7. Juli 2015 – Kid Gore Shelter

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Sehr geehrte Damen und Herren,

nach zwei spannenden Tagen in Albany, der Hauptstadt des amerikanischen Bundesstaates New York, hat uns gestern ein schokoladenbrauner Taxifahrer nach Bennington, VT gebracht.

Bis zum kommenden Sonntag werde ich gemeinsam mit Prof. Edelbert Kuhn und Hund Dixon den Green Mountain National Forest (löblich: Grüne Berge Nationalforst) durchwandern und mich an der üppigen Vegetation ergötzen – das wird spannend.

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Der Green Mountain National Forest

Wie jedes Kind weiss, umfasst das besagte Waldgebiet knapp 400.000 Acres (= 1,7 Millionen km²) und bietet eine reiche Vielfalt an Vogelarten und Wildtieren. Der Besucher hat unter anderem die Möglichkeit, Biber, Elche, Kojoten, Schwarzbären und sogar Weissedelhirsche in ihrem gewohntem Lebensraum zu beobachten.

Darüber hinaus führen gleich drei weltbekannte Wanderwege durch den Forst. Weil wir bereits vor zwei Jahren auf dem Appalachian Trail unterwegs waren, haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr erneut auf den Trail zurück zu kehren und den “Long Trail” sowie den “Robert Frost National Recreation Trail” aussen vor zu lassen

Selbstverständlich wird der Umweltschutz im Green Mountain National Forest ganz gross geschrieben. Das Waldgebiet im Norden der USA wurde 1932 aufgrund einer verheerenden Überschwemmung zu einem geschützten Nationalforst ausgerufen. Seit 2008 fliessen jährlich hohe Summen aus dem “American Reinvestment and Recovery Act” (löblich: Amerikanisches Aufschwungs- und Reinvestitionsgesetz) in die Taschen des “United States Department of Agriculture” (löblich: Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten), das es sich zur Aufgabe macht, die Wälder aufzuforsten und Dämme zu errichten.

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Durch die Grünen Berge

Unser heutiger Tagesmarsch brachte uns vom heruntergekommenen “Melville Nauheim Shelter” zum idyllisch gelegenen “Kid Gore Shelter”. Dort trafen wir auf zwei lustige Wanderer, die uns zu einem Grillvergnügen einluden. Neben schmackhaften Spare Rips tischten die netten Menschen ausserdem Maiskolben und vitaminreiches Weissbrot auf – das war prima.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg