2. und 3. Februar 2019 – Green Book

Hallo Leute,

Ende Januar sind tolle Filme im Kino angelaufen.
Nicht nur das Drama “Green Book – Eine besondere Freundschaft”, der Horrorthriller “The Possession of Hannah Grace” und die Mark Wahlberg Komödie “Plötzlich Familie”, sondern auch die neue Clint Eastwood Regiearbeit “The Mule” locken aktuell besonders viele Besucher in die deutschen Lichtspielhäuser.

In “The Mule” schlüpft der mittlerweile 88jährige Clint Eastwood in die Rolle des Earl Stone, einem unerschrockenen Mannes der pleite ist und kurz davor steht, sein Geschäft zu verlieren. Eines Tages wird ihm ein Job angeboten, bei dem er Drogen für ein mexikanisches Kartell schmuggeln muss. Nur dumm, dass er schon bald ins Visier des DEA-Agenten Bates (gespielt von Bradley Cooper) gerät …
Die Story basiert auf der Lebensgeschichte des 90jährigen Drogenkuriers Leo Sharp, einem hochdekorierten Kriegsveteranen, der im Jahre 2011 bei der Lieferung von weit über 100 Kilogramm Kokain festgenommen und zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde.

Gestern habe ich “The Mule” im Kino gesehen und wurde bestens unterhalten. Clint Eastwood und Bradley Cooper brillieren in ihren Rollen und bescherten mir einen tollen Abend.

Weil die Woche ziemlich stressig war, werde ich heute etwas kürzer treten und mit Bärbel einen Fernsehabend einlegen. Wir wollen uns Pizza holen, Aperol Spritz trinken und einfach nur abchillen. Später am Abend muss ich mit Reinhard skypen und ihm erzählen, dass etliche Schindeln vom Dach abgefallen sind. Eventuell muss ich in der kommenden Wochen einen Dachdecker verständigen 🙁

Okay, nun möchte ich euch einen schönen Abend wünschen.
Eure Sandra

29. Januar 2019 – American Renegades

08.00 Uhr Ein unentwegt plappernder WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Radiomoderator weckt mich mit einem nagelneuen Dierks Bentley Lied. Ich rolle mich gähnend aus dem Wasserbett und erkenne, dass die moderne Landmusik (unlöblich: Country Music) ganz und gar nicht nach meinem Geschmack ist. Trotz aller Nackenschläge lasse ich mir die gute Laune nicht verderben und zögere nicht, auf der schattigen Terrasse die Morgengymnastik zu absolvieren – wer rastet, der rostet.


Der weltbeste Radiosender

08.30 Uhr Nachdem ich mich ertüchtigt habe, lasse ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln und rufe bei Georg und Maria an, um ihnen mitzuteilen, dass ich in Julies Restaurant frühstücken möchte. Meine Verwandten freuen sich und kündigen an, gegen halb 11 in der besagten Wirtschaft zu sein.
09.30 Uhr redlichst entspannt beende ich den Waschvorgang und hole farbenfrohe Kleidung aus dem begehbaren Schrank. Danach statte ich Frau Pontecorvo einen Besuch ab gebe vor, dass ich alsbald dem Frühstücksgasthaus meines Vertrauens einen Besuch abstatten werde. Die Perle von nebenan winkt jedoch ab und entgegnet, dass sie sich mit Freundinnen in einem Schönheitssalon treffen wird. Ich schüttle entnervt den Kopf und ziehe es vor, meiner Nachbarin viel Vergnügen beim Aufbrezeln zu wünschen – wo soll das noch hinführen.
10.00 Uhr Wenig später helfe ich Hund Dixon auf die Ladefläche es Chevrolets und presche mit quietschenden Pneus aus dem beschaulichen Wohngebiet. Um nicht zu spät in Julies Restaurant einzutreffen, beschleunige ich das Auto auf 30 Meilen pro Stunde und setze zu waghalsigen Überholmanövern an – wie aufregend.
10.30 Uhr Pünktlich auf die Minute betrete ich mit dem Haustier im Schlepptau das Restaurant und werde von Maria und Georg winkend begrüsst. Meine Verwandten legen beste Laune an den Tag und informieren, bereits brühfrischen Kaffee sowie ein grosses Frühstück (unlöblich: Big Breakfast) bestellt zu haben – das hört man gerne.


Ich spüle meine Kehle Bild: Nevit Dilmen / CC BY-SA 3.0

11.00 Uhr Während ich kraftvoll zubeisse, erfahre ich von Georg, dass er gestern seine Ehefrau ins neueröffnete “El Mare” Restaurant ausgeführt hat. Ich mache grosse Augen und bringe auf Anfrage heraus, dass es sich hierbei um ein nagelneues mexikanisches Gasthaus an der Airport Pulling Road handelt. Mein Bruder schwärmt in den höchsten Tönen und gibt vor, einen leckeren Fisch mit Saisongemüse und Kartoffeln verzehrt zu haben. Maria schlägt in die gleiche Kerbe und meint, dass wir bald allesamt in dieses Spitzenrestaurant gehen sollten – jaja.
12.00 Uhr Um keine Wurzel zu schlagen, tippe ich auf meine goldene ROLEX und bitte Kellnerin Peggy, uns die Rechung zu präsentieren. Im Anschluss verlassen wir die Gaststätte und vereinbaren, dass wir nun zum WAL MART krusen und die neuerschienenen DVDs in Augenschein nehmen sollten. Ich nicke eifrig und merke an, dass ich die Gelegenheit am Schopfe packen und meine reichhaltige Filmsammlung mit neuem Stoff auffüllen werde.


Walmart ist prima

12.30 Uhr Nach einer kurzweiligen Reise erreichen wir das WAL MART Supercenter am Collier Boulevard und schlendern mit dem schnüffelnden Vierbeiner durch die breiten Gänge. Zeitnah finden wir uns in der sogenannten “Home Entertainment” (löblich: Heimunterhaltung) Abteilung wieder und registrieren, dass seit wenigen Tagen der preisgekrönte Kriegsfilm “American Renegades” verfügbar ist. Um mir einen genaueren Überblick zu verschaffen, lese ich die Informationen auf der Rückseite und lerne, dass diese Produktion die Geschichte etlicher Navy Seals erzählt, die nach Bosnien geschickt werden und mit dem Auftrag betraut werden, einen Nazi Schatz zu bergen.

13.00 Uhr Schlussendlich landet auch noch der Zukunftsfilm “First Man” in meinem Einkaufswagen und ich gebe zu Protokoll, dass ich heute einen gepflegten Filmabend einlegen werde. Maria hat jedoch nur Hohn und Spott über und beteuert, dass ich an diesen Schundwerken ganz bestimmt keinen Gefallen finden werde – papperlapapp.
13.30 Uhr Nach dem Bezahlvorgang schütten wir Hände und kommen überein, dass wir uns Morgen im Lowbank Drive zum Frühstück treffen sollten. Maria schenkt mir zum Abschied ein Lächeln und sagt, dass sie auch Edelbert einladen wird – das kann mir nur Recht sein.
14.15 Uhr Zurück im Willoughby Drive, schlüpfe ich aus den modischen Flip Flops und bereite mir in der Küche ein Wurstbrot vor. Dazu gibt es einen Tomatensalat mit würzigem Balsamico aus dem fernen Italien – wie gut das duftet.
15.00 Uhr Nach der Jause fülle ich Dixons Napf mit Trockenfutter auf und falle dann erschöpft aufs Kanapee. Das brave Haustier folgt meinem Beispiel und begleitet mich ins Reich der Träume – wie schön
16.00 Uhr Ich öffne die Augen und lasse Dixon in den Garten hinaus. Im Anschluss gehe ich Anschnur und arbeite Hilferufe besorgter Heimseitenbesucher ab. Wissbegierig überfliege ich die elektronischen Depeschen und stelle fest, dass es die junge Generation derzeit besonders bunt treibt. Anstatt für die Schule und das Leben zu lernen, ziehen es viele Kinder vor, Schneemänner zu bauen und/oder Heimrechnerspiele zu spielen – wie furchtbar.


Heimrechnerspiele sind gefährlich

17.00 Uhr Zum Abschluss der Beratungsstunden schalte ich die neuesten Einträge im beliebten Gästebuch frei. Zudem überprüfe ich den Warenbestand im Andenkenladen und sehe mich genötigt, bei meinem indonesischen Grosshändler Bambang neue T Hemden mit meinem Konterfei nachzubestellen.
18.00 Uhr Endlich beginnt der wohlverdiente Feierabend. Ich genehmige mir ein kühles Bier aus dem Eiskasten und schiebe eine Fertigpizza ins Ofenrohr. Danach lasse ich mir die Köstlichkeiten zu prima WCKT CAT COUNTRY Radiomusik in der guten Stube schmecken und blättere in der Tageszeitung.
19.00 Uhr Nachdem ich mir die Nachrichten angeschaut habe, verfrachte ich eine blaue Scheibe ins Abspielgerät und gebe mich dem Lichtspielhauserfolg “First Man” hin. Die Produktion, die in Deutschland den Titel “Aufbruch zum Mond” trug handelt von der ersten Mondlandung im Jahre 1968. Ich lehne mich entspannt zurück und erinnere mich, dass ich dieses Schauspiel vor 51 Jahren am Fernseher mitverfolgt habe – das waren noch Zeiten.
21.00 Uhr Als der Abspann über die Mattscheibe flimmert, beende ich den Fernsehabend und begleite den Vierbeiner noch einmal in den Garten. Zu guter Letzt verschliesse ich die Haustüre sorgsam und lege mich schlafen. Gute Nacht.

19. und 20. Januar 2019 – Rami Malek

Hallo Freunde der gepflegten Internetunterhaltung,

am 6. Januar 2019 wurden zum 76. Mal die “Golden Globes” in Los Angeles, CA vergeben. Wie ihr sicher wisst, wurde der Musikfilm “Bohemian Rhapsody” als bestes Filmdrama und der Hauptdarsteller Rami Malek als bester Darsteller mit einem der begehrten Fernsehpreise bedacht.

Rami Malek ist allen Serienfans seit 2015 aus dem Serienerfolg “Mr. Robot” bekannt. Ich habe mich in der letzten Woche intensiver mit dem 37jährigen Schauspieler beschäftigt und herausgefunden, dass der Sohn ägyptischer Eltern seit 2004 im Geschäft ist und bereits bei “Gilmore Girls” sowie der Kriegsserie “Over There” mitgespielt hat. Ausserdem nahm er seit 2005 eine Hauptrolle in der 44teiligen Sitcom “Familienstreit de Luxe” (The War at Home) ein und war auch einer der Hauptprotagonisten in der Miniserie “The Pacific” (2010). Aber auch im Kino ist uns Rami Malek bereits des öfteren begegnet. Unter anderem war er als Ahkmenrah in den “Nachts im Museum” Filmen, in “Need for Speed” (2014), in der “Papillon” Neuverfilmung (2017) sowie in “Oldboy” (2013) zu sehen.

Rami Malek ist einer der aufstrebenden Darsteller in Hollywood und wir werden ihn sicher noch öfter zu Gesicht bekommen. Auch der “Bohemian Rhapsody” Regisseur Bryan Singer hat bewiesen, dass er nicht nur Actionfilme wie “X Men” kann, sondern auch für tiefgründigere Stoffe geeignet ist.

Okay, jetzt freue ich mich auf einen gepflegten DVD Abend mit Mitbewohnerin Bärbel. Wir wollen uns den Bryan Singer Thriller “Der Musterschüler” anschauen, der auf einer Stephen King Kurzgeschichte basiert 🙂

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende
Eure Sandra

18. Januar 2019 – Oliver Hardy

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute möchte ich an einen der beliebtesten Filmhelden der 1940er und 1950er Jahre erinnern. Herr Oliver Norvell Hardy wurde in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts an der Seite seines Partners Stan Laurel weltbekannt. Der am 18 Januar 1882 im Bundesstaat Georgia geborene Komiker spielte in weit über 100 Filmen und diversen Fernsehserien den wichtigtuerischen Ollie.

Oliver Hardy wuchs im ländlichen Georgia auf, wo er seiner verwitweten Mutter half, das familieneigene Hotel über Wasser zu halten. Darüber hinaus verdiente er sich sein Geld als Filmvorführer und Laiendarsteller. Um seinem grossen Traum, ein bekannter Filmschauspieler zu werden, in die Tat umzusetzen, verlies er alsbald seine Heimat und ging nach Jacksonville, FL. Im Jahre 1914 übernahm er seine erste Rolle und schaffte es, mit kleineren Auftritten und Regieaufträgen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.


Dick und Doof

Elf Jahre später – im Jahre 1925 – traf er erstmals auf Stan Laurel, der ebenfalls für den Filmproduzenten Hal Roach arbeitete. Beide verstanden sich prächtig und durften anno 1927 erstmals als Duo in einem Kurzfilm auftreten. Bis 1951 spielten beide in 80 Kurzfilmen und 27 abendfüllenden Spielfilmen mit und wurden im Handumdrehen als “Dick und Doof” in der ganzen Welt bekannt.

Nachdem das Duo im Jahre 1951 noch einmal vor der Kamera stand, um den mässig erfolgreichen Streifen “Atoll K” abzudrehen, zog sich Oliver Hardy in den Ruhestand zurück. 1956 erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholen sollte. Schlussendlich starb Oliver Hardy am 7. August 1957 im Alter von nur 65 Jahren und wurde auf dem “Valhalla Memorial Park” Friedhof in Hollywood begraben.

Obwohl Stan Laurel immer wieder lukrative Filmangebote erhielt, lehnte er sie alle ab. Der gute Mann gab zu Protokoll, dass er ohne den verstorbenen Hardy nicht vor der Kamera stehen wollte.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

12. und 13. Januar 2019 – Renovierung

Hallo Freunde der Nacht,

in dieser Woche war in der Pension Waldblick einiges geboten.
Herr Löschnik von VORWERK war zu Gast und hatte einen nagelneuen TEMIAL im Gepäck. Der Kölner musste in Freising einen Einführungskurs für Vertreter halten und über die Teemaschine referieren.

Natürlich hat er mir das Gerät ausführlich vorgestellt und mir einen Orangen-Sanddorn Tee aufgebrüht. Was soll ich sagen, der Tee schmeckte vorzüglich und die Zubereitung wird mit dem TEMIAL zu einem Kinderspiel. Das Temial Starterset beinhaltet eine Teemaschine, eine Wasserfilterkartusche, Entkalter, Servierkanne, zwei Teeschalen, einen To-Go Becher sowie ein zehnteiliges Teesortiment. Nur dumm, dass die Maschine mit 599,– € nicht gerade billig ist 🙁


Das Gästezimmer in der Pension Waldblick

Herrn Löschniks Aufenthalt war wirklich sehr angenehm. Er geht sehr früh aus dem Haus und macht kaum Probleme. Ausserdem steckt er mir immer ein stattliches Trinkgeld zu und legt mir auch eine Schachtel Pralinen aufs Gästebett. Ende Februar wird er wieder kommen und erneut in der Pension Waldblick absteigen.

Übrigens habe ich mir überlegt, eine bequeme Kaltschaummatratze für das Gästebett zu kaufen und im Sommer das Bad zu renovieren. Unter anderem möchte ich ein neues Waschbecken installieren und auch die Wassermischbatterie in der Dusche erneuern lassen. Immerhin muss man seinen Gästen den grösstmöglichen Luxus bieten 🙂

Ansonsten ist nichts weltbewegendes passiert.
Am Samstag Abend war ich im Kino und habe mir den neuangelaufenen Film “Kalte Füsse” angeschaut. Die Screwball Komödie des deutschen Filmemachers Wolfgang Groos hat mich aber kaum vom Hocker gehauen …

Okay, das soll es für dieses Wochenende gewesen sein.
Ich wünsche euch allen eine tolle und abwechslungsreiche Woche.

Eure Sandra