Unser Silvester Urlaub
Eine redliche Reportage von Reinhard Pfaffenberg

 

 

  
Am 14.09.2002 haben wir unsere Silvesterreise bei Tchibo gebucht. Am 26.12.2002 fahren Prof. Kuhn und ich in den löblichen Schwarzwald. Wir werden im Heilklimaort Königsfeld 7 löbliche Tage verleben.
Bei Eisstockschiessen und Winterwanderungen werden wir uns von den Anstrengungen des Alltags erholen. 

 

  • Unser Hotel:

    4-Sterne "Schwarzwald Treff Königsfeld" 

    Im großen historischen Hotelpark befindet sich das Haupthaus und die umliegenden Villen-Residenzen sowie das Haus Feldberg. Die Hotelanlage verfügt über Rezeption, Café, Bar, Weinstube, Spezialitätenrestaurant, Tennishalle, Kosmetik-Institut und Parkplatz. Hallenschwimmbad, Sauna, Dampfbad und Ruheraum stehen des weiteren kostenlos bereit. Die komfortablen Zimmer in den Villen-Residenzen bzw. im Haus Feldberg verfügen über Bad oder Dusche/WC, Radio, Telefon und Farb-TV. Alle Mahlzeiten werden im Haupthaus (max. 5 min Fußweg) eingenommen.

 

  • Urlaubsort 

    Zwischen dem berühmten Bodensee, dem Elsass und der alten Reichsstadt Rottweil liegt der heilklimatische Ort Königsfeld auf einem 800 m hoch gelegenen sonnigen Plateau. 

    Unterhaltungs- und Freizeitangebot

    Das TREFF-Hotel ist ein idealer Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen, gemütliche Spaziergänge oder Ausflüge in der herrlichen Winterlandschaft. Auch Sportbegeisterte kommen hier voll auf ihre Kosten (Angebote z.T. witterungsabhängig): Das Hotel bietet Tischtennis, Freiluft-Kegel- und Bocciabahn, Freiluftschach, Volleyball, Asphalt- Eisstockbahn, Fahrradverleih, Langlaufski- und Rodelverleih sowie Tennishalle/ -schule. Geschulte Lehrer geben auf Wunsch Tennisunterricht. Zur vollkommenen Entspannung können Sie sich vom Kosmetik-Institut verwöhnen lassen. Am Freitag oder Samstag gibt es Live-Musik mit Tanz in der hoteleigenen Weinstube.

 


 

Unser Urlaubstagebuch:

26.12.2002
Heute um 09.00 Uhr habe ich Prof. Kuhn am Bahnhof getroffen. Mit der S-Bahn sind wir zum Pasinger Bahnhof gereist und sind dort in den Regional Express eingestiegen. Über Donaueschingen, Villingen und Schwenningen sind wir dann Richtung Königsfeld gefahren. Um ca. 16.00 Uhr sind wir im Urlaubsort eingetroffen. Mit dem Hotelbus wurden wir zum 4-Sterne Hotel "Schwarzwald Treff Königsfeld" gebracht.
Nach einer kurzen Kaffeepause haben wir gleich für klare Verhältnisse gesorgt und dem Herren an der Rezeption gesagt, dass wir auf die Einhaltung der Ruhezeiten zwischen 12.00 und 14.00 Uhr und von 20.00 bis 08.00 Uhr grössten Wert legen.
Danach hat Prof. Kuhn unsere beiden Einzelzimmer mit Weihwasser besprüht. Man weiss ja nie welche Vormieter in diesem Zimmer übernachtet haben. Nach dem Besuch des Heiligen Gottesdienstes in der Kirche haben wir die Gaststätte "Königsfelder Hof" besucht und zu Abend gegessen. Um 20.00 Uhr sind wir dann zu Bett gegangen.

27.12.2002
05.00 Uhr Aufstehen. Morgengymnastik und anschliessender Körperpflege.
06.00 Uhr Gemeinsamer Spaziergang mit Prof. Kuhn durch den historischen Hotelgarten.
07.00 Uhr Gemeinsames Frühstück im Frühstücksraum. Wir schmieren uns etliche Wurstbrote für den Nachmittag. 
09.00 Uhr Kegelturnier auf der hauseigenen Freiluft-Kegelbahn. Wir lernen nette und bibelfeste Leute kennen.
14.00 Uhr Prof. Kuhn hat das Kegelturnier gewonnen und bekam einen Pokal.
15.00 Uhr Wir machen eine Wanderung durch die Ortschaft und verzehren unsere Wurstbrote.
16.30 Uhr Wir besuchen ein unlöbliches Internetzlokal. Ich lese meine elektronische Post und schreibe Briefe an besorgte Eltern.
17.00 Uhr Löbliches Abendessen im Hotelrestaurant. Wir essen einen Schweizer Wurstsalat und trinken dazu frisches Quellwasser.
18.00 Uhr Wir wollen die hauseigene Sauna besuchen, doch überall laufen nackte Menschen umher. Ich weigere mich diesen unlöblichen Ort zu betreten.
19.00 Uhr Redlicher Kirchgang. Wir beten einen Rosenkranz und spenden eine Kerze.
20.00 Uhr Besuch des hauseigenen Weinlokals. Zu wunderschöner Weihnachtsmusik trinken wir ein Glas Wein.
21.00 Uhr Wir gehen Schlafen. Gute Nacht.

28.12.2002
05.30 Uhr Aufstehen und Besuch des hauseigenen Hallenbades. Ich schwimme eine Runde und dusche mich dann gründlichst ab.
06.40 Uhr Treffe Prof. Kuhn in der Hotelhalle. Wir warten bis der Frühstücksraum geöffnet wird. Prof. Kuhn beschwert sich beim Hotelpersonal.
07.05 Uhr Endlich wird der Frühstücksraum geöffnet. Wir frühstücken redlichst und schmieren uns Wurstbrote für den Nachmittag.
08.00 Uhr Wanderung durch das Umland. Es ist sehr sonnig und warm (11°).
11.30 Uhr Einkehr in der Gaststätte "Domnapf". Wir essen einen Rinderbraten und trinken dazu ein löbliches Weissbier.
12.45 Uhr Besuch im unlöblichen Internetzlokal. Ich arbeite an meiner Heimseite und aktualisiere das Anschnur-Tagebuch. Habe unlöbliche elektronische Briefe erhalten. Werde Anzeige gegen Unbekannt stellen.
14.00 Uhr Kaffeekränzchen im hoteleigenen Kaffee. Wir essen eine Schwarzwälder Kirschtorte und trinken dazu Kaffee.
15.30 Uhr Ich spiele mit Prof. Kuhn eine Partie Freiluftschach. 
16.30 Uhr Löbliche Nachmittagsruhe. Ich versuche zu schlafen. Leider werde ich durch lautem Lärm auf dem Gang gestört. Ich renne sofort zur Rezeption und beschwere mich lauthals.
18.00 Uhr Gemeinsames Abendessen im Hotelrestaurant. Wir essen löbliche Regenbogenforellen mit Beilagen.
19.00 Uhr Besuch des hauseigenen Fernsehsaals. Wir sehen und die Nachrichten an.
20.00 Uhr Besuch im Weinlokal. Wir trinken einen Schoppen Wein und hören uns eine volkstümliche Musikkapelle an.
21.00 Uhr Ein schöner Tag geht zu Ende. Wir gehen Schlafen. Gute Nacht.

29.12.2002
05.00 Uhr Aufstehen und Morgengymnastik. Anschliessend Besuch des Hallenbades. Wir schwimmen einige Runden und brausen uns danach redlichst ab.
06.45 Uhr Der Frühstücksraum ist noch immer nicht geöffnet. Ich klopfe laut gegen die Türe. Ein Hotelangestellter ermahnt uns. Wir beschweren uns lautstark.
07.15 Uhr Endlich können wir Frühstücken.
08.30 Uhr Besuch des Dampfbades. 
10.00 Uhr Ich spiele mit Prof. Kuhn eine Partie Freiluftschach. Natürlich gewinne ich.
11.30 Uhr Mittagessen im Restaurant. Ich verspeise einen Wurstsalat und trinke eine Apfelschorle.
13.00 Uhr Ich arbeite am hauseigenen Heimrechner an meiner hochlöblichen Heimseite und schreibe elektronische Briefe an besorgte Eltern und Freunde.
14.00 Uhr Löblicher Spaziergang durch das Umland.
17.00 Uhr Langsam wird es dunkel, deswegen fahren wir mit dem Taxi zum Hotel zurück.
17.40 Uhr Löbliches Abendessen in der Hotelgaststätte.
18.30 Uhr Wir besuchen einen Gymnastikkurs im Sportsaal. Körperliche Fitness ist sehr wichtig.
19.30 Uhr Wir besuchen das hauseigene Weinlokal und trinken noch einen Schoppen Wein.
20.30 Uhr Redlicher Kirchgang. Anschliessend Beichte.
21.30 Uhr Wir gehen Schlafen. Gute Nacht.

30.12.2002
06.00 Uhr Aufstehen und Morgengymnastik. Anschliessend löblicher Besuch des Hallenbades. 
07.00 Uhr Löbliches Frühstück. Wir schmieren uns einige Brote für den Nachmittag.
07.30 Uhr Ich spiele mit Prof. Kuhn eine Partie Freiluft Eisstockschiessen. Natürlich gewinne ich auch diesmal wieder.
09.30 Uhr Redlicher Besuch der Kirche. Wir beten und spenden eine Kerze.
10.00 Uhr Besuch des örtlichen Friedhofs.
11.00 Uhr Redlicher Einkauf im Supermarkt. Prof. Kuhn kauft eine Zeitung. Man muss sich auch im Urlaub über die Geschehnisse in der Welt informieren.
12.00 Uhr Löbliches Mittagessen im hoteleigenen Restaurant. Ich esse einen Sauerbraten mit Semmelknödel. Prof. Kuhn hat sich für einen löblichen Kaiserschmarrn entschieden.
12.30 Uhr Eine Mitarbeiterin des Hotels spricht mich an. Ein wichtiger Telefonanruf wartet an der Rezeption auf mich. Ich haste umgehend in die Telefonzelle. Mein Neffe Guido ist am Apparat. Er erklärt mir, dass seine Bankkarte defekt ist und er dringendst 200 Euro für die Silvesterfeier benötigt. Nach langem Hin und Her verraten ich Guido mein Geheimversteck im Eigenheim, wo ich über 3000 Euro versteckt halte. Guido legt sofort auf. Mir schwant schlimmes.
13.00 Uhr Verstört ziehe ich mich ins Hotelzimmer zurück und schlafe erst einmal.
14.30 Uhr Wir fahren mit dem Bus nach Rottweil und besuchen die wunderschöne Stadt.
18.00 Uhr Löbliches Abendessen im "Gasthaus zur Taube". 
19.00 Uhr Löbliche Rückfahrt zum Hotel. 
20.30 Uhr Wir treffen wieder im Hotel ein und trinken einen Schoppen Wein in der Weinstube.
21.15 Uhr Arbeite am hoteleigenen Heimrechner an meiner Heimseite und schreibe das Tagebuch.

31.12.2002
06.00 Uhr Hüpfe fröhlich aus dem Bett. Ich ziehe meinen Bademantel an und begebe mich umgehend ins Hallenbad. Ich ziehe ca. 20 Minuten meine Bahnen. Im Umkleidebereich torkelt mir eine splitternackte Dame entgegen. Sie macht aufreizende Bewegungen und spricht mich unzüchtig an. Das ist ja allerhand. Ich halte mir die Augen zu und verlasse fluchtartig das Hallenbad. Auf meinem Weg zur Rezeption stolpere ich über einen unlöblichen Servierwagen. Ich beschwere mich lautstark bei der Empfangsdame und verlange nach der Polizei.
Die Frau am Empfang beschwichtigt mich und erklärt mir, dass alles nicht so schlimm sei. Sie bietet mir als Entschädigung eine Flasche löblichen Weisswein an. Ich willige ein und ziehe mich kopfschüttelnd auf mein Zimmer zurück.
08.00 Uhr Nachdem ich einen löblichen Rosenkranz gebetet habe, fühle ich mich gleich etwas besser.
08.30 Uhr Treffe mich mit Prof. Kuhn im Frühstücksraum. Wir essen redlichst und schmieren uns noch einige Brote für den Nachmittagsausflug.
09.45 Uhr Ich spiele mit Prof. Kuhn und Frau Annemarie Weinbürger (aus Stuttgart) eine Partie Freiluftboccia. Natürlich gewinne ich auch diesmal wieder. 
10.30 Uhr Wir fahren mit dem Bus nach Freiburg. 
11.45 Uhr Ankunft in Freiburg. Wir gehen sofort Mittagessen und verzehren löbliche Käsespätzle.
13.00 Uhr Wir besuchen das Wenzigerhaus, das Museum für Stadtgeschichte. Der Eintritt kostet leider 2 Euro.
15.00 Uhr Kaffeekränzchen in einem netten Kaffee in der Innenstadt. Wir essen eine Schwarzwälder Kirschtorte und schliessen Freundschaft mit zwei äusserst löblichen Damen vom Freiburger Kirchenchor. Wir tauschen unsere Telefonnummern und die Adressen aus.
17.00 Uhr Ankunft im Urlaubsort. Wir machen uns frisch und gehen dann sofort Abendessen.
18.30 Uhr Anruf im Eigenheim. Guido ist heute besonders höflich und erkundigt sich nach meinem Wohlbefinden. Guido erzählt mir, dass er heute Abend 2 nette Kollegen zu einem löblichen Abendessen eingeladen hat. Ich wünsche Ihm viel Spass und ermahne Ihn, die Küche aufzuräumen. Guido lacht und legt auf. Was für ein braver Junge.
20.00 Uhr Im Hotel herrscht allgemeine Unruhe. Alle Gäste bereiten sich auf die Silvesterfeier vor. Prof. Kuhn und ich, wir ziehen es vor, unsere löbliche Flasche Weisswein in meinem Zimmer zum löblichen "Silvester-Stadl" zu trinken.
20.30 Uhr Karl Moik läuft zur Höchstform auf. HEUREKA. Wir bemühen mehrmals den Zimmerdienst zwecks Weissweinnachschub und geniessen den "Silvesterstadl" redlichst. 
00.00 Uhr Wir stehen vor dem Hotel und sehen und das Feuerwerk an. Ich wünsche Prof. Kuhn ein gesegnetes Jahr 2003.
00.30 Uhr Ich rufe im Eigenheim an und will Guido einen keuschen Gruss übersenden. HEUREKA, nicht Guido, sonder ein wildfremder Mensch ist am Apparat. Im Hintergrund ist dröhnende Felsenmusik zu hören. Ich verlange sofort nach Guido. Der Unhold lacht nur diabolisch und legt auf. 
00.35 Uhr Rufe erneut an. Guido ist am Apparat. Ich verlange sofort nach einer Erklärung. Ich kann Guido kaum verstehen, er lallt und ist völlig ausser Kontrolle. Da ich merke, dass mit Guido heute nichts mehr anzufangen ist, lege ich auf und vertage das Problem auf Morgen.
00.45 Uhr Bin ausser mir und ziehe Prof. Kuhn zu Rate. Edelbert ist ebenso ratlos wie ich.
00.55 Uhr Rufe im Nachbarhaus bei Familie Rudolph an und frage nach dem Rechten. Frau Rudolph ist in heller Aufregung. Mehrere Polizeifahrzeuge scheinen vor meinem Eigenheim zu stehen. Offensichtlich werden die Beamten aus meinem Eigenheim heraus mit diversen Feuerwerkskörpern beschossen.
01.00 Uhr Das ist zu viel für mich. An der Hotelbar trinke ich mit Prof. Kuhn mehrere Cognacs. Wir beschliessen, morgen sofort abzureisen.
01.30 Uhr Schreibe am hauseigenen Heimrechner einen elektronischen Brief an Franz-Xaver Ollmann. Er soll sofort zum Eigenheim gehen und nach dem Rechten sehen. Danach arbeite ich noch an meinem Tagebuch um mich etwas abzulenken.

01.01.2002
08.00 Uhr Abreise