21. März 2017 – Die Schlacht von Bentonville

Sehr verehrte Damen und Herren,

just heute vor 152 Jahren – am 21. März 1865 – endete die blutige Schlacht von Bentonville im amerikanischen Bundesstaat North Carolina. Damals fand kurz vor dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges ein Gefecht im kleinen Dort Bentonville westlich der heutigen Gemeindehauptstadt Goldsboro statt.


William Tecumseh Sherman

Der stolze Unionsgeneral William Tecumseh Sherman führte Truppen mit einer Stärke von 60.000 Mann in die Schlacht und sah sich mit den Resten der legendären Tennessee-Armee unter Joseph Eggleston Johnson konfrontiert. Obgleich die „Army of Tennessee“ die Hauptarmee der Konföderierten war und im Vorfeld zahlreiche Schlachten für sich entscheiden konnte, ging sie mit knapp 4.000 getöteten Soldaten als Verlierer aus dem blutigen Gemetzel hervor – wie schrecklich.


Joseph Eggleston Johnston 

Obgleich Johnsons Carolina-Feldzug mit dieser Niederlage gescheitert war, zog es der General vor, seine Armee zurückzuziehen. Schlussendlich entschloss sich Johnson, wenig später zu kapitulieren und die Tennessee-Armee aufzulösen.

Wie jedes Kind weiss, ging der amerikanische Bürgerkrieg im April 1865 zu Ende.
Trotzdem dauerte es noch viele Jahrzehnte, bis sich die Südstaaten wirtschaftlich von den Kriegsfolgen erholt hatten und politisch gleichberechtigt in die Union eingegliedert waren. Während William Tecumseh Sherman zum Generalleutnant ernannt wurde und an mehreren Indianerkriegen teilnahm, zog es seinen Kontrahenten Joseph Eggleston Johnson in die Politik. Der ehemalige General der Tennessee-Armee sass von 1879 bis 1881 als Demokrat für Virginia im Repräsentantenhaus und wurde dann zum Bundesbeauftragten für die Eisenbahnen befördert.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

21. Februar 2017 – Sam Peckinpah

Sehr geehrter Leser,

David Samuel Peckinpah wurde am 21. Februar 1925 als Sohn eines Rechtsanwalts in Fresno, CA geboren. Der Spross einer deutschen Einwandererfamilie studierte Dramaturgie an der „University of Southern California“ und schloss sich bald einer Theatertruppe an, um sich erste Sporen als Regisseur zu verdienen.

Mitte der 1950er Jahre lernte er den bekannten Filmschaffenden Don Siegel kennen und arbeitete mit ihm am Drehbuch zum Zukunftsfilm „Die Dämonischen“ (englisch: Invasion of the Body Snatchers). Darüber hinaus verfasste er Geschichten für das Fernsehen und steuerte Drehbücher zur Serie „Rauchende Colts“ (englisch: Gunsmoke) bei.

Anfang der 1960er wurde er von den „Metro Goldwyn Mayer Studios“ engagiert und durfte seinen ersten Langfilm unter dem Titel „Ride the High Country“ (deutsch: Sacramento) verwirklichen. Der wegweisende Wild-West Film markierte mit „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ den Übergang vom klassischen Western zum sogenannten Spätwestern. Dieses Genre zeichnete ein besonders kritisches Bild des Wilden Westens und wendete sich von den idealisierenden Motiven der amerikanischen Pionierzeit ab. Sam Peckinpahs „Sacramento“ entwickelte sich zu einem Lichtspielhauserfolg und erlaubte es ihm, auch in der Folgezeit in Hollywood zu arbeiten.

Weltbekannt wurde Sam Peckinpah Anno 1969 mit seinem Meisterwerk „The Wild Bunch“. Obgleich der Film exzessive Gewalt zeigt, wird er heutzutage als einer der besten Filme aller Zeiten angesehen. Auch die im Jahre 1973 und 1974 entstandenen Produktionen „Pat Garrett and Billy the Kid“ und „Bring Me the Head of Alfredo Garcia“ (deutsch: Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia) wurden als Meisterwerke angesehen und machten Sam Peckinpah zu einem der bekanntesten Köpfe des „Neuen Hollywoods“.

Leider schaffte es Sam Peckinpah in den folgenden Jahren kaum noch, an seine alten Erfolge anzuknüpfen. Sein Konsum an Drogen und Alkohol stieg stetig und machte es für den Regisseur fast unmöglich, neue Filmideen umzusetzen. Schlussendlich starb Sam Peckinpah am 28. Dezember 1984 im Alter von nur 59 Jahren an einen Schlaganfall.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

14. Februar 2017 – Valentinstag

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Valentinstag am 14. Februar gilt in vielen Ländern als Tag der Liebenden und Verliebten. Aber auch andere löbliche Menschen verschenken heute Blumen an Bekannte, Freunde sowie Familienangehörige.

Der Valentinstag soll an den Bischof Valentin von Terni erinnern, der im dritten Jahrhundert als christlicher Märtyrer starb. Einer Überlieferung zufolge traute er Brautpaare, die nach dem Willen des Kaisers unverheiratet bleiben musste. Valentin soll den Heiratswilligen auch Blumen geschenkt und ihnen den heiligen Segen ausgesprochen haben. Natürlich bliebt sein Treiben nicht lange unentdeckt und Kaiser Claudius II. gab den Befehl, Valentin in den Kerker zu sperren und wenig später zu enthaupten – wie unlöblich.


Nutella schmeckt prima

Ich haben den sogenannten „Valentine’s Day“ zum Anlass genommen, um Frau Pontecorvo einen schönen Blumensträusse zu überreichen. Darüber hinaus habe ich mich bei meiner Nachbarin zum Frühstück eingeladen und schmackhafte Pfannkuchen mit NUTELLA Füllung gegessen.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

2. Februar 2017 – Mariä Lichtmess (Candlemess Day)

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Tagebuchleser,

heute, am vierzigsten Tag nach Heilig Abend, wird in den christlich geprägten Ländern „Mariä Lichtmess“ gefeiert. In unzähligen katholischen Kirchengemeinden werden Kerzen geweiht und Lichterprozessionen abgehalten. Die brennenden Kerzen werden anschliessend in die Häuser getragen, um sie gut sichtbar in die Fenster zu stellen. Laut einer alten Sage soll die Lichtquelle vor Krankheiten, Unwetter und Tod schützen.

Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika wird mit dem „Candlemass Day“ an die Einführung Jesu in den Tempel erinnert. Darüber hinaus steht der 2. Februar ganz im Zeichen des „Groundhog Days“. Besagter Brauch entstand im späten 19. Jahrhundert im Bundesstaat Pennsylvania.

Seit dem Jahre 1887 macht es sich der Bürgermeister der kleinen Stadt Punxsutawney zur Aufgabe, Murmeltiere aufzuschrecken und sie nach dem Wetter zu befragen. Wenn sich die lustigen Nagetiere in ihre Bauten zurück ziehen, ist davon auszugehen, dass der Winter noch weitere 6 Wochen andauern wird – wie unlöblich.

Durch den amerikanischen Spielfilm „Groundhog Day“ (auf deutsch: Und täglich grüsst das Murmeltier) wurde das Ritual international bekannt und entwickelte sich auf dem nordamerikanischen Kontinent zu einem beliebten Familienfest. Mittlerweile wird der „Groundhog Day“ in den USA, Kanada und Mexiko mit farbenfrohen Strassenumzügen und/oder Volksfesten begangen – wie schön.

bussbettag
Ich besuche die heilige Messe

Ich werde den heutigen Tag nutzen, um in Edelberts, Sandras und Frau Pontecorvos Gesellschaft die heilige Messe in der „Naples Christian Church“ zu besuchen.

Ich wünsche ihnen einen gesegneten Lichtmesstag
Reinhard Pfaffenberg

27. Januar 2016 – Die Opfer des Nationalsozialismus

Bundesarchiv B 285 Bild-04413, KZ Auschwitz, Einfahrt

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 1996 wird alljährlich am 27. Januar der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Der in Deutschland gesetzlich verankerte Gedenktag wurde vom ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog initiiert und soll an die Menschen erinnern, die während des dritten Reichs verletzt, verfolgt oder sogar getötet wurden.

Roman Herzog erinnerte während einer Rede am 3. Januar 1996 an die Vernichtungslager der Nazis und rief die Deutschen auf, dass die Erinnerung an die Schreckenstaten nicht enden dürfe. Auch zukünftige Generationen müssen wachsam sein und dürfen die Opfer der Nationalsozialisten und deren Helfer nicht vergessen – wie wahr.

Obgleich sich eine genaue Statistik der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft kaum erstellen lässt, gehen angesehene Forscher davon aus, dass es auf deutschem Boden mindestens 13 Millionen Tote zu beklagen gab. Diese Zahl setzt sich folgendermassen zusammen:

  • 6 Millionen Juden
  • 3,3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen
  • 2,5 Millionen christlichen Polen
  • 100.000 Zwangsarbeitern aus der Sowjetunion
  • 500.000 in Arbeitslagern und Konzentrationslagern umgekommenen Jugoslawen
  • 100.000 tschechoslowakischen Zivilisten
  • 80.000 ums Leben gekommenen nichtjüdischen Deportierten aus den nord- und westeuropäischen Staaten
  • 220.000 Zigeuner
  • 100.000 Geisteskranke und Behinderte

Darüber hinaus verloren infolge des Krieges 17 Millionen Soldaten ihr Leben. Auf deutscher Seite werden die Toten und Vermissten der Wehrmacht mit etwa 4,2 Millionen beziffert.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg