24. März 2017 – Ein Hai am Barfuss Strand

08.00 Uhr Ich werde durch ein schönes Elvis Presley Lied geweckt und fühle mich blendend. Ruckzuck rolle ich mich aus dem Wasserbett und fordere die AMAZON ECHO Lautsprechersäule auf, weitere Lieder des „King of Rock’n Roll“ (löblich: König des Rock und Rolls) zu spielen – was kann es schöneres geben.
08.30 Uhr Nachdem ich meine eingerosteten Glieder zur stimmungsvollen Komposition „Devil in Disguise“ (löblich: Teufel in Verkleidung) gelockert habe, stelle ich die Kaffeemaschine ein und verabschiede mich in die Nasszelle. Beschwingt lasse ich die Wanne mit Wasser volllaufen und blättere nebenher in der Tageszeitung. Ich überfliege wissbegierig die aktuellen Neuigkeiten aus dem Collier County und lerne, dass Wanderer am Barefoot Beach (löblich: Barfuss Strand) ein Hai gesichtet haben. Ich staune Bauklötze und fasse den Entschluss, diesen Strandabschnitt in Zukunft zu meiden – wo soll das noch hinführen.


Hilfe, ein Haifisch

09.30 Uhr Just als ich vor den Spiegel trete und mich ankleide, stösst Frau Gomez die Haustüre auf und plappert, dass sie nun die kleine Villa auf Vordermann bringen wird. Ich gebe mich skeptisch und erkundige mich, warum die Arbeiten nicht schon am Mittwoch erledigt wurden. Die Putzfrau gibt sich kleinlaut und entgegnet, dass sie wegen einer Bronchitis leider etwas kürzer treten musste. Ferner erfahre ich, dass mir die Perle eine WhatsÄpp Depesche zugesendet und ihr Kommen für heute angekündigt hat – das kann jeder behaupten.
10.00 Uhr Während sich meine Zugehfrau um die Wäsche kümmert, lasse ich mich am Küchentisch nieder und trinke zur wichtigsten Mahlzeit ein Gläschen Schaumwein. Darüber hinaus telefoniere ich mit Edelbert und merke an, dass ich alsbald zu Bob’s Liquor Store rasen und Weissbier einkaufen werde. Der Professor wimmelt mich jedoch ab und meint, dass er heute Frau Brandie Cream zum Lunch (löblich: Mittagessen) treffen wird – jaja.
10.30 Uhr Nachdem ich mich gestärkt habe, sehe ich im Badezimmer nach dem Rechten und bitte die fleissige Putzperle, nicht nur den grossen Spiegel auf Hochglanz zu bringen, sondern auch die Badewanne zu reinigen. Anschliessend lüfte ich meine NY YANKEES Kappe und gebe zu Protokoll, dass ich nun Getränke einkaufen werde.


Ich schoppe ordentlich ab

11.00 Uhr Nach einer kurzweiligen Reise im PS-strotzenden Chevrolet Suburban treffe ich endlich am Ziel ein und habe das Vergnügen, Herrn Bob höchstpersönlich hinter der Registrierkasse anzutreffen. Weil sich nur wenige Kunden im Geschäft tummeln, begleitet mich der Alkoholfachmann durch die Gänge und berichtet, dass er seit Kurzem Geschmack an Wodka gefunden hat. Zu allem Überfluss hält mir Herr Bob eine Flasche „Grey Goose“ vors Gesicht und beteuert, dass dieser französische Trunk ganz vorzüglich mundet.
11.30 Uhr Dreissig Minuten später rolle ich den Einkaufswagen zur Kasse und sehe mich genötigt, für zwölf Flaschen Löwenbräu Helles, vier Sechserpacks Budweiser, einer Flasche Veuve Clicquot Schaumwein sowie einem Träger Erdinger Weissbier knapp 180 Dollars auszugeben. Herr Bob nimmt die bunten Scheine freudenstrahlend an sich und meint, dass er mir den „Grey Goose“ für 20 Dollars überlassen kann – wie schön.
12.00 Uhr Als nächstes kruse ich hupend zum Village Walk und statte dem „L’Osteria“ Restaurant einen Besuch ab. Mit Dixon im Schlepptau werde ich in der Gaststube vorstellig und vernehme, dass Gäste mit Haustieren nur auf der schattigen Terrasse bedient werden. Achselzuckend eile ich nach draussen und nehme einen Tisch unter einem grossen Sonnenschirm in Beschlag. Ein gestriegelter Kellner lässt nicht lange auf sich warten und legt mir nahe, ein saftiges „Philly Cheese Steak“ mit der Suppe des Tages (unlöblich: Soup of the Day) zu ordern. Ich nicke eifrig und bitte den Heini, ausserdem etwas Schinken für Dixon aufzufahren – das gibt ein Festessen.
12.30 Uhr Während ich kraftvoll zubeisse und meine ausgetrocknete Kehle mit süffigem Eistee spüle, werde ich auf zwei deutschsprechende Touristen am Nebentisch aufmerksam. Schnell komme ich mit den Urlaubern ins Gespräch und bringe heraus, dass Frau Irmi (33) und Herr Karl (35) aus dem Wiener Gemeindebezirk Favoriten stammen. Ich proste den Beiden redlichst zu und lege ihnen nahe, schnellstmöglich zum wunderschönen Barefoot Beach zu krusen und sich dort in die Fluten zu stürzen – was kann es schöneres geben.


Mein Zuhause unter Palmen

13.15 Uhr Mit vollem Magen begleiche ich die Rechnung und trete die Heimreise in den Willoughby Drive an. Nebenher rede ich auf den Vierbeiner ein und kündige an, dass uns nun ein entspannter Nachmittag bevorsteht.
14.00 Uhr Zurück in der kleinen Villa, schlüpfe ich aus den Flip Flops und mache es mir zur Aufgabe, etliche Bierflaschen in den Eiskasten zu stellen und einen Schluck Wodka zu trinken. Im Anschluss falle ich gähnend aufs Kanapee und döse schnell ein.
15.00 Uhr Ich erwache ausgeruht und stelle fest, dass sich der Rüde nach draussen verabschiedet hat. Ich folge Dixons Beispiel und nehme in der Hollywood Schaukel platz, um das Kreuzworträtsel in der Tageszeitung zu lösen. Plötzlich kommt Frau Pontecorvo daher und möchte wissen, ob ich sie am Abend ins Lichtspielhaus begleiten möchte. Meine Nachbarin schwärmt in den höchsten Tönen und setzt mich darüber in Kenntnis, dass heute die sehenswerte Komödie „Wilson“ im Kino anläuft – das ist mir Wurst.
15.45 Uhr Als endlich Ruhe und Frieden Einzug gehalten haben, kehre ich kopfschüttelnd in die gute Stube zurück und kümmere mich um die Anschnurseelsorge. Ich nehme Hilferufe besorgter Eltern in Augenschein und rate den Erziehungsberechtigten, sich von der heutigen Jugend nicht alles gefallen zu lassen.
17.00 Uhr Nachdem Dixon von seinem Ausflug zurückgekehrt ist, beende ich die Arbeit und mache mich in der Küche nützlich. Ich dekantiere eine Flasche Rotwein und ringe mich dazu durch, ein italienisches Nudelschichtgericht im Ofen aufzubacken – wie gut das duftet.


Auch Morgen scheint die Sonne – wie schön

18.00 Uhr Nach der Stärkung gehe ich zum gemütlichen Teil des langen Tages über. In Dixons Beisein folge ich den Nachrichten auf FOX und vernehme, dass uns morgen ein Hochdruckgebiet Rekordtemperaturen bescheren wird.
19.00 Uhr Zur Hauptfernsehzeit schaue ich mir auf HBO den Zukunftsfilm „Max Steel“ an. Ich komme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und werde Zeuge, wie ein unterbelichteter Jugendlicher zu einem Superhelden mutiert und die Welt vor dem Untergang rettet – diesen Unsinn muss man gesehen haben.
21.00 Uhr Nach zweistündigem Klamauk schalte ich den Flachbildschirm ab und ziehe mich ins Schlafzimmer zurück. Gute Nacht.

22. März 2017 – Erdbeerschüttelgetränke

08.00 Uhr Auch heute ist uns Petrus wohlgesonnen und lässt die Sonne vom Himmel scheinen. Weil Morgenstund‘ sprichwörtlich Gold im Mund hat, hüpfe ich aus dem Bett und trete an die frische Luft, um meine Muskeln zu stählen. Unter anderem schlage ich ein Rad und vergesse auch nicht, mit den Armen zu rudern.


Hund Dixon bekommt einen Kauknochen

08.30 Uhr Im Anschluss hole ich die Tageszeitung herein und nehme die DeLonghi Kaffeemaschine knopfdrückend in Betrieb. Hund Dixon weicht währenddessen nicht von meiner Seite und fordert mich auf, ihm einen Kauknochen ins Maul zu stecken – da kommt besonders grosse Freude auf.
09.00 Uhr Während sich der Rüde im Garten amüsiert, entspanne ich mich bei einem erquickenden Wirbelbad und nehme mir das Recht heraus, dem Radioprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) zu frönen. Unter anderem erfahre ich, dass der aus South Carolina stammende Sangeskünstler Josh Turner vor zwei Wochen sein sechstes Studioalbum „Deep South“ (löblich: Tiefer Süden) herausgebracht hat. Der Radiosprecher überschlägt sich vor Freude und behauptet, dass der Silberling in keiner gutsortierten Musiksammlung fehlen darf. Ich nicke eifrig und fasse den Entschluss, alsbald zum Musikgeschäft meines Vertrauens zu fahren und mir ein Exemplar zu sichern.


Josh Turner – Deep South

10.00 Uhr Ich beende den Badespass und stelle fest, dass gar kein Kaffee in die Kanne gelaufen ist. Stattdessen gibt der futuristische DeLonghi Vollautomat merkwürdige Laute von sich. Ich kratze mich am Kopf und lasse Dixon wissen, dass die Maschine höchstwahrscheinlich gereinigt werden muss. Da ich meine Zeit nicht gestohlen habe, ziehe ich kurzerhand den Netzstecker und scheuche den Vierbeiner zum Nachbarhaus.
10.30 Uhr Frau Pontecorvo begrüsst uns herzlich und lädt uns ein, ihr bei der wichtigsten Mahlzeit des Tages Gesellschaft zu leisten. Natürlich nehme ich die Einladung an und komme in den Genuss frischzubereiteter Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung. Zudem öle ich meinen Hals mit köstlichem Bohnentrunk und erzähle, dass meine Kaffeemaschine den Geist aufgegeben hat. Meine Bekannte blickt skeptisch drei und meint, dass es angebracht wäre, eine Fachwerkstatt zu verständigen – papperlapapp.


Es gibt Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung

11.15 Uhr Kurz nach dem Elfuhrläuten beende ich das Frühstück und erkläre meiner Nachbarin, dass ich nun den WAL MART ansteuern und mir das neue Josh Turner Meisterwerk zulegen werde. Frau Pontecorvo wird prompt hellhörig und schlägt vor, dass sie mitkommen und mich zu einem Eisbecher einladen könnte – wie schön.
12.00 Uhr Nach einer kurzweiligen Reise im PS-strotzenden SUV kommen wir mit quietschenden Pneus vor dem WAL MART SUPERCENTER am Juliet Boulevard zum Stehen. Als Kavalier der alten Schule halte ich meiner Begleiterin die Beifahrertüre auf und bitte Dixon, während unserer Abwesenheit brav zu sein. Anschliessend schlendern wir zur Musikabteilung und bemerken, dass viele Künstler in der letzten Zeit mit neuen Veröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Ich fackle nicht lange und nehme nicht nur das neue Josh Turner Album, sondern auch Kompaktscheiben von Alison Krauss und Little Big Town vom Regal – das wird teuer.

12.45 Uhr Nachdem wir einen Abstecher in die Pflegeproduktabteilung gemacht haben, eilen wir zur Kasse und bezahlen die Waren mit frischen Scheinen. Währenddessen kommt Frau Pontecorvo auf ihre Einladung zu sprechen und schlägt vor, dass wir ins benachbarte „Steak’n Shake“ Gasthaus einkehren könnten – wie schön.
13.15 Uhr Wenig später werden wir mit Hund Dixon im Schlepptau an der Essensausgabe der besagten Wirtschaft vorstellig und ordern zwei schmackhafte Erdbeerschüttelgetränke zu je 8 Dollars. Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, gebe ich zudem einen Korb mit Hühnerflügeln (unlöblich: Chicken Wings) in Auftrag. Danach lassen wir uns an einem Tisch mit Ausblick nieder und beissen kraftvoll zu. Frau Pontecorvo legt währenddessen beste Laune an den Tag und möchte wissen, wann meine Verwandten in Naples eintreffen werden. Ich seufze laut und entgegne, dass sich Georg und Maria für Anfang April angekündigt haben.
14.15 Uhr Zurück im Willoughby Drive, verfrachte ich die Josh Turner Kompaktscheibe in die Musikanlage. Während der 39jährige „Music Award“ Gewinner eine verflossene Liebe besingt, mache ich mich an der Kaffeemaschine zu schaffen und wähle per Knopfdruck das automatische Entkalkungsprogramm aus. Die Maschine setzt sich augenblicklich in Gang und fordert mich per Einblendung auf, Entkalkerflüssigkeit in den Wasserbehälter zu füllen.
15.00 Uhr Eine dreiviertel Stunde später habe mein Werk vollbracht und kann wieder köstlichen italienischen Schaumkaffee trinken. Ich gebe mich erleichtert und bette mich fix und foxi auf dem Kanapee zur Ruhe. Bereits nach wenigen Sekunden döse ich ein und träume vom anstehenden Wiedersehen mit meiner Familie.
16.00 Uhr Ich öffne die Augen und bemerke, dass die Anzeige des Aussenthermometers die 100°F (37°C) überschritten hat. Weil es draussen viel zu heiss ist, entschliesse ich mich, keinen Schritt vor die Türe zu tun. Stattdessen stelle ich die Klimaanlage höher und komme der Anschnurseelsorge nach. Ich studiere Depeschen besorgter Eltern und rate einer arbeitsscheuen Kuh aus Wetzlar, sich um einen Tschob zu bemühen.
17.00 Uhr Nach getaner Arbeit gehe ich von der Leine und richte in der Küche eine kalte Wurstplatte an. Dazu gibt es mehrere Scheiben Weissbrot sowie Gurken aus dem Glas – das schmeckt.


Capocollo ist sehr gesund

18.00 Uhr Nachdem ich mir aus dem Kühlschrank eine Flasche Bier geholt habe, beginnt der wohlverdiente Feierabend. Ich mache es mir in der Wohnstube gemütlich und schaue mir interessiert die Nachrichten auf FOX an.
19.00 Uhr Nach einer spannenden Politiksendung wechsle ich das Programm und gebe mich dem SHOWTIME Serienerfolg „The Affair“ hin. Erneut tauche ich in das Leben der jungen Allison ein und werde Zeuge, wie sie vom Selbstzweifel zerfressen wird und sich für den schrecklichen Unfalltod ihres Sohnes verantwortlich macht.
21.00 Uhr Als der Abspann der achten Episode über die Mattscheibe flimmert, betätige ich den „OFF“ (löblich: AUS) Knopf auf der neumodernen Fernbedienung und rufe Dixon ins Haus. Zu guter Letzt lösche ich sämtliche Lichter und lege ich mich erschöpft ins Bett. Gute Nacht.

7. März 2017 – Wocheneinkauf

pfaffenbergkl

08.00 Uhr Der ECHO Lautsprecher weckt mich mit wunderschöner Musik. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und komme als Musikfachmann zu dem Schluss, dass die neue Komposition „Around a Campfire“ (löblich: Um das Lagerfeuer) aus Adam Brands Feder stammen muss. Beschwingt stehe ich auf und spiele mit der Idee, bereits heute zum Supermarkt zu fahren und den Wocheneinkauf zu erledigen – immerhin habe ich meine Zeit nicht gestohlen.
08.30 Uhr Bevor ich in die Gänge komme, absolviere ich auf der Terrasse den Frühsport und nutze die Gelegenheit, um bei Prof. Kuhn anzurufen. Mein Bekannter wünsche mir einen guten Morgen und sagt, dass er in zweieinhalb Stunden im Supermarkt sein und mir beim Schoppen beistehen wird. Darüber hinaus bringe ich in Erfahrung, dass Edelbert am Abend bei Familie Satesh eingeladen ist. Zu allem Überfluss lädt mich der schlaue Mann zu dieser Sause ein und meint, dass die Frau des Hauses eine Meisterköchin ist – das ist mir Wurst.
09.00 Uhr Während Dixon durch die Gärten der Nachbarn stöbert, ziehe ich mich ins Bad zurück. Dummerweise schellt alsbald das Telefon und ich habe das zweifelhafte Vergnügen, mit Hildegard plaudern zu müssen. Meine Schwester schnieft in einer Tour und behauptet, dass sie am Morgen mit Elsbeth telefoniert hat. Ich rolle mit den Augen und muss mir anhören, dass eine Familie stets zusammenhalten muss und ich mich deswegen mit Guido aussöhnen sollte. Ich lache nur und stelle klar, dass es der Gammler faustdick hinter den Ohren hat. Meine Schwester bricht in Tränen aus und bittet mich inständig, über meinen Schatten zu springen und Guido bei seiner anstehenden Amerikareise zu treffen – wie unlöblich.


Guido kann mir gestohlen bleiben

10.00 Uhr Verärgert steige ich aus der Wanne und rufe den Vierbeiner ins Haus. Danach nehme ich die wichtigste Mahlzeit des Tages ein und schlage die Tageszeitung auf. Auf Seite 3 lese ich, dass in Fort Myers zwei rivalisierende Rockerbanden aneinander geraten sind. Ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen und gebe dem Rüden zu verstehen, dass die Justiz hart durchgreifen und langjährige Haftstrafen aussprechen sollte.
10.30 Uhr Wenig später sitze ich im Chevrolet Suburban und gleite zu prima WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Musikuntermalung nach Süden davon. Während der Fahrt lasse ich mir das Gespräch mit Hildegard noch einmal durch den Kopf gehen und bin mir sicher, dass ich mich mit Guido ganz bestimmt nicht aussöhnen werde.
11.00 Uhr Als der Stundenzeiger meiner ROLEX auf 11 zugeht, erreiche ich mein Ziel und kann Edelbert herzlich begrüssen. Ruckzuck machen wir einer alten Schachtel (87) mit hellblauen Haaren einen Einkaufswagen streitig und laufen durch die Markthalle, um Waren des täglichen Bedarfs einzuladen. Nebenher berichte ich von Hildegards Anruf und lasse den Professor wissen, dass ich mich von meinen Schwestern nicht umstimmen lassen werde. Mein Bekannter gibt mir Recht und meint, dass man Guido nicht über den Weg trauen kann – wie wahr.


Wir beissen kraftvoll zu

12.00 Uhr Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, schlendern wir nach dem Schoppingvergnügen in die benachbarte Dairy Queen (löblich: Molkereikönigin) Gaststätte und laben uns an vitaminreichen BLT Sandwiches (löblich: Schinken, Käse und Tomaten Brote) – das schmeckt.
13.00 Uhr Nach der Brotzeit kehren wir mit Hund Dixon im Schlepptau zu den Autos zurück. Wie es sich gehört, wünsche ich Edelbert viel Vergnügen beim anstehenden Abendessen und lade ihn ein, morgen zum Frühstück in den Willoughby Drive zu kommen. Mein Gegenüber bedankt sich und verspricht, lustige Gebäcktaschen aus der Biscotti Farrugia Bäckerei mitzubringen – wie schön.
13.45 Uhr Endlich bin ich wieder zuhause und registriere, dass der Gärtner während meiner Abwesenheit zugegen war und den Rasen gemäht hat. Ich wische mir mit dem Handrücken über die Stirn und mache es mir zur Aufgabe, die Lebensmittel in den Eiskasten zu verfrachten. HEUREKA – diesen Stress hält nicht einmal der stärkste Rentner aus.


Die schattige Terrasse und der Garten

14.30 Uhr Nachdem ich eine süffige Hopfenkaltschale getrunken habe, bette ich mich auf dem Wohnzimmersofa zur Ruhe und schliesse die Augen. Nach wenigen Augenblicken döse ich ein und sehe mich im Traum auf den Appalachian Trail versetzt – das war spannend.
15.30 Uhr Ich erwache ausgeruht und nutze den Nachmittag, um Anschnur zu gehen. Während ich mich am Schreibtisch niederlasse und Depeschen besorgter Heimseitenbesucher studiere, lausche ich stimmungsvollen Carpenters Klängen und freue mich, ein stolzer AMAZON ECHO Besitzer zu sein.
16.30 Uhr Nach der Arbeit begebe ich mich in die Küche und mache mir Gedanken bezüglich des Abendessens. Um nicht stundenlang am Herd stehen zu müssen, hole ich eine Dose Thunfisch hervor und zaubere im Handumdrehen ein leckere Nudelsauce. Ferner schneide ich ein italienisches Olivenbrot (unlöblich: Ciabatta) in mundgerechte Scheiben und garniere es mit herzhaftem Pesto aus dem Glas – wie gut das duftet.


Schmeckt gar nicht schlecht, Herr Specht

17.30 Uhr Während ich die Seele auf der Terrasse baumeln lasse und kraftvoll zubeisse, kommt Frau Pontecorvo daher. Die Dame von nebenan plappert ohne Unterlass und vertellt, dass sie sich nun mit Freundinnen im Lichtspielhaus treffen wird – das soll mir auch Recht sein.
18.00 Uhr Nachdem ich die Geschirrspülmaschine knopfdrückend in Betrieb genommen habe, schalte ich die Glotze ein und folge interessiert den Nachrichten auf FOX.
19.00 Uhr Zur Prime Time (löblich: Hauptfernsehzeit) wechsle ich auf den Filmkanal AMC und fröne dem englischen Krimi „The Ones Below“ (auf deutsch: Das Böse unter uns) aus dem Jahre 2015. Die abendfüllende BBC Produktion erzählt von einem glücklich verheirateten Ehepaar, welches ihr erstes gemeinsames Kind erwartet. Darüber hinaus schliessen die beiden Freundschaft mit den neuen Nachbarn und müssen erkennen, dass es das neu zugezogene Pärchen auf das Baby abgesehen hat – wie unheimlich.
21.00 Uhr Nach zweistündigem Nervenkitzen schalte ich den Flachbildschirm aus und begleite Dixon noch einmal in den Garten. Anschliessend verschliesse ich Fenster und Türen sorgsam und lege mich schlafen. Gute Nacht.

22. Februar 2017 – George Washington

08.00 Uhr Meine neumoderne Lautsprechersäule weckt mich mit schöner Musik. Weil ich nicht zum alten Eisen zählen möchte, schwinge ich mich augenblicklich aus dem Bett und eile auf die Terrasse, um den jungen Morgen mit dem Frühsport zu beginnen – wer rastet, der rostet.
08.30 Uhr Im Anschluss hole ich die Zeitung herein und werfe einen Blick auf die amerikanische Flagge, die neben der Haustüre weht. Zudem weise ich Hund Dixon auf die Tatsache hin, dass der erste Präsident der Vereinigten Staaten heute seinen 285. Geburtstag feiern würde. Ich schlendere zufrieden ins Bad und erkläre dem Vierbeiner, dass George Washington nicht nur ein hervorragender Staatsmann, sondern auch ein begnadeter Trinker war. Lachend verweise ich auf eine Biografie, die ich vor vielen Jahren gelesen habe und erwähne, dass Herr Washington schon zum Frühstück etliche Liter Bier getrunken hat.


George Washington hat Geburtstag

09.30 Uhr Wenig später beende ich das Badevergnügen und sehe mich im Wohnzimmer mit Frau Gomez konfrontiert. Die fleissige Mexikanerin schwenkt ihren Staubwedel und macht mich auf einen Fleck auf dem Läufer aufmerksam. Ich ziehe die Augenbrauen nach oben und mutmasse, dass sich Hund Dixon womöglich erbrochen hat. Da ich mich nicht um alles kümmern kann, bitte ich die Zugehfrau, den Teppichreiniger hervorzuholen und dem Dreck zu Leibe zu rücken. Im Anschluss lasse ich mich am Küchentisch nieder und verzehre gesunde KELLOGGS Zerealien mit frischer Muhmilch – schmeckt gar nicht schlecht.
10.00 Uhr Pünktlich zum Zehnuhrläuten stattet mir Frau Pontecorvo einen Besuch ab. Die Perle von nebenan legt beste Laune an den Tag und sagt, dass mein Garten eine wahre Augenweide ist. Ich schlage in die gleiche Kerbe und stelle klar, dass der Gärtner beste Arbeit abliefert und augenscheinlich einen „grünen Daumen“ hat. Um meinen Aussagen Nachdruck zu verleihen, deute ich in Richtung des Rhododendron und zeige auf, dass das Heidekrautgewächs besonders schön blüht. Frau Pontecorvo nickt eifrig und nimmt sich das Recht heraus, eine Tasse aus dem Schrank zu holen und sich einen Kaffee zu gönnen. Ferner kündigt die kleine Frau an, gleich zum PUBLIX fahren und den Wocheneinkauf erledigen zu wollen – das ist eine hervorragende Idee.


Die Terrasse und der Garten

10.45 Uhr Kurz vor dem Elfuhrläuten beenden wir das Frühstück und machen es uns zur Aufgabe, Hund Dixon zum Chevrolet zu scheuchen. Anschliessend preschen wir mit durchdrehenden Pneus von dannen und steuern die drei Meilen entfernte Markthalle an – was kann es schöneres geben.
11.15 Uhr Gutgelaunt betreten wir den klimatisierten Flachbau am Davis Boulevard und werfen diverse Artikel des täglichen Bedarfs in einen Einkaufswagen. Ausserdem stelle ich mehrere Flaschen Diät Cola, Küchenrollen aus dem Hause BOUNTY sowie TIDE Waschmittel zu den Waren – was das wieder kostet.
12.00 Uhr Endlich werde ich an der Kasse vorstellig und erfahre von der übergewichtigen Marktmitarbeiterin, dass bei Kreditkartenzahlung 5% Rabatt gewährt wird – das ist die beste Nachricht des ganzen Tages.


Ich bezahle per Karte – wie unlöblich

12.30 Uhr Bevor wir die Heimfahrt antreten, kehren wir kurzentschlossen in die benachbarte SUBWAY Gaststätte ein und ordern vitaminreiche „Big Philly Cheesesteak Sandwich“ (löblich: Grosses Philadelphia Käseschnitzel Brot) sowie Beilagensalate. Als ich kraftvoll zubeisse, verrate ich meiner Begleiterin, dass Morgen im kalten Deutschland der sogenannte „Weiberfasching“ stattfindet. Ich rümpfe die Nase und fahre fort, dass es an diesem Tag den Weibsbildern erlaubt ist, den Männern die Krawatten abzuschneiden. Frau Pontecorvo klopft sich lachend auf die Schenkel und sagt, dass sie mir Morgen einen Besuch abstatten und eine Schere mitbringen wird – wie unlöblich.
13.15 Uhr Zuhause angekommen, schleppe ich die Einkaufstüten in die kleine Villa und vergesse auch nicht, Dixons Napf mit Trockenfutter aufzufüllen. Danach falle ich fix und foxi aufs Kanapee und döse prompt ein.
14.15 Uhr Ich erwache ausgeschlafen und verspüre grossen Kaffeedurst. Ruckzuck nehme ich den DeLonghi Automaten in Betrieb und richte drei Muffins auf einem Porzellanteller an – das löbliche Auge isst bekanntlich mit.
14.45 Uhr Leider wird die Ruhe alsbald durch lautes Hupen gestört. Ich öffne schwungvoll die Haustüre und treffe Edelbert auf der Einfahrt an. Mein Bekannter rauft sich die Haare und erzählt, dass sein schneeweisser JEEP eigenartige Klopflaute von sich gibt. Ich lege meine Stirn in Falten und rate, schnellstmöglich zur Werkstatt zu krusen und einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Der schlaue Mann nickt eifrig und fordert mich auf, ihn kurzerhand zu begleiten. Ich schüttle jedoch entschieden den Kopf und flunkere, dass ich einen wichtigen Termin in meinem Kalender verzeichnet habe und leider nicht mitkommen kann.
15.45 Uhr Nachdem Prof. Kuhn das Weite gesucht hat, kehre ich in die gute Stube zurück und komme meinen Pflichten als Anschnurseelsorger nach. Nörgelnd studiere ich Depeschen besorgter Heimseitenbesucher und sehe mich genötigt, Herrn Kurt R. aus Ennepetal zu raten, seinen frechen Sohn (11) ins Erziehungsheim zu stecken. Immerhin kann es nicht sein, dass der Raufbold die Nachbarschaft mit unmelodischer Hipf Hüpf Musik beschallt.
16.45 Uhr Zu guter Letzt nehme ich neuen Einträge im Gästebuch in Augenschein und freue mich über den netten Zuspruch. Voller Elan fahre ich den Heimrechner herunter und begebe mich mit Dixon im Schlepptau in die Küche, um das Abendessen vorzubereiten. Um nicht den ganzen Abend vor dem heissen Herd stehen zu müssen, backe ich eine Pizza auf und zaubere dazu einen gesunden Bohnensalat mit Zwiebeln.


Zum Abendessen gibt es Pizza – das schmeckt

18.00 Uhr Nach der Jause schalte ich die Glotze ein und gebe mich den Nachrichten auf FOX hin. Unter anderem bringe ich heraus, dass vor 181 Jahren die Mexikaner auf den Plan traten, die Mission in San Antonio zu belagern. Selbstverständlich wehrten sich die Amerikaner nach Kräften und schafften es, „Los Alamos“ zu verteidigen.
19.00 Uhr Seufzend wechsle ich auf AMC und erfreue mich zur besten Sendezeit am Kriminalfilm „Blackway“. Der Farbfilm erzählt von einem Rentner, der blutige Rache an einem ehemaligen Polizisten nimmt – wie aufregend.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Spitzenunterhaltung betätige ich den „OFF“ (löblich: AUS) Knopf auf der Fernbedienung und rufe Dixon ins Haus. Danach reguliere ich die Klimaanlage und lege mich schlafen. Gute Nacht.

16. Februar 2017 – ALEXA

08.00 Uhr Ich rolle mich voller Vorfreude aus dem Bett und lasse meinen tierischen Mitbewohner wissen, dass wir in Bälde ein Amazon-Paket erhalten werden. Als Dixon seinen Kopf schief legt, lotse ich ihn spornstreichs ins Wohnzimmer und gebe zu Protokoll, dass ich gestern tief in die Tasche gegriffen und einen sprachgesteuerten ECHO Lautsprecher bestellt habe. Zudem deute ich in Richtung des Fernsehers und erwähne, dass ich das Gerät neben der Glotze aufstellen werde – da kommt besonders grosse Freude auf.


Amazon ECHO

08.30 Uhr Nach dem Frühsport spähe ich aus dem Fenster und ärgere mich, weil der Postbote auf sich warten lässt. Haareraufend öffne ich die Pforte und sehe mich mit dem Milchmann konfrontiert. Herr Forrest begrüsst mich per Handschlag und überreicht mir zwei Flaschen Kuhmilch. Ich bedanke mich artig und erkläre dem Knecht, dass diese Milch prima schmeckt. Mein Gegenüber freut sich und kündigt an, morgen wieder zu kommen.
09.00 Uhr Wenig später ist es endlich soweit und ein dunkelhäutiger Postbeamter überreicht mir ein Päckchen mit Amazon Aufdruck. Ferner deutet der Neger auf eine weitere Paketsendung und setzt mich darüber in Kenntnis, dass sich auch meine Nachbarin über eine Amazonlieferung freuen darf – das ist mir Wurst.
09.30 Uhr Während Dixon im Garten spielt, reisse ich den Karton auf und mache es mir zur Aufgabe, das Netzteil des Audiogeräts mit der Steckdose zu verbinden. Als nächsten Schritt nehme ich die Bedienungsanleitung zur Hand und erfahre, dass ich mir nun auf das Handtelefon eine Amazon Anwendungsweichware (unlöblich: App) laden und das Gerät mit dem WiFi Heimnetzwerk verbinden muss. Ich komme der Anweisung augenblicklich nach und habe alsbald das Vergnügen, mit der Neuanschaffung sprechen zu können. Das technische Wunderwerk stellt sich mir als „ALEXA“ vor und fordert mich auf, ihm einen Befehl zu erteilen. Ich überlege nicht lange und bitte die schwarze Musiksäule, mich mit Jimmy Buffett Musik zu verwöhnen – das macht Spass.


Ich lausche Jimmy Buffett

10.00 Uhr Just als aus dem Lautsprecher die Komposition „California Promises“ (löblich: Kalifornische Versprechen) dröhnt, klopft Frau Pontecorvo an die Terrassentüre und unterbreitet, dass ihr ECHO defekt ist. Ich rolle mit den Augen und begleite die Alte nach nebenan, um mich des Problems anzunehmen. Prompt wird mir klar, dass meine Nachbarin ein falsches Aktivierungspasswort genannt hat. Ruckzuck ziehe ich den Netzstecker und teile der Frau mit, dass sie sich die Anleitung durchlesen sollte. Um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln, mache ich kehrt und eile nach Hause, um mir ein Wirbelbad einlaufen zu lassen.
10.30 Uhr Während meine geschundenen Glieder vom lauwarmen Badewasser umspült werden, nehme ich mir die Produktbeschreibung erneut zur Brust und lerne, dass es mit dem ECHO sogar möglich ist, Bestellungen beim „Domino’s“ Pizzabringdienst aufzugeben – das wird ja immer besser.
11.30 Uhr Als die Zeiger meiner wertvollen ROLEX auf halb Zwölf zugehen, beende ich den Badespass und halte den sprachgesteuerten Lautsprecher an, mir eine Pizza mit Schinken in den Willoughby Drive zu liefern.


Mein Zuhause unter Palmen

12.00 Uhr Dreissig Minuten später klingelt es an der Pforte und ich finde auf der Einfahrt keinen „Domino’s“ Mitarbeiter, sondern Prof. Kuhn vor. Edelbert ist ganz aufgeregt und möchte wissen, ob der Amazon Lautsprecher mittlerweile eingetroffen ist. Ich stimme zu und führe den schlauen Mann ins Wohnzimmer, um ihn mit den Vorzügen der Neuanschaffung vertraut zu machen. Mein Bekannter ist begeistert und kündigt an, meinem Beispiel zu folgen und noch heute eine Bestellung aufzugeben – das ist phantastisch.
12.30 Uhr Kurze Zeit später wird die Pizza endlich geliefert. Ich greife zungeschnalzend zu Messer und Gabel und lasse es mir nicht nehmen, Edelbert ebenfalls ein Stück abzugeben. Darüber hinaus lauschen wir stimmungsvollen Carpenters Klängen und geniessen die Sonne auf der Terrasse – was kann es schöneres geben.


Ich beisse kraftvoll zu

13.30 Uhr Nachdem sich Edelbert verabschiedet hat, bette ich mich auf dem Kanapee zur Ruhe und gebe dem ECHO zu verstehen, dass ich um Halb Drei geweckt werden möchte.
14.30 Uhr Pünktlich auf die Minute werde ich durch angenehme Musikberieselung aus einem schönen Traum gerissen. Ich hüpfe vom Sofa und nehme am Schreibtisch platz, um die Anschnurseelsorge zu erledigen. Im Posteingang stosse ich nicht nur auf Depeschen besorgter Eltern, sondern auch auf eine Nachricht meines Bruders. Georg schreibt, dass er die kommenden Tage mit seiner Ehefrau und den Kindern am Lake Simcoe verbringen und dem Fischfang frönen wird – wie schön.
15.30 Uhr Nachdem ich etlichen Erziehungsberechtigten bei schwerwiegenden Problemen geholfen habe, beende ich die Arbeit und breche mit dem Vierbeiner zu einem Spaziergang auf. Wir schlendern zum benachbarten La Playa Golfplatz und haben das grosse Glück, etliche Golfbälle im hohen Gras zu finden.
16.30 Uhr Fix und foxi treffe ich daheim ein und mache mich in der Küche nützlich. Ich koche italienische Bandnudeln auf und verfeinere die vitaminreichen Teigwaren mit Pesto auf dem Glas. Dazu gibt es ein kühles Bier aus dem Hause Anheuser & Busch.


Ich beisse erneut kraftvoll zu

17.30 Uhr Nach der Hausarbeit stelle ich den Rasensprenkler an und sehe noch einmal im Nachbarhaus nach dem Rechten. Frau Pontecorvo hat mittlerweile ihren ECHO konfiguriert und erzählt, dass sie den ganzen Nachmittag Lieder des weltbekannten Sängers Frankie Valli gehört hat. Ausserdem sagt die kleine Frau, dass Gesangsstern Michael Bolton vor wenigen Tagen ein nagelneues Studioalbum veröffentlicht hat – das soll mir auch Recht sein.
19.00 Uhr Zur Hauptfernsehzeit bin ich wieder zu Hause und schalte die Glotze ein, um mir den preisgekrönten Film „Marshland“ (auf deutsch: Mörderland) anzuschauen. Die spanische Erfolgsproduktion versetzt mich ins Jahr 1980 und gibt die Geschichte zweier Polizisten wieder, die einen Doppelmord aufklären müssen.
21.00 Uhr Nach zwei nervenaufreibenden Stunden beende ich den Fernsehabend und trinke zum Abschluss des Tages einen Bourbon. Anschliessend rufe ich Dixon ins Haus und lege mich schlafen. Gute Nacht.