10. Juli 2018 – Operation HUSKY

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 10. Juli 1943 landeten britische, amerikanische sowie kanadische Truppen unter der Führung von General Dwight D. Eisenhower auf Sizilien. Wie jedes Kind weiss, hatten die 160.000 schwerbewaffneten Soldaten den Auftrag erhalten, im Rahmen der sogenannten “Operation HUSKY” eine weitere Front in Europa zu eröffnen und das menschenverachtende Regime von Benito Mussolini in die Knie zu zwingen.


Dwight D. Eisenhower

Bereits vom 11. bis zum 14. Juni 1943 konnten die Alliierten die kleinen Inseln Pantelleria, Lampedusa, Lampione und Linosa besetzen und schweres Geschütz in Stellung bringen. Einen Monat später – in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 1943 – landete die 82. US-Luftlandedisivion auf Sizilien und schreckten nicht davor zurück, die mit knapp 26.000 qm grösste Insel im Mittelmeer zu besetzen und eine Luftbrücke einzurichten. Innerhalb von nur 6 Wochen schafften es die Alliierten, knapp 500.000 Soldaten, 1.800 Geschütze, 600 Panzer und 14.000 andere Fahrzeuge nach Sizilien zu verlegen – wie aufregend.


Benito Mussolini

Im kriegsmüden Italien löste die Landung sowie erste alliierte Luftangriffe auf die Hauptstadt Rom Bestürzung und grosse Angst aus. In Folge dessen kündigte der “Grosse Faschistische Rat” dem “Duce” Benito Mussolini die Gefolgschaft und lies ihn verhaften. Als der neue Ministerpräsident Pietro Badoglio am 8. September einen mit den Alliierten ausgehandelten Waffenstillstand verkündete, setzen die Deutschen unverzüglich Gegenmassnahmen ein und besetzte Italien. Darüber hinaus wurde Benito Mussolini aus der Gefangenschaft befreit und die “Republik von Salò” ausgerufen – das ist ja allerhand.

Die “Operation Husky” war die grösste amphibische Operation im 2. Weltkrieg und übertraf sogar die Landungen in der Normandie. Strategisch gesehen konnten die Alliierten alle ihre hochgesteckten Ziele erreichen und Italien destabilisieren.

Hochachtungsvoll
Reinhard Pfaffenberg