12. November 2018 – Veterans Day

08.00 Uhr Das Festnetztelefon schrillt und weckt mich zur nachtschlafenden Zeit. Obgleich heute der “Veterans Day” gefeiert wird, nehme ich das Gespräch an und bin überrascht, meinen Neffen in der Leitung zu haben. James redet ohne Punkt und Komma auf mich ein und erzählt, dass heute sein Geburtstagsgeschenk eingetroffen ist. Der Bube bedankt sich artig und kündigt an, dass er es sich am Abend vor der Glotze bequem machen und sich die ersten Folgen der beliebten Fernsehserie “Taxi” zu Gemüte führen wird. Ich komme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und gebe vor, dass besagtes Fernsehspiel in keiner gutsortierten Filmsammlung fehlen darf.


Heute wird der Veterans Day gefeiert

08.45 Uhr Nachdem ich James berichtet habe, dass seine Eltern am Freitag nach Orlando gekrust sind, beende ich das Telefonat und führe bei angenehmen Temperaturen den Frühsport durch. Währenddessen winke ich Frau Pontecorvo zu und nehme mir das Recht heraus, mich zum Frühstück einzuladen. Danach verabschiede ich mich ins Bad und mache mich zu stimmungsvoller Radiomusik frisch – da kommt Freude auf.
09.45 Uhr Kurz vor dem Zehnuhrläuten statte ich der Perle einen Besuch ab und bin überrascht, die Dame in einem schicken Hosenanzug anzutreffen. Frau Pontecorvo plappert ohne Unterlass und sagt, dass sie zeitnah ins Zentrum krusen und sich den örtlichen Veteranen Umzug anschauen wird. Ich gähne ausgiebig und entgegne, dass ich dem Schauspiel fern bleiben und stattdessen ans Meer krusen werde. Darüber hinaus komme ich auf Edelbert zu sprechen und stelle klar, dass mein Bekannter in der letzten Woche mit einer hartnäckigen Erkältung zu kämpfen hatte und nun wieder in Form kommen muss. Meine Nachbarin zeigt Verständnis und fährt neben frisch aufgebrühtem Bohnentrunk ausserdem Rühreier mit Speck und leckere Bagels auf – das schmeckt.


Ich beisse kraftvoll zu

10.30 Uhr Weil ich dem Professor versprochen habe, gegen 11 Uhr vorbeizukommen, beende ich die wichtigste Mahlzeit des Tages und schicke mich an, Hund Dixon zum PS-strotzenden Chevrolet zu scheuchen. Im Anschluss presche ich mit durchdrehenden Pneus von dannen und stelle mit grosser Sorge fest, dass wegen des Feiertages besonders viele Sonntagsfahrer unterwegs sind. Um schneller voran zu kommen, betätige ich stetig das Signalhorn und schrecke auch nicht davor zurück, die Lichthupe zum Einsatz zu bringen – gleich platzt mit der Kragen.
11.15 Uhr Mit kurzer Verspätung komme ich vor Edelberts Wohnadresse zum halten und freue mich, meinen hustenden Freund per Handschlag begrüssen zu können. Der schlaue Mann schnäuzt kraftvoll in ein Taschentuch und gibt vor, dass er immer noch von einer Bronchitis geplagt wird. Trotzdem fordert mich Edelbert auf, das Gaspedal bis zum Anschlag durchzudrücken und zum Barefoot Beach (löblich: Barfuss Strand) zu rasen.
12.00 Uhr Pünktlich zur Mittagszeit stelle ich das Auto auf einem bewachten Parkplatz ab und informiere, dass ein ausgedehnter Strandspaziergang nicht schaden kann. Edelbert schlägt in die gleiche Kerbe und saugt die salzige Luft tief in seine Lungen ein. Nebenher erfahre ich, dass mein Bekannter während des Wochenendes mehrere Liter Kamillentee getrunken und diverse Medikamente eingenommen hat. Ich gebe mich skeptisch und verdeutliche, dass nun die Zeit gekommen ist, um eine kühle Halbe zu trinken und eine ordentliche Mahlzeit zu verdrücken.
13.00 Uhr Bevor der Professor Wiederworte geben kann, lotse ich ihn in eine einladende Strandgaststätte und ordere bei einer blondierten Thekenkraft einen Krug (unlöblich: Pitcher) Hopfensaft sowie zwei Portionen Chicken Fingers (löblich: Hühnerfinger) mit Fritten. Zudem gebe ich zu Protokoll, dass Bier wegen seines Hopfenanteils gesundheitsfördernd ist und seit dem 8. Jahrhundert im alten Europa sogar als Arzneimittel verwendet wird.


Saufen macht Spass

13.30 Uhr Nach der reichhaltigen Mahlzeit setzen wir unsere Wanderung fort und tratschen über dies und das. Unter anderem komme ich auf James Geburtstag zu sprechen und erwähne, dass ich dem guten Jungen eine Serie auf DVD geschenkt habe. Edelbert freut sich und meint, dass wir nun langsam zum Auto zurückkehren sollten – jaja.
14.30 Uhr Nachdem ich Edelbert in der Stadt abgesetzt habe, trete ich den Heimweg an und gleite zügig in Richtung Willoughby Drive davon. Unterdessen telefoniere ich mit meinem Bruder und bringe heraus, dass sich Georg und Maria noch immer in Orlando tummeln – das ist ja allerhand.
15.00 Uhr Zuhause angekommen, fülle ich Dixons Napf mit Trockenfutter auf und vergesse auch nicht, dem Haustier frisches Trinkwasser zu servieren. Danach bette ich mich auf dem Kanapee zur Ruhe und döse schnell ein.
16.00 Uhr Ich öffne die Augen und entschliesse mich, am Nachmittag im Garten zu arbeiten. Als erstes bewässere ich das Petersilienbeet und mache es mir zur Aufgabe, den Mutterboden mit einer Harke zu lockern.


Die Petersilie wächst und gedeiht

17.00 Uhr Nachdem ich die schweisstreibende Arbeit beendet habe, scheuche ich den Rüden ins Haus und brate zu stimmungsvoller George Strait Musik ein vitaminreiches T Bone Steak (löblich: T Knochen Schnitzel) im heissen Fett an. Dazu gibt es im Ofen aufgebackene Kartoffelstäbe sowie farbenfrohes Mischgemüse – wie das duftet.
18.00 Uhr Ein anstrengender Tag neigt sich langsam seinem Ende zu. Ich verfrachte das schmutzige Geschirr in die Spüle und schalte dann die Glotze ein, um mich über die Geschehnisse in der Welt schlau zu machen.
19.00 Uhr Um auf andere Gedanken zu kommen, wechsle ich zur Hauptfernsehzeit auf NETFLIX, um mir den abendfüllenden Krimi “The Net” (auf deutsch: Das Netz) anzuschauen. Der Spielfilm aus den 1990er Jahren erzählt von einer Heimrechnerexpertin, die es mit gemeingefährlichen Heckern zu tun bekommt – wie unheimlich.
21.00 Uhr Um keine runden Augen zu bekommen, beende ich den spannenden Fernsehabend und lösche sämtliche Lichter. Zu guter Letzt verschliesse ich die Haustüre und lege mich ins Bett. Gute Nacht.

10. November 2017 – Veterans Day

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Sehr verehrte Damen und Herren,

während in meiner alten Heimat die Jecken und Karnevalisten langsam erwachen, um die sogenannte 5. Jahreszeit einzuläuten, wird in den Vereinigten Staaten von Amerika der wichtige “Veterans Day” gefeiert.

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Ein löblicher Veteran

Ursprünglich sollte dieser Gedenktag an die amerikanischen Soldaten erinnern, die während des Ersten Weltkriegs ihr Leben lassen mussten. Heute ist er ein Feiertag zu Ehren aller Kriegsveteranen, die jemals an militärischen Auseinandersetzungen teilgenommen haben. Aus diesem Grund finden in vielen amerikanischen Städten von Veteranenverbänden organisierte Militärparaden statt. Ferner legen hochrangige Regierungsmitglieder an der Grabstätte des unbekannten Soldaten auf dem “Arlington National Cemetery” (löblich: Arlington Nationalfriedhof) in Washington DC einen Kranz nieder.

Selbstverständlich habe auch ich am Vormittag an einer lustigen Parade teilgenommen und Fort Myers besucht. Der örtliche Veteranenverband hat sich nicht lumpen lassen und im Stadtzentrum eine farbenprächtige Feier veranstaltet. Neben Uniformen aus längst vergangenen Epochen, konnten die Schaulustigen ausserdem diverse Waffensysteme bewundern, die während des zweiten Weltkriegs zum Einsatz kamen – wie aufregend.


Wir heben die Humpen auf die Veteranen

Den Abend werde ich in Gesellschaft meiner Verwandten und Freunde verbringen und das eine oder andere Bier trinken – das wird ein Spass.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Veterans Day
Reinhard Pfaffenberg

11. November 2015 – Veterans Day

usa

Sehr verehrte Damen und Herren,

während in meiner alten Heimat die Jecken und Karnevalisten erwachen, um die sogenannte 5. Jahreszeit einzuläuten, wird in den Vereinigten Staaten von Amerika der wichtige “Veterans Day” gefeiert.

veteran
Ein löblicher Veteran

Ursprünglich sollte dieser Gedenktag an die amerikanischen Soldaten erinnern, die während des Ersten Weltkriegs ihr Leben lassen mussten. Heute ist er ein Feiertag zu Ehren aller Kriegsveteranen, die jemals an militärischen Auseinandersetzungen teilgenommen haben. Aus diesem Grund finden in vielen amerikanischen Städten von Veteranenverbänden organisierte Militärparaden statt. Ferner legen hochrangige Regierungsmitglieder an der Grabstätte des unbekannten Soldaten auf dem “Arlington National Cemetery” (löblich: Arlington Nationalfriedhof) in Washington DC einen Kranz nieder.

Selbstverständlich habe auch ich an einer Parade teilgenommen und Fort Myers besucht. Der örtliche Veteranenverband hat sich nicht lumpen lassen und im Stadtzentrum eine farbenprächtige Feier veranstaltet. Neben Uniformen aus längst vergangenen Epochen, konnten die Schaulustigen ausserdem diverse Waffensysteme bewundern, die während des zweiten Weltkriegs zum Einsatz kamen – wie aufregend.

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Alles Gute zum Geburtstag, James

Den Abend werde ich in Gesellschaft meiner Freunde im “Pelican Larry’s Raw Bar & Grill” Gasthaus ausklingen lassen. Ich werde den Wirtshausbesuch nutzen, um die eine oder andere Hopfenkaltschale auf den Geburtstag meines löblichen Neffen zu trinken. Wie jeder weiss, feiert James just heute seinen 44. Geburtstag – da kommt Freude auf.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Veterans Day
Reinhard Pfaffenberg

10. November 2015 – Defekter Kaffeevollautomat

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08.00 Uhr Redlichst ausgeschlafen hüpfe ich aus dem Bett und stelle fest, dass Dixon auch schon auf den Beinen ist. Wie es sich gehört, werfe ich dem Rüden einen Kauknochen vor die Füsse und absolviere dann die Morgengymnastik auf der Terrasse. Zu allem Überfluss kommt Herr Booth daher und kündigt an, gleich den Rasen mähen zu wollen. Um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, wünsche ich dem Vietnamveteran viel Vergnügen und verabschiede mich schnell ins Badezimmer.

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Herr Booth möchte den Rasen hinter der Villa mähen

08.30 Uhr Während ich die Seele bei einem Wirbelbad baumeln lasse, rufe ich kurzentschlossen bei den Kindern in Toronto an und bin überrascht, meinen Grossneffen in der Leitung zu haben. David (10) hustet ohne Unterlass und informiert, dass er seit Sonntag krank ist und nicht zur Schule gehen kann. Selbstverständlich rede ich dem Kleinen ins Gewissen und stelle klar, dass er nicht telefonieren, sondern im Bett liegen sollte.
09.30 Uhr Nachdem ich das Gespräch beendet habe, trockne ich mich ab und ziehe es vor, eine legere Bermudahose sowie ein farbenfrohes Hawaiihemd aus dem begehbaren Schrank zu holen. Danach schlendere ich pfeifend in die Küche und nehme den DeLonghi Vollautomaten in Betrieb. Zu allem Überfluss gibt die sündteure Kaffeemaschine eigenartige Laute von sich. Ich kratze mich demonstrativ an der Schläfe und mache es mir zur Aufgabe, mit einem Messer im Wassereinfüllstutzen herumzustochern. Ferner schlage ich mit der Faust auf das Gerät und komme zu dem Ergebnis, dass das italienische Qualitätserzeugnis defekt ist – so ein Scheissdreck.

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Der Vollautomat ist defekt / Bild: DeLonghi / CC BY-SA 3.0

10.15 Uhr Laut fluchend ziehe ich den Netzstecker und lasse den Vierbeiner wissen, dass wir augenblicklich in die Stadt krusen und eine neue Kaffeemaschine kaufen müssen. Weil Schoppen in Begleitung viel mehr Freude bereitet, laufe ich zum Nachbarhaus und animiere Frau Pontecorvo, mich zu begleiten. Meine Nachbarin macht grosse Augen und meint, dass ich zuerst bei der DeLonghi Heissleine (unlöblich: Hotline) anrufen sollte. Ich nicke eifrig und kehre augenblicklich in die Villa zurück, um die Gebrauchsanweisung eingehend zu studieren.
10.45 Uhr Schon bald werde ich auf eine Telefonnummer aufmerksam und lasse es mir nicht nehmen, 1 (800) 322-3848 in das Tastenfeld meiner Schwarzbeere (unlöblich: Blackberry) einzutippen. Nach kurzem Warten meldet sich eine Frauenstimme und setzt mich darüber in Kenntnis, dass ich die defekte Maschine jederzeit zum Wartungscenter nach Fort Myers bringen kann – wie schön.
11.15 Uhr Nachdem ich mir die Adresse notiert habe, packe ich die Maschine und scheuche meine Nachbarin sowie Hund Dixon zum Auto. Ruckzuck werfe ich den Vollautomaten auf dem Rücksitz und helfe Frau Pontecorvo als Kavalier der alten Schule auf den Beifahrersitz. Anschliessend presche ich mit durchdrehenden Pneus von dannen und lasse mir während der kurzweiligen Reise einen Donut munden. Nebenbei plaudere ich angeregt mit meiner Bekannten und erwähne, dass DeLonghi eine Zweigstelle in Flughafennähe unterhält.

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Ich esse einen Donut mit Schokolade

12.00 Uhr Nach fünfundvierzig Minuten fahre ich von der Interstate 75 ab und erblicke am Strassenrand ein überdimensionales DeLonghi Werbeschild. Neugierig renne ich mit der Kaffeemaschine unter dem Arm in die Filiale und erkläre einem däumchendrehenden Mitarbeiter, dass es mir heute nicht möglich war, echten Bohnenkaffee aufzubrühen. Der Knecht nimmt das Gerät in Augenschein und behauptet, dass nicht nur das Mahlwerk sowie die Pumpe defekt sind, sondern auch die Thermosicherung durchgebrannt ist. Bevor ich antworten kann, führt mich der Kerl zu einem Regal mit einigen Ausstellungsstücken und legt mir nahe, das Kompaktgerät “ECAM22110SB” für nur 899 Dollars zu erstehen. Ich krümme mich vor Lachen und entgegne, dass ich keinen Goldesel im Vorgarten stehen habe. Mein Gegenüber überlegt ganz genau und schlägt vor, dass er das defekte Gerät in Zahlung nehmen und mir einen Rabatt in Höhe von 100 Dollars gewähren könnte – papperlapapp.
12.45 Uhr Nachdem ich mich mit Frau Pontecorvo beratschlagt habe, spreche ich den Heini erneut an und lote aus, wie viel eine Reparatur kosten würde. Der dunkelhäutige Mann zückt einen Block und rechnet vor, dass die Ersatzteile mit 200 Dollars zu Buche schlagen werden. Weil ich finanziell keineswegs auf Rosen gebettet bin und mir keine sündteuren Neuanschaffungen leisten kann, gehe ich auf den Handel ein. Der Mitarbeiter freut sich und unterbreitet, dass ich die Maschine am Donnerstag abholen kann – das soll mir Recht sein.
13.30 Uhr Erleichtert verlassen wir das Geschäft und kehren in die benachbarte 7 ELEVEN Gaststätte ein. Ich rücke Frau Pontecorvo einen Stuhl zurecht und ordere bei einer Bedienung zwei Pepperoni Pizzas sowie durstlöschende Slurpee Limos. Nebenher komme ich auf den Abstecher ins DeLonghi Geschäft zu sprechen und lege anschaulich dar, dass es den Gewerbetreibenden nur noch daran gelegen ist, neue Geräte zu verkaufen. Meine Tischnachbarin gibt mir Recht und meint, dass der Konsumwahn viele Verbraucher ins Armenhaus treibt – wie wahr.

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Pizza gibt es zum Mittagessen

14.30 Uhr Nach der Jause laufen wir zum Auto und treten die Heimreise an. Da wir nichts besseres zu tun haben, folgen wir dem Highway 41 und rasen entspannt am Meer entlang. Nebenbei frönen wir dem Radioprogramm von WCKT CAT COUNTRY (löblich: Katze Land) und haben sogar das Vergnügen, das nagelneue George Strait Lied “Take me to Texas” (löblich: Bring mich nach Texas) zu hören.

15.30 Uhr Zuhause angekommen, verabschiede ich mich von meiner Nachbarin und lasse Dixon von der Ladefläche springen. Während der Rüde dem Nachbarshund einen Besuch abstattet, falle ich gähnend aufs Kanapee und döse prompt ein.
16.30 Uhr Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und bemerke, dass für die Anschnurarbeit kaum noch Zeit bleibt. Seufzend setze ich meine NY YANKEES Kappe auf und breche mit dem Vierbeiner zu einem Spaziergang auf.
17.15 Uhr Endlich bin ich wieder daheim und kann mich in der Küche nützlich machen. Während das Haustier alle Viere ausstreckt, bereite ich Wurstbrote zu und telefoniere mit Edelbert. Der Professor legt beste Laune an den Tag und erinnert daran, dass Morgen der “Veterans Day” gefeiert wird. HEUREKA – das hätte ich beinahe vergessen.

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Morgen wird Veterans Day gefeiert

18.00 Uhr Nach der Stärkung gehe ich zum gemütlichen Teil des Tages über. Unter anderem folge ich den Nachrichten auf FOX und lerne, dass uns morgen ein Hochdruckgebiet Rekordtemperaturen bescheren wird.
19.00 Uhr Zur Hauptfernsehzeit schaue ich mir auf dem Bezahlsender HBO den preisgekrönten Krimi “Kristy” an. Ich lasse mir ein gesundes bayerisches Helles schmecken und werde Zeuge, wie eine Studentin von gewaltbereiten Rabauken auf dem Campus einer Universität terrorisiert wird – wie unlöblich.
21.00 Uhr Nach zweistündiger Hochspannung schalte ich den Flachbildschirm ab und ziehe mich kopfschüttelnd ins Schlafzimmer zurück. Gute Nacht.

12. November 2012 – Veterans Day Holiday

Sehr verehrte Damen und Herren,

während in meiner alten Heimat die Jecken und Karnevalisten erwachen, um dumme Büttenreden zu halten und die sogenannte 5. Jahreszeit einzuläuten, wurde gestern in den Vereinigten Staaten von Amerika der wichtige “Veterans Day” gefeiert.

Ursprünglich sollte dieser Gedenktag an die amerikanischen Soldaten erinnern, die während des Ersten Weltkriegs ihr Leben lassen mussten. Heute ist er ein Feiertag zu Ehren aller Kriegsveteranen, die jemals an militärischen Auseinandersetzungen teilgenommen haben. Aus diesem Grund finden in vielen amerikanischen Städten von Veteranenverbänden organisierte Militärparaden statt.

Ferner legt der amerikanische Präsident Barack Obama am späten Nachmittag an der Grabstätte des unbekannten Soldaten auf dem “Arlington National Cemetery” (löblich: Arlington Nationalfriedhof) in Washington DC einen Kranz nieder.

Selbstverständlich habe ich an den Feierlichkeiten teilgenommen und Fort Myers besucht. Der örtliche Veteranenverband hat sich nicht lumpen lassen und im Stadtzentrum einen farbenprächtigen Umzug veranstaltet. Neben Uniformen aus längst vergangenen Epochen, konnten die Schaulustigen ausserdem diverse Waffensysteme bewundern, die während des zweiten Weltkriegs zum Einsatz kamen – wie aufregend.

Den Abend habe ich in Gesellschaft meiner Bekannten im “Boston Beer Garden” ausklingen lassen und einige Hopfenkaltschalen getrunken. Hinterher stand ein tschilliger Fernsehabend mit Prof. Kuhn auf dem Programm. HBO zeigte zur besten Sendezeit den preisgekrönten Kriegsfilm “Born on the 4th of July” – wie schön.

Weil der 11. November auf einen Sonntag fiel, ist der heutige Montag ein landesweiter Feiertag. Die meisten Geschäfte haben geschlossen und mir bleibt es verwehrt, in ein Kaufhaus zu gehen und dort abzuschoppen – wie unlöblich.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Veterans Day
Reinhard Pfaffenberg