4. November 2017 – Springsteen On Broadway

Hallo Freude der Nacht,

Bruce Springsteen lange angekündigtes Soloalbum lässt noch immer auf sich warten. Anstatt endlich neue Mucke auf den Markt zu bringen und mit seiner legendären E Street Band auf Tour zu gehen, hat sich der 68jährige Musiker entschlossen, eine Broadway Show auf die Beine zu stellen ^^

Seit dem 3. Oktober 2017 steht Springsteen fünf Mal pro Woche auf der Bühne des “Walter Kerr Theaters” in New York City und präsentiert Geschichten und wegweisende Songs aus seinem Leben. Das Solo-Programm wird bis Februar 2018 laufen und dem “Boss” einen riesigen Batzen Geld bescheren …

Sein langjähriger Kompagnon und Freund Little Steven van Zandt tourt übrigens auch durch die Welt und wird heute seinen ersten Gig in London spielen. Ausserdem sind Auftritte in weiteren englischen Grossstädten, in den Niederlanden, Italien, Spanien und Schottland geplant. Selbstverständlich wird der E Street Gitarrist auch in Deutschland aufspielen und mit seiner Band “The Disciples of Soul” in Hamburg, Stuttgart, Berlin und München auftreten. Natürlich habe ich mich längst um Tickets bemüht und werde das grosse Glück haben, den genialen Musiker am 3. Dezember 2017 Live in der Münchner Muffathalle zu erleben 😉


Das Ferienhaus im Lowbank Drive

Übrigens wird Reinhard am morgigen Tag seine Verwandten wiedersehen. Georg und Maria flogen am Freitag nach Miami und verbrachten das Wochenende an Floridas Ostküste. Am Montag werden die alten Leute mit einem Fahrservice nach Naples cruisen und für mehrere Wochen im Ferienhaus wohnen. Mein Vermieter ist total aus dem Häuschen und plant bereits für Morgen eine Grillfeier 🙂

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
Eure Sandra

13. Oktober 2016 – Strandspaziergang und Lesevergnügen

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08.00 Uhr Ich werde durch schöne Carpenters Klänge geweckt und lerne, dass Richard Carpenter morgen seinen 70. Geburtstag feiern wird. Der Radiosprecher ist bestens informiert und erzählt, dass Richard und Karen Carpenter in den 1970er und 80er Jahren weit über 100 Millionen Tonträger veräussern konnten – das ist phantastisch.

08.30 Uhr Nach dem Frühsport, stecke ich Dixon einen Kauknochen ins Maul und lasse ihn wissen, dass ich nun im hauseigenen Schwimmbecken planschen werde. Während der Vierbeiner ins Bett hüpft, schlüpfe ich in meine SPEEDO Badehose und begebe mich badebemäntelt zum Aufzug. Ruckzuck fahre ich nach unten und eile mit schnellen Schritten an die frische Luft, um mich ins kühle Nass zu stürzen. Als ich mich im Rückenschwimmen übe, blicke ich in den wolkenlosen Himmel und wünsche mir, für immer im Ritz zu wohnen.
09.15 Uhr Kurz nach dem Neunuhrläuten treffe ich wieder im Zimmer ein und entspanne mich bei einer Dusche. Ferner rufe ich Herrn Lofgrund an und bringe heraus, dass die Renovierungsarbeiten in meinem Heim spätestens gegen 16 Uhr abgeschlossen sein werden. Trotzdem bittet mich der Handwerker, den sanierten Boden erst morgen zu betreten. Ich nicke eifrig und lasse den Heini wissen, dass ich mich im Hotel sehr wohl fühle und noch eine Nacht bleiben werde – da kommt besonders grosse Freude auf.

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Hund Dixon darf ein Restaurant besuchen

10.15 Uhr Wenig später werfe ich mich in Schale und erkläre Dixon, dass wir nun im Restaurant frühstücken werden. Der Rüde wird sogleich hellhörig und lässt sich brav an die Leine nehmen. Weil mein Haustier Aufzüge nicht ausstehen kann, ziehe ich es vor, das Treppenhaus zu benutzen – was muss ich denn noch alles ertragen.
10.45 Uhr Schnaufend finde ich mich im “Terrazza” ein und ordere ein grosses Frühstück für mich, sowie etwas Speck für meinen tierischen Begleiter. Darüber hinaus schnappe ich mir eine der ausgelegten Zeitungen und erfahre, dass in achtzehn Tagen Halloween gefeiert wird. Ich rolle demonstrativ mit den Augen und lese, dass im Stadtzentrum ein Zombie Walk (löblich: Untoten Spaziergang) veranstaltet wird – wie unlöblich.
11.30 Uhr Redlichst gestärkt wische ich mir den Mund an einer Serviette ab und fasse den Entschluss, einen kleinen Strandspaziergang zu unternehmen. Trotz der heissen Temperaturen lasse ich mir die gute Laune nicht verderben und folge dem Boardwalk (löblich: Strandweg) in Richtung Süden.

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Meine praktische Schwarzbeere

12.00 Uhr Während Dixon durch den Sand flitzt, zücke ich meine Schwarzbeere und telefoniere mit Edelbert. Ich treffe den schlauen Mann in einer Buchhandlung an und vernehme, dass er es sich gerade in einer Leseecke bequem gemacht hat, um in der neuen Bruce Springstein Biografie zu schmökern. Als ich ein gemeinsames Mittagessen anrege, lehnt Edelbert prompt ab und vertellt, dass er am Nachmittag Frau Gomez erwartet – wie schade.
12.30 Uhr Als die Sonne ihren Höchststand erreicht hat, finde ich mich in der Gumbo Limbo Wirtschaft zum Mittagessen ein. Ich fackle nicht lange und wähle von der Tageskarte ein “Grilled Grouper Sandwich” (löblich: gegrilltes Zackenbarsch Brot). Dazu gibt es ein kühles Bier aus dem Hause Anheuser & Busch – das schmeckt.

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Bier schmeckt prima

13.00 Uhr Da man auf einem Bein nicht stehen kann, winke ich den Kellner erneut an den Tisch und fordere ihn auf, eine zweite Hopfenkaltschale zu bringen. Ausserdem wende ich mich dem Vierbeiner zu und berichte, dass der Zackenbarsch einer der grössten Rifffische überhaupt ist und eine Länge von zwei Metern erreichen kann.
13.45 Uhr Nun wird es aber langsam Zeit, um etwas zur Ruhe zu kommen. Zufrieden fahre ich mit dem Lift in den 9. Stock und gönne mir in meinem 50 qm grossen Zimmer eine kleine Pause.
14.45 Uhr Leider wird die Ruhe alsbald durch lautes Telefonschellen gestört. Zu allem Überfluss meldet sich Frau Pontecorvo und erkundigt sich, ob ich ihr beim Kaffeetrinken Gesellschaft leisten möchte. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und entgegne, dass ich heute etwas kürzer treten und keinen Schritt aus dem Ritz Carlton machen werde. Ferner gebe ich zu Protokoll, dass wir uns morgen zum Frühstück treffen könnten.


Klaus Schmeh – Nicht zu knacken

15.15 Uhr Nachdem ich meiner Nachbarin einen schönen Nachmittag gewünscht habe, bediene ich mich aus der Minibar und verköstige ein eisgekühltes Diät Cola auf dem Balkon. Nebenher nehme ich mein Amazon Kindle Lesegerät in Betrieb und lade mir auf dem weltgrössten Marktplatz das spannende Sachbuch “Nicht zu knacken” herunter. Während die Sonne vom Himmel scheint, tauche ich in die Welt diverser Verschlüsselungstechniken ein. Unter anderem schreibt Autor Klaus Schmeh über das berühmte Voynich Manuskript und behauptet, dass es bisher keinem Menschen gelang, dieses verschlüsselte Buch aus dem Mittelalter zu enträtseln – das ist ja allerhand.
16.00 Uhr Beeindruckt überfliege ich die Kapitel und stosse sogar auf eine aufschlussreiches Abhandlung über die geheimen Botschaften des Zodiac Killers, der zwischen Dezember 1968 und Oktober 1969 fünf Menschen in Kalifornien ermordet hat – wie schrecklich.

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Der Zodiac Killer ermoderte 5 Menschen

17.00 Uhr Als meine Augen schmerzen, lege ich das elektronische Lesebuch weg und rufe Dixon auf, mir nach unten zu folgen. Wie es sich gehört, verschaffe ich dem Haustier etwas Auslauf und nehme mir dann das Recht heraus, im “Gourmet Shop” einen vitaminreichen Thunfischsalat zu fressen.
18.00 Uhr Endlich bin ich zurück im Zimmer und kann den langen Tag mit einem erquickenden Vollbad beschliessen. Danach falle ich erschöpft ins Bett und versüsse mit den Abend mit Fernsehschauen. Wie es sich gehört, informiere ich mich auf FOX über die tagesaktuellen Geschehnisse und vernehme, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump seine demokratische Herausforderin scharf kritisiert hat.
19.00 Uhr Zur sogenannten Prime Time (löblich: beste Fernsehzeit) wechsle ich auf HBO und erfreue mich am Dokumentarfilm “All Things Must Pass – The Rise and Fall of Tower Records” (auf deutsch: Alle Dinge enden: Der Aufstieg und Fall der Turm Schallplattenfirma). Der Film handelt vom Aufstieg und der Zerschlagung des “Tower Records” Unternehmens und zeigt in bewegten Bildern, wie Firmengründer Russ Solomon zu einem der wichtigsten Köpfe der Musikbranche aufstieg – wie aufregend.
21.00 Uhr Als der Abspann über die Mattscheibe flimmert, beende ich den Fernsehabend und lege mich schlafen. Gute Nacht.

9. Oktober 2016 – Bruce Springsteens Autobiografie

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Hallo Fans,

wenn man krank ist, kann man natürlich nicht nur Fernsehschauen. Ab und zu macht Lesen auch grossen Spass.

Am vergangenen Wochenende habe ich den neuen Stephen King Roman “Mind Control” ausgelesen. Der knapp 600 Seiten starke Schmöker erzählte aus dem Leben des Ex-Detective Bill Hodges, der abermals gegen Brady Hartsfield – der Killer aus dem Romanerfolg “Mr. Mercedes” – kämpfen musste.


Vom Aussenseiter zum Boss

Nach dem ganzen Fantasy-Gedöns wende ich mich nun zwei spannenden Büchern zu, die sich mit Bruce Springsteen beschäftigen. Zum einen habe ich mir auf Amazon den Roman “Vom Aussenseiter zum Boss – Als Bruce Springsteen sich seine Songs zurückholte” und die Springsteen Autobiografie “Born to Run” heruntergeladen.

“Vom Aussenseiter zum Boss” stammt aus der Feder des österreichischen Journalisten Philipp Hackner-Walton. Der 33jährige beschäftigt sich in seinem Erstlingswerk über Springsteens Suche nach Orientierung in der Musikwelt. Ausserdem wird sein monatelanger Streit mit seinem damaligen Manager Mike Appel thematisiert …


Born to Run

“Born to Run” wurde von Bruce Springsteen höchstpersönlich verfasst. Der “Boss” lässt auf knapp 600 Seiten seine lange und spannende Karriere Revue passieren und berichtet ausführlich von seiner Kindheit in New Jersey. Gleichzeitig zur Buchveröffentlichung ist auch das 18 Songs umfassende Best-Of-Album “Chapter and Verse” erschienen. Die Scheibe enthält neben vielen Hits auch drei bisher unveröffentlichte Tracks aus den späten 1960er und frühen 1970er Jahren 🙂

Übrigens hat der “Boss” für das kommende Jahr ein neues Studioalbum angekündigt. Ich bin schon sehr gespannt und kann es kaum noch erwarten, neues Material von meinem Lieblingsmusiker zu hören.

Okay, jetzt werde ich mein Kindle Lesegerät einschalten und etwas schmökern. Ich wünsche euch allen einen tollen Sonntag.

Eure Sandra

19. Juni 2016 – Der Boss in München

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Hi Fans,

WAAAHNSINN !!!
Mit diesem Wort kann man das Bruce Springsteen Konzert im Münchner Olympiastadion am 17. Juni 2016 am besten beschreiben. Ihr habt sicher in den Zeitungen gelesen, dass der “Boss” derzeit mit der E Street Band durch Europa tourt. Die beste Liveband der Welt spielte bereits in den grössten spanischen und englischen Fussballstadien.

Bruce Springsteen in Manchester 2016

Am vergangenen Freitag war er nun in München zu Gast und hat den 40.000 Zuschauern im Olympia Stadion – trotz des mässig warmen Wetters – ein sensationelles Rock’n Roll Spektakel geboten. Bruce Springsteen liefert in München stets tolle Konzerte ab. Unvergessen ist noch heute sein erster Auftritt vor knapp 70.000 Fans am 18. Juni 1985. Damals kam er mit seinem Erfolgsalbum “Born in the USA” nach Good-Old-Europe und spielte in der bayerischen Landeshauptstadt eines der besten Konzerte seiner Karriere.

Bruce Springsteen in München 2016

Auch die Show am Freitag vor 57.000 Fans war einfach Spitzenklasse. Der “Boss” flitze dreieinhalb Stunden wie ein Derwisch über die Bühne und begeisterte mit vielen selten gespielten Songs (My Hometown und For You). Natürlich durften auch Hits wie Born in the USA, The River, Jungleland, Waiting On A Sunny Day, The Rising oder Born to Run nicht fehlen 🙂

Buce Springsteen in Barcelona 2016

Heute spielt die E Street Band übrigens im Berliner Olympia Stadion. Danach geht’s weiter nach Dänemark, Schweden, Norwegen, Italien, Belgien, Frankreich und der Schweiz. Weil sämtliche Konzerte ausverkauft sind, werde ich in diesem Jahr leider nicht mehr in den Genuss kommen, eine weitere Show zu sehen. Aber ich habe gehört, dass Bruce Springsteen im kommenden Jahr auf Solo-Pfaden wandeln und eventuell wieder nach Europa kommen wird 🙂

Okay, jetzt will ich in den Biergarten gehen. Ich wünsche euch eine tolle Woche!
Eure Sandra

16. Juni 2016 – Bird Rookery Swamp

pfaffenbergkl

08.00 Uhr Beschwingt hüpfe ich aus dem Bett und habe das Vergnügen, im Radio ein Lied der “Monkees” zu hören. Ich öffne zufrieden die Terrassentüre und bringe heraus, dass die in den 1960er Jahren gegründete Combo vor wenigen Tagen ein neues Studioalbum herausgebracht hat. Der Radiomoderator lobt die Scheibe über den Schellenkönig und beteuert, dass die Musikanten derzeit durchs Land tingeln, um unzählige Konzerte zu spielen.

08.30 Uhr Nach dem Frühsport ziehe ich mich in die Nasszelle zurück und mache es mir während des Badevergnügens zur Aufgabe, meinen löblichen Neffen anzurufen. Nach dem zweiten Tuten nimmt James das Gespräch an und ich nehme mir das Recht heraus, ihn bezüglich seiner Tournee auszufragen. Der gute Junge versorgt mich mit Infos und erzählt, dass er in den letzten Wochen gut zwei Dutzend Auftritte in Toronto, Ottawa, Detroit, Chicago, Rochester, Syracuse, Ithaka und Albany bestritten hat. Mein Verwandter kommt aus dem Plappern gar nicht mehr heraus und sagt, dass er bis zum Monatsende noch neun weitere Konzerte spielen und sich dann ab dem 1. Juli in den wohlverdienten Sommerurlaub verabschieden wird – das hört man gerne.
09.30 Uhr Nach sechzig Minuten beende ich den Badespass und trockne mich mit einem Frotteehandtuch redlichst ab. Leider bimmelt es bald an der Pforte und ich kann Georg und Maria herzlich begrüssen. Meine Verwandten haben feinste Backwaren mitgebracht und berichten, dass sie nach dem Frühstück einen Ausflug unternehmen wollen. Ich wische mir mit dem Handrücken über die Stirn und erwidere, dass diese Hitze kaum auszuhalten ist. Georg schiebt mich beiseite und wirft ein, dass er einen Abstecher zum “Bird Rookery Swamp” geplant hat.
10.00 Uhr Während wir kraftvoll zubeissen, erfahre ich, dass das besagte Sumpfgebiet an der Interstate 75 gelegen ist und den Besuchern wunderschöne Wanderwege bietet – das hört sich verlockend an.
10.30 Uhr Wenig später trifft auch Edelbert in meinem kultivierten Zuhause ein. Mein Bekannter gönnt sich ebenfalls einen brühfrischen Kaffee und meint, dass wir Hund Dixon eine Freude bereiten und uns dem Ausflug kurzerhand anschliessen sollten – das soll mir Recht sein.

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Sandwiches dürfen nicht fehlen

11.15 Uhr Nachdem ich etliche Sandwiches (löblich: Wurstbrote) vorbereitet und vier Dosen Diät Cola in eine praktische Kühltasche gesteckt habe, werfe ich die Haustüre ins Schloss. Georg legt beste Laune an den Tag und sagt, dass er die Fahrtstrecke bereits in sein Navigationsgerät eingetippt hat. Ich zucke mit den Schultern und ermutige Edelbert, bei in den Chevrolet Suburban einzusteigen.
11.45 Uhr Während der Reise drehe ich die Klimaanlage auf die höchst Stufe und mutmasse, dass wir während der anstehenden Wanderung bestimmt aus den Latschen kippen werden. Der Professor beruhigt mich redlichst und händigt mir eine Coladose aus – wie schön.
12.15 Uhr Kurz nach dem Mittagsläuten erreichen wir unser Ziel. Wir parken die Autos direkt neben dem Visitor Center (löblich: Besucher Zentrum) und erfahren, dass entlang der Wanderwege gefährliche Rattlesnakes (löblich: Klapperschlangen) leben. Ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen und denke daran, wie schön es doch wäre, jetzt zuhause zu sein und ein kühles Bier zu trinken.

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Vorsicht – Hier gibt es Schlangen

12.45 Uhr Trotz aller Widrigkeiten lege ich beste Laune an den Tag und folge meinen Begleitern in den düsteren Sumpf, um kreischende Vögel und freche Gürteltiere zu begaffen. Nebenher lasse ich mir ein Käsebrot schmecken und öle meine ausgetrocknete Kehle mit eiskaltem Diät Cola – das tut gut.
13.30 Uhr Nach einer Meile verirrt sich der Wanderweg in einen undurchdringlichen Dickicht. Um nicht ins Visier gefährlicher Tiere zu geraten, entschliessen wir uns, schnell kehrt zu machen. Unterdessen erzähle ich Georg von meinem Telefonat mit James und erwähne, dass am 1. Juli die Sommerferien beginnen werden. Mein Bruder ist bestens informiert und unterbreitet, dass die Kinder eventuell nach Florida ausfliegen werden, um unbeschwerte Wochen im Sonnenscheinstaat zu erleben – das ist die beste Nachricht des ganzen Tages.
14.30 Uhr Endlich sitze ich wieder im Auto und kann den Motor aufheulen lassen. Ruckzuck lasse ich den Wählhebel der Automatikschaltung in der “D” Stellung einrasten und gleite zu prima WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Musikberieselung gen Süden davon. Da das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, verlasse ich zeitnah die Schnellstrasse und steuere zielsicher eine “Bob Evans” Wirtschaft an.
15.00 Uhr Hungrig finden wir uns im Restaurant wieder und laben uns an vitaminreichen “Farmhouse Salads” (löblich: Bauernhof Gartensalate) sowie schmackhafte Baconburger (löblich: Speckburger). Ferner nippen wir an köstlichen Strawberry Smoothies (löblich: Erdbeer Mischgetränken) und kommen überein, dass dieser Obsttrunk hervorragend mundet.
16.00 Uhr Nach dem Bezahlvorgang schlage ich vor, dass wir nun in den Willoughby Drive zurückkehren und Kaffee trinken sollten. Leider lehnt Maria prompt ab und sagt, dass sie am Abend mit Georg ein romantisches Dinner in einem angesagten Restaurant einlegen wird – das ist wieder typisch.
16.30 Uhr Zuhause angekommen, kredenze ich Edelbert ein kühles Bier und stelle klar, dass Mieterin Sandra morgen ein Bruce Springstein Konzert im Münchner Olympiastadion besuchen wird. Der Professor rollt entnervt mit den Augen und sagt, dass er mit dieser Krawallmusik gar nichts anfangen kann – wie wahr.
17.15 Uhr Ein schöner Nachmittag neigt sich seinem Ende zu. Ich begleite Edelbert zum Auto und bringe für Morgen ein Frühstück in Julies Restaurant zur Sprache. Danach schliesse ich die Haustüre und vergesse auch nicht, Hund Dixons Napf mit Trockenfutter aufzufüllen. Darüber hinaus nehme ich selbst mit einer im Ofen aufgebackenen Schinkenpizza Vorlieb – schmeckt gar nicht schlecht.

18.00 Uhr Nach der nervenaufreibenden Hausarbeit mache ich es mir in der kühlen Stube bequem und versüsse mit den Abend mit der zweiten Staffel der beliebten NETFLIX Serie “Bloodline”. Das mehrteilige Fernsehspiel ist entlang der Floria Keys angesiedelt und erzählt die Geschichte einer Familie, die seit 45 Jahren ein kleines Hotel führt und ein dunkles Geheimnis verbirgt – da kommt Spannung auf.
21.00 Uhr Nachdem ich drei Folgen gesehen und eine Flasche Rotwein getrunken habe, betätige ich den OFF (löblich: AUS) Knopf auf der Fernbedienung und rufe Dixon ins Haus. Anschliessend reguliere ich die Klimaanlage und falle erschöpft ins Bett. Gute Nacht.