4. April 2015 – Metropolitan Museum of Art

sandra3

Hallo Leute,

während ich bis zum Umfallen im Kreisverwaltungsreferat schufte und die Renten für die faulen Senioren sichere, urlaubt mein Vermieter in New York City.

Ich habe gerade mit Reinhard telefoniert und erfahren, dass er am Morgen mit Edelbert und seinen Verwandten einen Spaziergang durch den Central Park unternommen hat. Jetzt wollen die alten Leute in einem französischen Fresstempel namens “Le Pain Quotidien” zu Mittag essen und anschliessend das “Metropolitan Museum of Art” besichtigen.

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Metropolitan Museum of Art / Photo: Arad / CC BY-SA 3.0

Das “MET” ist das grösste Kunstmuseum in den Vereinigten Staaten und lockt jedes Jahr Hunderttausende Touristen aus aller Welt an. Neben altertümlichen Nachttöpfen, Klamotten ehemaliger Könige und Kaiser, vergilbten Fotografien und klapprigen Musikinstrumenten, findet der Besucher in den Ausstellungshallen aber auch zeitgenössische Kunst weltbekannter Maler wie Joan Miró, Pablo Picasso, Paul Klee oder Henri Matisse.

Reinhard hat gesagt, dass er die “neumodernen Schmierereien” aussen vor lassen und sich altägyptischen Ausgrabungen zuwenden möchte. Besonders interessiert ist er an der Statue Sahures, die vor 5000 Jahren aus Gneissstein gefertigt wurde. Die 64 × 46 × 42 cm grosse Skulptur ist das einzig vollständige erhaltene Abbild des zweiten ägyptischen Pharaos und zählt zu den kostbarsten Ausstellungsstücken im Metropolitan Museum.

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Statue des Sahure / Photo: Keith Schengili-Roberts / CC BY-SA 2.5

Übrigens hat Reinhard am Freitag Abend Billy Joel Live in Concert erlebt.
Der Rentner war von der energiegeladenen Show des 65jährigen im Madison Square Garden begeistert und hat angekündigt, nach seiner Rückkehr nach Naples sämtliche Alben des Künstlers auf Amazon.de downzuloaden. Auch das Musical “The Book of Mormon” am vergangenem Mittwoch im “Eugene O’Neill Theatre” hat ihm ebenfalls sehr zugesagt. Aber trotzdem scheint der “Big Apple” ein teures Pflaster für Touristen zu sein. Angeblich hat Reinhard in den letzten vier Tagen knapp 800 Dollar für Essen, Getränke und anderen Schnickschnack ausgegeben ^^

Naja, aber mein Vermieter hat genug Kohle, um sich Luxusurlaube leisten zu können.
Ich werde mich nun verabschieden und mit den Eltern Kaffee trinken. Anschliessend treffe ich ehemalige Schulkameraden im Kino 🙂

Ich wünsche euch allen einen tollen Samstag.
Sandra