2. August 2017 – Potsdamer Konferenz

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Sehr geehrte Damen und Herren,

am 2. August 1945 endete die Potsdamer Konferenz im Schloss Cecilienhof mit dem sogenannten Potsdamer Abkommen.

Bereits im Jahre 1943 hatten sich die Hauptalliierten in Teheran und Casablanca getroffen, um über das Vorgehen für die Zeit nach dem Sieg über Nazi-Deutschland zu diskutieren. Nach Kriegsende kamen der amerikanische Präsident Harry S. Truman, der russische General Josef Stalin sowie Winston Churchill erneut zusammen, um eine Einigung zu erzielen.

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Churchill, Truman und Stalin

Nach zähen Verhandlungen entschlossen sich die Teilnehmer, dass Deutschland demokratisiert, entmilitarisiert, entnazifiziert und dezentralisiert werden müsse. Darüber hinaus wurden die ehemaligen deutschen Gebiete östlich der Oder-Neisse-Linie unter polnische bzw. sowjetische Verwaltung gestellt.

Mit diesem wegweisenden Beschluss war der Krieg in Europa für die Vereinigten Staaten abgeschlossen. Weil der Pazifikkrieg immer noch nicht enden wollte, rang sich Präsident Harry S. Truman dazu durch, Japan mit Atombomben anzugreifen und so einen Waffenstillstand zu erwirken. Daraufhin wurde der B-29 Bomber „Enola Gay“ des erfahrenen Piloten Paul W. Tibbets Jr. mit der 4 Tonnen schweren Atombombe „Little Boy“ (löblich: Kleiner Junge) bestückt und von der Mariannen Insel Tinian in Richtung Japan geschickt. Der mit 12 Personen besetzte Stahlvogel erreichte sein Ziel am 6. August 1945 um 8:15 Uhr. Wenig später wurde die Bombe abgeworfen und zerstörte zirka 80 Prozent des Stadtgebietes. Insgesamt starben beim ersten Atombombenabwurf 90.000 Menschen.

Nach einem weiteren Angriff auf Nagasaki am 9. August 1945 gaben die Japaner klein bei und kündigten an, am 2. September 1945 die Waffen niederzulegen.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg