10. April 2018 – Demonstration und Sonderabfüllung

08.00 Uhr Ich öffne die Augen und bemerke, dass sich Hund Dixon hechelnd am Bett eingefunden hat. Weil ich ein Tierfreund bin, streichle ich dem Racker über den Kopf und frage nach, ob er Hunger hat. Der Rüde leckt sich spornstreichs die Lefzen und flitzt wie von Sinnen in die Küche – wie lustig.
08.15 Uhr Nachdem ich ROYAL CANIN Trockenfutter in den Napf meines Haustieres geschüttet habe, absolviere ich auf der Terrasse die Morgengymnastik. Darüber hinaus telefoniere ich mit Edelbert und merke an, dass die Getränke zur Neige gehen und ich mich genötigt sehe, zu Bob’s Liquor Store zu krusen. Der schlaue Mann plappert ohne Unterlass und entgegnet, dass er mich begleiten und ebenfalls bayerisches Bier einkaufen wird – wie aufregend.
08.30 Uhr Weil man sich nicht ungewaschen an den Frühstückstisch setzen sollte, nehme ich mit einem erfrischenden Wirbelbad Vorlieb. Währenddessen blättere ich interessiert in der Tageszeitung und bringe heraus, dass Schüler einer örtlichen Bildungseinrichtung am kommenden Wochenende gegen die “National Rifle Association” (löblich: Nationaler Waffenverband) demonstrieren wollen. Ich staune nicht schlecht und erfahre weiter, dass die NRA gegen das verschärfte Waffengesetz im Sonnenscheinstaat geklagt hat und den Erwerb von Schusswaffen wieder erleichtern möchte – das soll mir auch Recht sein.


Auch ich besitze ein Schiesseisen

09.30 Uhr Nach dem Badevergnügen schlage ich mir den Bauch mit gerösteten Weissbrotscheiben (unlöblich: Toast), hauchdünn aufgeschnittenem Capocollo sowie Rühreier voll. Ausserdem schlürfe ich brühfrischen Bohnentrunk und vergesse auch nicht, ein grosses Glas O-Saft zu trinken – das tut gut.
10.00 Uhr Pünktlich zum Zehnuhrläuten nehme ich die Geschirrspülmaschine in Betrieb und scheuche Dixon zum Auto, um das Alkoholgeschäft meines Vertrauens anzusteuern. Um für gute Stimmung zu sorgen, schalte ich den Radio an und erfreue mich an prima WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) Klängen – das macht Spass.
10.30 Uhr Wenig später komme ich mit quietschenden Bremsen vor Bob’s Liquor Store zum halten und kann mit Edelbert und dem Vierbeiner im Schlepptau das gutsortierte Geschäft betreten. Herr Bob heisst uns herzlich Willkommen und macht uns auf den Umstand aufmerksam, dass in der letzten Woche eine Bierlieferung aus unserer weissblauen Heimat eingetroffen ist. Wir reiben uns die Hände und verladen augenblicklich zwei Kisten Erdinger Weissbier in den Einkaufswagen – da kommt besonders grosse Freude auf.
11.00 Uhr Im Anschluss nehmen wir die in einer Glasvitrine ausgestellten Edelbrände in Augenschein und werden auf einen besonders teuren Whiskey aufmerksam. Der Ladeninhaber versorgt uns mit wissenswerten Informationen und belehrt, dass es sich hierbei um einen sogenannten “Small Batch Bourbon” handelt, der in ausgewählten Fässern gereift ist. Ferner vernehmen wir, dass die “Elijah Craig” Sonderabfüllung aus der weltbekannten “Heaven Hill Distillery” stammt und mit einer besonders süssen Note überzeugen kann – das hört sich interessant an.


Ein Whiskey ist sehr bekömmlich

11.30 Uhr Weil man sich ab und zu etwas besonderes leisten sollte, fackle ich nicht lange und bitte Herrn Bob, mir eine Flasche auszuhändigen. Danach verlassen wir um ein kleines Vermögen erleichtert das Fachgeschäft und kehren in die benachbarte “Burger King” (löblich: Burger König) Schnellgaststätte ein. Während ich mich für ein Chicken Combo Menue (löblich: Hühner Combo Menü) entscheide, wählt Edelbert am Verkaufstresen einen vitaminreichen Tuna Salad (löblich: Thunfischsalat) sowie einen mexikanischen Meat Wrap (löblich: Fleischwickel).
12.15 Uhr Als wir kraftvoll zubeissen, komme ich auf Frau Pontecorvo zu sprechen und stelle klar, dass meine Nachbarin bis zum Wochenende in Jacksonville bleiben wird. In diesem Zusammenhang komme ich auf die Freundin meiner Bekannten zu sprechen und erörtere, dass Frau Blanche nicht alles Tassen im Schrank hat.
13.00 Uhr Redlichst gestärkt verlassen wir die Wirtschaft und verschaffen dem Vierbeiner etwas Auslauf. Während Dixon aus dem Schnüffeln gar nicht mehr herauskommt, wische ich mir mit dem Handrücken über die nasse Stirn und kann es kaum noch erwarten, am Nachmittag eine ruhige Kugel in meiner klimatisierten Villa zu schieben.


Mein Zuhause unter Palmen

14.00 Uhr Zu guter Letzt verabschiede ich mich vom Professor und trete entspannt die Heimreise in den Willoughby Drive an. Wie es sich gehört, setze ich zu waghalsigen Überholmanövern an und nehme mir ausserdem das Recht heraus, an einem lustigen Schulbus hupend vorbeizupreschen.
14.30 Uhr Zuhause angekommen, räume ich die Getränke in den Eiskasten und bette mich dann im kühlen Wohnzimmer zur Ruhe. Alsbald döse ich ein und träume von meiner aufschlussreichen Forschungsreise nach Puerto Rico im Januar 2013 – das war ganz schön aufregend.


Ich träume von Puerto Rico

15.30 Uhr Nach dem Päuschen setze ich mich an den Schreibtisch und rufe Hilferufe besorgter Heimseitenbesucher ab. Schnell wird mir klar, dass es die Jugend derzeit besonders bunt treibt. Um weiteres Unheil abzuwenden, rate ich den Eltern, mit den Heranwachsenden hart ins Gericht zu gehen und sich nichts gefallen zu lassen.
16.30 Uhr Nach einer geschlagenen Stunde fahre ich das Betriebssystem mausdrückend herunter und komme zu dem Schluss, dass sich Deutschland längst auf dem absteigenden Ast befindet.


Weissbier schmeckt prima

17.00 Uhr Weil mein Magen knurrt, ziehe ich mich fingerschnippend in die Küche zurück und richte mir eine vitaminreiche Wurstplatte an. Dazu gibt es gesundes Weissbrot sowie ein perfekt eingeschenktes Weissbier aus der Privatbrauerei Brombach – das tut gut.
18.00 Uhr Nachdem ich fünf Wurstbrote gefressen habe, gehe ich zum gemütlichen Teil des Tages über. Ich lege im Wohnzimmer die Beine hoch und mache mich über die tagesaktuellen Geschehnisse in der Welt schlau.
19.00 Uhr Anschliessend giesse ich mir einen Bourbon hinter die Binde und fröne auf FX der beliebten Fernsehserie “The Americans”, die von russischen Spionen in den Vereinigten Staaten erzählt – da kommt Spannung auf.
21.00 Uhr Als nach zwei Episoden der Abspann über die Mattscheibe flimmert, beende ich den Fernsehabend und lege mich schlafen. Gute Nacht.

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