21. Februar 2018 – Sam Peckinpah

Sehr geehrter Leser,

David Samuel Peckinpah wurde am 21. Februar 1925 als Sohn eines Rechtsanwalts in Fresno, CA geboren. Der Spross einer deutschen Einwandererfamilie studierte Dramaturgie an der “University of Southern California” und schloss sich bald einer Theatertruppe an, um sich erste Sporen als Regisseur zu verdienen.

Mitte der 1950er Jahre lernte er den bekannten Filmschaffenden Don Siegel kennen und arbeitete mit ihm am Drehbuch zum Zukunftsfilm “Die Dämonischen” (englisch: Invasion of the Body Snatchers). Darüber hinaus verfasste er Geschichten für das Fernsehen und steuerte Drehbücher zur Serie “Rauchende Colts” (englisch: Gunsmoke) bei.

Anfang der 1960er wurde er von den “Metro Goldwyn Mayer Studios” engagiert und durfte seinen ersten Langfilm unter dem Titel “Ride the High Country” (deutsch: Sacramento) verwirklichen. Der wegweisende Wild-West Film markierte mit “Der Mann, der Liberty Valance erschoss” den Übergang vom klassischen Western zum sogenannten Spätwestern. Dieses Genre zeichnete ein besonders kritisches Bild des Wilden Westens und wendete sich von den idealisierenden Motiven der amerikanischen Pionierzeit ab. Sam Peckinpahs “Sacramento” entwickelte sich zu einem Lichtspielhauserfolg und erlaubte es ihm, auch in der Folgezeit in Hollywood zu arbeiten.

Weltbekannt wurde Sam Peckinpah Anno 1969 mit seinem Meisterwerk “The Wild Bunch”. Obgleich der Film exzessive Gewalt zeigt, wird er heutzutage als einer der besten Filme aller Zeiten angesehen. Auch die im Jahre 1973 und 1974 entstandenen Produktionen “Pat Garrett and Billy the Kid” und “Bring Me the Head of Alfredo Garcia” (deutsch: Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia) wurden als Meisterwerke angesehen und machten Sam Peckinpah zu einem der bekanntesten Köpfe des “Neuen Hollywoods”.

Leider schaffte es Sam Peckinpah in den folgenden Jahren kaum noch, an seine alten Erfolge anzuknüpfen. Sein Konsum an Drogen und Alkohol stieg stetig und machte es für den Regisseur fast unmöglich, neue Filmideen umzusetzen. Schlussendlich starb Sam Peckinpah am 28. Dezember 1984 im Alter von nur 59 Jahren an einen Schlaganfall.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

19. Februar 2018 – President’s Day

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Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Heimseitenbesucher,

heute wird in den Vereinigten Staaten von Amerika ein immens wichtiger Feiertag begangen. Die freiheitsliebenden Bürger feiern den 286. Geburtstag des Gründers der Nation. Wie jedes Kind weiss, war George Washington ein hervorragender Staatsmann, der es schaffte, die zerstrittenen Kolonien unter einen Hut zu bringen und den garstigen Besatzern aus dem fernen Europa die Stirn zu bieten.

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Portrait of George Washington, Gilbert Stuart

Washington erblickte am 22. Februar 1732 das Licht der Welt und wuchs auf einer beschaulichen Plantage in Virginia auf. Seine Eltern Augustine und Mary stammten aus England und verdienten sich ihren Lebensunterhalt mit dem Anbau von Obst und Getreide. Da die Familie über ein beachtliches Vermögen verfügte, war es ihr möglich, den kleinen George auf eine Schule in Williamsburg, VA zu schicken. Der Bube übte sich in Mathematik und fand mit 17 Jahren eine Anstellung als Vermesser im Shenandoah Tal, wo es ihm gelang, sich wichtige Grundkenntnisse in der Menschenführung anzueignen.

Der stellvertretende Gouverneur von Virginia, Robert Dinwiddie, betraute Washington im Jahre 1753 mit der Aufgabe, die Franzosen, die westlich der Allegheny Mountains zwei Stellungen errichtet hatten, zu vertreiben. Daraufhin zog Washington mit einer Miliz aus Freiwilligen in die Schlacht. Ein Jahr später quittierte er den Dienst und trat den englischen Streitkräften bei, um die Westgrenze Virginias gegen einbrechende Feinde zu verteidigen. Während dieser Zeit hatte er ausserdem den Vorsitz der staatlichen Bürgerversammlung inne und erkannte, dass das englische Königshaus den Amerikanern viel zu hohe Steuern abverlangte. Um diesen Missstand abzuschaffen, schloss er sich der Unabhängigkeitsbewegung an und machte es sich zur Lebensaufgabe, für Freiheit und Gerechtigkeit auf dem nordamerikanischen Kontinent einzutreten.

Bei Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges wurde Washington zum Befehlshaber der amerikanischen Armee befördert. Ein erster Sieg gegen die Briten gelang ihm im Dezember 1776 bei Trenton, NJ. Am 19.Oktober 1781 konnte seine Kolonialarmee mit Unterstützung französischer und hessischer Truppen die Engländer in der Schlacht von Yorktown, VA entscheidend schwächen und zur Kapitulation zwingen – das ist

Der schlaue Mann trug in der Folgezeit wesentlich dazu bei, dass eine neue Verfassung ratifiziert und ein unabhängiges Parlament zusammengestellt wurde. Er wurde als erster Präsident vereidigt und trat dafür ein, dass ehemalige Mitstreiter wie Thomas Jefferson und Alexander Hamilton wichtige Posten einnahmen. George Washington regierte das Land von 1789 bis 1797 und zog sich dann aus der aktiven Politik zurück, um seinen Lebensabend auf dem Landgut Mount Vernon in Virginia zu verbringen.

Nach seinem Tod im Jahre 1799 wurde Mount Vernon zur nationalen Gedenkstätte ausgebaut und lockt Jahr für Jahr Hunderttausende Touristen aus allen Teilen der Welt an.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Presidents Day
Reinhard Pfaffenberg

26. Januar 2016 – Die Opfer des Nationalsozialismus

Bundesarchiv B 285 Bild-04413, KZ Auschwitz, Einfahrt

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 1996 wird alljährlich am 27. Januar der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Der in Deutschland gesetzlich verankerte Gedenktag wurde vom ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog initiiert und soll an die Menschen erinnern, die während des dritten Reichs verletzt, verfolgt oder sogar getötet wurden.

Roman Herzog erinnerte während einer Rede am 3. Januar 1996 an die Vernichtungslager der Nazis und rief die Deutschen auf, dass die Erinnerung an die Schreckenstaten nicht enden dürfe. Auch zukünftige Generationen müssen wachsam sein und dürfen die Opfer der Nationalsozialisten und deren Helfer nicht vergessen – wie wahr.

Obgleich sich eine genaue Statistik der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft kaum erstellen lässt, gehen angesehene Forscher davon aus, dass es auf deutschem Boden mindestens 13 Millionen Tote zu beklagen gab. Diese Zahl setzt sich folgendermassen zusammen:

  • 6 Millionen Juden
  • 3,3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen
  • 2,5 Millionen christlichen Polen
  • 100.000 Zwangsarbeitern aus der Sowjetunion
  • 500.000 in Arbeitslagern und Konzentrationslagern umgekommenen Jugoslawen
  • 100.000 tschechoslowakischen Zivilisten
  • 80.000 ums Leben gekommenen nichtjüdischen Deportierten aus den nord- und westeuropäischen Staaten
  • 220.000 Zigeuner
  • 100.000 Geisteskranke und Behinderte

Darüber hinaus verloren infolge des Krieges 17 Millionen Soldaten ihr Leben. Auf deutscher Seite werden die Toten und Vermissten der Wehrmacht mit etwa 4,2 Millionen beziffert.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

16. Januar 2018 – Der Massenmörder Albert Fish

pfaffenbergkl

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute möchte ich über den aus Washington DC stammenden Massenmörder Albert Fish berichten.

Herr Fish erblickte am 19. Mai 1870 in der amerikanischen Hauptstadt das Licht der Welt. Seine geistig minderbemittelten Eltern kümmerten sich kaum um den kleinen Albert und so wurde er im Alter von 10 Jahren in ein Kinderheim abgeschoben. Dort wurde er von den Pflegern gequält und möglicherweise auch sexuell missbraucht – wie schrecklich.

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“Albert Fish” Lizenziert unter PD-alt-100

Obgleich er früh heiratete und sechs Kinder in die Welt setzte, fühlte sich Herr Fish zu Männern hingezogen. Er verkehrte in der Homosexuellenszene von Washington DC und beging als Vierzigjähriger seinen ersten Mord. Bis zum Jahre 1928 ermordete er weitere Männer und suchte auch die Nähe zu Jugendlichen. Am 28. Mai 1928 entführte er die 10jährige Grace Budd und brachte sie auf eine verlassene Farm in der 90.000 Einwohner zählenden Gemeinde Greenburgh im Bundesstaat New York. Dort ermordete er das Mädchen auf bestialische Weise.

Sechs Jahre später schrieb er an die Mutter des Mordopfers einen Brief und konnte von der Polizei überführt werden. In Verhören gab Fish zu, die kleine Grace überwältigt und sie letztendlich enthauptet zu haben. Darüber hinaus erklärte er den staunenden Polizisten, abgetrennte Körperteile gekocht und sie über mehrere Tage als Mahlzeit verspeist zu haben – wie unlöblich.

1935 wurde Albert Fish vor Gericht gestellt.
Der Richter verurteilte den Massenmörder zur Todesstrafe auf dem elektrischen Stuhl. Der Fish war begeistert und gab kurz vor der Vollstreckung zu Protokoll, dass “er hocherfreut sei, den einzigen Schauer, den er noch nicht ausgekostet habe, zu erleben”.

Albert Fish wurde am 16. Januar 1928 in der Sing-Sing Strafvollzugsanstalt in Ossining, NY hingerichtet. In Folge dessen wurde in den Vereinigten Staaten eine rege Diskussion über den Umgang mit verhaltensgestörten Verbrechern geführt. Besonders die Mitglieder der “American Eugenics Society” vertraten die Meinung, dass man Meuchelmörder ohne Gerichtsverfahren hinrichten sollte.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

15. Januar 2018 – Martin Luther King Jr.’s Day

pfaffenbergkl

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Heimseitenbesucher,

aufgrund des heutigen Feiertags – dem Martin Luther King jr. Day – ist es mir eine Ehre, aus dem spannenden Leben des Baptistenpastors und Bürgerrechtlers zu erzählen. Herr King wurde am 15. Januar 1929 in Atlanta, Georgia geboren und trat schon in frühester Jugend als Kämpfer gegen soziale Unterdrückung in Erscheinung. Er propagierte den sogenannten “Zivilen Ungehorsam” und rief die schwarze Bevölkerung auf, friedlich gegen die vorherrschende Rassentrennung vorzugehen.

Die “Civil Rights Movement” (löblich: Bürgerrechtsbewegung) entwickelte sich bald zu einer Massenbewegung und brachte ein Umdenken innerhalb der Gesellschaft.

mlk

Herrn Martin Luther King jr. war es zu verdanken, dass Schwarze in Gaststätten einkehren und ein schmackhaftes Mittagessen verzehren konnten. Kurz nach der Ermordung des beliebten Präsidenten John Fitzgerald Kennedy sorgte dessen Nachfolger, Lyndon B. Johnson, dafür, die Bürgerrechte der schwarzen Bevölkerung anzuerkennen und die Rassentrennung mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Martin Luther King wurde für sein Wirken im Jahre 1964 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Leider wurde der Politiker vier Jahre später bei einer Rede auf dem Balkon des “Lorraine Motels” in Memphis, TN niedergeschossen.

Zu seinen Ehren wurde erstmals am 20. Januar 1986 ein Gedenktag in wenigen Bundesstaaten begangen. Seit dem Jahr 2000 ist der “Martin Luther King jr. Day” ein landesweiter Feiertag, der jährlich am dritten Montag am Januar gefeiert wird. Traditionell versammeln sich Mitglieder der Gewerkschaften und Sozialkassen in den amerikanischen Innenstädten, um dort zu feiern. Ausserdem finden in vielen Gemeindesälen Ausstellungen zur Bürgerrechtsbewegung statt – wie aufregend.

Ich wünsche ihnen einen gesegneten Feiertag
Reinhard Pfaffenberg