14. Juli 2017 – Nikola Tesla

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Heimseitenbesucher,

heute möchte ich die Gelegenheit am Schopfe packen und an das spannende Leben des Wissenschaftlers Nikola Tesla erinnern. Herr Tesla wurde am 10. Juli 1856 als viertes von insgesamt fünf Kindern einer serbisch-orthodoxen Familie in Smiljan (Kroatien) geboren. Der brave Bube interessierte sich bereits in jungen Jahren für physikalische Abläufe und war einer der besten Schüler des Gymnasiums in Karlovac.

Mit 19 Jahren schrieb er sich an der „Technischen Hochschule“ im österreichischen Graz ein und studierte Maschinenbau. Nachdem er drei Jahre später exmatrikuliert wurde, zog er ins slowenische Maribor um, wo er eine Anstellung als Maschinenbauer fand und seine Freizeit in einschlägigen Trinkhallen verbrachte. Letztendlich immigrierte Nikola Tesla im Juni 1884 nach Amerika, um eine Firma zu gründen und zum grossen Gegenspieler des amerikanischen Wissenschaftlers und Erfinders Thomas Alva Edison aufzusteigen.

Nikola Tesla meldete unzählige Patente an und entwickelte eine Maschine, die Wechselstrom erzeugen konnte. Von Juli 1888 bis Juli 1889 arbeitete der schlaue Mann ausserdem mit befreundeten Technikern an der Realisierungen von Spannungssystemen, die Wechselstrom aus Gleichstrom konvertieren konnten. Darüber hinaus baute er die Scheibenläuferturbine (Tesla-Turbine) und beschäftigte sich mit der Idee, eine drahtlose Energieübertragung zu ermöglichen.

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Herr Tesla bei der Arbeit

Nikola Tesla wurde in dieser Zeit von solventen Geldgebern bei Laune gehalten. Natürlich wurde der Erfinder auch zu vielen Feierlichkeiten eingeladen und zog mit der sogenannten „High Society“ (löblich: hohe Gesellschaft) durch angesagte Tanzlokale.

Benebelt vom Alkohol, glitten ihm die Geschäfte bald aus den Händen. Er wurde von seinen Geschäftspartnern um ein stattliches Vermögen gebracht und wendete sich desillusioniert dem damals populären Transzendentalismus zu. Infolgedessen erforschte er „Humane Energieformen“ und liess in Gesprächen mit Journalisten verlauten, dass er seit 1899 in Kontakt zu Ausserirdischen stehe.

Bis zu seinem Tod am 7. Januar 1943 lebte Tesla in ärmlichen Verhältnissen und setzte sich mit der modernen Kriegstechnik auseinander. Unter anderem wollte er eine Strahlenkanone bauen, die U Boote und/oder feindliche Flugzeuge zerstören konnte – das ist ja allerhand.

Obgleich Nikola Tesla zeitlebens ein Sonderling war, gehen knapp 700 wegweisende Patente auf ihn zurück. Seine Ideen sind heute in allen elektrischen Geräten zu finden. Aus diesem Grund wird jedes Jahr am 10. Juli an vielen amerikanischen Hochschulen an das vergessene Genie Nikola Tesla erinnert.

Ich wünsche allen Lesern eine erfolgreiche Woche.
Reinhard Pfaffenberg