaltung beende ich den Fernsehabend und rufe den Rüden ins Haus. Im Anschluss lösche ich die Lichter und falle übermüdet ins Bett. Gute Nacht.

26. Oktober 2017 – Österreich ist frei

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Heimseitenbesucher,

“Österreich ist frei” – am 15. Mai 1955 wurde der Staatsvertrag von Vertretern aus Frankreich, Grossbritannien, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten unterzeichnet. Mit diesem Vertrag wurde Österreich nach dem zweiten Weltkrieg seine staatliche Souveränität wiedergegeben.

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Österreich verpflichtete sich in diesem Pamphlet, ab sofort keine politische und/oder wirtschaftliche Vereinigung mit Deutschland einzugehen, die Minderheitenrechte der in Österreich lebenden Slowenen und Kroaten zu achten, eine demokratische Regierung zu unterhalten sowie alle aktiven nationalsozialistischen Organisationen mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs stimmten den Punkten anstandslos zu und versprachen im Gegenzug, ab dem Tag der Vertragsunterzeichnung keine Truppen sowie Kriegsgerät auf österreichischem Hoheitsgebiet zu stationieren.

Anno 1965 entschloss sich die Bundesregierung, den 26. Oktober zum “Österreichischen Nationalfeiertag” auszurufen. Im verabschiedeten Bundesgesetz vom 25. Oktober 1965 steht:

“Eingedenk der Tatsache, dass Österreich am 26. Oktober 1955 mit dem Bundesverfassungsgesetz BGBl. Nr. 211/1955 über die Neutralität Österreichs seinen Willen erklärt hat, für alle Zukunft und unter allen Umständen seine Unabhängigkeit zu wahren und sie mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen, und in eben demselben Bundesverfassungsgesetz seine immerwährende Neutralität festgelegt hat, und in der Einsicht des damit bekundeten Willens, als dauernd neutraler Staat einen wertvollen Beitrag zum Frieden in der Welt leisten zu können, hat der Nationalrat beschlossen”.

Seitdem werden jedes Jahr am 26. Oktober landesweit Feste gefeiert. Unter anderem können Kunstinteressierte am Nationalfeiertag in der österreichischen Hauptstadt Wien sämtliche Bundesmuseen kostenlos betreten und die ausgestellten Werke beäugen. Ferner öffnet just an diesem Tag auch der Sitz des Bundespräsidenten seine Pforten – wie schön.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg