1. und 2. Juli 2017 – Mädelstrip

Hallo Leute,

während der letzten Wochen fand der „FIFA Confederations Cup“ in Russland statt. Eigentlich versprach das Teilnehmerfeld mit Weltmeister Deutschland, dem Copa America Sieger Chile, dem Europameister Portugal und dem Afrikameister Kamerun spannende Spiele. Doch die Begegnungen haben mich kaum vom Sessel gerissen. Deswegen werde ich mir Morgen das Finale zwischen Deutschland und Chile ganz bestimmt nicht anschauen. Stattdessen wird es mich mit Mitbewohnerin Bärbel und Cousin Bernd in den Biergarten verschlagen 🙂

Ausserdem haben wir für den heutigen Abend einen Ausflug ins Kino geplant. Mitte Juni lief die amerikanische Komödie „Mädelstrip“ in den deutschen Kinos an. Die bekannte Schauspielerin Goldie Hawn und die begnadete Stand-Up-Comedienne Amy Schumer lassen es in dieser Komödie ordentlich krachen. Emily wird von ihrem Freund verlassen und fliegt mit ihrer Mutter Linda nach Südamerika. Die beiden müssen natürlich haarsträubende Abenteuer überstehen und tappen von einem Fettnäpfchen in den nächsten Schlamassel …

Ich bin ein grosser Fan von Amy Schumer.
Die 36jährige wurde in einschlägigen Clubs in New York City gross und trat ab 2007 in der Talentshow „Last Comic Standing“ auf. Danach bekam sie mit „Inside Amy Schumer“ ihre eigene Serie, die mit mehreren Fernsehpreisen ausgezeichnet wurde. In der Zeitung habe ich gelesen, dass Amy Schumer laut des „Time Magazins“ zu den 100 einflussreichsten Menschen zählt und auf eine riesige Online Community (alleine auf Instagram folgen ihr knapp 7 Millionen Fans) zählen kann ^^

Okay, jetzt muss ich aber im Garten arbeiten, die Beete giessen und mit den Katzen spielen. Ich wünsche euch allen ein tolles Wochenende.

Eure Sandra

29. Juni 2017 – Starkregen

08.00 Uhr Ich werde durch eigenartige Geräusche geweckt. Als ich mir die Augen reibe und neugierig aus dem Fenster spähe, werde ich Zeuge, wie ein tosender Wolkenbruch niedergeht – wie unlöblich.
08.30 Uhr Während der Starkregen gegen die Fenster prasselt, stecke ich Dixon einen Kauknochen ins Maul und verabschiede mich in die Nasszelle. Wie es sich gehört, entspanne ich mich bei einem löblichen Wirbelbad und nutze die Ruhe, um mit Georg zu telefonieren. Trotz des garstigen Wetters legt mein Bruder beste Laune an den Tag und berichtet, dass er sich entschlossen hat, am 12. Juli nach Kanada auszufliegen. Ferner erfahre ich, dass meine Verwandten den Hochsommer mit den Kindern am Lake Simcoe verbringen und spätestens im Oktober nach Naples zurückkehren wollen. Ich gebe mich deprimiert und merke an, dass es eine Gaudi wäre, mit nach Toronto zu kommen und die Seele für mehrere Wochen in Gilford Beach baumeln zu lassen. Georg ist begeistert und animiert mich, noch heute einen Flug zu buchen.


Meine Verwandten fliegen bald nach Kanada

09.30 Uhr Ordentlich gereinigt steige ich aus der Wanne und nehme mir das Recht heraus, an die Leine zu gehen und auf Expedia.com die Flugpreise eingehend zu studieren. Leider wird mir schnell klar, dass eine kurzfristige Buchung ein kleines Vermögen verschlingen würde – wie schade.
10.00 Uhr Just als ich mich am Küchentisch niederlasse und die wichtigste Mahlzeit des Tages einnehme, lässt der Regen endlich nach. Weil es Dixon kaum noch erwarten kann, im Garten zu spielen, öffne ich spornstreichs die Terrassentüre und halte den Rüden an, sich vom Teich fernzuhalten. Danach giesse ich mir etwas Kaffee nach und rufe kurzerhand beim Professor an. Als sich Edelbert nach dem dritten Tuten meldet, komme ich auf Georg und Marias Abflug in der übernächsten Woche zu sprechen und stelle klar, dass wir die lieben Leute mit einer Grillfeier verabschieden sollten. Mein Bekannter zeigt sich einverstanden und erinnert, dass wir auch am 4. Juli ein Barbecue ausrichten sollten. Ich nicke eifrig und verspreche, alsbald mit Frau Pontecorvo zu sprechen und die Planungen für eine rauschende Independence Day (löblich: Unabhängigkeitstag) Feier voranzutreiben – wie aufregend.


Bald wird der 4. Juli gefeiert – wie aufregend

10.45 Uhr Mit vollem Magen eile ich nach nebenan und treffe Frau Pontecorvo in ihrem Schlafzimmer an. Während die Alte das Bett bezieht, verweise ich auf den wichtigsten amerikanischen Feiertag und erwähne, dass ich mich als Grillmeister beweisen werde. Meine Nachbarin seufzt laut und vertellt, dass sie morgen in Richtung Jacksonville aufbrechen und ihre Freundin Blanche besuchen wird – wie schade.
11.30 Uhr Nachdem wir ausgiebig geplaudert haben, kehre ich mit hängendem Kopf zur kleine Villa zurück und bin überrascht, an der Pforte Georg und Maria anzutreffen. Mein Bruder hält mir eine fetttriefende Papiertüte unter die Nase und sagt, dass er ein extraordinäres Mittagessen bei „Dragon Palace“ (löblich: Drachenpalast) besorgt hat.
12.00 Uhr Während wir uns die chinesischen Spezialitäten schmecken lassen, komme ich auf meine Internetzrecherche zu sprechen und verdeutliche, dass ich finanziell nicht in der Lage bin, einen Flug nach Kanada zu buchen. Trotz alledem blicke ich positiv in die Zukunft und freue mich , meine Verwandten im Herbst wiederzusehen. Georg schenkt mir ein Lächeln und informiert, dass wir im Oktober auch Robert Pfaffenberg samt Ehefrau in Naples begrüssen werden – das ist phantastisch.
13.00 Uhr Nach der Brotzeit hole ich drei Bier aus dem Eiskasten und lade die Gäste ein, mir auf der Terrasse Gesellschaft zu leisten. Wir stossen mit den Flaschen redlichst an und vereinbaren, dass wir am Sonntag zum Markt krusen sollten, um Grillfleisch für die anstehende Feier zu besorgen – darauf freue ich mich jetzt schon.
14.00 Uhr Nachdem meine Verwandten das Weite gesucht haben, bette ich mich auf dem Kanapee zur Ruhe und döse schnell ein. Schon bald sehe ich mich im Traum nach Kalifornien versetzt und sehe mich in einem PS strotzenden Mietwagen durch San Franzisko rasen – das war ein Spass.


Ich träume von San Franzisko

15.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und setze mich an den Schreibtisch. Da der Postkasten überquillt, sehe ich mich genötigt, Hilferufe besorgter Eltern zu studieren und Ratschläge am laufenden Band zu erteilen.
15.30 Uhr Just als ich die Depesche eines 56jährigen Frührentners aus Berlin überfliege, kommt Hund Dixon von seinem Ausflug zurück. Ich mache grosse Augen und ärgere mich, weil der Vierbeiner seine Pfoten im Matsch gebadet hat. Weil mir Hygiene sehr am Herzen liegt, packe ich den Frechdachs am Halsband und mache es mir zur Aufgabe, ihn im Garten mit dem Wasserschlauch sauber zu spritzen.
16.15 Uhr Nachdem ich den Wohnzimmerboden gewischt habe, giesse ich mir ein weiteres Bier hinter die Binde und rufe kurzentschlossen bei Prof. Kuhn an. Mein Bekannter wünscht mir einen guten Tag und erzählt, dass er die Nachmittagsstunden ausgenutzt hat, um die Silikonfugen in seinem Bad zu erneuern – wie schön.
17.00 Uhr Zum Abschluss des Tages mache ich mich in der Küche nützlich und brate in gesundem Butterschmalz ein vitaminreiches T-Bone Steak (löblich: T Knochen Schnitzel) heraus. Dazu gibt es eine Portion Erbsen sowie Kartoffelspalten aus dem heimischen Backofen – wie gut das duftet.


Ein Schnitzel ist sehr vitaminreich

18.00 Uhr Nach dem Nachtmahl mache ich es mir in der Wohnstube bequem und fröne den Abendnachrichten auf FOX. Nebenher öffne ich eine Packung Lays Kartoffelchips und komme aus dem Zungeschnalzen gar nicht mehr heraus.
19.00 Uhr Zur Prime Time wechsle ich auf HBO und habe das Vergnügen, eine englische Serie mit dem Titel „The Enfield Haunting“ zu sehen. Das dreiteilige Fernsehspiel beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte einer Familie, deren Haus von einem garstigen Poltergeist heimgesucht wird – wie unheimlich.
21.15 Uhr Nach der letzten Episode schalte ich die Glotze aus und unternehme mit dem Vierbeiner einen kleinen Rundgang durch den Garten. Im Anschluss lösche ich das Licht und gehe schnell zu Bett. Gute Nacht.

6. und 7. Mai 2017 – Sieben Minuten nach Mitternacht

Hi Fans,

wie ihr sicher wisst, bin ich ein grosser Fan des Horror- und Fantasykinos. Einer der besten Filme dieses Fantasygenres war sicherlich „Das Waisenhaus“ aus dem Jahre 2007. Das mexikanisch/spanische Horrorfilm-Drama wurde damals mit mehreren Goyas, dem „Cinema Writers Circle Award“ sowie mit dem „International Fantasy Film Award“ ausgezeichnet. Der spanische Regisseur Juan Antonio Bayona wurde mit diesem Streifen weltbekannt und ging nach Hollywood, um mit dem packend gespielten Katastrophenfilm „The Impossible“ (2012) einen Blockbuster in die Kinos zu bringen 🙂

Am Donnerstag ist nun der neue Juan Antonio Bayona Film „Sieben Minuten nach Mitternacht“ europaweit angelaufen. Der 42jährige Filmemacher konnte für seine neueste Arbeit tolle Schauspieler wie Lewis MacDougall, Sigourney Weaver und Felicity Jones gewinnen. „Sieben Minuten nach Mitternacht“ erzählt die Geschichte des siebenjährigen Conor, der mit der Krankheit seiner Mutter und dem Mobbing seitens seiner Mitschüler nicht klarkommt. Um der Realität zu entfliehen, flüchtet er sich in eine fantastische Welt voller Monster und Märchen …

Ich werde heute mit Mitbewohnerin Bärbel, Cousin Bernd und Freundin Marlene ins Kino gehen und hoffentlich einen tollen Film sehen. Die Kritiker waren von „Sieben Minuten nach Mitternacht“ jedenfalls begeistert …

Mit Reinhard habe ich auch schon telefoniert.
Der Rentner hat gestern mit Edelbert, Frau Pontecorvo und seinen Verwandten „Cinco de Mayo“ gefeiert und anscheinend zu tief ins Glas geschaut. Deswegen wird er heute einen Ruhetag einlegen und keinen Finger krümmen 🙂

Okay, jetzt muss ich mich aber sputen.
Ich wünsch‘ euch ein tolles und hoffentlich auch sonniges Wochenende.
Sandra

29. und 30. April 2017 – Bye-Bye Man

Hallo Leute,

wie ihr sicher wisst, wird Pfingsten in diesem Jahr ziemlich spät gefeiert.
Die Schüler in Bayern haben vom 6. bis zum 16. Juni Schulferien und viele Mitarbeiter im Münchner Kreisverwaltungsreferat nehmen Urlaub, um mit ihren Familien zu verreisen. Ich spiele aktuell auch mit dem Gedanken, die Feiertage am 6. Juni sowie am 16. Juni auszunutzen und kurzerhand nach Florida zu fliegen.


Vielleicht fliege ich bald nach Florida

Es würde mir gut tun, endlich wieder abschalten zu können und mir die Sonne im Sunshine State auf die Haut brennen zu lassen. Mit Reinhard habe ich mittlerweile auch telefoniert und erfahren, dass ich im Willoughby Drive herzlich Willkommen bin. Vielleicht habe ich dann auch das Vergnügen, Guido zu treffen. Schliesslich hat Reinhards Neffe in einem Brief angekündigt, während dieses Sommers nach Florida zu kommen, um sich für seine Taten zu entschuldigen 🙂

Übrigens wird mein Vermieter in zwei Wochen auch verreisen. Am 14. Mai fliegt er mit Edelbert und Hund Dixon nach San Francisco. Es ist nicht nur ein kurzer Aufenthalt in SFO, sondern auch ein mehrtägiger Abstecher zur weltbekannten Berkeley Universität geplant. Dort hat Prof. Kuhn viele Jahre gelehrt und auch gelebt. Die alten Männer werden während ihres Aufenthalts im Gästehaus der Studentenverbindung „Alpha Gamma Omega“ wohnen und ehemalige Kollegen des Professors treffen 🙂

Nun habe ich aber genug geschrieben.
Ich werde mich nun aufbrezeln und mir im Kino den neuangelaufenen Horrorthriller „The Bye-Bye Man“ anschauen.

Ich wünsche euch allen eine tolle Woche!
Sandra

27. April 2017 – Filmvergnügen

08.00 Uhr Ich öffne die Augen und fühle mich prima. Um für beste Stimmung am frühen Morgen zu sorgen, aktiviere ich die ECHO Lautsprechersäule und eile spornstreichs nach draussen, um an Hund Dixons Seite die Morgengymnastik zu absolvieren. Nebenher mache ich mir eigene Gedanken und ringe mich dazu durch, meine Verwandten am Abend in die kleine Villa einzuladen.


Meine kleine Villa

08.30 Uhr Nachdem ich meine Glieder gelockert habe, kredenze ich dem Vierbeiner einen Kauknochen und verschwinde in der Nasszelle. Zudem telefoniere ich mit Edelbert sowie meinen Verwandten und gebe zu Protokoll, dass ich sie am Abend zum Grillvergnügen erwarte. Mein Bruder ist hellauf begeistert und schlägt vor, dass wir uns nach dem Essen einen Film auf der Grossbildleinwand anschauen könnten – das ist eine hervorragende Idee.
09.30 Uhr Bevor ich zum Supermarkt kruse, verzehre ich eine Portion „Kelloggs Crunchy Nut“ mit frischer Muh. Dazu trinke ich vier Tassen brühfrischen Kaffee und komme zu dem Schluss, dass Schoppen in Gesellschaft viel mehr Spass bereitet. Ruckzuck beende ich das Frühstück und statte Frau Pontecorvo einen Besuch ab. Die Perle freut sich und folgt mir plappernd zum Auto – das klappt wieder wie am Schnürchen.
10.00 Uhr Wenig später sitzen wir im Chevrolet und vereinbaren, dass wir am Abend den Gästen nicht nur Grillgut, sondern auch einen hausgemachten Krautsalat vorsetzen werden. Meine Nachbarin leckt sich die Lippen und beteuert, dass sie im Rezeptbuch ihrer Oma blättern und die Beilage selbst zubereiten wird – das hört man gerne.
10.30 Uhr Dreissig Minuten später finden wir uns in der Markthalle am Golden Gate Parkway wieder und machen einer Seniorin mit blauen Haaren einen Einkaufswagen streitig. Danach schlendern wir entspannt durch die breiten Gänge und laden neben tiefgefrorenen Kartoffelspalten aus dem Hause McCain, etlichen Weinflaschen sowie T-Knochen Schnitzel (unlöblich: T Bone Steaks), auch lustige Knabbereien in den Wagen – da kommt Freude auf.


Bei Katze Land kommt Stimmung auf

11.30 Uhr Um insgesamt 147 Dollars erleichtert, verlassen wir das Geschäft und verfrachten die schweren Einkaufstüten auf die Ladefläche des PS-strotzenden SUV. Im Anschluss treten wir die Heimfahrt an und frönen dem Qualitätsprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land).
12.15 Uhr Endlich bin ich wieder daheim und werde Zeuge, wie der Gärtner die Grünfläche hinter meinem Zuhause mäht. Wie es sich gehört, winke ich Herrn Leonardo zu und bitte ihn, auch die Mangroven auf ein rechtes Mass zu bringen. Der Knecht nickt eifrig und unterbreitet, dass er die Arbeit in Kürze beenden wird – das ist mir Wurst.
13.00 Uhr Nachdem ich die Lebensmittel im Eiskasten verstaut habe, schiebe ich eine Tiefkühlpizza ins Ofenrohr. Ferner nehme ich meine reichhaltige Filmsammlung in Augenschein und lasse den Rüden wissen, dass wir uns den Abend mit der sehenswerten Hollywoodproduktion „Der Soldat James Ryan“ versüssen werden.
14.00 Uhr Nach dem reichhaltigen Mittagessen bette ich mich im Wohnzimmer zur Ruhe und verabschiede mich ins Schlummerland, in das träumende Kinder reisen, um Abenteuer zu bestehen.


Ein reichhaltiges Mittagessen darf nicht fehlen

15.00 Uhr Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und werde beim Blick aus dem Fenster auf die vorlauten Nachbarskinder Emily und Francis aufmerksam. Natürlich beobachte ich die Bälger skeptisch und sehe, wie sie mit einem Stock im künstlich angelegten Teich stochern. Um der Sache auf den Grund zu gehen, laufe ich nach wildgestikulierend draussen und stelle die Kinder zur Rede. Francis deutet schmunzelnd ins kniehohe Wasser und erzählt, dass die handzahme Echse Billy gerade eine Eidechse verspeisst hat. Ich zucke mit den Schultern und ziehe mich vogelzeigend in die kleine Villa zurück, um das wertvolle Porzellangeschirr hervor zu holen.
15.30 Uhr Nachdem ich den Esstisch eingedeckt habe, befülle ich den Grill mit Holzkohle auf und vergesse auch nicht, Grillanzünder bereitzulegen. Anschliessend mache ich mich in der Küche nützlich und beträufle das Fleisch mit etwas Olivenöl – wie gut das duftet.
16.00 Uhr Als ich ein französisches Stangenbrot aufschneide, pocht Frau Pontecorvo an die Terrassentüre. Ich winke die Dame herein und informiere, dass meine Verwandten in einer Stunde auf der Matte stehen werden. Die kleine Frau von nebenan stellt eine Schüssel Krautsalat auf dem Küchentresen ab und meint, dass sie nun ein Schluck Schaumwein vertragen könnte – wie wahr.


Ich proste Frau Pontecorvo redlichst zu

17.00 Uhr Just als ich die Steaks auf den zischenden Grillrost lege, treffen meine Verwandten ein. Auch Edelbert lässt nicht lange auf sich warten und überreicht mir ein Exemplar des erst kürzlich erschienenen Zukunftsfilms „Arrival“. Darüber hinaus vernehmen wir, dass dieser Streifen mit unzähligen Kritikerpreisen überschüttet wurde und längst als Klassiker des Genres angesehen wird – wie schön.
17.45 Uhr Wir beissen kraftvoll zu und plaudern angeregt über Dies und Das. Georg legt besonders gute Laune an den Tag und berichtet, dass er in der kommenden Woche einen weiteren Ausflug im WINNEBAGO TRAVATO unternehmen wird. Maria schlägt in die gleiche Kerbe und plappert, dass sie 200 Meilen durch Florida rasen und „Gatorland“ in Orlando besuchen werden. Ich mache grosse Augen und bringe heraus, dass Besucher in besagten Reptilienpark mehrere Hundert Alligatoren und sogar Schlangen beäugen können – wie furchtbar.

19.00 Uhr Als die Sonne hinter einer hochgewachsenen Palme verschwindet, nehme ich den Filmprojektor in Betrieb und werfe bunte Bilder auf die Leinwand. Zudem kredenze ich den Anwesenden süffiges Budweiser und komme in den Genuss, in das Leben der Wissenschaftlerin Louise einzutauchen, die vom amerikanischen Militär mit der Aufgabe betraut wird, die Landung zwölf mysteriöser Raumschiffe zu untersuchen – so ein Schmarrn.
21.00 Uhr Nach zwei Stunden flimmert der Abspann über die Leinwand und ich komme zu dem Ergebnis, dass „Arrival“ kaum spannende Momente geboten hat.
21.30 Uhr Schlussendlich begleite ich die Gäste zur Türe und merke an, dass der Abend wunderschön war. Frau Pontecorvo haucht mir zum Abschied ein Bussi auf die Wange und lädt mich für Morgen zum Frühstück ein.
22.00 Uhr Fix und foxi rufe ich Dixon ins Haus und lösche sämtliche Lichter. Danach ziehe ich mich ins Schlafzimmer zurück und falle gähnend ins Bett. Gute Nacht.