25. und 26. März 2017 – Sommerzeit

Hallo Leute,

heute müssen wir um 2:00 Uhr aufstehen und die Uhren um 1 Stunde vorstellen!
Während mein Vermieter seine ROLEX bereits am 12. März umstellen durfte, beginnt in Deutschland die Sommerzeit erst am 26. März.


Sommerzeit

Ich habe mich im Internet schlau gemacht und erfahren, dass die Zeitumstellung auf den amerikanischen Gelehrten Benjamin Franklin zurückgeht. Dieser schrieb im Jahre 1784 im „Journal de Paris“, dass das ausgedehnte Nachtleben Energie vergeude. Schon damals schlug der Erfinder vor, mit den Hühnern ins Bett zu gehen und früh aufzustehen. Die Idee einer staatlich verordneten Sommerzeit kam dann im 20. Jahrhundert auf. Erstmals wurde während des ersten Weltkriegs eine Zeitumstellung durchgeführt. Dadurch versprach man sich Energieeinsparungen bei der künstlichen Beleuchtung an langen Sommerabenden. Natürlich waren die Vorreiter wieder einmal die Deutschen sowie die Monarchen von Österreich-Ungarn. Wenig später sprangen auch andere europäische Staaten auf diesen Zug auf und stellten zwei Mal im Jahr die Uhren auf die Sommer- bzw. die Winterzeit um.

Mittlerweile haben angesehene Mediziner jedoch herausgefunden, dass die Zeitumstellung negative Auswirkungen auf den Biorhythmus vieler Menschen, Haustiere sowie Nutztiere haben kann. Deswegen setzen sich viele Politiker dafür ein, die Zeitumstellung fallen zu lassen 🙂

Ansonsten ist während der Woche nichts spannendes passiert.
Ich habe jeden Tag im Kreisverwaltungsreferat geschuftet und durfte von Dienstag bis Donnerstag Herrn Löschnik von VORWERK im Pensionszimmer beherbergen. Ausserdem habe ich mir die neue NINTENDO SWITCH Spielkonsole zugelegt und bin nun fleissig am „ZELDA – BREATH OF THE WILD“ zocken 🙂

Okidoki, nun möchte ich euch eine tolle Woche mit viel Sonnenschein wünschen.
Eure Sandra

18. und 19. März 2017 – Gloria von Rudniks Geburtstag

Hallo Freunde der Nacht,

am Donnerstag war in unserer Stadt einiges Geboten.
Gräfin Gloria von Rudnik feierte nämlich auf Schloss Baienbach ein rauschendes Geburtstagsfest und hatte viele Gäste aus Film, Funk, Politik und Fernsehen zu Gast 🙂


Schloss Baienbach

Auch ein Grossaufgebot der Polizei war vor Ort und musste den Verkehr regeln. Ab 16 Uhr fuhren im Minutentakt dicke Mercedesse, BMWs und andere Luxusschlitten auf das Anwesen der blaublütigen Dame. Ausserdem gab es kurz nach 22 Uhr ein grosses Feuerwerk mit Live-Musik. Mein Vermieter hat übrigens auch in der alten Heimat angerufen und Gräfin Gloria alles Gute zu ihrem 82. Geburtstag gewünscht. Reinhard hat während des Telefonats herausgebracht, dass Frau Gloria demnächst nach Saint Tropez fliegen wird, um an der Côte d’Azur etwas auszuspannen 🙂


Gräfin Gloria ist steinreich

Von solchem Luxus kann der Normalverdiener nur träumen.
Während ich im Kreisverwaltungsreferat Akten schleppe und doofe Daten in meinen Computer eintippe, lebt Gräfin Gloria auf Kosten des Steuerzahlers. Letztens habe ich in der Zeitung gelesen, dass das Schloss Baienbach alleine im vergangenem Jahr knapp 1,5 Millionen € an Instandhaltungskosten verschlungen hat. Zudem wird der wunderschöne Schlossgarten – der übrigens nicht für die Allgemeinheit zugänglich ist – jährlich von der EU mit 300.000 € bezuschusst ^^

Nach einer harten Arbeitswoche freue ich mich jetzt richtig auf das Wochenende. Draussen ist es angenehm warm und ich werde Morgen mit Cousin Bernd und Mitbewohnerin Bärbel im Münchner „MVG Museum“ die Verbrauchermesse „Heldenmarkt“ besuchen. Unter dem Motto „Egal war gestern!“ wird über nachhaltigen Konsum in der Weltstadt mit Herz informiert. Auf dem Heldenmarkt hat man auch die Möglichkeit, Lebensmittel zu probieren und natürlich auch einzukaufen.

Okidoki, jetzt steht aber Kino auf dem Plan.
Ich wünsche euch eine tolle Woche und würde mich freuen, wenn wir uns am kommenden Samstag wieder lesen könnten.

Eure Sandra

11. und 12. März 2017 – Blackberry Smoke

Hallo Leute,

die Country-Rocker von „Blackberry Smoke“ sind derzeit auf grosser Welttournee und machen morgen – am 12. März 2017 – in München Station. Ihr letzter Longplayer „Like an Arrow“ wurde in den Vereinigten Staaten auf Platz 1 der „Billboard Rock & Metal Album“ Charts gelistet und war ein sensationeller Erfolg. Auch in Deutschland landete die aus Atlanta, GA stammende Formation einen Achtungserfolg. „Like an Arrow“ schaffte es hierzulande immerhin auf Platz 31 der sogenannten „GfK Entertainment Charts“ 🙂

Wer auf Rockmusik steht, kennt Blackberry Smoke natürlich.
Die Band wurde im Jahre 2000 in Atlanta gegründet. Charlie Starr, Paul Jackson, Brandon Still, Richard und Britt Turner haben sich seitdem dem klassischen Southern-Hard-Rock verschrien. Ich kenne die Band seit knapp 5 Jahren und würde mich als grossen Fan bezeichnen. Ihre letzten Werke „The Whippoorwill“ (2012), „Holding All The Roses“ (2015) und „Like an Arrow“ liefen in meinem CD-Player für viele Wochen rauf und runter 🙂

Bevor ich mit Cousin Bernd und Mitbewohnerin Bärbel nach München fahre, werde ich mich im Garten nützlich machen. Unter anderem muss ich den Dreck aus dem Rasen rechen, die Terrasse kehren und die verfaulten Gewächse aus dem grossen Pflanztopf entsorgen. Wie ihr seht, hat man als Mieterin eines grossen Hauses immer etwas zu tun.

Heute ist erstmal chillen angesagt.
Ausserdem werde ich wie fast an jedem Samstag mit Reinhard skypen und mir Geschichten aus Florida anhören. Ich hoffe, ihr habt auch ein schönes Wochenende 😉

Eure Sandra

9. März 2017 – Eine Grillfeier am Wochenende

08.00 Uhr Beschwingt durch stimmungsvolle Alan Jackson Musik hüpfe ich aus dem Bett und reibe mir den Schlaf aus den Augen. Im Anschluss ertüchtige ich mich auf der Terrasse und bemerke, dass mittlerweile die ersten Radieschentriebe aus dem Gemüsebeet schiessen – wie aufregend.
08.30 Uhr Während ich ein Rad schlage, gesellt sich Herr Booth an die Grundstücksgrenze und wünscht mir einen guten Tag. Ich erwidere den Gruss und lasse den hochdekorierten Kriegsveteran wissen, dass ich auch in diesem Jahr lustige Radieschen ernten werde. Mein Nachbar blickt skeptisch drein und erinnert daran, dass am kommenden Sonntag die Uhren umgestellt werden – das soll mir auch Recht sein.


Bald werde ich Radieschen ernten

09.00 Uhr Während meine eingerosteten Knochen vom Sprudelwasser umspült werden, navigiere ich mit dem iPad durch das WINN DIXIE Internetzangebot und erfahre, dass bis zum Wochenende Spare Rips besonders günstig zu haben sind. Ich mache grosse Augen und lasse es mir nicht nehmen, bei Edelbert anzurufen und ihn zu einer Grillfeier am morgigen Abend einzuladen. Mein Bekannter schnalzt mit der Zunge und animiert mich, auch Frau Pontecorvo über die Feierlichkeit in Kenntnis zu setzen.
09.30 Uhr Nach sechzig Minuten steige ich aus der Wanne und nehme in Gesellschaft meines Haustieres die wichtigste Mahlzeit des Tages ein. Unterdessen verrate ich Dixon, dass wir morgen Gäste im Willoughby Drive empfangen und leckeres Grillfleisch fressen werden – das wird phantastisch.
10.15 Uhr Kurz nach dem Zehnuhrläuten scheuche ich den Rüden zum Auto und helfe ihm als vorbildlicher Tierhalter auf die Ladefläche des Chevrolets. Anschliessend presche ich mit quietschenden Pneus von dannen und steuere die fünf Meilen entfernte Markthalle an.


Hund Dixon muss im Auto warten

10.45 Uhr Am Ziel angekommen, lasse ich den Motor laufen und erkläre Dixon, dass er während meiner Abwesenheit brav im Auto warten muss. Danach laufe ich zielstrebig in den klimatisierten Flachbau und bitte eine übergewichtige Fleischfachverkäuferin, sechs Pfund Spare Rips sowie luftgetrocknete Salami aus Italien in eine umweltfreundliche Plastiktüte zu verfrachten – schon jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen.
11.15 Uhr Wenig später zwänge ich mich wieder auf den Fahrersitz des PS-strotzenden SUVs und registriere, dass mein Magen laut knurrt. Um nicht vom Fleisch zu fallen, kruse ich als nächstes zur „Bob Evans“ Gaststätte am Northbrooke Drive, um mir ein opulentes Mittagessen zu gönnen. Eine platinblonde Kellnerin mit stattlicher Oberweite heisst mich herzlich Willkommen und zögert nicht, mir einen vitaminreichen „Farm Burger“ (löblich: Bauernhof Semmel) mit Kartoffelstäben und Salat vorzusetzen – das schmeckt.
12.00 Uhr Redlichst gestärkt bezahle ich die Rechung in Bar und trete zu prima WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Radioklängen die Heimreise an. Ich beschleunige das Auto auf schwindelerregende 35 Meilen pro Stunde und kann es kaum noch erwarten, am Nachmittag eine ruhige Kugel in der kleinen Villa zu schieben.
12.30 Uhr Zurück im Willoughby Drive, falle ich erschöpft aufs Sofa und lege die Beine hoch. Nach wenigen Sekunden döse ich ein und träume von der anstehenden Grillfeier im Kreise meiner Bekannten.


Mein Zuhause unter Palmen

13.30 Uhr Ich öffne die Augen und verspüre wegen der grossen Hitze wenig Lust, die Anschnurseelsorge zu erledigen. Stattdessen hole ich eine Flasche Bier aus dem Eiskasten und setze mich vor die Glotze, um etwas fernzusehen. Unter anderem verfolge ich auf PBS einer aufschlussreichen Dokumentation über den blutigen Pazifikkrieg und lerne, dass just heute vor 72 Jahren der schwerste konventionelle Bombenangriff aller Zeiten stattfand. Ich staune nicht schlecht und vernehme, dass unzählige amerikanische B-29 Bomber die japanische Hauptstadt Tokio in Schutt und Asche bombten und rund 100.000 Menschen töteten – das ist ja allerhand.
14.30 Uhr Weil Dixon aus dem Fiepen gar nicht mehr herauskommt, betätige ich den „OFF“ (löblich: AUS) Knopf auf der Fernbedienung und breche mit meinem tierischen Mitbewohner zu einem Spaziergang auf. Bei annähernd 90°F (32°C) schlendern wir zum „La Playa“ Golfplatz und halten im hohen Gras nach Golfbällen Ausschau. Der Vierbeiner ist ganz aus dem Häuschen und freut sich, als uns plötzlich Frau Crane mit Nachbarshund Joey begegnet. Wie es sich gehört, tratsche ich angeregt mit der ehemaligen Olympiateilnehmerin und merke an, dass das heisse Wetter sogar den stärksten Rentner aus der Bahn wirft. Die Gute gibt mir Recht und vertellt, dass es am Wochenende noch heisser werden soll – wie unlöblich.


Am Wochenende wird gegrillt

15.30 Uhr Endlich bin ich wieder daheim und kann meine staubtrockne Kehle mit einer weiteren Hopfenkaltschale durchspülen. Unterdessen mache ich mir eigene Gedanken bezüglich der anstehenden Grillfeier und mache es mir zur Aufgabe, Frau Pontecorvo einen Besuch abzustatten. Die kleine Frau lotst mich zuvorkommend in die gute Stube und lässt es sich nicht nehmen, mich zu brühfrischem Bohnenkaffee und Kuchen einzuladen.
16.00 Uhr Während wir romantischer Michael Bolton Musik lauschen und Käsekuchen verzehren, komme ich auf morgen zu sprechen und bitte Frau Pontecorvo, zur Feier des Tages einen Nudelsalat beizusteuern. Meine Nachbarin nickt eifrig und sichert zu, auch ein Fläschchen Schaumwein aus dem Hause Louis Roederer zu spendieren – wie schön.
17.00 Uhr Nachdem ich mich von Frau Pontecorvo redlichst verabschiedet habe, kehre ich in mein bescheidenes Haus zurück und mache mich in der Küche nützlich. Ich verfrachte eine Thunfischpizza in den Backofen und zaubere dazu einen lustigen Karottensalat mit perfekt aufgeschnittenen Zwiebelringen und einer herzhaften Joghurtsauce – das schmeckt.

18.00 Uhr Nach dem Abendessen gehe ich zum gemütlichen Teil des Tages über und informiere mich auf FOX über die Geschehnisse in der Welt.
19.00 Uhr Um etwas Abwechslung zu bekommen, wechsle ich auf den Film- und Serienkanal HBO, um mir das preisgekrönte Drama „Captain Fantastic“ anzuschauen. Das Meisterwerk des jungen Filmschaffenden Matt Ross erzählt aus dem Leben eines Familienvaters, der zusammen mit seiner Ehefrau und den fünf Kindern in den düsteren Wäldern der amerikanischen Nordwestküste lebt – wie aufregend.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Spitzenunterhaltung beende ich den Fernsehabend und lösche sämtliche Lichter. Anschliessend streichle ich Dixon über den Kopf und lege mich schlafen. Gute Nacht.

4. und 5. März 2017 – Nach dem Fasching …

Hallo Leute,

die Faschingswoche war ziemlich stressig!
Besonders am Montag und am Dienstag war an Arbeit im Kreisverwaltungsreferat nicht zu denken. Ständig kamen irgendwelche Kollegen ins Büro, um mit Luftschlangen zu werfen oder Faschingskrapfen zu spendieren. Alleine am Montag musste ich sieben Krapfen (einer war sogar mit Senf gefüllt) und eine Nussschnecke verdrücken 🙂

Am Dienstag ging es nach Arbeitsschluss zur Fussgängerzone, wo unter dem Motto „München narrisch“ ausgelassen gefeiert und gebechert wurde. Danach habe ich mich mit Mitbewohnerin Bärbel und Freundin Marlene im Löwenbräukeller zum Faschingsausklang getroffen. Die „Schabernackt“ Party wurde in den Münchner Boulevardblättern als „frivol und freizügig“ beworben, aber das freizügigste waren die Go-Go-Girls, die ab 22 Uhr die Hüllen fallen liessen 😉

Nur gut, dass ich am Aschermittwoch Urlaub hatte und nicht im KVR antanzen musste.
Ich habe den Mittwoch besinnlich auf dem Sofa verbracht, Tee getrunken und fernsehgeschaut. Ausserdem hat Reinhard angerufen und ich musste ihm Rede und Antwort zum Münchner Faschingstreiben stehen. Natürlich habe ich nicht verraten, dass ich den „Schabernackt“ Faschingsball besucht habe 🙂

Jetzt muss ich aber los und Cousin Bernd im Kino treffen. Wir wollen uns die neue M. Night Shyamalan Verfilmung „Split“ ansehen und uns gruseln. Der neue Film des aus Indien stammenden Filmemachers handelt von drei Freundinnen, die nach einem Shopping-Ausflug entführt werden und sich im Kellerverlies ihres Peinigers wiederfinden…

Ich wünsche euch allen eine tolle und abwechslungsreiche Woche !!!
Eure Sandra