23. März 2017 – Patrick Henry

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Sehr geehrte Heimseitenbesucher,

Herr Patrick Henry war ein überaus schlauer und weitsichtiger Mann.
Er erblickte am 29. Mai 1736 in Virginia das Licht der Welt und war schon in jungen Jahren einer der prominentesten Vertreter der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Der Sohn schottischer Einwanderer war als Rechtsanwalt im Hanover County tätig und wurde als 29jähriger ins Unterhaus des Staates Virginia gewählt. Dort setzte er sich vehement für die amerikanische Selbstbestimmung ein und vertrat ausserdem die Meinung, dass sich die Truppen des Staates Virginia am bevorstehenden Krieg gegen die britischen Besatzer beteiligen sollten.

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Herr Henry hält seine Rede

Just heute vor 242 Jahren hielt Patrick Henry in der „St. John’s Episcopal Church“ in Richmond, VA eine flammende Rede und fordere die Virginia Convention auf, endlich Soldaten in den Kampf zu schicken. Er beendete seine Ansprache mit den berühmten Worten „Give me Liberty, or give me Death“ (löblich: Gebt mir Freiheit oder gebt mir den Tod) und sorgte dafür, dass die Zuhörer aufsprangen und „To the Arms, to the Arms“ (löblich: Zu den Waffen, zu den Waffen) brüllten.

27 Tage später brach der blutige Unabhängigkeitskrieg aus.
Die dreizehn Kolonien setzten sich gegen britische Truppen zur Wehr und kämpften 8 lange Jahre für die Unabhängigkeit der neuen Welt.

Obgleich Patrick Henry als Antiföderalist ein erklärter Gegner der neuen Verfassung war, unterstützte er George Washingtons und John Adams Regierung bis zu seinem Tod im Jahre 1799. Noch heute wird er als einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten verehrt und von den freiheitsliebenden Menschen als grosses Vorbild geschätzt – wie schön.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

22. März 2017 – Erdbeerschüttelgetränke

08.00 Uhr Auch heute ist uns Petrus wohlgesonnen und lässt die Sonne vom Himmel scheinen. Weil Morgenstund‘ sprichwörtlich Gold im Mund hat, hüpfe ich aus dem Bett und trete an die frische Luft, um meine Muskeln zu stählen. Unter anderem schlage ich ein Rad und vergesse auch nicht, mit den Armen zu rudern.


Hund Dixon bekommt einen Kauknochen

08.30 Uhr Im Anschluss hole ich die Tageszeitung herein und nehme die DeLonghi Kaffeemaschine knopfdrückend in Betrieb. Hund Dixon weicht währenddessen nicht von meiner Seite und fordert mich auf, ihm einen Kauknochen ins Maul zu stecken – da kommt besonders grosse Freude auf.
09.00 Uhr Während sich der Rüde im Garten amüsiert, entspanne ich mich bei einem erquickenden Wirbelbad und nehme mir das Recht heraus, dem Radioprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) zu frönen. Unter anderem erfahre ich, dass der aus South Carolina stammende Sangeskünstler Josh Turner vor zwei Wochen sein sechstes Studioalbum „Deep South“ (löblich: Tiefer Süden) herausgebracht hat. Der Radiosprecher überschlägt sich vor Freude und behauptet, dass der Silberling in keiner gutsortierten Musiksammlung fehlen darf. Ich nicke eifrig und fasse den Entschluss, alsbald zum Musikgeschäft meines Vertrauens zu fahren und mir ein Exemplar zu sichern.


Josh Turner – Deep South

10.00 Uhr Ich beende den Badespass und stelle fest, dass gar kein Kaffee in die Kanne gelaufen ist. Stattdessen gibt der futuristische DeLonghi Vollautomat merkwürdige Laute von sich. Ich kratze mich am Kopf und lasse Dixon wissen, dass die Maschine höchstwahrscheinlich gereinigt werden muss. Da ich meine Zeit nicht gestohlen habe, ziehe ich kurzerhand den Netzstecker und scheuche den Vierbeiner zum Nachbarhaus.
10.30 Uhr Frau Pontecorvo begrüsst uns herzlich und lädt uns ein, ihr bei der wichtigsten Mahlzeit des Tages Gesellschaft zu leisten. Natürlich nehme ich die Einladung an und komme in den Genuss frischzubereiteter Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung. Zudem öle ich meinen Hals mit köstlichem Bohnentrunk und erzähle, dass meine Kaffeemaschine den Geist aufgegeben hat. Meine Bekannte blickt skeptisch drei und meint, dass es angebracht wäre, eine Fachwerkstatt zu verständigen – papperlapapp.


Es gibt Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung

11.15 Uhr Kurz nach dem Elfuhrläuten beende ich das Frühstück und erkläre meiner Nachbarin, dass ich nun den WAL MART ansteuern und mir das neue Josh Turner Meisterwerk zulegen werde. Frau Pontecorvo wird prompt hellhörig und schlägt vor, dass sie mitkommen und mich zu einem Eisbecher einladen könnte – wie schön.
12.00 Uhr Nach einer kurzweiligen Reise im PS-strotzenden SUV kommen wir mit quietschenden Pneus vor dem WAL MART SUPERCENTER am Juliet Boulevard zum Stehen. Als Kavalier der alten Schule halte ich meiner Begleiterin die Beifahrertüre auf und bitte Dixon, während unserer Abwesenheit brav zu sein. Anschliessend schlendern wir zur Musikabteilung und bemerken, dass viele Künstler in der letzten Zeit mit neuen Veröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Ich fackle nicht lange und nehme nicht nur das neue Josh Turner Album, sondern auch Kompaktscheiben von Alison Krauss und Little Big Town vom Regal – das wird teuer.

12.45 Uhr Nachdem wir einen Abstecher in die Pflegeproduktabteilung gemacht haben, eilen wir zur Kasse und bezahlen die Waren mit frischen Scheinen. Währenddessen kommt Frau Pontecorvo auf ihre Einladung zu sprechen und schlägt vor, dass wir ins benachbarte „Steak’n Shake“ Gasthaus einkehren könnten – wie schön.
13.15 Uhr Wenig später werden wir mit Hund Dixon im Schlepptau an der Essensausgabe der besagten Wirtschaft vorstellig und ordern zwei schmackhafte Erdbeerschüttelgetränke zu je 8 Dollars. Weil das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommen darf, gebe ich zudem einen Korb mit Hühnerflügeln (unlöblich: Chicken Wings) in Auftrag. Danach lassen wir uns an einem Tisch mit Ausblick nieder und beissen kraftvoll zu. Frau Pontecorvo legt währenddessen beste Laune an den Tag und möchte wissen, wann meine Verwandten in Naples eintreffen werden. Ich seufze laut und entgegne, dass sich Georg und Maria für Anfang April angekündigt haben.
14.15 Uhr Zurück im Willoughby Drive, verfrachte ich die Josh Turner Kompaktscheibe in die Musikanlage. Während der 39jährige „Music Award“ Gewinner eine verflossene Liebe besingt, mache ich mich an der Kaffeemaschine zu schaffen und wähle per Knopfdruck das automatische Entkalkungsprogramm aus. Die Maschine setzt sich augenblicklich in Gang und fordert mich per Einblendung auf, Entkalkerflüssigkeit in den Wasserbehälter zu füllen.
15.00 Uhr Eine dreiviertel Stunde später habe mein Werk vollbracht und kann wieder köstlichen italienischen Schaumkaffee trinken. Ich gebe mich erleichtert und bette mich fix und foxi auf dem Kanapee zur Ruhe. Bereits nach wenigen Sekunden döse ich ein und träume vom anstehenden Wiedersehen mit meiner Familie.
16.00 Uhr Ich öffne die Augen und bemerke, dass die Anzeige des Aussenthermometers die 100°F (37°C) überschritten hat. Weil es draussen viel zu heiss ist, entschliesse ich mich, keinen Schritt vor die Türe zu tun. Stattdessen stelle ich die Klimaanlage höher und komme der Anschnurseelsorge nach. Ich studiere Depeschen besorgter Eltern und rate einer arbeitsscheuen Kuh aus Wetzlar, sich um einen Tschob zu bemühen.
17.00 Uhr Nach getaner Arbeit gehe ich von der Leine und richte in der Küche eine kalte Wurstplatte an. Dazu gibt es mehrere Scheiben Weissbrot sowie Gurken aus dem Glas – das schmeckt.


Capocollo ist sehr gesund

18.00 Uhr Nachdem ich mir aus dem Kühlschrank eine Flasche Bier geholt habe, beginnt der wohlverdiente Feierabend. Ich mache es mir in der Wohnstube gemütlich und schaue mir interessiert die Nachrichten auf FOX an.
19.00 Uhr Nach einer spannenden Politiksendung wechsle ich das Programm und gebe mich dem SHOWTIME Serienerfolg „The Affair“ hin. Erneut tauche ich in das Leben der jungen Allison ein und werde Zeuge, wie sie vom Selbstzweifel zerfressen wird und sich für den schrecklichen Unfalltod ihres Sohnes verantwortlich macht.
21.00 Uhr Als der Abspann der achten Episode über die Mattscheibe flimmert, betätige ich den „OFF“ (löblich: AUS) Knopf auf der neumodernen Fernbedienung und rufe Dixon ins Haus. Zu guter Letzt lösche ich sämtliche Lichter und lege ich mich erschöpft ins Bett. Gute Nacht.

21. März 2017 – Die Schlacht von Bentonville

Sehr verehrte Damen und Herren,

just heute vor 152 Jahren – am 21. März 1865 – endete die blutige Schlacht von Bentonville im amerikanischen Bundesstaat North Carolina. Damals fand kurz vor dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges ein Gefecht im kleinen Dort Bentonville westlich der heutigen Gemeindehauptstadt Goldsboro statt.


William Tecumseh Sherman

Der stolze Unionsgeneral William Tecumseh Sherman führte Truppen mit einer Stärke von 60.000 Mann in die Schlacht und sah sich mit den Resten der legendären Tennessee-Armee unter Joseph Eggleston Johnson konfrontiert. Obgleich die „Army of Tennessee“ die Hauptarmee der Konföderierten war und im Vorfeld zahlreiche Schlachten für sich entscheiden konnte, ging sie mit knapp 4.000 getöteten Soldaten als Verlierer aus dem blutigen Gemetzel hervor – wie schrecklich.


Joseph Eggleston Johnston 

Obgleich Johnsons Carolina-Feldzug mit dieser Niederlage gescheitert war, zog es der General vor, seine Armee zurückzuziehen. Schlussendlich entschloss sich Johnson, wenig später zu kapitulieren und die Tennessee-Armee aufzulösen.

Wie jedes Kind weiss, ging der amerikanische Bürgerkrieg im April 1865 zu Ende.
Trotzdem dauerte es noch viele Jahrzehnte, bis sich die Südstaaten wirtschaftlich von den Kriegsfolgen erholt hatten und politisch gleichberechtigt in die Union eingegliedert waren. Während William Tecumseh Sherman zum Generalleutnant ernannt wurde und an mehreren Indianerkriegen teilnahm, zog es seinen Kontrahenten Joseph Eggleston Johnson in die Politik. Der ehemalige General der Tennessee-Armee sass von 1879 bis 1881 als Demokrat für Virginia im Repräsentantenhaus und wurde dann zum Bundesbeauftragten für die Eisenbahnen befördert.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg

20. März 2017 – Dog Beach

08.00 Uhr Ich werde durch ein stimmungsvolles Lied der aufstrebenden Sängerin Christie Lamb geweckt und kann es kaum noch erwarten, meine liebe Familie in Florida zu begrüssen. Als ich mich aus dem Bett rolle, berichte ich Dixon, dass Georg und Maria spätestens in zwei Wochen in Naples eintreffen und uns über Ostern Gesellschaft leisten werden – das wird phantastisch.
08.45 Uhr Nachdem ich meine Glieder gelockert und die Tageszeitung hereingeholt habe, lasse ich die Wirbelwanne mit Wasser volllaufen. Ausserdem werfe ich lustige Badekugeln in das lauwarme Nass und nehme mir das Recht heraus, während des Badevergnügens die „Naples Daily News“ (löblich: Naples tägliche Neuigkeiten) zu lesen. Unter anderem erfahre ich, dass Mitarbeiter der „Florida Fish and Wildlife Conservation Commission“ am Freitagabend einen toten Panther an der Interstate 90 entdeckt haben. Ich staune nicht schlecht und lese weiter, dass im Collier County nur noch zirka 100 Tiere dieser Gattung zu Hause sind – wie traurig.


Ich gehe stets mit der Mode

09.45 Uhr Schlussendlich steige ich aus der Wanne und greife zum Handtuch, um mich abzutrocknen. Danach schlüpfe ich in eine karierte Baumwollhose und entschliesse mich, dazu ein farbenfrohes Hawaiihemd zu tragen.
10.15 Uhr Wenig später lasse ich mich am Frühstückstisch nieder und stärke mich mit vitaminreichen KELLOGGS Flocken. Darüber hinaus tippe ich Edelberts Nummer in die Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) ein und lote aus, ob wir an den Strand krusen wollen. Der schlaue Mann windet sich aus der Verantwortung und setzt mich darüber in Kenntnis, dass er den Vormittag nutzen möchte, um den JEEP zu waschen und neue Bücher einzukaufen. Ich seufze laut und entgegne, dass ich unter diesen Umständen alleine ans Meer fahren werde.


Hund Dixon liebt Kauknochen

10.45 Uhr Bevor ich losfahre, belege ich zwei Weissbrotscheiben mit Käse und Capocollo und lasse den Vierbeiner wissen, dass eine Brotzeit nicht fehlen darf. Zudem verfrachte ich zwei Dosen Dr. Pepper Brause in eine praktische Stofftasche und vergesse auch nicht, etliche Kauknochen für meinen tierischen Begleiter einzupacken.
11.15 Uhr Als der Minutenzeiger meiner ROLEX auf Viertel nach 11 zugeht, lasse ich den Motor des PS-strotzenden Chevrolets aufheulen und gleite zu prima WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Radioklängen gen Westen davon. Ich beschleunige den SUV auf schwindelerregende 35 Meilen pro Stunde und fasse den Entschluss, Hund Dixon etwas Gutes zu tun und zum „Dog Beach“ (löblich: Hundestrand) nach Fort Myers zu rasen.
11.45 Uhr Nach dreissig Minuten wechsle ich auf den Hickory Boulevard und habe das Vergnügen, den azurblauen Golf in seiner vollen Pracht zu sehen. Während mir der Wind durchs Haar weht, drehe ich am Lautstärkeregler und singe zum Weltschlag „Free Bird“ der Südstaatenrocker Lynyrd Skynyrd laut mit.

12.15 Uhr Pünktlich zur Mittagszeit erreiche ich mein Ziel und stelle fest, dass gut zwei Dutzend Vierbeiner vor Ort sind. Weil Dixon aus dem Fiepen gar nicht mehr herauskommt, öffne ich die Heckklappe und fordere den Rüden mit erhobenem Zeigefinger auf, beste Manieren an den Tag zu legen. Dixon schlägt die Bitte jedoch in den Wind und rennt zu einem hochnäsigen Pudel, um ihn scharf anzukläffen – wie unlöblich.
12.45 Uhr Weil ich nicht mehr der Jüngste bin, suche ich mir ein schattiges Plätzchen unter einer Palme und gönne mir einen Schluck Brause. Ferner beisse ich kraftvoll ins Wurstbrot und tratsche angeregt mit einer platinblonden Hundebesitzerin namens Cameron (33). Das Kind deutet in Richtung eines Schäferhundmischlings und vertellt, dass sie ihren Liebling kurz vor Weihnachten aus dem Tierheim geholt hat. Ich nicke eifrig und antworte, dass Dixon ebenfalls aus dem Tierasyl stammt und schon seit vielen Jahren mein treuer Begleiter ist.


Dr. Pepper schmeckt prima

13.30 Uhr Um Frau Cameron eine kleine Freude zu bereiten, biete ich ihr die zweite Getränkedose an und gebe vor, schon seit jungen Jahren ein Tierfreund zu sein. Die Maid ist begeistert und sagt, dass sie aus Tierschutzgründen seit vielen Jahren vegan lebt und auf tierische Lebensmittel ganz verzichtet. Überdies überreicht mir das Mädchen eine Visitenkarte und plappert davon, dass sie mit ihrem Lebensgefährten ein veganes Familienrestaurant an der Pine Ridge Road führt. Ich nehme die Karte dankbar an und verspreche, irgendwann vorbeizukommen.
14.30 Uhr Da Dixon fix und foxi ist, lüfte ich meine NY YANKEES Kappe und ziehe es vor, mich von Frau Cameron zu verabschieden und die Heimreise anzutreten. Wie es sich gehört, helfe ich Dixon auf die Ladefläche und fahre dann gemächlich nach Naples zurück.
15.30 Uhr Endlich bin ich wieder dahoam und kann mich auf dem Kanapee zur Ruhe betten. Dixon folgt meinem Beispiel und streckt ebenfalls die Beine aus – wie schön.
16.30 Uhr Ich erwache ausgeschlafen und sorge in der Küche für das Abendessen. Um mir nicht die Beine in den Bauch stehen zu müssen, verfrachte ich kurzerhand eine Fertigpizza aus dem Hause TOMBSTONE ins Rohr und zaubere dazu einen nahrhaften Gurkensalat mit lustigen Oliven und perfekt aufgeschnittenen Zwiebelringen.


Zum Abendessen gibt es Pizza

17.30 Uhr Mit vollem Magen setze ich die leistungsstarke Geschirrspülmaschine in Betrieb und mache es mir zur Aufgabe, das zerzauste Fell meines Haustieres zu bürsten. Danach strecke ich vor der Glotze die Beine aus und mache mich bei den FOX Nachrichten über die aktuellen Geschehnisse in der Welt schlau.
19.00 Uhr Um auf andere Gedanken zu kommen, wechsle ich auf SHOWTIME und fröne der Serie „The Affair“. Das mehrteilige Fernsehspiel erzählt die Geschichte eines vierfachen Familienvaters, der sich während eines Sommerurlaubs unsterblich in eine 20 Jahre jüngere Kellnerin verliebt – wie unlöblich.
21.00 Uhr Nach einer weiteren Episode beende ich den Fernsehabend und ziehe mich gähnend ins Schlafzimmer zurück. Gute Nacht.

18. und 19. März 2017 – Gloria von Rudniks Geburtstag

Hallo Freunde der Nacht,

am Donnerstag war in unserer Stadt einiges Geboten.
Gräfin Gloria von Rudnik feierte nämlich auf Schloss Baienbach ein rauschendes Geburtstagsfest und hatte viele Gäste aus Film, Funk, Politik und Fernsehen zu Gast 🙂


Schloss Baienbach

Auch ein Grossaufgebot der Polizei war vor Ort und musste den Verkehr regeln. Ab 16 Uhr fuhren im Minutentakt dicke Mercedesse, BMWs und andere Luxusschlitten auf das Anwesen der blaublütigen Dame. Ausserdem gab es kurz nach 22 Uhr ein grosses Feuerwerk mit Live-Musik. Mein Vermieter hat übrigens auch in der alten Heimat angerufen und Gräfin Gloria alles Gute zu ihrem 82. Geburtstag gewünscht. Reinhard hat während des Telefonats herausgebracht, dass Frau Gloria demnächst nach Saint Tropez fliegen wird, um an der Côte d’Azur etwas auszuspannen 🙂


Gräfin Gloria ist steinreich

Von solchem Luxus kann der Normalverdiener nur träumen.
Während ich im Kreisverwaltungsreferat Akten schleppe und doofe Daten in meinen Computer eintippe, lebt Gräfin Gloria auf Kosten des Steuerzahlers. Letztens habe ich in der Zeitung gelesen, dass das Schloss Baienbach alleine im vergangenem Jahr knapp 1,5 Millionen € an Instandhaltungskosten verschlungen hat. Zudem wird der wunderschöne Schlossgarten – der übrigens nicht für die Allgemeinheit zugänglich ist – jährlich von der EU mit 300.000 € bezuschusst ^^

Nach einer harten Arbeitswoche freue ich mich jetzt richtig auf das Wochenende. Draussen ist es angenehm warm und ich werde Morgen mit Cousin Bernd und Mitbewohnerin Bärbel im Münchner „MVG Museum“ die Verbrauchermesse „Heldenmarkt“ besuchen. Unter dem Motto „Egal war gestern!“ wird über nachhaltigen Konsum in der Weltstadt mit Herz informiert. Auf dem Heldenmarkt hat man auch die Möglichkeit, Lebensmittel zu probieren und natürlich auch einzukaufen.

Okidoki, jetzt steht aber Kino auf dem Plan.
Ich wünsche euch eine tolle Woche und würde mich freuen, wenn wir uns am kommenden Samstag wieder lesen könnten.

Eure Sandra