12. Dezember 2018 – Frank Sinatra

Sehr geehrte Damen und Herren,

der weltbekannte Sänger und Unterhaltungskünstler Frank Sinatra würde heute seinen 103. Geburtstag feiern.

Wie jedes Kind weiss, erblickte Francis Albert Sinatra am 12. Dezember 1915 in Hoboken im Bundesstaat New Jersey das Licht der Welt. Der Sohn eines italo-amerikanischen Ehepaares verschrieb sich schon in jungen Jahren der Musik und tingelte mit seiner Ukulele durch einschlägige Trinkhallen seiner Heimatstadt, um die Gäste mit schöner Musik zu verwöhnen.

Bereits mit 17 Jahren konnte Frank Sinatra erste Radioauftritte vorweisen. Er eiferte seinem Lieblingssänger Bing Crosby nach und gründete Mitte der 1930er Jahren das Vokalquartett “The Hoboken Four”. An der Seite seiner drei Mitstreiter gewann er einen Talentwettbewerb und durfte mit anderen Sängern auf eine landesweite Konzertreise gehen.

Kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs wurde er vom amerikanischen Jazztrompeter und Bandleader Harry James entdeckt und gefördert. Frank Sinatra ging nach Las Vegas und nahm seine erste Schallplatte auf. Wenig später feierte das Talent seinen nationalen Durchbruch und stieg im Handumdrehen zu einem der begehrtesten Entertainer aller Zeiten auf.

Bis Mitte der 1990er Jahren trat Frank Sinatra regelmässig auf den grössten Bühnen auf, spielte Schallplatten am laufenden Band ein und bewies ausserdem sein Talent in diversen Hollywoodfilmen. Darüber hinaus engagierte er sich auch in der Politik und für soziale Zwecke. Unter anderem rief er diverse Kinderhilfsprojekte ins Leben und spendete ein kleines Vermögen für zahlreiche Wohltätigkeitsorganisationen.

Frank Sinatra starb am 14. Mai 1998 an den Folgen eines Herzinfarkts in Los Angeles, CA. Zu seinen Ehren wurden in Las Vegas für drei Minuten die Lichter der Stadt ausgeschaltet. Zudem entschloss sich die Verwaltungsbehörde in New York, das Empire State Building für drei Tage in ein blaues Licht zu hüllen.

Frank Sinatra war zeitlebens ein überaus produktiver Künstler. Viele seiner 1.300 Lieder sind heute längst zeitlose Klassiker und werden immer noch regelmässig im Radio gespielt – wie schön.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

10. Dezember 2018 – Henry Wells

pfaffenbergkl

Hochverehrte Heimseitenbesucher,

am 12. Dezember 1805 erblickte Henry Wells als Sohn eines Predigers in Thelford, VT das Licht der Welt.

Der kleine Henry besuchte mit grossem Eifer die Schule und entschloss sich, wegen seiner Sprachprobleme nicht in die Fussstapfen seines Vaters zu treten. Stattdessen arbeitete er in einer Gerberei und schrieb es sich auf die Fahnen, Tierfelle zu beizen und Leder herzustellen. Als 31jähriger wechselte er sein Betätigungsfeld und heuerte als freiberuflicher Frachtagent am Erie Kanal an.

henrywells
Henry Wells

Innerhalb weniger Jahre konnte er sein Unternehmen ausbauen und Kontakte zu anderen Firmenbesitzern schmieden. Anno 1850 gründete er mit William Fargo und John Butterfield die “American Express” Speditionsgesellschaft und stieg zu einem der einflussreichsten Transportunternehmer an der amerikanischen Ostküste auf. Ferner liess er zwei Jahre später das Unternehmen “Wells Fargo” in die Grundbücher eintragen und schaffte es, sich an der Erschliessung des amerikanischen Westens eine goldene Nase zu verdienen.

Das Geschäftsfeld seiner Firmen änderte sich jedoch schnell.
Henry Wells bot auf seinen Transportrouten unter anderem auch Finanzdienstleistungen aller Art an. Darüber hinaus eröffnete er in grossen Städten Bankhäuser und machte es seinen Kunden möglich, Überweisungen zwischen verschiedenen Filialen zu tätigen. In den späten 1860er Jahren zog sich Henry Wells aus seinen Firmen zurück und eröffnete in Aurora, NY das erste Frauen College auf amerikanischem Boden. Schlussendlich starb Henry Wells just heute vor 137 Jahren – am 10. Dezember 1878 – während einer Reise durch Schottland.

Die Firmen “Wells Fargo” und “American Express” überstanden den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 und die darauffolgende Weltwirtschaftskrise unbeschadet. Beide Unternehmen sind noch heute auf den internationalen Finanzmärkten präsent und bieten 350.000 Mitarbeitern sichere Jobs. Zudem erwirtschafteten die Unternehmen im Jahre 2012 einen Rekordumsatz von sagenhaften 117,686 Milliarden Dollar – das ist ja allerhand.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

7. Dezember 2018 – Imagine

pfaffenbergkl

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie jedes Kind weiss, wurde der angesehene Musikant John Lennon morgen vor 38 Jahren vor dem Dakota Gebäude in der Millionenmetropole New York erschossen.

Obgleich ich kein Anhänger neumoderner Felsenmusik bin, muss ich anerkennen, dass Herr Lennon zeitlebens ein herausragender Komponist und Autor war. Der gute Mann wuchs in den 1940er Jahren als Sohn eines Matrosen und einer Hausfrau in Liverpool auf. Bereits in jungen Jahren interessierte er sich für Musik und gründete mit Freunden eine Combo namens “The Quarrymen”. Aus dieser Bande sollten im Jahre 1960 die Beatles hervorgehen.

Die Beatles stiegen bald zu der einflussreichen Musikgruppe des Rock’n Roll auf. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr feierten nicht nur in Europa, sondern auch in Asien und den Vereinigten Staaten grosse Erfolge und schafften es, mit über einer Milliarde verkaufter Tonträger, zur kommerziell erfolgreichsten Bande auf diesem Planeten aufzusteigen. Schon damals schrieb John Lennon Gedichte und überzeugte einen Verleger, seine Schriften zu veröffentlichen. Darüber hinaus versuchte er sich als Schauspieler und Solokünstler. Dann lernte er die aus Tokio stammende Künstlerin Yoko Ono kennen und fasste den Entschluss, die Beatles zu verlassen und sein Glück in New York zu finden.

In den 1970er Jahren engagierte er sich politisch und schloss sich der Friedensbewegung an. Ferner veröffentlichte er mit Yoko Ono erfolgreiche Schallplatten, auf denen die Ohrwürmer “Give Peace a Chance” (löblich: Gib Frieden eine Chance), “Imagine” (löblich: Vorstellung) oder “X Mas – The War is Over” (löblich: Weihnachten – Der Krieg ist aus) hervorgingen.

Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon vor seinem Wohnhaus im grossen Apfel (unlöblich: Big Apple) von einem verwirrten Täter ermordet. Obwohl seitdem mehr als drei Jahrzehnte vergangen sind, ist sein Andenken noch heute allgegenwärtig. Unter anderem wurde ein Teil des New Yorker Central Parks nach einem seiner Lieder benannt. Zudem trägt der Flughafen von Liverpool seit 2002 den Namen “Liverpool John Lennon Airport” – wie schön.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

6. Dezember 2018 – Nikolaus

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Heimseitenbesucher,

obwohl der Nikolaustag in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um über den heiligen Nikolaus von Myra zu berichten, der im 3. und 4. Jahrhundert in der antiken Stadt Patara wirkte.

Nikolaus wurde der Überlieferung zufolge von seinem Onkel im Alter von 19 Jahren zum Priester geweiht und als Abt im Kloster Sion eingesetzt. Wenig später erbte er das stattliche Vermögen seiner Eltern und machte es sich zur Lebensaufgabe, armen Leuten Goldmünzen durch die Kamine und Fenster zu werfen. Zudem spendete er kinderreichen Familien einen Grossteil seines Goldes, um zu verhindern, dass die Väter ihre Töchter zur Prostitution hergeben mussten – wie aufregend.

Nach einer Reise ins Heilige Land wurde Nikolaus zum Bischof von Myra ernannt.
Er war zeitlebens sehr beliebt und schaffte es sogar, die letzte grosse Christenverfolgung im Jahre 325 unter Kaiser Galerius unbeschadet zu überstehen. In dieser Zeit nahm er auch am 1. Konzil von Nicäa teil und sprach sich dafür aus, dass die heilige Dreieinigkeit zum Dogma erklärt wurde.


Der heilige Nikolaus

Um das Jahr 350 nach Christus starb der heilige Nikolaus an einem 6. Dezember. Seine Gebeine wurde 1087 durch italienische Kaufleute nach Bari gebracht, wo sie noch heute in der Basilika von San Nicola aufgebahrt sind.

Nikolaus von Myra ist Patron von Russland und Lothringen.
Ferner wird er als Schutzheiliger aller Kinder, Pilger und Reisenden sowie der Rechtsanwälte, Kaufleute, Apotheker, Fischer, Bäcker, Bierbrauer und der Feuerwehrleute verehrt.

Der heilige Nikolaus feiert am 6. Dezember seinen Namenstag. Während er die braven Kinder reich beschenkt, werden die unartigen von seinem Knecht – dem in Lupen gehüllten Krampus – bestraft und in einen Sack gesteckt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Nikolaustag
Reinhard Pfaffenberg

30. November 2018 – Woody Allen

woodyallen

Sehr verehrte Damen und Herren,

der amerikanische Filmschaffende Woody Allen feiert morgen seinen 83. Geburtstag.
Wie jeder Filmkenner weiss, erblickte Allan Stewart Konigsberg am 1. Dezember 1935 im New Yorker Stadtteil Brookyln das Licht der Welt. Der Sohn eines Diamantschleifers erlebte seine Kindheit in jüdisch geprägten Vierteln und absolvierte mit grossem Erfolg die High School. Während seiner Schulzeit entwickelte er sein Interesse fürs Theater und der Musik. Ferner spielte er Klarinette und arbeitet nebenher für diverse Tageszeitung, die er mit spannenden Alltagsgeschichten versorgte.


Manhattan

Bereits als 16jähriger durfte er Schauspielern am Broadway zuarbeiten und Gelegenheitsjobs an einschlägigen Theaterhäusern übernehmen. Wenig später heiratete er die Philosophiestudentin Harlen Rosen und machte sich als Drehbuchautor der “Ed Sullivan Show” sowie der “Tonight Show” einen Namen.


Hannah und ihre Schwestern

Nachdem er erste Drehbücher für die Kinofilme “What’s New, Pussycat?” (deutscher Titel: Was gibt’s Neues, Pussy?), “What’s Up, Tiger Lily” sowie “Casino Royale” abgeliefert hatte, durfte er anno 1969 erstmals selbst Regie führen. Woody Allen wurde über Nacht mit dem abendfüllenden Spielfilm “Take the Money and Run” (deutscher Titel: Nimm die Moneten und hau’ ab) berühmt und konnte sich vor Angeboten kaum noch retten.


Annie Hall

In den folgenden Jahrzehnten schuf er mit “Annie Hall” (deutscher Titel: Der Stadtneurotiker), “Manhattan”, “Stardust Memories” sowie “Hannah and her Sisters” (Hannah und ihre Schwestern) zeitlose Klassiker, die allesamt zu den herausragendsten amerikanischen Produktionen aller Zeiten zählen. Woody Allen wurde bisher 24 Mal für den Oscar nominiert und erhielt die wichtigste Filmauszeichnungen viermal. Sein im Jahre 1978 entstandenes Meisterwerk “Der Stadtneurotiker” wurde sogar zweimal in den Kategorien “Bester Regisseur” und “Bestes Drehbuch” mit dem sogenannten “Academy Award” bedacht – wie aufregend.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg