12. Juli 2017 – George Eastman

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Sehr geehrte Damen und Herren,

just heute vor 163 Jahren – am 12. Juli 1854 – erblickte George Eastman in der Kleinstadt Waterville im Bundesstaat New York das Licht der Welt. Weil der Bube schon in jungen Jahren zum Broterwerb der Familie beitragen musste, verlies er bald die Schule, um als Bürobote zu arbeiten. Ausserdem schrieb er es sich auf die Fahnen, Abendkurse an einer Handelsschule zu besuchen und zu Hause schlaue Bücher zu wälzen.

Der begeisterte Bastler gründete mit 26 Jahren eine eigene Firma und spezialisierte sich auf die Herstellung von fotografischen Trockenplatten. Im Laufe der kommenden Jahren wuchs seine Firma kontinuierlich und Herrn Eastman war es möglich, unzählige Patente anzumelden. Anno 1888 stellte die „Eastman Dry Plate and Film Company“ die erste massentaugliche Kamera unter dem Markennamen „Kodak“ vor. Die legendäre „Kodak Nr. 1“ war mit einem einfachen Sektorenverschluss ausgestattet und brannte Lichtstrahlen auf einen Rollfilm.

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George Eastman

Im Jahre 1889 wurde die Firma „Eastman Dry Plate and Film Company“ in „Eastman Kodak“ umbenannt. Das Unternehmen öffnete sich immer mehr dem Massenmarkt und baute erschwingliche Kameras, die auch von Freizeit-Photografen in ausgewählten Geschäften gekauft werden konnten. Ferner war es den Kunden möglich, die Filme in Fotogeschäften entwickeln und jederzeit Abzüge von Schnappschüssen herstellen zu lassen – wie aufregend.

Darüber hinaus trat George Eastman auch als Mäzen für Kunst, Kultur und Wissenschaft in Erscheinung. Er spendete viel Geld an Universitäten und tat sich ausserdem als grosser Sozialreformer hervor. Unter anderem war die „Eastman Kodak Company“ die erste Firma auf amerikanischem Boden, die ihren Mitarbeitern eine Alters- und Arbeitsunfähigkeitsrente anbot.

Anfang der 1930er Jahre erkrankte der gute Mann schwer und zog es vor, in seinem Wohnhaus in Rochester, NY Selbstmord zu begehen.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg

13. Juni 2017 – Marquis de La Fayette

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Sehr geehrte Damen und Herren,

wie jedes Kind weiss, brach Anno 1775 der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg aus. Die dreizehn Kolonien der neuen Welt erklärten sich von der britischen Kolonialmacht unabhängig und führten ab dem 19. April des Jahres 1775 erste Scharmützel mit den britischen Truppen. Obgleich die Lage der 2,5 Millionen Siedler zu dieser Zeit ungünstig war, schafften es die Milizen, der britischen Krone prompt herbe Verluste beizubringen.

Just heute vor 240 Jahren – am 13. Juni 1777 – erklärte sich der aus Chavaniac in Frankreich stammende Marquis de La Fayette bereit, an der Seite der neuen Siedler zu kämpfen. Der gute Mann diente von 1771 bis 1776 in der französischen Armee und entschloss sich kurz nach Ausbruch des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, sein Heimatland zu verlassen, um für Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Schlussendlich segelte er mit seiner Fregatte „Hermione“ nach Amerika und erreichte am 13. Juni 1777 nördlichen von Charleston, SC die neue Welt. Der Marquis gab sich der Kontinentalarmee als Verbündeter zu erkennen und wurde am 31. Juni zum Generalmajor der Kontinentalarmee ernannt.

In Folge dessen verbündete sich auch Frankreich mit den Vereinigten Staaten und zog gegen Grossbritannien in den Krieg. Zeitgleich kehrte La Fayette nach Frankreich zurück, um Geld zu beschaffen und den Virginia Feldzug vorzubereiten. Als der blutige Krieg am 3. September 1783 zu Ende ging, wurde La Fayette landesweit als grosser Kriegsheld gefeiert – wie schön.

La Fayette sagte:

„Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten“

Der Marquis de La Fayette segelte jedoch in seine Heimat zurück und schrieb es sich auf die Fahnen, auch in seinem Heimatland für Freiheit und Demokratie einzutreten. Unter anderem brachte er in die Nationalversammlung eine Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte nach amerikanischen Vorbild ein.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

8. Juni 2017 – Andrew Jackson

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Sehr geehrter Tagebuchleser,

just heute vor 172 Jahren starb der siebte Präsident der Vereinigten Staaten und Gründer der Demokratischen Partei an Herzversagen.

Andrew Jackson wuchs in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in einfachsten Verhältnissen in North Carolina auf. Erstmals trat er im Britisch-Amerikanischen Krieg des Jahres 1812 als militärischer Befehlshaber in Erscheinung. Anno 1824 kandidierte er für das Präsidentenamt und erreichte die Stimmenmehrheit. Leider schaffte es der Staatsmann nicht, die absolute Mehrheit im Repräsentantenhaus zu bekommen und musste John Quincy Adams das höchste Amt des Landes überlassen. Bis 1828 widmete er sich dem Aufbau der neugegründeten Demokratischen Partei der USA. Er scharte viele Unterstützer um sich und konnte am 4. März 1829 als John Quincy Adams Nachfolger ins Weisse Haus einziehen und Geschichte schreiben.

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Das Zeichen der Demokratischen Partei

Unter seine Regierungszeit fiel ein weitreichender ökonomischer Wandel.
Andrew Jackson liess Strassen bauen und schrieb es sich auf die Fahnen, die Schifffahrt sowie die Eisenbahn zu fördern. Darüber hinaus liess er die Armee nach Florida einmarschieren und die dort lebenden Seminolen Indianer vertreiben. Ferner wurde im Jahre 1830 auch der sogenannte „Indian Removal Act“ ins Leben gerufen, der es der Armee ermöglichte, aufmüpfige Indianer aus den Bundesstaaten östlich des Mississippi River auszuweisen.

Andrew Jackson legte sich auch mit der Nationalbank an und sorgte dafür, dass die „Bank of the United States“ zerschlagen und die Goldreserven des Bundes auf diverse Banken der amerikanischen Bundesstaaten verteilt wurden. Dies hatte zur Folge, dass Bankhäuser den verarmten Landwirten günstigere Kredite anbieten konnten – wie schön.

Letztendlich entschloss sich Andrew Jackson im Jahre 1836, auf eine erneute Wiederwahl für eine dritte Amtszeit zu verzichten. Der gute Mann zog sich nach Tennessee zurück und blieb bis zu seinem Tod im Jahre 1845 ein wichtiger Stützpfeiler innerhalb der Demokratischen Partei. Unter anderem regte er an, Texas im Jahre 1845 als 28. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufzunehmen – da kommt besonders grosse Freude auf.

Andrew Jackson war der erste Präsident, der aus einfachen Verhältnissen stammte und keine tragende Rolle beim amerikanischen Unabhängigkeitskrieg inne hatte. Noch heute wird er für seine Verdienste für die arme Bevölkerung verehrt und von allen hochgeschätzt.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

29. Mai 2017 – Memorial Day

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Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Tagebuchleser/innen,

weil heute in den Vereinigten Staaten von Amerika der „Memorial Day“ begangen wird, habe ich mich entschlossen, keinen Tagebucheintrag zu verfassen, sondern über den wichtigen Feiertag zu berichten.

Wie jedes Kind weiss, steht dieser Feiertag im Zeichen der im Krieg für Heimat und Vaterland gefallenen Soldaten. Im Jahre 1971 wurde der Memorial Day von Präsident Richard Nixon zu einem nationalen Feiertag erklärt. In allen amerikanischen Städten werden bei Feierlichkeiten all der Männer und Frauen gedacht, die im Kampf für die Freiheit gefallen oder im Dienste für das Vaterland umgekommen sind. Traditionell wird auf Friedhöfen und nationalen Gedenkstätten in allen Teilen des Landes die amerikanische Flagge auf Halbmast gehisst.

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Land of the Free, Home of the Brave

Ferner läutet der Memorial Day die „Summer Holidays“ (löblich: Sommerferien) ein. Viele Menschen krusen mit Wohnmobilen oder schicken Autos quer durch die USA, um Verwandte zu besuchen und/oder die Schönheit des Landes zu bewundern – das ist Romantik pur.

Ich werde den „Memorial Day“ zum Anlass nehmen, um mit Prof. Edelbert Kuhn, Georg und Maria Pfaffenberg sowie Frau Pontecorvo einen Veteranenumzug in der Nachbargemeinde Fort Myers, FL zu besuchen. Wir werden die Möglichkeit haben, an einer farbenfrohen Parade teilzunehmen und Uniformen aus dem zweiten Weltkrieg zu bewundern – wie aufregend.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

25. Mai 2017 – Christi Himmelfahrt (Ascension Day)

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Sehr verehrte Damen und Herren,

nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird heute das Hochfest der Himmelfahrt des Herren gefeiert. Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie in Kanada sind die Christen aufgerufen, anlässlich des „Ascension Day“ die Gotteshäuser zu besuchen.

Wie jedes Kind weiss, wird Christi Himmelfahrt laut der Apostelgeschichte stets am 40. Tag des Osterfestkreises begangen. Im Lukasevangelium ist zu lesen, dass sich der Heiland während der vierzig Tage nach seiner Auferstehung mehrmals seinen Jüngern gezeigt hat und erst dann in den Himmel aufgestiegen ist. Darüber hinaus sind die neun Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten die Zeit, in der besonders um die Herabkunft des heiligen Geistes gebeten wird – wie schön.

In Deutschland wird heute ausserdem Vatertag gefeiert.
Millionen betrunkene Väter werden den Feiertag ausnutzen, um sich auf ihre klapprigen Fahrräder zu schwingen und grölend ins Grüne zu radeln. Selbstverständlich gibt es diesen Unsinn in den USA und Kanada nicht. Stattdessen wird der sogenannte „Father’s Day“ am dritten Sonntag im Juli gefeiert.

Weil ich an Gott glaube, werde ich den Ascension Day nutzen, um gemeinsam mit Prof. Kuhn und Frau Pontecorvo die Kirche zu besuchen – da kommt besonders grosse Freude auf.

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen einen gesegneten Christi Himmelfahrtstag
Reinhard Pfaffenberg