8. und 9. Dezember 2018 – Karlovy Vary

Hallo Leute,

gestern Nachmittag bin ich im tschechischen Kurort Karlsbad eingetroffen. Die Gemeinde – die übrigens den offiziellen Namen “Karlovy Vary” trägt – hat mich gleich in ihren Bann gezogen 🙂

Die Besucher können die guterhaltenen Kureinrichtungen, wie zum Beispiel die “Weissen Kolonnaden”, die “Marktkolonnaden”, die “Parkkolonnaden” oder die “Schlosskolonnade” besuchen und dort das 60°C heisse Quellwasser probieren. Ausserdem findet man in der 50.000 Einwohner zählenden Stadt auch diverse Bäder, die zum Verweilen einladen. Das beste an Karlsbad sind jedoch die vielen tollen Luxusgeschäfte und die wunderschönen Hotels, die teilweise aus dem frühen 18. Jahrhundert stammen.

Wir logieren bis Sonntag im schönen “HOTEL MALTESE KRIZ” direkt im Zentrum. Dieses Haus wurde 1707 erbaut und liegt am linken Flussufer der Teplá in der Nähe der Sprudelkolonnade und des Stadttheaters. Wir wurden gestern sehr herzlich empfangen und bekamen eine tolle Zwei-Zimmer Suite im ersten Stock zugewiesen. Ausserdem ist das Frühstück im Maltese Kriz echt der Hammer. Es gibt frischen Kaffee bis zum Abwinken, Obst, süsse Quarkteile und natürlich auch Käse.

Den heutigen Tag wollen wir dazu nutzen, um mit einer Seilbahn durch den Kurwald zum Aussichtsturm “Diana” zu fahren. Danach steht ein Besuch des Luxushotel “Pupp” auf dem Plan 🙂

Okay, nun muss ich mich aber sputen. Ich wünsche euch allen ein tolles Wochenende!
Eure Sandra

3. Dezember 2018 – Keine Reisen in das kommunistische Ausland

08.00 Uhr Auch heute rolle ich mich sportlich aus dem Bett und zögere nicht, die 49. Woche des Jahres mit der Morgengymnastik auf der schattigen Terrasse zu begrüssen. Während die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde sendet, rudere ich mit den Armen und bemerke, dass sich zwei kreischende Ajajas im Garten eingefunden haben. Weil man sich nicht alles bieten lassen kann, schlüpfe ich aus einem Hausschuh und schleudere ihn gekonnt in Richtung der Schnabelträger – gleich platzt mir der Kragen.


Vorsicht vor Ajajas

08.30 Uhr Während ich die Seele bei einem lustigen Wirbelbad baumeln lasse, segle ich mit dem praktischen iPad durchs Internetz und studiere unter anderem den Tagebucheintrag meiner Mieterin. Mit grossen Augen überfliege ich die Zeilen und bringe heraus, dass Sandra “viel arbeitet und sich eine Auszeit gönnen wird”. Laut lachen lese ich weiter, dass das Kind am kommenden Wochenende ins tschechische Karlsbad krusen wird. Um schlimmeres Unheil abzuwenden, nehme ich spornstreichs die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) zur Hand und tippe die Nummer meiner Mieterin ins Tastenfeld. Alsbald meldet sich die Maid und ich informiere, dass es nicht anzuraten ist, ins kommunistische Ausland zu reisen. In diesem Zusammenhang verweise ich an den Prager Frühling des Jahres 1968 und merke an, dass damals die Russen in Prag einmarschierten und Tausende Menschen ins Gefängnis steckten. Anstatt mir Recht zu geben, bricht Sandra in schallendes Gelächter aus und entgegnet, dass seit damals 50 Jahre ins Land gezogen sind und Tschechien längst ein freies und demokratisches Land ist – papperlapapp.


Meine praktische Schwarzbeere

09.30 Uhr Weil bei Sandra augenscheinlich Hopfen und Malz verloren ist, beende ich das Telefonat und steige aus der Wanne, um mich im Gang mit meiner mexikanischen Zugehfrau konfrontiert zu sehen. Frau Gomez schreit wie am Spiess und fordert mich auf, augenblicklich in einen Bademantel zu schlüpfen. Ich komme dem Aufruf anstandslos nach und gebe der Putzperle zu verstehen, dass sie bei ihrem nächsten Besuch die Klingel betätigen sollte. Die Dame fuchtelt mit dem Staubwedel vor meiner Nase herum und beteuert, dass sie sich Morgen in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub verabschieden und mir erst im Januar wieder einen Besuch abstatten wird – jaja.
10.15 Uhr Nach einem reichhaltigen Frühstück, setze ich mir die NY YANKEES Kappe auf und wünsche der Reinigungsfachfrau ein schönes Fest. Ferner stecke ich ihr als kleines Dankeschön eine druckfrische 20 Dollars Note zu und merke an, dass ich nun in die Gänge kommen und zum Supermarkt krusen werde.
11.00 Uhr Wenig später brettere ich mit quietschenden Pneus auf den Supermarktparkplatz und schaffe es gerade noch, einer Rentnerin auszuweichen, die behäbig einen vollbeladenen Einkaufswagen über einen Zebrastreifen schiebt. Ich tippe mir entnervt an die Schläfe und stelle den PS-strotzenden SUV vor einem Hydranten ab. Anschliessend schlendere ich durch die breiten Gänge und lade neben Weichgetränken (unlöblich: Softdrinks) auch mehrere Flaschen Weisswein sowie etliche Sechserpacks Budweiser in den Einkaufswagen.


Budweiser ist köstlich

12.00 Uhr Nachdem ich frisches Obst und Süssigkeiten ausgewählt habe, werde ich an der Kasse vorstellig und zücke meine Meisterkarte (unlöblich: Mastercard). Darüber hinaus gebe ich der übergewichtigen Marktmitarbeiterin zu verstehen, dass ich arm wie eine Kirchenmaus bin und mit einem stattlichen Rabatt rechne. Leider winkt die Dame gelangweilt ab und knöpft mir knapp 100 Dollars ab – wo soll das noch hinführend.
12.45 Uhr Nachdem ich die Einkäufe ins Auto verfrachtet habe, statte ich dem benachbarten “Italianissimo” Restaurant einen Besuch ab. Mit Hund Dixon im Schlepptau lasse ich mich an einem Tisch mit Ausblick auf den Parkplatz nieder und nehme mit einer vitaminreichen Thunfischpizzas sowie einem Eistee Vorlieb – das schmeckt.
13.15 Uhr Während ich kraftvoll zubeisse, mache ich mir Gedanken bezüglich des anstehenden Weihnachtsfests und komme zu dem Schluss, dass ich immer noch keine Geschenke besorgt habe. Stirnrunzelnd nippe ich am Kaltgetränk und spiele mit der Idee, meine Freunde und Verwandten mit Gutscheinen zu überraschen.
13.45 Uhr Mit vollem Bauch kehre ich zum Auto zurück und trete die Heimreise an. Unterdessen fröne ich dem Qualitätsprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) und erfreue mich an prima Weihnachtslidern.
14.15 Uhr Zuhause angekommen, schleppe ich die Einkaufstüten ins Haus und mache es mir zur Aufgabe, die Lebensmittel im Eiskasten zu verstaunen. Danach serviere ich dem Vierbeiner etwas Trockenfutter und falle dann fix und foxi aufs Kanapee.


Hund Dixon geht Gassi

15.15 Uhr Um nicht den ganzen Nachmittag auf der faulen Haut zu liegen, breche ich mit dem Haustier zu einem Gassigang zur “La Playa” Golfanlage auf. Mit einer lustigen Melodie auf den Lippen flaniere ich durch das beschauliche Wohngebiet und schrecke nicht davor zurück, dem Vierbeiner Stöckchen zuzuwerfen.
16.00 Uhr Endlich bin ich wieder dahoam und kann aus den Flip Flops schlüpfen. Im Anschluss setze ich mich an den Schreibtisch und helfe im Rahmen der Anschnurseelsorge verzweifelten Erziehungsberechtigten bei schwerwiegenden Problemen. Unter anderem rate ich, frechen Jugendlichen nichts zu Weihnachten zu schenken – das sollte den garstigen Kindern eine Lehre sein.
17.00 Uhr Da das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, beende ich die Arbeit und mache mich in der Küche nützlich. Zu prima Martina McBride Weihnachtsmusik koche ich italienische Langnudeln (unlöblich: Spaghetti) mit Tomatensauce auf. Zudem rufe ich bei Prof. Kuhn an und vernehme, dass der schlaue Mann am Nachmittag schoppen war und sich eine neue Blautschiens aus dem Hause WRANGLER gekauft hat – das hört man gerne.
18.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner wertvollen ROLEX auf 6 zugeht, lege ich in der klimatisierten Wohnstube die Beine hoch und schaue fern. Um auf den neuesten Stand zu kommen, gebe ich mich den FOX Nachrichten hin und informiere mich aus erster Hand über die aktuellen Geschehnisse in der Welt.

19.00 Uhr Zur besten Sendezeit wechsle ich auf AMC und erfreue mich am sehenswerten Weihnachtsfilm “Love Actually” (auf Deutsch: Tatsächlich Liebe). Der Episodenfilm aus dem Jahre 2003 erzählt die Geschichte von acht Liebespaaren, die just am Weihnachtsabend zueinander finden – wie romantisch.
21.00 Uhr Als nach 120 Minuten der Abspann über die Mattscheibe flimmert, beende ich den Fernsehabend und gehe müde zu Bett. Gute Nacht.

1. und 2. Dezember 2018 – Karlsbad

Hallo Freude der Nacht,

wer viel arbeitet, der muss auch mal etwas kürzer treten und sich eine Auszeit gönnen. Deswegen habe ich mich entschlossen, in der kommenden Woche mit Mitbewohnerin Bärbel nach Karlsbad zu fahren.

Wie ihr sicher wisst, ist Karlsbad eine alte Kurstadt im Westen Tschechien. Die knapp 50.000 Einwohner zählende Gemeinde kann innerhalb von 3 Stunden mit dem Auto erreicht werden und bietet seinen Besuchern eine grosse Kolonade, Kureinrichtigen, Restaurants, exklusive Hotels und natürlich auch Bars, die zum verweilen einladen.

Da die Kursaison mittlerweile vorbei ist, sind Hotelzimmer derzeit besonders günstig zu haben. Ich hab’ mich für zwei Nächte ins drei Sterne Haus “HOTEL MALTESE KRIZ” eingemietet und zahle nicht einmal 90,– €. Ich freu’ mich riesig auf diesen Trip und hoffe, dass ich viel Spass haben werde. Unter anderem kann man in Karlsbald prima wandern und natürlich auch die benachbarten Kurorte Franzensbad und Marienbad besuchen 🙂

Aber bis zum kommenden Wochenende steht mir noch eine harte Arbeitswoche bevor. Besonders in der Vorweihnachtszeit geht es im Kreisverwaltungsreferat ziemlich hektisch zu. Aber egal, die nächsten Tage werde ich auch noch hinter mich bringen 🙂

Okay, nun ist Kino angesagt. Ich werde mir “Aufbruch zum Mond” anschauen und anschliessend mit Cousin Bernd im “La Casareccia” Pizza essen.

Bis zum kommenden Samstag wünsche ich euch angenehme und chillige Tage.
Eure Sandra

24. und 25. November 2018 – Schenken mit Bedacht

Hallo Leute,

man muss es sich einmal vorstellen: In genau einem Monat wird Weihnachten gefeiert!
Am kommenden Wochenende können wir bereits die erste Kerze am Adventskranz entzünden und die ersten beiden Türen des Adventskalenders öffnen. Natürlich laufen die Werbekampagnen der Supermärkte, Online-Shops und der Fachmarktketten mittlerweile längst auf Hochtouren.

Die Wochenendzeitung war mit zahlreichen Prospekten bestückt, die ich gleich im Papiercontainer entsorgt habe. Mir ist es nämlich egal, ob nun ein Kaffeevollautomat oder eine Spielkonsole im Preis gesenkt wurde. Auch will ich nicht über billiges Bier, günstigen Schnaps oder irgendwelche Wurstsonderangebote informiert werden.

Weihnachtsgeschenke wähle ich mit Bedacht aus und schaue dabei ganz bestimmt nicht auf den Preis. Immerhin hat Schenken etwas mit Sympathie und nichts mit Rabatten zu tun. Übrigens weiss ich in diesem Jahr ganz genau, welche Präsente ich meinen Verwandten und Freunden überreichen werde 🙂

Ausserdem habe ich mich entschlossen, das Fest bei meinen Eltern in Frankfurt zu feiern. Mein Vater ist schon ganz aufgeregt und kann es kaum noch erwarten, meinen nagelneuen FORD KUGA zu sehen 🙂

Mehr gibt es in dieser Woche nicht zu berichten. Ich werd’ mich gleich ins Kino verabschieden und mir das spannende Drama “Aufbruch zum Mond” mit Ryan Gosling und Claire Foy anschauen …

Allen Lesern wünsche ich eine schöne und entspannte Woche.
Eure Sandra

17. und 18. November 2018 – Bohemian Rhapsody

Hallo Leute,

gestern war ich mit Bärbel und Bernd im Kino und habe “Bohemian Rhapsody” gesehen. Die Biografie über den Gründer der englischen Rockband “Queen” hat mich wirklich vom Hocker gehauen.

Der aus der tollen Serie “Robot” bekannte Schauspieler Rami Malek schlüpft in die Rolle des im Jahre 1991 gestorbenen Sängers Freddie Mercury und zeigt uns, wie der damals 24jährige zusammen mit Brian May, Roger Taylor und John Deacon die wohl einflussreichste Rockband der Gegenwart gründete. Wie ihr sicher wisst, feierten die vier Männer bereits 1973 mit ihrem ersten Longplayer “Queen” grosse Erfolge. Das Werk fand sich bald auf Platz 24 der englischen Charts wieder und bescherte uns unter anderem dem Ohrwurm “Seven Seas of Rhye”.

Zwei Jahre später brachen die Musiker mit “A Night At The Opera” sämtliche Rekorde und schafften mit “Bohemian Rhapsody” einen Tophit in Europa und Nordamerika.

“Bohemian Rhapsody” ist auch für Nicht-Queen-Kenner ein toller Film, der einen sofort mitreisst. Hauptdarsteller Rami Malek geht in seiner Rolle voll auf und gibt Freddie Mercurys brüchige Persönlichkeit anschaulich wieder. Ausserdem macht es grossen Spass, die tollen Songs zu hören …

Okay, jetzt muss ich aber mit meinem nagelneuen KUGA durch die Stadt düsen. Ich wünsche euch allen ein schönes und abwechslungsreiches Wochenende.

Eure Sandra