16. Januar 2017 – Menschen in Washington DC

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Samstag und Sonntag erlebten wir schöne Stunden in der amerikanischen Hauptstadt Washington DC.


Washington DC ist eine Reise wert

Die 600.000 Einwohner zählende Gemeinde am Potomac Fluss brachte in den letzten Jahrhunderten zahlreiche Persönlichkeiten hervor. Unter anderem erblickten der Gründer und langjährige Direktor des FBI J. Edgar Hoover, der Jazz Komponist Duke Ellington, der Dramatiker Edward Albee, der Musiker Marvin Gaye, der Schriftsteller Winston F. Groom, der Politiker Al Goore sowie der weltbekannte Schauspieler Samuel L. Jackson das Licht der Welt in der Federal City.


J Edgar Hoover wurde in der Hauptstadt geboren

Darüber hinaus wurde auch einer der berüchtigsten Massenmörder in der Geschichte der USA in der Hauptstadt geboren.

Albert Fish kam am 19. Mai 1870 in einem heruntegekommenen Viertel zur Welt. Seine geistig minderbemittelten Eltern kümmerten sich kaum um den kleinen Albert und so wurde er im Alter von 10 Jahren in ein Kinderheim abgeschoben. Dort wurde er von den Pflegern gequält und möglicherweise auch sexuell missbraucht – wie schrecklich.

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„Albert Fish“ Lizenziert unter PD-alt-100

Obgleich er früh heiratete und sechs Kinder in die Welt setzte, fühlte sich Herr Fish stets zu Männern hingezogen. Er verkehrte in der Homosexuellenszene und beging als Vierzigjähriger seinen ersten Mord. Bis zum Jahre 1928 ermordete er weitere Männer und suchte auch die Nähe zu Jugendlichen. Am 28. Mai 1928 entführte er die 10jährige Grace Budd und brachte sie auf eine verlassene Farm in der 90.000 Einwohner zählenden Gemeinde Greenburgh im Bundesstaat New York. Dort ermordete er das Mädchen auf bestialische Weise.

Sechs Jahre später schrieb er an die Mutter des Mordopfers einen Brief und konnte von der Polizei überführt werden. In Verhören gab Fish zu, die kleine Grace überwältigt und sie letztendlich enthauptet zu haben. Darüber hinaus erklärte er den staunenden Polizisten, abgetrennte Körperteile gekocht und sie über mehrere Tage als Mahlzeit verspeist zu haben – wie unlöblich.

1935 wurde Albert Fish vor Gericht gestellt.
Der Richter verurteilte den Massenmörder zur Todesstrafe auf dem elektrischen Stuhl. Der Fish war begeistert und gab kurz vor der Vollstreckung zu Protokoll, dass “er hocherfreut sei, den einzigen Schauer, den er noch nicht ausgekostet habe, zu erleben”.

Albert Fish wurde am 16. Januar 1928 in der Sing-Sing Strafvollzugsanstalt in Ossining, NY hingerichtet. In Folge dessen wurde in den Vereinigten Staaten eine rege Diskussion über den Umgang mit verhaltensgestörten Verbrechern geführt. Besonders die Mitglieder der “American Eugenics Society” vertraten die Meinung, dass man Meuchelmörder ohne Gerichtsverfahren hinrichten sollte.

Mit freundlichen Grüssen
Reinhard Pfaffenberg