20. März 2019 – Defekte Klimaanlage

08.00 Uhr Ich öffne die Augen und stelle mit grosser Sorge fest, dass aus den Schlitzen der Klimaanlage nur noch lauwarme Luft strömt. Völlig entnervt werfe ich die Bettdecke beiseite und schicke mich an, die LED Anzeige der Zentralsteuerung in Augenschein zu nehmen. Mit flinken Fingern drücke ich auf mehrere Knöpfe und erkenne, dass die Anlage einen Fehler anzeigt – wie eigenartig.
08.30 Uhr Nachdem ich erfolglos einen Neustart durchgeführt habe, kehre ich kopfschüttelnd in die gute Stube zurück und ringe mich dazu durch, im Internetz nach einer Fachfirma zu suchen. Alsbald tippe ich die Rufnummer eines Unternehmens namens “Conditioned Air” in die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) ein und erkläre dem Fräulein am anderen Ende der Leitung, dass ich Hilfe benötige. Natürlich schildere ich die Sachlage in allen Einzelheiten und merke an, dass die Quecksilberanzeige des Innenthermometers mittlerweile auf 75°F (24°C) angestiegen ist. Die Dame notiert sich prompt meine Adresse und verspricht, dass in spätestens 2 Stunden ein Experte vor Ort sein und die Klimaanlage auf Herz und Nieren überprüfen wird – wie beruhigend.


Meine praktische Schwarzbeere

09.00 Uhr Um die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken, begebe ich mich ins Bad und lasse die Seele bei einem Wirbelbad baumeln. Zudem kontaktiere ich Prof. Kuhn und lasse ihn wissen, dass meine Klimaanlage ausgefallen ist. Edelbert kommt aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und legt mir nahe, ein kleines Vermögen in ein neues Kühlungssystem zu investieren. Ich seufze laut und erinnere daran, dass ich ein armer Schlucker bin, der mit einer mickrigen Rente seinen Lebensunterhalt bestreiten muss – was muss ich denn noch alles ertragen.
09.45 Uhr Kurz vor dem Zehnuhrläuten beende ich den Badespass und schlüpfe in legere Freizeitkleidung. Anschliessend brühe ich Kaffee auf und vergesse auch nicht, dem hechelnden Haustier frisches H²O vorzusetzen.
10.15 Uhr Just als ich kraftvoll in ein reichbelegtes Sandwich (unlöblich: Wurstbrot) beisse, klingelt es an der Pforte und ich kann einen Heini im Blaumann begrüssen, der sich mir als Mitarbeiter der “Conditioned Air” Fachfirma vorstellt. Ich winke den Knecht augenblicklich herein und gebe ihm zu verstehen, dass mich angesichts der Hitze gleich der Schlag treffen wird. Mein Gegenüber fackelt nicht lange und bittet mich, ihm die Zentralsteuerung zu zeigen. Natürlich komme ich dem Aufruf anstandslos nach und werde Zeuge, wie der Arbeiter die Plastikabdeckung entfernt und sein mitgebrachtes Messinstrument mit der Platine verbindet – wie aufregend.
10.45 Uhr Nach nicht einmal dreissig Minuten nimmt mich der Depp beiseite und berichtet, dass der Temperaturregler defekt ist und schnellstmöglich ausgetauscht werden muss. Als ich mich nach den Kosten erkundige, winkt mein Gegenüber gelangweilt ab und meint, dass er die anfallenden Arbeiten gegen eine Servicepauschale in Höhe von 349 Dollars sofort erledigen kann – das hört man gerne.
11.30 Uhr Während der Handlanger ein Ersatzteil aus seinem Auto holt, wende ich mich erleichtert meinem tierischen Mitbewohner zu und gebe zu Protokoll, dass wir in wenigen Minuten endlich wieder kalte Luft einatmen werden. Hund Dixon freut sich und schlabbert ausgelassen Wasser aus seiner Schüssel – wie schön.


Ich bezahle mit meinem guten Namen

12.00 Uhr Nachdem ich meine Kreditkartennummer genannt und meinen Namen unter den Arbeitsbericht gesetzt habe, wünscht mir der Handlanger einen schönen Tag und unterbreitet, dass ich auf den neuen Temperaturregler 5 Jahre Garantie habe. Ich nicke eifrig und bedanke mich artig. Im Anschluss führe ich den Arbeiter nach draussen und gönne mir ein kühles Bier aus dem Eiskasten – das tut gut.
12.30 Uhr Da das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, schnippe ich mit den Fingern und erkläre dem Haustier, dass wir nun ein prima Restaurant ansteuern und dort zu Mittag essen werden. Um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln, scheuche ich den Rüden zum Auto und presche hupend in Richtung “Riverchase Plaza” davon.
13.00 Uhr Alsbald betrete ich das gutbesuchte “New York Pizza & Pasta” Gasthaus und werden von einem gestriegelten Kellner herzlich begrüsst. Der Schnösel führt mich zu einem Tisch mit Ausblick und empfiehlt, als Hauptgericht gebratenen Schnapper (unlöblich: Snapper) an Gemüse zu bestellen – papperlapapp.


Ich beisse kraftvoll zu

13.30 Uhr Während ich mir eine Thunfischpizza mit Zwiebeln munden lasse, klingelt plötzlich das Telefon und ich sehe mich genötigt, mit meinem Bruder sprechen zu müssen. Georg legt beste Laune an den Tag und berichtet, dass er schöne Stunden in Marco Island erlebt – das soll mir auch Recht sein.
14.30 Uhr Nach der schmackhaften Jause vertrete ich mir die Beine und statte dem benachbarten WALMART SUPERSTORE einen Besuch ab. Mit Dixon im Schlepptau finde ich mich schnell in der Elektronikabteilung wieder und nehme die ausgestellten Fernsehgeräte mit 4K Technik in Augenschein.
15.15 Uhr Zum Abschluss kehre ich kurzentschlossen in eine “Starbucks” Filiale ein und gönne mir einen Becher Kaffee mit Schokoladenkeksen. Um auch Dixon etwas Gutes zu tun, lasse ich ihn kurzerhand vom Backwerk abbeissen und streichle ihm über den Kopf – da kommt besonders gute Laune auf.
16.00 Uhr Endlich bin ich wieder zu Hause und ermutige Dixon, zum Teich zu rennen. Währenddessen stosse ich die Pforte zu meinem kultivierten Zuhause auf und falle fix und foxi aufs Kanapee.
17.00 Uhr Nach dem Päuschen mache ich mich in der Küche nützlich und bereite Schmetterlingsnudeln (unlöblich: Farfalle) mit Pesto zu. Zudem schnappe ich mir ein weiteres Bier aus dem Eiskasten und spüle meine staubtrockne Kehle ordentlich durch – das tut gut.
18.00 Uhr Als die leistungsstarke Geschirrspülmaschine endlich läuft, lasse ich mich in den Wohnzimmersessel fallen und folge interessiert den Abendnachrichten auf FOX.
19.00 Uhr Nachdem ich mich über die politischen Geschehnisse aus erster Hand informiert habe, wechsle ich auf den Bezahlsender AMC, um mich der Gruselserie “The Walking Dead” (löblich: Der wandelnde Tod) hinzugeben. Ich mache grosse Augen und werde mehrfach Zeuge, wie zähnefletschende Untote Menschen bei lebendigem Leibe verspeisen – gleich platzt mir der Kragen.
21.00 Uhr Nach zwei nervenaufreibenden Episoden beende ich den Fernsehabend und rufe Dixon ins Haus. Zu guter Letzt reguliere ich die Klimaanlage und falle übermüdet ins Bett. Gute Nacht.

18. März 2019 – Antiquitäten

08.00 Uhr Ich werde durch das stetige Kreischen eines Ajajas geweckt und hüpfe verärgert aus dem Bett. Da man sich in der heutigen Zeit nicht alles gefallen lassen kann, eile ich spornstreichs auf die Terrasse und schleudere einen meiner Hausschuhe in Richtung des frechen Vogels – gleich platzt mir der Kragen.


Eine fliegende Ratte

08.30 Uhr Nachdem ich die schweisstreibende Morgengymnastik hinter mich gebracht habe, kehre ich in die klimatisierte Stube zurück und nehme die futuristische DeLonghi Kaffeemaschine in Betrieb. Ausserdem überfliege ich die während der Morgenstunden eingegangenen WhatsApp Depeschen und erfahre, dass mich Georg und Maria zum Frühstück im “Caffe Milano” erwarten – wie aufregend.
08.45 Uhr Wenig später lasse ich die Seele bei einem erfrischenden Wirbelbad baumeln und telefoniere nebenher mit Edelbert. Mein Bekannter legt beste Laune an den Tag und sagt, dass er sich der Einladung gerne anschliessen und gegen halb Elf im besagten Frühstücksgasthaus sein wird. Darüber hinaus schlägt der gute Mann vor, dass wir nach der Jause einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen könnten – dagegen ist nichts einzuwenden.
09.45 Uhr Als der Stundenzeiger meiner goldenen ROLEX auf 10 zugeht, beende ich die Morgenwäsche und schlüpfe in modische Freizeitkleidung. Anschliessend öle ich meine staubtrockne Kehle mit brühfrischen Bohnentrunk und schicke mich an, den Vierbeiner zum PS-strotzenden SUV zu scheuchen. Ruckzuck lasse ich den Wählhebel der Automatikschaltung in der “D” Stellung einrasten und presche hupend von dannen.
10.15 Uhr Alsbald treffe ich im Stadtzentrum ein und kann das Auto unweit der besagten Gaststätte abstellen. Mit schnellen Schritten eile ich in das italienische Kaffeehaus und freue mich, nicht nur Edelbert, sondern auch meinen Bruder samt Ehefrau an einem einladenden Fenstertisch anzutreffen. Weil mein Magen knurrt, fackle ich nicht lange und bitte eine beschürzte Kellnerin, ein grosses Frühstück mit Kaffee aufzutischen. Zudem tratsche ich angeregt mit meinen Tischnachbarn und bringe heraus, dass Georg und Maria das “Lovejoy” Antiquitätengeschäft aufsuchen und die dort ausgestellten Gemälde bestaunen wollen. Mein Bruder reibt sich die Hände und beteuert, dass sich ein Ölbild über der Sitzgelegenheit im Wohnzimmer sehr gut machen würde. Ich zucke mit den Schultern und ziehe es vor, ein Stück Erdbeerkuchen mit Schlagobers zu bestellen – immerhin gönnt man sich sonst nichts.

11.15 Uhr Nachdem wir uns gestärkt haben, brechen wir mit Hund Dixon im Schlepptau zu einer kleinen Wanderung durch das belebte Geschäftsviertel auf. Bei angenehmen Temperaturen schlendern wir an den zahlreichen Geschäften vorbei und kommen überein, dass derzeit besonders viele Touristen aus dem alten Europa in Florida zugegen sind. Georg plappert ohne Unterlass und mutmasst, dass die Menschen vom trüben Wetter jenseits des Ozeans genug haben. Ich stimme prompt zu und gebe zu Protokoll, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war, vor mittlerweile 11 Jahren in die Vereinigten Staaten zu emigrieren.
12.00 Uhr Als die Sonne ihren Höchststand erreicht hat, finden wir uns im “Lovejoy” wieder und ich habe das Vergnügen, nicht nur in die Jahre gekommene Holzschränke, Werke angesagter Künstler, sondern auch wunderschöne Chronographen zu sehen. Beeindruckt spähe ich in einen Schaukasten und werde auf eine Armbanduhr aus dem Hause “Stowa” mit poliertem Edelstahlgehäuse aufmerksam. Auch Edelbert ist beeindruckt und sagt, dass er sich unmöglich eine neue Uhr für 5.000 Dollars leisten kann – wie wahr.
12.30 Uhr Als nächstes geselle ich mich an Georgs Seite und nehme eines von Henry J. Kinnaird mit Wasserfarben erschaffenes Bild in Augenschein. Meine Schwägerin deutet fasziniert auf das Informationsblatt und erörtert, dass der aus England stammende Künstler dieses Meisterwerk im Jahre 1900 gefertigt hat. Darüber hinaus lese ich, dass dieser Schinken eine Landschaft in Sussex zeigt und 4.700 grüne Scheine kosten soll – das ist ja allerhand.
13.15 Uhr Da sich meine Verwandten nicht entscheiden können, verlassen wir den Laden und nehmen uns das Recht heraus, eine gutbesuchte Cafeteria anzusteuern und lustiges Eis in der Waffel zu fressen. Während sich Edelbert drei Kugeln Stracciatella schmecken lässt, ringe ich mich dazu durch, vier Ballen Pistazie zu ordern.
14.00 Uhr Endlich stehe ich wieder am Auto und kann meinen Verwandten sowie Edelbert schöne Nachmittage wünschen. Im Anschluss zwänge ich mich völlig verschwitzt auf den Fahrersitz und trete zu stimmungsvollen WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Radioklängen die Heimreise an.


Der beste Radiosender

14.30 Uhr Zuhause angekommen, fülle ich Dixons Napf mit Trockenfutter auf und falle dann erschöpft aufs Kanapee. Im Handumdrehen döse ich ein und träume von meinem Hauskauf im Jahre 2008 – das waren noch Zeiten.
15.30 Uhr Nach der wohlverdienten Pause setze ich mich an den Schreibtisch und gehe Anschnur. Auch heute studiere ich Hilferufe besorgter Heimseitenbesucher und stelle mit grosser Sorge fest, dass es die verlotterte Jugend derzeit besonders bunt treibt – wo soll das noch hinführen.
16.30 Uhr Nachdem ich ein halbes Dutzend Depeschen abgearbeitet habe, gehe ich von der Leine und leiste dem Vierbeiner im Garten Gesellschaft. Während der Rüde mit Nachbarhund Joey spielt, blättere ich in der Tageszeitung und löse im Handumdrehen das grosse Kreuzworträtsel auf der letzten Seite – das macht Spass
17.30 Uhr Gegen halb Sechs kehre ich in die Küche zurück und richte das Abendessen an. Ich zaubere fachmännisch reich belegte Wurstbrote und vergesse auch nicht, den Teller mit Gewürzgurken zu verzieren.
18.15 Uhr Weil ich mich vor Müdigkeit kaum noch auf den Beinen halten kann, lasse ich den Abend im klimatisierten Wohnzimmer ausklingen. Ich schaue mir die FOX Nachrichten an und trinke dazu eine süffige Hopfenkaltschale.

19.00 Uhr Zur besten Sendezeit fröne ich auf NETFLIX dem Western “The Quick and the Dead” (auf deutsch: Schneller als der Tod) und werde Zeuge, wie eine Revolverheldin jagt auf den Mörder ihres Vaters macht.
21.00 Uhr Nach 120minütiger Hochspannung beende ich den Fernsehabend und lasse Dixon noch einmal in den Garten hinaus. Anschliessend lösche ich das Licht und gehe ins Bett. Gute Nacht.

14. März 2019 – Ein Filmabend auf der Terrasse

08.00 Uhr Ein neuer Tag beginnt und ich rufe das ALEXA Musikabspielgerät auf, mich mit stimmungsvollen Landmusikklängen zu verwöhnen. Anschliessend eile ich pfeifend nach draussen, um an Hund Dixons Seite die Morgengymnastik zu absolvieren. Nebenher mache ich mir eigene Gedanken und fasse den Entschluss, meine Verwandten am Abend in die kleine Villa einzuladen.


Alexa spielt Musik

08.30 Uhr Nachdem ich meine Glieder gelockert habe, stecke ich dem Vierbeiner einen Kauknochen ins Maul und ziehe mich in die Nasszelle zurück. Während ich mich bei einem prima Wirbelbad entspanne, rufe ich nicht nur bei Georg und Maria, sondern auch bei Prof. Kuhn an, um die lieben Leute zum abendlichen Grillvergnügen zu bitten. Darüber hinaus komme ich auf meinen praktischen Projektor zu sprechen und stelle klar, dass wir uns nach dem Essen einen Film auf der Grossbildleinwand anschauen könnten – das wird ein Spass.
09.30 Uhr Bevor ich zum WAL MART kruse, verzehre ich eine Portion KELLOGGS Zerealien mit frischer Muh. Dazu trinke ich drei Tassen brühfrischen Bohnenkaffee und komme zu dem Ergebnis, dass die Auswahl eines geeigneten Hollywoodfilms keine Aufgabe für eine einzelne Person ist. Aus diesem Grund statte ich meiner Nachbarin einen Besuch ab und erkläre der Perle, dass sie mir beim Kauf einer Blu-Ray (löblich: Blau Strahlen) Scheibe beistehen muss. Frau Pontecorvo nickt eifrig und folgt mir plappernd zum PS-strotzenden Chevrolet.
10.15 Uhr Nach einer nervenaufreibenden Hochgeschwindigkeitsfahrt erreichen wir die Markthalle am Golden Gate Parkway und machen einem störrischen Rentner mit Halbglatze einen Einkaufswagen streitig. Danach schlendern wir tratschend durch die breiten Gänge und laden neben Kerzen, lustigen Knabbereien und Soft Drinks (löblich: Weichgetränken) ausserdem das oscarprämierte Meisterwerk “BlacKkKlansman” in den Wagen. Meine Begleiterin schwärmt in den höchsten Tönen und erzählt, dass dieser Streifen die Geschichte eines dunkelhäutigen Kriminalbeamten erzählt, der den Ku Klux Klan zu Fall bringen möchte – das hört sich spannend an.


BlackkKlansman – ein prima Film

11.15 Uhr Um insgesamt 87 Dollars erleichtert, verlassen wir die Markthalle und verfrachten die Einkaufstüten auf dem Autorücksitz. Im Anschluss treten wir die Heimreise an und frönen dem Qualitätsprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) – was kann es schöneres geben.
12.15 Uhr Endlich bin ich wieder zuhause und mache es mir zur Aufgabe, die Getränke in den Eiskasten zu verfrachten. Zudem bereite ich mir ein reichbelegtes Sandwich (unlöblich: Wurstbrot) zu und stelle wohlwollend fest, dass noch 18 Flaschen Budweiser, sieben Weissbiere, vier Flaschen Rotwein, Veuve Clicquot Schaumwein sowie zwei Humpen Jack Daniels Bourbon vorrätig sind – das sollte für heute Abend reichen.


Es ist genügend Wein vorrätig

13.00 Uhr Nachdem ich mich gestärkt habe, bette ich mich im Wohnzimmer zur Ruhe und schliesse die Augen. Alsbald döse ich ein und träume von spannenden Stunden auf den verstaubten Pfaden des Appalachian Trails.
14.00 Uhr Sechzig Minuten später hüpfe ich sportlich vom Sofa und vernehme auf der Strasse lautes Geschrei. Um diesem Tumult auf den Grund zu gehen, öffne ich die Terrassentüre und stelle mit grossem Schrecken fest, dass die Nachbarskinder Francis und Emily am Teich spielen. Die Bälger hüpfen aufgeregt auf und ab und informieren, dass die handzahme Echse Billy gerade einen Frosch gefressen hat. Ich rolle demonstrativ mit den Augen und entgegne, dass dieses Reptil gefährlich ist und sogar kleine Kinder verschlingen kann. Um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, werfe ich die Pforte ins Schloss und schicke mich an, mit den Grillvorbereitungen zu beginnen.


Mein praktischer Projektor

15.00 Uhr Nachdem ich den Esstisch mit dem besten Geschirr eingedeckt habe, befülle ich den Grill mit Holzkohle und vergesse auch nicht, eine Handvoll Grillanzünder bereitzulegen. Ferner taue ich T Bone Steaks (löblich: T Knochen Schnitzel) im Kleinwellenofen (unlöblich: Mikrowelle) auf und bereite einen lustigen Beilagensalat vor.
15.30 Uhr Just als ich den Beamer nach draussen trage, stösst Frau Pontecorvo die Terrassentüre auf und erkundigt sich, ob sie mir helfen kann. Ich seufze laut und bitte die Dame, Gläser aus dem Wohnzimmerschrank zu holen – dieses Stress zwingt sogar den stärksten Senior in die Knie.
16.00 Uhr Nachdem ich Feuer entfacht habe, bestreiche ich die Schnitzel mit Olivenöl und freue mich, beim Blick aus dem Fenster Edelberts schneeweissen JEEP vorfahren zu sehen. Auch meine Verwandten lassen nicht lange auf sich warten und ich nehme mir das Recht heraus, die Gäste mit süffigem Sprudelsekt zu begrüssen.
16.30 Uhr Just als ich das Fleisch auf den zischenden Rost lege, nimmt mein Bruder die auf den Tisch liegende Filmverpackung in Augenschein und weist mich auf die Tatsache hin, dass “BlacKkKlansman” bei der Oscarverleihung 2019 sechs Mal nominiert war und eine der begehrten Trophäen gewinnen konnte – wie aufregend.
17.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner wertvollen ROLEX auf 5 zugeht, können wir endlich kraftvoll zubeissen. Nebenher erfahre ich von Edelbert, dass er mit dem Gedanken spielt, im Herbst nach Berlin auszufliegen, um seinen Sohn zu besuchen. Der schlaue Mann reibt sich die Hände und sagt, dass er die Gelegenheit am Schopfe packen und in der bundesdeutschen Hauptstadt der Kultur frönen wird – das kann ja heiter werden.

18.00 Uhr Nachdem die Sonne hinter einer Palme verschwunden ist, schenke ich meinen Tischnachbarn etwas Wein nach und werfe mit dem Filmprojektor bunte Bilder auf die Leinwand. Wir staunen Bauklötze und werden Zeugen, wie sich ein schwarzer Detektive in den Ku Klux Klan einschleust und sich als Rassist ausgibt – wie lustig.
20.15 Uhr Nach zwei Stunden und 11 Minuten flimmert der Abspann über die Leinwand und ich komme zu dem Ergebnis, dass die Spike Lee Regiearbeit durchaus sehenswert ist. Edelbert schlägt in die gleiche Kerbe und nippt zufrieden am Weinglas.
21.00 Uhr Schlussendlich begleite ich die Gäste zur Türe und merke an, dass der Abend sehr schön war. Zum Abschied hauche ich Maria ein Bussi auf die Wange und merke an, dass wir uns Morgen gegen 10 Uhr in “Julies Restaurant” zum Frühstück treffen sollten.
22.00 Uhr Nachdem ich in der Küche für Ordnung und Sauberkeit gesorgt habe, rufe ich Dixon ins Haus und lösche sämtliche Lichter. Danach ziehe ich mich gähnend ins Schlafzimmer zurück und falle ins Bett. Gute Nacht.

12. März 2019 – Das süsse Leben unter Palmen

08.00 Uhr Der Radiowecker springt pünktlich um 8 Uhr an und ich habe das schöne Lied “My Tennessee Mountain Home” aus Dolly Partons Feder im Ohr. Weil ich diese Komposition sehr schätze, drehe ich am Lautstärkeregler und hüpfe spornstreichs aus dem Bett. Darüber hinaus erzähle ich Hund Dixon, dass dieses Lied auf dem 12. Studioalbum der Künstlerin im Jahre 1973 veröffentlicht wurde – da kommt besonders grosse Freude auf.

08.30 Uhr Nachdem ich die Morgengymnastik hinter mich gebracht habe, rufe ich die ALEXA Musiksäule auf, das komplette Werk der mittlerweile 73jährigen Sängerin abzuspielen. Das technische Wunderwerk aus dem Hause AMAZON kommt meinem Aufruf prompt nach und ich habe das Vergnügen, weitere Schläge (unlöblich: Hits) der aus Tennessee stammenden Ausnahmekünstlerin zu lauschen – was kann es schöneres geben.
09.00 Uhr Während sich Hund Dixon in den Garten verabschiedet, entspanne ich mich bei einem erfrischenden Wirbelbad mit Rosenöl. Unterdessen lese ich Sandras Tagebucheintrag vom Wochenende und lerne, dass das unterbelichtete Kind erneut die Münchner Kammerspiele besucht hat. Achselzuckend lege ich das iPad beiseite und bin mir ziemlich sicher, dass bei meiner Mieterin alsbald der Gehirnbrand ausbrechen wird. Trotz aller Widrigkeiten lasse ich mir die gute Laune nicht verderben und greife zur Seife, um mich redlichst herauszuwaschen.
10.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner wertvollen ROLEX auf 10 zugeht, steige ich aus der Wirbelbadewanne und ziehe es vor, in farbenfrohe Freizeitkleidung zu schlüpfen und betörenden RP LOB Duft auf den Innenseiten meiner Handgelenke aufzutragen. Im Anschluss setze ich mir die NY YANKEES Kappe auf und schlendere nach nebenan, um Frau Pontecorvo mit einem Überraschungsbesuch zu beglücken. Natürlich ist die Dame aus dem Nachbarhaus hellauf begeistert und bittet mich, sofort einzutreten und ihr beim Frühstück Gesellschaft zu leisten.


RP LOB – wie das duftet

10.30 Uhr Die zuvorkommende Perle füllt die bereitgestellten Kaffeehaferl mit brühfrischem Bohnentrunk auf und zögert nicht, ausserdem vitaminreiche Rühreier mit Speck aufzutischen. Dazu reicht die Dame lustiges Weissbrot und meint, dass ich mich gerne von der Marmelade bedienen kann – das lasse ich mir nicht zweimal sagen.
11.00 Uhr Während ich mehrere Brote verzehre und würzigen Kaffee geniesse, plappert meine Tischnachbarin ohne Unterlass und erkundigt sich, wann meine Verwandten nach Toronto zurückreisen werden. Ich zucke mit den Schultern und entgegne, dass Georg und Maria augenscheinlich Gefallen am süssen Leben unter Palmen gefunden haben. Um meinen Aussagen Nachdruck zu verleihen, verrate ich der kleinen Frau, dass die lieben Leute heute in die Nachbargemeinde Fort Myers gekrust sind, um das “History & Science Center” zu besichtigen.


Das süsse Leben unter Palmen

12.00 Uhr Pünktlich zum Mittagsläuten, nehme ich einen letzten Schluck Bohnentrunk und fasse den Entschluss, meine Kappe zu lüften und mich für Speis und Trank zu bedanken. Im Anschluss scheuche ich Dixon nach nebenan und nehme mir das Recht heraus, den Rasensprenger in Betrieb zu setzen – das macht Spass.
12.45 Uhr Nachdem ich ein Bier getrunken und mich in der Hollywoodschaukel entspannt habe, kehre ich in die klimatisierte Stube zurück. Laut gähnend bette ich mich auf dem Kanapee zur Ruhe und sehe mich im Traum nach San Franzisko versetzt – die Forschungsreise an den Pazifischen Ozean werde ich so schnell nicht vergessen.
13.45 Uhr Ich erwache ausgeruht und setze mich an den Schreibtisch. Da der Postkasten überquillt, sehe ich mich genötigt, im Rahmen der Anschnurseelsorge zahlreiche Hilferufe zu studieren. Natürlich helfe ich wo ich nur kann und rate den Erziehungsberechtigten, mit der Jugend hart ins Gericht zu gehen – wo kämen wir denn da hin.
14.30 Uhr Just als ich den Brief eines 74jährigen Rentners aus Potsdam überfliege, schrillt plötzlich die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry). Obgleich ich viel zu tun habe, nehme ich das Gespräch an und freue mich, Georgs Stimme zu hören. Mein Bruder kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus und berichtet, dass der Aufenthalt in Fort Myers wunderbar ist. Ich nicke zustimmend und erfahre weiter, dass meine Verwandten just im Moment in einem luxuriösen Restaurant sitzen und gebratene Makrelen verzehren. Ich lecke mir die Lippen und halte meinen Bruder an, auf seine schlanke Linie zu achten und auf ein kalorienreiches Dessert zu verzichten.


Ich spiele mit Dixon Ball

15.30 Uhr Endlich kann ich die Anschnurseelsorge beenden und in den Garten zurück kehren, um mit Dixon Ball zu spielen. Ferner tratsche ich auch mit Herrn Booth und bringe heraus, dass er morgen den Rasen mähen wird – jaja.
16.15 Uhr Nachdem ich die Einfahrt gekehrt habe, kippe ich mir ein weiteres Bier hinter die Binde und rufe bei Prof. Kuhn an. Der schlaue Mann wünscht mir einen schönen Tag und plappert, dass er die Nachmittagsstunden ausgenutzt hat, um in diversen Büchergeschäften nach neuem Lesestoff Ausschau zu halten – wie langweilig.
17.00 Uhr Zum Abschluss des langen Tages mache ich mich in der Küche nützlich und brate ein vitaminreiches T-Bone Steak (löblich: T Knochen Schnitzel) heraus. Dazu gibt es eine Portion Erbsen sowie Kartoffelspalten aus dem heimischen Backofen – das schmeckt.
18.00 Uhr Nach dem Nachtmahl lege ich im Wohnzimmer die Beine hoch und fröne den Abendnachrichten auf FOX. Nebenher öffne ich eine Packung Lays Kartoffelchips und lösche meinen Durst mit einem Glas Weisswein.
19.00 Uhr Zur Prime Time wechsle ich auf HBO und gebe mich dem Spielfilm “Limitless” (auf deutsch: Ohne Limit) hin. Die amerikanische Produktion aus dem Jahre 2011 versetzt mich in den Grossen Apfel (unlöblich: Big Apple) und ich werde Zeuge, wie ein erfolgloser Schriftsteller einer neuartigen Droge verfällt – wie schrecklich.
21.15 Uhr Nach zwei nervenaufreibenden Stunden schalte ich die Glotze aus und unternehme mit dem Vierbeiner einen kleinen Rundgang durch den Garten. Danach lösche ich das Licht und lege mich schlafen. Gute Nacht.

7. März 2019 – Im Coastland Center

07.45 Uhr Ich werde durch lautes Telefonschellen aus einem schönen Traum gerissen. Gähnend halte ich mir die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) ans Ohr und sehe mich genötigt, mit meinem Bruder sprechen zu müssen. Georg legt beste Laune an den Tag und sagt, dass er grosse Lust hätte, ein Einkaufszentrum anzusteuern. Da ich keine wichtigen Termine im Kalender verzeichnet habe, willige ich ein und entgegne, dass wir zum “Coastland Center” krusen könnten. Ferner verspreche ich, dass ich Frau Pontecorvo zu besagtem Ausflug einladen werde.


Meine praktische Schwarzbeere

08.15 Uhr Nachdem ich den Frühsport hinter mich gebracht habe, statte ich meiner Nachbarin einen Besuch ab und frage, ob sie sich uns anschliessen möchte, Die Dame ist begeistert und meint, dass wir vorher in Julies Restaurant ein opulentes Frühstück einnehmen könnten – das ist eine hervorragende Idee.
08.45 Uhr Weil man nicht ungewaschen aus dem Haus gehen sollte, ziehe ich mich ins Bad zurück und gebe mich einem erfrischenden Wirbelbad hin. Um eine gute Figur abzugeben, wasche ich mir die Haare und vergesse auch nicht, mir die Bartstoppeln abzurasieren – immerhin ist gutes Aussehen heutzutage sehr wichtig.
09.30 Uhr Nach Eukalyptusöl duftend, schlüpfe ich in legere Freizeitkleidung und erkläre Dixon, dass wir nun einen Ausflug unternehmen werden. Darüber hinaus schnippe ich mit den Fingern und gebe zu Protokoll, dass ich mir eventuell farbenfrohe Hawaiihemden im “Coastland Center” leisten werde – wie aufregend.
10.00 Uhr Pünktlich auf die Minute erreiche ich die Gaststätte meines Vertrauens und freue mich, Georg sowie Maria an einem Tisch am Fenster anzutreffen. Da mein Magen knurrt, fackle ich nicht lange und ordere bei der Wirtin ein grosses Frühstück mit Kaffee und O-Saft – schon jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen.
10.30 Uhr Während ich kraftvoll zubeisse, präsentiert Maria eine Hochglanzbroschüre und beteuert, dass ihr Ehemann mit dem Gedanken spielt, eine RAY BAN AVIATOR Sonnenbrille zu kaufen – wie unlöblich.


Der beste Radiosender

11.00 Uhr Um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln, bezahlen wir die Zeche in Bar schlendern plaudernd zu den Autos. Nachdem ich Dixon auf die Ladefläche meines frisch aufpolierten Chevrolets geholfen habe, drehe ich den Schlüssel im Zündschloss um und folge Georg JEEP gen Süden. Unterdessen fröne ich dem Radioprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) und summe die Melodie zu Gary Allans Nummer 1 Schlag (unlöblich: Hit) “Watching Airplanes” (löblich: Beobachte Flugzeuge) mit – das macht Spass.
11.30 Uhr Nach sieben zurückgelegten Meilen kommen wir mit quietschenden Bremsen vor dem Einkaufsparadies zum halten. Ich schwinge mich voller Vorfreude vom Fahrersitz und gebe meinen Begleitern zu verstehen, dass das schwülwarme Klima sogar den stärksten Rentner in die Knie zwingt. Als ich wildgestikulierend in Richtung einer einladenden Eisdiele deute, winkt meine Schwägerin demonstrativ ab und meint, dass wir kein Eis essen, sondern zuerst nach geeigneten Sonnenbrillen Ausschau halten sollten – wie schade.
12.15 Uhr Während ich aus dem Nölen gar nicht mehr herauskomme, lotst uns Maria in eine “Ray Ban” Filiale und nimmt die ausgestellten Brillen in Augenschein. Auch Georg späht neugierig in die Schaukästen und ringt sich nach kurzem Zögern dazu durch, eine AVIATOR Titanium Sonnenbrille mit blauen Gläsern anzuprobieren. Ich rolle mit den Augen und weise auf die Tatsache hin, dass dieses Nasenfahrrad knapp 500 Dollars kostet. Mein Bruder gibt sich unbeeindruckt und hält einen gelangweilt dreinblickenden Verkäufer an, die Brille in ein Lederetui zu verfrachten und die Rechnung auszustellen – gleich platzt mir der Kragen.


Ich halte nach modischen Hemden Ausschau

13.15 Uhr Als nächstes statten wir einer “Abercrombie & Fitch” Boutique einen Besuch ab und Maria wendet sich sündteuren T-Hemden zu. Weil mittlerweile mein Magen laute Knurrlaute von sich gibt, klage ich meiner Nachbarin mein Leid und merke an, dass das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf. Frau Pontecorvo gibt mir Recht und sagt, dass sie einen Aperol Spritz vertragen könnte.
14.00 Uhr Nach fünfundvierzig Minuten spaziert Maria mit etlichen Klamotten zur Kasse und zeigt ihre goldene American Express Card (löblich: Amerikanische Schnellkarte) vor. Die zuvorkommende Verkäuferin schiebt das Plastikkärtchen gekonnt durch einen Schlitz und verfrachtet die Blusen in eine umweltfreundliche Plastiktüte. Danach können wir endlich in die gutbesuchte “Aurelio’s” Pizzeria einkehren und uns dem Mittagessen hingeben. Während meine Begleiter leckere Nudelgerichte von der Tageskarte wählen, ordere ich eine reichbelegte Pizza. Dazu gibt es süffiges COORS Leichtbier sowie köstliche Beilagensalate – das schmeckt.


Frau Pontecorvo trinkt einen Aperol Spritz

15.00 Uhr Nachdem wir die Mahlzeit mit Käsekuchen und Schaumkaffees abgeschlossen haben, gibt sich Georg spendabel und lässt es sich nicht nehmen, uns zu Speis und Trank einzuladen. Im Anschluss verlassen wir das Restaurant und ich erzähle den lieben Menschen, dass meine Mieterin mit dem Gedanken spielt, mir im Sommer einen Besuch abzustatten – das kann ja heiter werden.
15.45 Uhr Als der Stundenzeiger meiner ROLEX auf 4 zugeht, stehen wir wieder an den Autos. Ich verabschiede mich von Georg und Maria herzlich und vernehme, dass meine Verwandten nun zur zum Golf rasen und einen Spaziergang unternehmen wollen – das soll mir auch Recht sein.
16.30 Uhr Nach einer nervenaufreibenden Hochgeschwindigkeitsfahrt treffe ich endlich zu Hause ein und wünsche Frau Pontecorvo einen angenehmen Abend. Weil Dixon hungrig ist, fülle ich seinen Napf mit Trockenfutter auf und nehme selbst mit einem reichbelegten Sandwich (unlöblich: Wurstbrot) Vorlieb.

17.30 Uhr Nachdem ich die Hausarbeit hinter mich gebracht habe, lege ich in der guten Stube die Beine hoch und folge den FOX Nachrichten. Da ausnahmsweise keine brechenden Neuigkeiten (unlöblich: Breaking News) vorliegen, wechsle ich alsbald auf ABC, um mich der Premiere der 2. Staffel des Serienerfolgs “For the People” (löblich: Für den Menschen) hinzugeben. Die Anwaltsserie versetzt mich an den New Yorker Bundesgerichtshof und ich werde Zeuge, wie hochnäsige Staatsanwälte wichtige Fälle bearbeiten – da kommt Spannung auf.
21.00 Uhr Nach zwei Episoden beende ich den Fernsehabend und begleite Hund Dixon ein letztes Mal in den Garten. Anschliessend reguliere ich die Klimaanlage und falle gähnend ins Bett. Gute Nacht.