4. und 5. März 2017 – Nach dem Fasching …

Hallo Leute,

die Faschingswoche war ziemlich stressig!
Besonders am Montag und am Dienstag war an Arbeit im Kreisverwaltungsreferat nicht zu denken. Ständig kamen irgendwelche Kollegen ins Büro, um mit Luftschlangen zu werfen oder Faschingskrapfen zu spendieren. Alleine am Montag musste ich sieben Krapfen (einer war sogar mit Senf gefüllt) und eine Nussschnecke verdrücken 🙂

Am Dienstag ging es nach Arbeitsschluss zur Fussgängerzone, wo unter dem Motto „München narrisch“ ausgelassen gefeiert und gebechert wurde. Danach habe ich mich mit Mitbewohnerin Bärbel und Freundin Marlene im Löwenbräukeller zum Faschingsausklang getroffen. Die „Schabernackt“ Party wurde in den Münchner Boulevardblättern als „frivol und freizügig“ beworben, aber das freizügigste waren die Go-Go-Girls, die ab 22 Uhr die Hüllen fallen liessen 😉

Nur gut, dass ich am Aschermittwoch Urlaub hatte und nicht im KVR antanzen musste.
Ich habe den Mittwoch besinnlich auf dem Sofa verbracht, Tee getrunken und fernsehgeschaut. Ausserdem hat Reinhard angerufen und ich musste ihm Rede und Antwort zum Münchner Faschingstreiben stehen. Natürlich habe ich nicht verraten, dass ich den „Schabernackt“ Faschingsball besucht habe 🙂

Jetzt muss ich aber los und Cousin Bernd im Kino treffen. Wir wollen uns die neue M. Night Shyamalan Verfilmung „Split“ ansehen und uns gruseln. Der neue Film des aus Indien stammenden Filmemachers handelt von drei Freundinnen, die nach einem Shopping-Ausflug entführt werden und sich im Kellerverlies ihres Peinigers wiederfinden…

Ich wünsche euch allen eine tolle und abwechslungsreiche Woche !!!
Eure Sandra

25. und 26. Februar 2017 – Filme für das Wochenende

Hi Fans,

wieder haben wir eine Woche rumgebracht. Es nervt mich tierisch, jeden Tag mit der S-Bahn nach München zu fahren und im Kreisverwaltungsreferat Akten zu wälzen. Ich habe mir fest vorgenommen, regelmässig die Stellenanzeigen in den grossen Münchner Zeitungen zu studieren und mich nach einem neuen Betätigungsfeld umzusehen. Mir würde es gut gefallen, in meinen alten Job zurückzukehren und in einer hippen Werbeagentur zu arbeiten. Leider scheint das Angebot in München sowie im Umland sehr überschaubar zu sein 🙁


Die Pension Waldblick

Jetzt ist jedenfalls Wochenende und ich bin gezwungen, das Gästezimmer für einen Stammgast vorzubereiten. Am Montag darf ich Herrn Löschnik von VORWERK in der Pension Waldblick begrüssen. Der Gute wird in den kommenden Wochen Einführungskurse für angehende Staubsauber- und Thermomix Repräsentanten in Freising leiten. Ich habe gestern mit dem Kölner telefoniert und erfahren, dass die Thermomix Multifunktions-Küchenmaschine reissenden Absatz findet. Ausserdem gibt es jetzt sogar Zeitschriften zu kaufen, die sich mit dem Thermomix beschäftigen. Herr Löschnik hat versprochen, mit ein Exemplar des „Essen & Trinken mit Thermomix“ Magazins mitzubringen und mich auch mit Infobroschüren auszustatten. Vielleicht sollte ich auf den Zug aufspringen und als Thermomix Vertreterin Karriere machen 🙂

Naja, jetzt ist jedenfalls Fernsehglotzen angesagt.
Mitbewohnerin Bärbel hat tolle Filme mitgebracht. Unter anderem werden wir uns das Wochenende mit „Schweinskopf al Dente“, „Sie nannten ihn Jeeg Robot“ und „Into the Forest“ mit der tollen Ellen Page versüssen.

Ich wünsche euch eine tolle Zeit und würde mich freuen, wenn wir uns in wenigen Tagen wieder lesen würden.
Eure Sandra

21. Februar 2017 – Sam Peckinpah

Sehr geehrter Leser,

David Samuel Peckinpah wurde am 21. Februar 1925 als Sohn eines Rechtsanwalts in Fresno, CA geboren. Der Spross einer deutschen Einwandererfamilie studierte Dramaturgie an der „University of Southern California“ und schloss sich bald einer Theatertruppe an, um sich erste Sporen als Regisseur zu verdienen.

Mitte der 1950er Jahre lernte er den bekannten Filmschaffenden Don Siegel kennen und arbeitete mit ihm am Drehbuch zum Zukunftsfilm „Die Dämonischen“ (englisch: Invasion of the Body Snatchers). Darüber hinaus verfasste er Geschichten für das Fernsehen und steuerte Drehbücher zur Serie „Rauchende Colts“ (englisch: Gunsmoke) bei.

Anfang der 1960er wurde er von den „Metro Goldwyn Mayer Studios“ engagiert und durfte seinen ersten Langfilm unter dem Titel „Ride the High Country“ (deutsch: Sacramento) verwirklichen. Der wegweisende Wild-West Film markierte mit „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ den Übergang vom klassischen Western zum sogenannten Spätwestern. Dieses Genre zeichnete ein besonders kritisches Bild des Wilden Westens und wendete sich von den idealisierenden Motiven der amerikanischen Pionierzeit ab. Sam Peckinpahs „Sacramento“ entwickelte sich zu einem Lichtspielhauserfolg und erlaubte es ihm, auch in der Folgezeit in Hollywood zu arbeiten.

Weltbekannt wurde Sam Peckinpah Anno 1969 mit seinem Meisterwerk „The Wild Bunch“. Obgleich der Film exzessive Gewalt zeigt, wird er heutzutage als einer der besten Filme aller Zeiten angesehen. Auch die im Jahre 1973 und 1974 entstandenen Produktionen „Pat Garrett and Billy the Kid“ und „Bring Me the Head of Alfredo Garcia“ (deutsch: Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia) wurden als Meisterwerke angesehen und machten Sam Peckinpah zu einem der bekanntesten Köpfe des „Neuen Hollywoods“.

Leider schaffte es Sam Peckinpah in den folgenden Jahren kaum noch, an seine alten Erfolge anzuknüpfen. Sein Konsum an Drogen und Alkohol stieg stetig und machte es für den Regisseur fast unmöglich, neue Filmideen umzusetzen. Schlussendlich starb Sam Peckinpah am 28. Dezember 1984 im Alter von nur 59 Jahren an einen Schlaganfall.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

12. Februar 2017 – Die irre Heldentour des Billy Lynn

Hi Fans,

gestern habe ich „Die irre Heldentour des Billy Lynn“ im Kino gesehen.
2012 veröffentlichte der 59jährige Schriftsteller Ben Fountain die fiktive Geschichte des Billy Lynn als Roman. Er erzählt die Erlebnisse eines erst 19 Jahre alten amerikanischen Soldatens, der als Held in sein Heimatland zurückkehrt. Da seine Einheit eine feindliche Elitetruppe ausschalten konnte, werden die acht Soldaten der „Bravo Squad“ Einheit wie Rockstars empfangen und auf eine landesweite Sieges Tournee geschickt. Als die jungen Soldaten in einer Luxuslounge ein Football-Spiel anschauen, reflektiert Billy Lynn über seine Kindheit und seine grausamen Erlebnisse im Irak …

Ben Fountains Roman wurde mit dem „National Book Critics Circle Award“, dem „Los Angeles Times Book Prize“ ausgezeichnet und zählt zu den wohl besten Romanen aller Zeiten. Grund genug, den Stoff endlich auch auf die Kinoleinwand zu bringen. Der Oscargewinner Ang Lee hat auf dem Regiestuhl platz genommen und einen wirklich sehenswerten Blockbuster zu Stande gebracht.

In der fesselnden Charakterstudie glänzen unter anderem Kristen Stewart, Chris Tucker, Vin Diesel und der englische Newcomer Joe Alwyn. Ausserdem wurde der Film in hochauflösendem 4K und einer Rate von 120 Bildern pro Sekunde produziert und präsentiert sich in einer bislang nicht gekannten Schärfe 🙂


Ich skype mit Reinhard

Okidoki, jetzt muss ich aber die Katzen füttern und mit Reinhard skypen.
Ich wünsche euch allen eine tolle Woche und würde mich freuen, wenn wir uns am kommenden Samstag wieder lesen könnten.

Sandra

25. Januar 2016 – Schopping und Filmabend

08.00 Uhr Ein neuer Sonnentag bricht an und ich vernehme eigenartige Geräusche aus der Küche. Um nicht von einem Einbrecher überrumpelt zu werden, hole ich meinen Revolver hervor und hüpfe aus dem Bett. Als ich schreiend die Küchentüre aufstosse und Korn und Kimme in Einklang bringe, sehe ich mich jedoch mit Sandra konfrontiert. Mein Hausgast macht grosse Augen und bittet mich, den Abzug nicht zu betätigen. Selbstverständlich lege ich die Knarre sogleich beiseite und erkläre dem Mädchen, dass ich davon ausgegangen bin, einem Meuchelmörder gegenüber zu stehen. Meine Mieterin atmet tief durch und entgegnet, dass sie nur frischen Kaffee aufbrühen wollte. Darüber hinaus nimmt die Maid das Schiesseisen an sich und meint, dass wir an den Strand krusen und etliche Schüsse abfeuern könnten – papperlapapp.


Ich zücke meine Glock

08.45 Uhr Nach dem Frühsport leiste ich Sandra bei der wichtigsten Mahlzeit des Tages Gesellschaft und gebe zu Protokoll, dass wir heute das „Village on Venetian Bay“ Einkaufszentrum ansteuern könnten. Meine Tischnachbarin zeigt sich prompt einverstanden und beteuert, dass wir gleich losfahren können.
09.30 Uhr Weil ich nicht im Morgenmantel nach draussen gehen kann, verabschiede ich mich ins Bad und dusche mich kalt ab. Danach schlüpfe ich in legere Kleidung und sprühe etwas RP LOB Parfüm auf meine zarte Haut.
10.15 Uhr Betörend nach Moschus duftend, kehre ich in die Küche zurück und stelle fest, dass Sandra in der Zwischenzeit mit Frau Pontecorvo telefoniert und sie zum Schoppingvergnügen eingeladen hat – wie unlöblich


Die Schwarzbeere surrt

10.45 Uhr Nach einer kurzweiligen Ausfahrt erreichen wir unser Ziel und stellen den PS-strotzenden SUV auf einem Kundenparkplatz ab. Ich nehme Hund Dixon an die Leine und lasse die tratschenden Weiber wissen, dass ich unbedingt Unterwäsche und T Hemden einkaufen muss. Frau Pontecorvo nickt eifrig und lotst mich in eine „Tommy Bahama“ Filiale. Just als ich mir farbenfrohe Hemden ansehe, surrt die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) besonders laut. Zu meiner Freude meldet sich Edelbert im Rohr und schlägt vor, dass wir uns am Abend zu einem feuchtfröhlichen Umtrunk treffen könnten. Ich juchze laut und antworte, dass ich gegen 17 Uhr für ein prima Abendessen sorgen werde. Der schlaue Mann ist begeistert und verspricht, pünktlich im Willoughby Drive zu sein.
11.30 Uhr Tütenbepackt verlassen wir die Modeboutique und fassen den Entschluss, ins „Rendez-vous French Cafe“ einzukehren und ein Eis zu essen. Unterdessen komme ich auf Edelberts Anruf zu sprechen und gebe bekannt, dass ich mich am Abend als Meisterkoch beweisen werde. Frau Pontecorvo blickt traurig drein und sagt, dass sie mit einer Freundin verabredet ist und die Einladung leider ausschlagen muss – das soll mir Recht sein.
12.15 Uhr Als nächstes finden wir uns in „Sara Campbell“ Luxusgeschäft wieder und ich werde Zeuge, wie die Frauen sündteure Kleider anprobieren. Währenddessen streichle ich Dixon übers Fell und sichere ihm zu, dass wir bald nach Hause fahren werden – diesem Stress steht nicht einmal der stärkste Rentner stand.


Mein wertvoller Chronograph

13.00 Uhr Da ich keine Lust habe, mir weiterhin die Füsse in den Bauch zu stehen, tippe ich auf meine goldene ROLEX und bitte die Damen, endlich in die Gänge zu kommen. Sandra hängt ein fast durchsichtiges Kleid ins Regal zurück und sagt, dass diese Fummel sowieso unbezahlbar sind.
13.45 Uhr Zu guter Letzt besuchen wir ein Elektronikgeschäft und beäugen die neuesten DVD Veröffentlichungen. Ich fackle nicht lange und investiere 9 Dollars in den Krimi „Don’t Breathe“ (auf deutsch: Nicht atmen).

14.30 Uhr Danach schlendern wir zum Chevrolet und krusen entspannt in Richtung Willoughby Drive davon. Nebenher bringe ich das Abendessen ins Spiel und merke an, dass wir uns nach der Mahlzeit den spannenden Kriminalfilm auf der Grossbildleinwand anschauen werden. Sandra kommt aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und unkt, dass ich nach diesem Filmvergnügen eine schlaflose Nacht haben werde – so ein Schmarrn.
15.00 Uhr Zuhause angekommen, schlüpfe ich aus den Flip Flops und gönne mir in der klimatisierten Stube eine wohlverdiente Pause – das tut gut.
16.00 Uhr Ich öffne die Augen und mache es mir zur Aufgabe, in der Küche zu schuften. Um Edelbert einen besonderen Gaumengenuss vorsetzen zu können, bereite ich als erstes einen gemischten Salat mit Thousand Island Sauce aus der Flasche zu. Im Anschluss köpfe ich ein Fläschchen Rotwein und vergesse auch nicht, die Leinwand auf der schattigen Terrasse aufzubauen und den neumodernen Projektor nach draussen zu tragen. Sandra hilft tatkräftig mit und erkundigt sich, was ich am Abend auf den Tisch bringen werde. Ich schenke der Maid ein Lächeln und verrate, dass ich drei Fertigpizzas aufbacken werde – das gibt ein Festessen.


Zum Abendessen gibt es Pizza

17.00 Uhr Pünktlich auf die Minute trifft der Professor ein. Ich hole die vitaminreichen italienischen Spezialitäten aus dem Ofen und erkläre Edelbert, dass wir dazu einen extraordinären Merlot trinken werden. Ruckzuck nehmen wir Messer und Gabel zur Hand und kommen überein, dass die Pizzas besonders saftig daherkommen. Darüber hinaus verweise ich auf die sehenswerte Sonderausstellung im örtlichen „Holocaust Museum“ und erfahre von Edelbert, dass am 27. Januar alljährlich an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht wird. Ich blicke traurig drein und merke an, dass wir die Ausstellung besuchen sollten.
18.00 Uhr Als es langsam dunkel wird, verfrachte ich die DVD ins Abspielgerät und werfe bunte Bilder auf die Leinwand. Ich schenke meinen Gästen etwas Wein nach und tauche dann in das Leben der Ganoven Rocky, Alex und Money ein, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, in Häuser einzubrechen – wie aufregend.
20.00 Uhr Nach zweistündigem Nervenkitzel flimmert der Abspann über die Leinwand. Ich greife mit zitternder Hand zum Weinglas und gebe Edelbert zu verstehen, dass ich selten einen spannenderen Film gesehen habe.
20.30 Uhr Schlussendlich verabschiede ich den Professor per Handschlag und bitte Sandra, die Fenster und Türen fest zu verschliessen. Meine Mieterin kommt dem Auftrag anstandslos nach und wünscht mir eine ruhige Nacht.
21.00 Uhr Nachdem ich Dixons Trinknapf mit Wasser aufgefüllt habe, ziehe ich mich ins Schlafzimmer zurück und falle übermüdet ins Bett. Gute Nacht.