| Derzeit
kommt es immer mehr in Mode, unnützen und defekten Kram in elektronischen
Auktionshäusern zum Verkauf anzubieten.
In sogenannten Auktionshäusern können Menschen gebrauchte Waren,
wie z.B. Heimrechner Spiele, Musikkompaktscheiben und sogar
Kleidungsstücke zum Kauf oder zur Versteigerung anbieten. Meistens
handelt es sich dabei um minderwertige oder defekte Waren. Im
Laufe der Versteigerung steigt der Preis immer mehr in die Höhe.
Der Käufer bezahlt am Ende meistens einen überteuerten Preis
für eine Ware, die es in den meisten löblichen Einkaufsmärkten
viel billiger gibt.

Diese Beispiele
habe ich im grössten Auktionshaus namens E-Kauf (unlöblich:
E-Bay) gefunden:
- Ein Herr bietet getragene
Unterhosen (gereinigt) zum Preis von 16 Euro an. HEUREKA
- hierbei handelt es sich sogar um Gummi-Unterhosen. Diese
Unterhosen sind äusserst unlöblich und bringen einen redlichen
Menschen umgehend zum Schwitzen.
VORSICHT: Löbliche Unterwäsche
bekommt man im Einkaufszentrum schon ab 2 Euro.
-
- Ein Herr bietet das berüchtigte
Heimrechner-Spiel "Conterstrike" zum Kauf an.
VORSICHT: Dieses Heimrechnerspiel
ist erst ab 18 Jahren freigegeben und darf wegen des neuen
Jugendschutzgesetztes überhaupt nicht angeboten werden.
Ich habe umgehend Anzeige erstattet.
In der Rubrik "Musikkompaktscheiben" habe ich insgesamt
12 Angebote für "Alice Cooper" Krachmusik gefunden. Ausserdem
werden sogar unlöbliche und unkeusche "Eminem" Kompaktscheiben
angeboten.
VORSICHT: Diese Musik
ist sehr unkeusch und führt unweigerlich zum Gehirnbrand.
Hören Sie keusche Volksmusik.
Natürlich sind
elektronische Versteigerungshäuser nicht nur ein Tummelplatz
von Betrügern und unlöblichen Anbietern. Auch redliche Menschen
können sich an den Versteigerungen beteiligen oder selbst redliche
Waren anbieten.

Auch ich habe
die Anschnur-Versteigerung ausprobiert und habe eine hochwertige
aber leicht defekte Aluminium-Leiter angeboten.
Nachdem ich mich mit meinem löblichen Namen bei E-Bucht registriert
hatte, habe ich die Leiter in der Rubrik "Hausrat" angeboten
und 99 Euro verlangt. Dieser Preis ist wirklich gerechtfertigt,
weil diese Leiter vor 12 Jahren immerhin 239 DM gekostet hat.
Die rostigen Stellen habe ich redlichst abgeschleift und mit
löblicher Farbe überpinselt. Die heruntergebrochene Trittstufe
habe ich wieder mit Klebeband befestigt und ebenfalls übermalt.
HEUEKA - Elektronische Auktionshäuser funktionieren wirklich.
Schon nach kurzer Zeit habe ich das erste Angebot für meine
Leiter erhalten. Ein redlicher Herr hat 100 Euro geboten. Nach
Ablauf der Auktion stieg der Preis sogar auf 117 Euro. Umgehend
habe ich mich mit dem Käufer per elektronischen Brief in Verbindung
gesetzt und ihm die Leiter mit der Deutschen Post AG per Nachnahme
Sendung zugeschickt.
Der Herr war wohl sehr zufrieden mit seinem Einkauf, ich habe
jedenfalls keine Reklamation erhalten. Ehrlichkeit zahlt sich
im Leben immer aus.
Nachtrag
vom 14.06.2003:

Vor einigen
Tagen fand ich bei einem löblichen Waldspaziergang einen hochwertigen
Grill. Dieser Grill gehörte zur Hinterlassenschaft diabolischer
Rabauken, die offensichtlich ein unkeusches Grillfest veranstaltet
hatten. Neben dem Grill fand ich unzählige Bier- und Weinflaschen,
sowie benutzte Präservative vor. HEUREKA. Diesen Grill habe
ich nun bei einer elektronischen Versteigerung angeboten. Sicher
wird der Käufer viel Vergnügen damit haben.

Meine Ratschläge für
Versteigerungen:
- Lassen Sie sich nicht
übers Ohr hauen
Kaufen sie nur bei älteren und keuschen Herren ein.
Jugendliche Anbieter sind meistens unseriös.
- Vergleichen Sie
Bevor Sie sich für eine Ware entscheiden, sollten Sie
zuerst Ihr löbliches Einkaufszentrum besuchen und die Preise
vergleichen.
- Bezahlung
Bezahlen Sie Ihre gesteigerte Ware nur auf Rechnung
oder per redlicher Nachnahme. Eine Vorauskasse verleitet
den Verkäufer zur Unlöblichkeit.
- Nach Erhalt der Ware
Überprüfen Sie die Ware umgehend auf Schäden. Sollten
Sie einen Schaden feststellen, benachrichtigen Sie sofort
die Polizei oder das BKA und stellen Sie Anzeige wegen Betrugs.
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