5. Dezember 2018 – Regen, nichts als Regen

08.00 Uhr Ich öffne die Augen und stelle beim Blick aus dem Fenster fest, dass ein Wolkenbruch niedergeht und den gepflegten Vorgarten in eine Sumpflandschaft verwandelt. Auch Hund Dixon steht mit grossen Augen vor der Terrassentüre und weigert sich standhaft, nach draussen zu laufen – das ist ja allerhand.


Dixon bleibt in der trockenen Stube

08.30 Uhr Nachdem ich die Morgengymnastik in der trocknen Stube absolviert habe, lasse ich die Seele bei einem lustigen Wirbelbad baumeln. Darüber hinaus telefoniere ich mit Prof. Kuhn und bringe heraus, dass mein Bekannter ebenfalls keinen Fuss vor die Türe setzen wird. Edelbert schimpft wie ein Rohrspatz und kündigt an, sich während der kommenden Stunden aufschlussreichen Dokumentationen auf NETFLIX hingeben zu wollen. Unter anderem lerne ich, dass sich Edelbert das Fernsehspiel “Food, Inc.” ansehen möchte, welches sich mit der Monopolisierung der Lebensmittelindustrie auseinandersetzt – das hört sich langweilig an.
09.30 Uhr Sechzig Minuten später beende ich die Morgenwäsche und ziehe es vor, mich modisch zu kleiden und trotz des Regens meiner Nachbarin einen Überraschungsbesuch abzustatten. Frau Pontecorvo öffnet badebemäntelt die Pforte und beteuert, dass sie etwas länger geschlafen hat. Ich winke demonstrativ ab und entgegne, dass ich grossen Hunger mitgebracht habe. Meine Nachbarin winkt mich gähnend herein und macht es sich zur Aufgabe, Kaffee aufzubrühen und mich mit einer stattlichen Portion Rühreier zu verwöhnen. Wie es sich gehört, greife ich spornstreichs zur Gabel und merke an, dass das Frühstück prima schmeckt. Meine Tischnachbarin nippt zufrieden am Kaffeehaferl und sagt, dass das regnerische Wetter dazu einlädt, sich aufs Kanapee zu legen und ein Buch zu lesen – jaja.


Meine Terrasse

10.15 Uhr Um Frau Pontecorvo nicht weiter zu stören, wünsche ich ihr einen schönen Nachmittag und fasse den Entschluss, nach Hause zu gehen. Ruckzuck kehre ich zur kleinen Villa und erkenne, dass der Vierbeiner in den Garten gelaufen ist, um ein Eichhörnchen zu jagen. Fluchend rufe ich nach Dixon und drohe, ihn noch heute ins Tierheim zu bringen – gleich platzt mir der Kragen.
10.45 Uhr Nachdem ich Dixons Fell trocken gerieben habe, schnappe ich mir ein Bier aus dem Eiskasten und mache es mir vor der Glotze bequem. Missmutig quäle ich mich durch die zahlreichen Programme, um nach kurzer Suche auf einem lokalen Sender hängen zu bleiben. Ein schlechtgekleideter Neger namens Phil plappert Unsinn und möchte von einer übergewichtigen Blondine wissen, ob sie mittlerweile alle Weihnachtsgeschenke eingekauft hat. Ich rolle entnervt mit den Augen und wechsle auf NETFLIX, um nach der von Edelbert empfohlenen Dokumentation zu suchen. Alsbald werde ich fündig und habe das Vergnügen, einen Einblick in die Lebensmittelindustrie zu bekommen. Ich staune nicht schlecht und lerne, dass es in den Vereinigten Staaten nur noch etwa 30 Schlachthöfe gibt, die für die amerikanische Fleischproduktion verantwortlich sind – wie schrecklich.

12.15 Uhr Kurz nach dem Mittagsläuten flimmert der Abspann über die Mattscheibe und ich atme tief durch. Weil mir der Appetit vergangen ist, verzichte ich auf ein reichhaltiges Mittagessen und nehme mit einem Apfel Vorlieb. Darüber hinaus fresse ich einen Joghurt und schaue wehmütig in den Garten, um Hund Dixon wissen zu lassen, dass an einen Spaziergang nicht zu denken ist – wie schade.
12.45 Uhr Trotz aller Widrigkeiten lasse ich mir die gute Laune nicht verderben und bette mich auf dem Sofa zur Ruhe. Schon bald döse ich ein und träume vom anstehenden Wiedersehen mit meiner Familie – das wird ein Spass.
13.45 Uhr Leider wird mein Müssiggang bald durch das fiepende Haustier gestört. Ich rolle mich vom Kanapee und stelle wohlwollend fest, dass der Regen mittlerweile nachgelassen hat. Um dem Rüden etwas Auslauf zu bescheren, öffne ich die Terrassentüre und scheuche ihn an die frische Luft.
14.15 Uhr Anschliessend nehme ich am Schreibtisch Platz und kümmere mich um Hilferufe besorgter Heimseitenbesucher. Wie fast jeden Tag schufte ich auch heute hart und rate verzweifelten Eltern, mit den unflätigen Jugend hart ins Gericht zu gehen – alles darf man sich auch nicht gefallen lassen.
15.15 Uhr Zum Abschluss der Anschnursitzung studiere ich die Einträge im Gästebuch und ärgere mich, weil schon wieder unterbelichtete Dreikäsehochs beleidigende Einträge hinterlassen haben – wie unlöblich.
15.30 Uhr Weil Dixon noch immer nicht zurück ist, fahre ich das WINDOWS (löblich: Fenster) Betriebssystem mausdrückend herunter und eile nach draussen, um den Namen meines Haustieres zu rufen. Bereits nach wenigen Sekunden flitzt Dixon kläffend über das satte Grün und animiert mich, die Hundeleine zu schnappen und mit ihm Gassi zu gehen – das ist doch eine Selbstverständlichkeit.
16.30 Uhr Nachdem wir durchs Wohngebiet spaziert sind, stosse ich die Haustüre auf und kümmere mich um das Abendessen. Ich schwenke gesundes Butterschmalz in einer Pfanne und zaubere im Handumdrehen ein asiatisches Fertiggericht mit Reis, Gemüse und Hühnerfleisch – wie gut das duftet.


Ich informiere mich aus erster Hand

17.30 Uhr Nach der Hausarbeit nehme ich im Ohrensessel platz und freue mich auf einen gepflegten Fernsehabend. Als erstes fröne ich den Nachrichten auf FOX und lerne, dass es während der kommenden Tage schwülwarm und sehr sonnig werden wird – das hört man gerne.
18.30 Uhr Um etwas Abwechslung zu bekommen, schalte ich auf den HBO um und gebe mich dem Lichtspielerfolg “Interstellar” hin. Der preisgekrönte Zukunftsfilm handelt von einer Raumschiffmannschaft, die mit der Aufgabe betraut wird, jenseits dieser Galaxie nach Lebensräumen für die Menschheit zu suchen – wie aufregend.
21.00 Uhr Nach zweieinhalbstündiger Spitzenunterhaltung schalte ich die Glotze aus und begleite Dixon noch einmal in den Garten. Danach lösche ich das Licht und lege mich ins Bett. Gute Nacht.

30. November 2018 – Woody Allen

woodyallen

Sehr verehrte Damen und Herren,

der amerikanische Filmschaffende Woody Allen feiert morgen seinen 83. Geburtstag.
Wie jeder Filmkenner weiss, erblickte Allan Stewart Konigsberg am 1. Dezember 1935 im New Yorker Stadtteil Brookyln das Licht der Welt. Der Sohn eines Diamantschleifers erlebte seine Kindheit in jüdisch geprägten Vierteln und absolvierte mit grossem Erfolg die High School. Während seiner Schulzeit entwickelte er sein Interesse fürs Theater und der Musik. Ferner spielte er Klarinette und arbeitet nebenher für diverse Tageszeitung, die er mit spannenden Alltagsgeschichten versorgte.


Manhattan

Bereits als 16jähriger durfte er Schauspielern am Broadway zuarbeiten und Gelegenheitsjobs an einschlägigen Theaterhäusern übernehmen. Wenig später heiratete er die Philosophiestudentin Harlen Rosen und machte sich als Drehbuchautor der “Ed Sullivan Show” sowie der “Tonight Show” einen Namen.


Hannah und ihre Schwestern

Nachdem er erste Drehbücher für die Kinofilme “What’s New, Pussycat?” (deutscher Titel: Was gibt’s Neues, Pussy?), “What’s Up, Tiger Lily” sowie “Casino Royale” abgeliefert hatte, durfte er anno 1969 erstmals selbst Regie führen. Woody Allen wurde über Nacht mit dem abendfüllenden Spielfilm “Take the Money and Run” (deutscher Titel: Nimm die Moneten und hau’ ab) berühmt und konnte sich vor Angeboten kaum noch retten.


Annie Hall

In den folgenden Jahrzehnten schuf er mit “Annie Hall” (deutscher Titel: Der Stadtneurotiker), “Manhattan”, “Stardust Memories” sowie “Hannah and her Sisters” (Hannah und ihre Schwestern) zeitlose Klassiker, die allesamt zu den herausragendsten amerikanischen Produktionen aller Zeiten zählen. Woody Allen wurde bisher 24 Mal für den Oscar nominiert und erhielt die wichtigste Filmauszeichnungen viermal. Sein im Jahre 1978 entstandenes Meisterwerk “Der Stadtneurotiker” wurde sogar zweimal in den Kategorien “Bester Regisseur” und “Bestes Drehbuch” mit dem sogenannten “Academy Award” bedacht – wie aufregend.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

17. und 18. November 2018 – Bohemian Rhapsody

Hallo Leute,

gestern war ich mit Bärbel und Bernd im Kino und habe “Bohemian Rhapsody” gesehen. Die Biografie über den Gründer der englischen Rockband “Queen” hat mich wirklich vom Hocker gehauen.

Der aus der tollen Serie “Robot” bekannte Schauspieler Rami Malek schlüpft in die Rolle des im Jahre 1991 gestorbenen Sängers Freddie Mercury und zeigt uns, wie der damals 24jährige zusammen mit Brian May, Roger Taylor und John Deacon die wohl einflussreichste Rockband der Gegenwart gründete. Wie ihr sicher wisst, feierten die vier Männer bereits 1973 mit ihrem ersten Longplayer “Queen” grosse Erfolge. Das Werk fand sich bald auf Platz 24 der englischen Charts wieder und bescherte uns unter anderem dem Ohrwurm “Seven Seas of Rhye”.

Zwei Jahre später brachen die Musiker mit “A Night At The Opera” sämtliche Rekorde und schafften mit “Bohemian Rhapsody” einen Tophit in Europa und Nordamerika.

“Bohemian Rhapsody” ist auch für Nicht-Queen-Kenner ein toller Film, der einen sofort mitreisst. Hauptdarsteller Rami Malek geht in seiner Rolle voll auf und gibt Freddie Mercurys brüchige Persönlichkeit anschaulich wieder. Ausserdem macht es grossen Spass, die tollen Songs zu hören …

Okay, jetzt muss ich aber mit meinem nagelneuen KUGA durch die Stadt düsen. Ich wünsche euch allen ein schönes und abwechslungsreiches Wochenende.

Eure Sandra

15. November 2018 – Ulrich Seidl und Sommer ’84

08.00 Uhr Ich hüpfe kraftstrotzend aus dem Bett und freue mich über einen weiteren Sonnentag in Florida. Weil ich längst nicht zum alten Eisen zähle, schlendere ich mit einer stimmungsvollen Melodie auf den Lippen nach draussen und führe an Hund Dixons Seite die Morgengymnastik durch. Leider wird die himmlische Ruhe bald durch das laute Schrillen meiner Schwarzbeere unterbrochen. Zu allem Überfluss meldet sich mein Bruder in der Leitung und gibt vor, das es aus unserer Verabredung nichts wird. Georg seufzt laut und erzählt, dass im Laufe des Vormittages der Pool-Boy (löblich: Schwimmbecken Junge) vorbeikommen wird, um die in die Jahre gekommene Wasserpumpe in Augenschein zu nehmen. Darüber hinaus sagt Georg, dass wir uns eventuell morgen zum Mittagessen treffen könnten – dazu sage ich nicht nein.


Meine Schwarzbeere

08.30 Uhr Um nicht alleine zum Einkaufen fahren zu müssen, kontaktiere ich kurzerhand den Professor und lade ihn ein, mich gegen 10 Uhr vor dem PUBLIX Supermarkt zu treffen. Edelbert willigt prompt ein und verspricht, pünktlich vor Ort zu sein. Danach beende ich das Telefonat und ziehe mich zufrieden ins Bad zurück, um mich ordentlich zu waschen. Natürlich rasiere ich mir auch die Bartstoppeln ab und vergesse auch nicht, mir die Haare zu waschen.
09.30 Uhr Sechzig Minuten später sitze ich am Küchentisch und spüle meine trockne Kehle mit brühfrischen Bohnentrunk durch. Dazu lasse ich mir Rühreier mit Schinken munden und lese in der Tageszeitung, dass in einem örtlichen Lichtspielhaus am Wochenende ein Dokumentarfestival stattfinden wird. Ich mache grosse Augen und lerne, dass auch etliche Filme des aus Österreich stammenden Künstlers Ulrich Seidl gezeigt werden – das ist prima.

10.00 Uhr Redlichst gestärkt klatsche ich in die Hände und lasse den Vierbeiner wissen, dass im Eiskasten gähnende Leere vorherrscht. Um nicht Hunger leiden zu müssen, lotse ich das störrische Haustier zum Chevrolet und kruse zielstrebig zum Supermarkt meines Vertrauens.
10.30 Uhr Mit dreissigminütiger Verspätung erreiche ich mein Ziel und gebe Edelbert zu verstehen, dass ich in einen Stau geraten bin. Ich winke demonstrativ ab und schimpfe, weil die Stadtoberen nichts gegen das herrschende Verkehrschaos unternehmen. Auch mein Bekannter ist ausser sich und meint, dass wir unsere Zelte in Südflorida abbrechen und nach Alaska auswandern sollten – papperlapapp.
11.00 Uhr Nachdem wir einer blauhaarigen Seniorin einen Einkaufswagen streitig gemacht haben, nehmen wir uns das Recht heraus, Waren des täglichen Bedarfs auszuwählen. Ausserdem schiebe ich den klapprigen Wagen in die Süssigkeitenabteilung, um drei Tüten Kartoffelchips aus dem Hause Lay’s, diverse Schokoriegel, OREO Kekse, Minzdragees, Bonbons sowie Zuckerstangen von Hersheys vom Regal zu nehmen – wie aufregend.


Lay’s Schips schmecken prima

12.00 Uhr Pünktlich zur Mittagzeit werden wir an der Kasse vorstellig und zücken unsere praktischen Kreditkarten. Während die Marktmitarbeiterin den Bezahlvorgang einleitet, deute ich nach nebenan und gebe vor, dass eine reichhaltige Brotzeit im “Dairy Queen” (löblich: Molkerei Königin) Schnellgasthaus nicht schaden kann.
12.30 Uhr Völlig verschwitzt kehren wir in die gutbesuchte Wirtschaft ein und ordern an der Essensausgabe gesunde Cheeseburger (löblich: Käseburger) mit Fritten und Krautsalat. Anschliessend lassen wir uns an einem Fenstertisch nieder und tratschen über dies und das. Unter anderem kommt Edelbert auf den Abend zu sprechen und beteuert, dass er mit dem Gedanken spielt, eine Lesung in der örtlichen “Collier County Library” zu besuchen. Bevor ich Worte finde, plappert der schlaue Mann munter weiter und beteuert, dass einer aus Georgia stammender Entomologe über das Leben des asiatischen Marienkäfers referieren wird – gleich platzt mir der Kragen.
13.30 Uhr Nach der Stärkung kehren wir gesättigt zu den Autos zurück und wünschen einander schöne Abende. Im Anschluss lasse ich den Motor des PS-strotzenden SUVs aufheulen und gleite zufrieden nach Hause.
14.15 Uhr Zurück im Willoughby Drive, räume ich die Lebensmittel in den Kühlschrank ein und mache es mir zur Aufgabe, Dixons Näpfe mit Wasser und ROYAL CANIN Trockenfutter aufzufüllen. Danach falle ich gähnend aufs Kanapee und döse schnell ein.
15.15 Uhr Ich erwache ausgeruht und nutze die Nachmittagsstunden, um die Pflanzen im Garten zu giessen. Zudem tratsche ich mit Herrn Booth und berichte, dass man als Hausbesitzer stets etwas zu tun hat. Mein Nachbar gibt mir Recht und entgegnet, dass er in der kommenden Woche den Rasen mähen muss – jaja.


Mein Zuhause unter Palmen

16.15 Uhr Schnaufend beende ich die Arbeit und unternehme mit Dixon einen Spaziergang durchs Wohngebiet. Ich werfe dem Rüden Stöckchen zu und ermutige ihn, die vorlauten Nachbarskinder anzubellen – immerhin hat im Willoughby Drive Ruhe und Frieden zu herrschen.
17.00 Uhr Endlich kann ich die Haustüre zur kleinen Villa aufstossen und mich in den wohlverdienten Feierabend verabschieden. Ich wische mir die Schweissperlen von der Stirn und komme zu dem Schluss, dass mich diese Affenhitze bald ins Grab bringen wird. Trotz aller Widrigkeiten lasse ich mir die gute Laune nicht verderben und bereite das Abendessen vor. Um nicht stundenlang am heissen Herd stehen zu müssen, backe ich eine Tiefkühlpizza im Ofen auf und fresse dazu einen gesunden Tomatensalat mit Oliven – schmeckt gar nicht schlecht.
18.00 Uhr Ein nervenaufreibender Tag neigt sich langsam seinem Ende zu. Um endlich zur Ruhe zu kommen, schalte ich die Glotze ein und gebe mich den Abendnachrichten auf FOX hin – immerhin muss man stets auf dem neuesten Stand gebracht werden.

19.00 Uhr Zur Prime Time (löblich: beste Sendezeit) nehme ich mit dem NETFLIX Internetzprogramm Vorlieb und schaue mir den kanadischen Gruselfilm “Summer of 84” an. Die Produktion aus dem letzten Jahr handelt von vier Freunden, die einem Serienmörder auf die Schliche kommen – wie aufregend.
21.00 Uhr Als nach zwei Stunden der Abspann über den Flachbildschirm flimmert, atme ich tief durch und rufe Dixon ins Haus. Zu guter Letzt reguliere ich die Klimaanlage und gehe zu Bett. Gute Nacht.

7. November 2018 – My Darling Clementine

Sehr geehrte Damen und Leute,

just heute vor 72 Jahren feierte der von John Ford gekonnt in Szene gesetzte Westernfilm “My Darling Clementine” (auf deutsch: Faustrecht der Prärie) in New York seine Weltpremiere.


Der Regisseur John Ford

Wie jedes Kind weiss, erzählt diese wegweisende Hollywood Produktion die Geschichte der Brüder Wyatt, Virgil, James und Morgan Earp, die sich im Jahre 1882 in der Kleinstadt Tombstone in Arizona niederlassen. Nachdem die Viehherde der furchtlosen Naturburschen gestohlen und James Earp ermordet wurde, nimmt Wyatt das Amt des Marshals an und schreibt es sich auf die Fahnen, für Recht und Ordnung in Tombstone zu sorgen …

“Faustrecht der Prärie” zählt längst zu den Klassikern des amerikanischen Kinos und wurde 1991 in das Nationale Filmregister der Vereinigten Staaten aufgenommen. Der Streifen wird als Wendepunkt des amerikanischen Films angesehen und markiert den Wendepunkt der seichten Unterhaltung zum tiefgründigen und zeitlosen Kino der Neuzeit.

Ein angesehener Filmkritiker bezeichnete “Faustrecht der Prärie” nach seiner Premiere im grossen Apfel (unlöblich: Big Apple) als ein absolutes Meisterwerk und eine liebevolle Hymne auf die Zivilisation – wie wahr.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg