Reinhard Pfaffenbergs löbliches Tagebuch Archiv

 

 

01.05.2005

01.05.2005
06.15 Uhr Ich erwache löblichst und springe gutgelaunt aus dem Bett. Schnell schlüpfe ich in meine Hausschuhe und trete auf den Balkon hinaus. HEUREKA - die Palmen und Gewächse schwingen im Wind und bieten ein beeindruckendes Schauspiel. Ferner lausche ich dem süssen Konzert der exotischen Vögel und sehe sogar ein Gürteltier über den Rasen hüpfen - wie aufregend.
06.45 Uhr Nachdem ich die Morgengymnastik absolviert habe, entspanne ich mich bei einem schönen Vollbad mit Rosenöl. Nebenbei lausche ich einer stimmungsvollen Johann Strauss Kompaktscheibe und mache mir meine eigenen Gedanken.
07.45 Uhr HEUREKA - mein Bruder Georg ist schon wach und hat das Frühstück vorbereitet - wie schön. Ich nehme auf der Terrasse platz und lasse mir Rühreier mit Speckstreifen, einen Apfel und geröstete Weissbrotscheiben (unlöblich: Toast) kredenzen. Ausserdem gibt es brühfrischen Kaffee und frischgepressten Grapefruchtsaft - das schmeckt. 
08.15 Uhr Während wir uns das reichhaltige Frühstück redlichst munden lassen, erzählt Georg von einem neueröffneten Einkaufszentrum im Norden. Angeblich gibt es im "Miromar Outlet Store" (löblich: Miromar Aussen Geschäft) allerhand löbliche Geschäfte mit Angeboten auch für den kleinen Geldbeutel - wie schön. Da ich mich sowieso neu einkleiden wollte, schlage ich sofort einen Besuch des Einkaufszenters vor. Georg ist einverstanden und sagt, dass wir gleich nach der Kirche zum "Schoppen" fahren können. Ganz schnell trinke ich noch eine Tasse Kaffee und mache mich dann auf den Weg zum JEEP Karaoke. 
08.45 Uhr Nach nur 3 Kilometern treffen wir an der "St. Agnes Mission Catholic Church" ein. HEUREKA - hier herrscht Hochbetrieb und wir finden nur schwer einen Parkplatz. 
09.00 Uhr Pünktlich auf die Minute beginnt der löbliche Pfarrer mit dem Gottesdienst. Wir singen bei den schönen Liedern laut mit und lauschen dann der interessanten Predigt. Ich mache mir meine eigenen Gedanken und denke an Prof. Kuhn und Frau Probst, die heute sicher auch die Kirche besucht haben.
10.15 Uhr Die wundervolle Messe ist zu Ende und wir machen uns im JEEP auf den Weg zum Einkaufszentrum. Wir drehen die Fenster herunter und lasse uns den Wind um die Ohren wehen. HEUREKA - in diesem warmen Klima lässt es sich wirklich aushalten.
11.00 Uhr Nach einer gemütlichen Fahrt in Richtung Fort Myers biegt Georg schliesslich auf den Parkplatz des "Miromar" Einkaufszentrums ein. HEUREKA - diese Anlage muss man gesehen haben. Dutzende Gebäude mit über 120 Geschäften lassen mein Herz höher schlagen. Wir streben an Geschäften wie zum Beispiel "Adidas", "Calvin Klein", "Boss" und "Nike" vorbei und besuchen einen Laden namens "Brooks Brothers". Georg erzählt, dass dieses Gewandhaus hervorragende Stoffe verarbeitet und löbliche Anzüge herstellt - wie schön. HEUREKA - sofort sehe ich mich ganz genau um und stelle fest, dass es hier keinen Anzug unter 250 DOLLARS gibt. Mit einer kleinen Rente von nur 2.900 EUROS kann ich mir diesen Luxus unmöglich leisten - wie schade. Mein Bruder ist aber trotzdem begeistert und probiert sofort einen grauen Nadelstreifenanzug für 798 DOLLARS an. HEUREKA - es muss schön sein, wenn man reich ist.
12.00 Uhr Nachdem sich Georg für den schnieken Anzug entschieden hat, verlassen wir das Geschäft und wandern zu "Ecco Shoes" hinüber. HEUREKA - bei den Preisen bleibt mir wirklich die Luft weg. Die günstigen Lederschnürschuhe werden hier für Sage und Schreibe 159 DOLLARS angeboten - mit meiner schmalen Börse kann ich auch hier nichts kaufen. Georg lässt sich nicht lumpen und erwirbt ein schwarzes Paar Schuhwerk für 249 DOLLARS - wie aufregend. 
12.45 Uhr Verärgert wandere ich durch das Zenter und sehe mir die Auslagen in den Schaufenstern genau an. Zu guter Letzt machen wir noch einen Abstecher in einen Laden namens "The Florida Winery" (löblich: Florida Weingeschäft). Ein kleinwüchsiger Verkäufer fragt sofort nach dem Rechten und zeigt uns löbliche Weine aus Kalifornien. Georg verköstigt schlürfend einige der edlen Traubensäfte und meint, dass wir uns eine Kiste "Cottonwood Canyon" aus Santa Barbara mitnehmen sollten. HEUREKA - bei einem Preis von 13,95 DOLLARS pro Flasche soll mir das ganz Recht sein. 
13.15 Uhr Nun wird es aber Zeit für das Mittagessen. Ich deute auf meine teure Armbanduhr und mache Georg auf meinen knurrenden Magen aufmerksam. Mein Bruder führt mich zu einem Gasthaus namens "Luna Rossa Italian Restaurant" und meint, dass er mich zur Feier des Tages einladen wird. HEUREKA - ich winke ab und gebe Georg zu verstehen, dass ich heute die Rechnung übernehmen werde.
13.45 Uhr Nachdem wir kühle Budweiser Biere bestellt haben, studiere ich die Tageskarte ganz genau und entscheide mich für eine löbliche Pizza namens "Luna Rossa Pizza", bestehend aus vier verschiedenen Käsen, Tomate, Salami und Peperoni. Georg möchte lieber Nudeln haben und wählt Tagliatelle (löblich: Breitnudeln) mit Spinat, weissen Bohnen und Tomaten.
14.15 Uhr Endlich wird das Essen serviert - schmeckt gar nicht schlecht, Herr Specht. Wir plaudern redlichst und schmieden Pläne für die nächsten Tage. Georg macht mich auf das "Naples Philharmonic Orchestra" aufmerksam und schlägt vor, am kommenden Wochenende eine Aufführung zu besuchen. HEUREKA - ich winke schnell ab und erkläre, dass ich mir nichts aus klassischen Konzerten mache. Viel lieber würde ich mir ein amerikanisches Landmusik (Country Musik) Konzert ansehen.
14.45 Uhr Ich lasse mir die gesalzene Rechnung bringen und bezahle in Bar. Danach verlassen wir einkaufstütenbepackt das Einkaufszentrum und gehen zielstrebig zu unserem Fahrzeug. Auf der Heimfahrt werde ich das Steuer übernehmen. Ich lenke den Wagen fachmännisch vom Parkplatz und ohne Umwege zur Interstate 75. Mit einem gekonnten Abbiegemanöver bringe ich den JEEP auf die Autobahn in Richtung Süden und gebe redlichst Gas.
15.45 Uhr Da ich den Wagen auf schwindelerregende 40 Meilen beschleunigt habe, sind wir schon wieder zurück im Lowbank Drive. Wir tragen die Einkäufe ins Haus und nehmen dann entspannt auf der Terrasse platz. Zwei kühle Budweiser Biere haben wir uns nach den Anstrengungen des Tages wirklich verdient.
16.30 Uhr Während Georg im Garten verweilt, widme ich mich dem täglichen Anschnurgang. Ich segle auf meine löbliche Heimseite und beantworte Fragen besorgter Eltern. HEUREKA - gerade in dieser Jahreszeit scheinen es die Jugendlichen besonders bunt zu treiben. Unzucht, Haschgift und sogar Extrasi sind bei vielen der Rabauken an der Tagesordnung - wie unlöblich.
17.45 Uhr Düdeldü - ich gehe von der Leine und leiste meinem Bruder in der Küche Gesellschaft. Wir bereiten zusammen das löbliche Abendessen vor und marinieren delikate Hühnerschenkel aus dem Supermarkt. Ausserdem schneide ich ein französisches Langbrot in Scheiben und zaubere einen vitaminreichen Tomatensalat mit Zwiebeln.
18.30 Uhr Während die Hühnerteile redlichst auf dem Grill herausbraten, öffnet Georg eine Flasche des extraordinären Weissweins aus dem "Miromar" Einkaufszentrum und schenkt den Trunk in stilvolle Gläser ein - wie schön.
19.00 Uhr HEUREKA - das Essen schmeckt hervorragend und der Wein passt perfekt dazu. Ich erkläre meinem Bruder, dass ich morgen unbedingt in der Heimat anrufen muss, um nach dem Rechten zu fragen. Obwohl mein Haus redlichst von Herrn Bürstenbinder und Prof. Kuhn beaufsichtigt wird, kann man nie wissen, was passiert.
20.00 Uhr Nachdem wir die Küche ordentlich aufgeräumt haben, beginnt der löbliche Fernsehabend. Ich schalte auf und ab und entscheide mich dann für einen Spielfilm aus dem Jahre 2002 mit Robin Williams namens "One Hour Photo" (löblich: Eine Stunde Foto). Georg gähnt und sagt, dass er den Film bereits zusammen mit Maria in Toronto im Lichtspielhaus gesehen hat. Er wird ihn sich aber gerne noch mal anschauen - wie schön.
21.45 Uhr Ein anstrengender Tag geht langsam zu Ende und ich wünsche meinem Bruder eine gute Nacht. Danach ziehe ich mich auf mein Schlafzimmer zurück und gehe ins Bett. Gute Nacht. 


Das löbliche Abendessen: Gegrillte Hühnerschenkel:

http://pfaffenberg.permuda.net/gegrillteshuhn.jpg

Das löbliche Miromar Einkaufszenter:

http://www.miromar.com/florida.html

Bericht: Haschgift und Drogen:

http://pfaffenberg.permuda.net/drogen.html

 

verfasst von Reinhard Pfaffenberg am 01.05.2005
© Reinhard Pfaffenberg