10. Januar 2019 – Thomas Paine

Sehr geehrte Damen und Herren,

während der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg wütete, veröffentlichte der aus Thetford in England stammende Immigrant Thomas Paine einen Aufsatz unter dem Titel “Common Sense” (auf deutsch: Gesunder Menschenverstand). Der damals 40jährige Intellektuelle legte in seinem Pamphlet dar, dass es die Aufgabe Amerikas sei, die Unabhängigkeit zu erringen und ein demokratisches Regierungssystem einzuführen, welches sich auf die Prinzipien der Menschenrechte berufen sollte. Ferner gab Paine an, das neu gegründete Land “United States of America” (löblich: Vereinigte Staaten von Amerika) zu nennen – wie aufregend.


Common Sense von Thomas Paine

Die Niederschrift erreichte in den damals unabhängigen Kolonien eine Rekordauflage von 500.000 Exemplare bewirkte landesweit einen Meinungsumschwung. Viele aus England stammende Bürger schlossen sich der Kontinentalarmee an, die es sich zur Aufgabe machte, die europäischen Truppen aus dem Lande zu jagen. Darüber hinaus beeinflussten die “Common Sense” auch die von Thomas Jefferson verfasste und am 4. Juli 1776 unterzeichnete Unabhängigkeitserklärung massgeblich.


Thomas Jefferson

Nach dem Ende des blutigen Krieges zog es Thomas Paine wieder nach England, wo er Eisenbahnbrücken baute und politische Reden hielt. Weil ihm seine Verhaftung drohte, floh er kurzerhand nach Frankreich, um sich dort zum Abgeordneten der Nationalversammlung wählen zu lassen. Bis zu seiner Rückkehr nach Amerika schrieb er weitere Kampfschriften und setzte sich unter anderem für einen weitreichenden politischen Wandel und für ein Ende der europäischen Monarchie ein.

Schlussendlich kehrte er 1802 auf Einladung Thomas Jeffersons in die Vereinigten Staaten zurück und verbrachte seine letzten Jahre in New York. Am 8. Juni 1809 starb Thomas Paine im Alter von 73 Jahren.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg